Da das meine Klangbasis für alle Sounds ist, ja.
Ich weiß nicht, ob Du schon einmal den Mesa Boogie Clean-Ton ausprobiert hast. (Vielleicht besorgst Du Dir mal ein Joyo California für 30 Okken und drehst das Gain zurück. Da merkt man sehr schön, wie anders das ist.) Der Cleanton steckt auch im Recti und ist für mich angenehmer als der Fenderton. Oder besser aus meiner Sicht: Es ist der schönere und voluminösere Fenderton. Für mich ist er an der Saite federnder und ich kann dem Grundsound voll vertrauen, mich in den Ton lehnen.
Ich hoffe man kann das so nachvollziehen.
Die Tonregelung am Lonestar ist auch etwas anders gelöst. Der Grundklang ist schon mit wenig Bass auf Fenderniveau. Der Regler steht auf ca. 7 Uhr. Du kannst noch zusätzlich Bass dazu geben, wie auch Mitten und Höhen. Die
Fender-Amps haben eine Senke bei ca. 400Hz, die hat der Lonestar nicht und Du kannst eben auch schön mittenbetonte Sounds fahren. Im Zusammenspiel mit dem Presence-Regler ist das Ganze jedoch nicht so einfach einzustellen.
Ich wechsele zum Beispiel beim Song Badge (EC), nach dem Solo, in diesen schönen "George Harrison-Part", komme also von Vollbrett Tweed zu Clean mit Rotary. Das klingt mit meinem super sauberen Clean dann auch sensationell und anders als würde ich die Gitarre einfach zurückdrehen. Und es ist auch alles gleich laut und druckvoll, weil der MB einen Solo-Schalter mit plus X dB hat, der an der Endstufe wirkt.
Man darf den Lonestar Classic auf keinen Fall mit dem Special verwechseln! Mein MB LC hat 4 x 6L6 und der Special 2 x EL34 (30 Watt).
Das erste Video ist ein recht umfassende Erläuterung. Das zweite Video zeigt die Sounds recht schön.