Mein Gitarren-Trainingslog

  • Ersteller Gast236844
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Problem ist noch nach den zwei Einzelnoten den E7 zu greifen

Das Problem könnte sich evtl. erledigen, wenn du den E7 als 0-7-6-7-0-0 greifst, also keinen Finger auf die B-Saite setzt. Die auf dem Blatt notierte Form würde ich im Leben nie als E7 verwenden.
 
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Bin seit Gestern auch wieder so richtig am Üben. Motivation war etwas im Keller und hab nur täglich mein Programm mit Skalen, Pentas etc. durchgearbeitet :)
Hab ab nächster Woche Urlaub - neue Saiten bestellt und will dann mal schauen, was sich so machen lässt.

Das neue Lied hat ein paar fiese Akkorde, obwohl es "Metal" ist. Aber gerade der Zusammenspiel clean und verzerrt ist toll.
Naja üben, üben, üben :)

VG
 
Ich belebe diesen Threade hier mal wieder - er hat mir immer gut gefallen. Es war irgendwo auch motivierend und vor allem auch interessant.

Ich habe in den Jahren meiner Boardzugehörigkeit auch das ein oder andere Mal die klassischen Fragen gestellt und die klassischen Antworten erhalten :D

Mein Glück und zugleich mein Pech sind wohl, dass ich zwar früh an fing, dies aber autodidaktisch und ohne jeglichen Plan bzw. Struktur. Das heißt, ich spiele zwar "relativ" gut und habe ein ausgezeichnetes Gehör, besitze Grundlagen der Harmonielehre usw ABER ich war nie der klassische Übetyp und naja, meist sah üben wie bei fast jedem aus - es wurde zum rumgenudel.

Da die Auswirkungen davon halt auch nicht zu verstecken sind (teilweise unsauberes Alternate Picking, A-Synchrones Picking ab gewissem Speed etc pp) und ich für mich selber auch einfach einen weitaus höheren Anspruch habe und brauche (das ist eher so eine persönliche Sache), habe ich beschlossen, es wirklich klassisch und diszipliniert mit Hilfe eines Übungsplans wieder zu fixen. Hin zu kommt, dass ich inzwischen an einem Punkt bin, an dem ich tatsächlich nur durch fundamentales Theoriewissen wirklich auf das Niveau komme, welches ich gerne hätte. Daher auch das teilweise buhlen in der Ursuppe, was mMn wohl das wichtigste ist. Denn - das "Wissen" ist irgendwo schon vorhanden. Ich weiß intuitiv wo eine Tonleiter wie gespielt wird oder was Terzschichtung und Akkord-Aufbau ist aber eben "zu theoretisch". Schwieirig zu erklären.

Dokumentieren möchte ich das Ganze selbstverständlich auch, es soll aber vor allem auch Andere anregen, sich mal auf den Hinter zu setzen so wie dieser Thread mich oft dazu geleitet hat, mich mal wenigstens 5 Minuten hin zu hocken.

Der Große Vorteil ist, dass ich mir hier täglich auf jeden Fall 2 Std Zeit für nehmen kann. Da es allerdings der erste Übungsplan ist, wäre ich über Tipps und Tricks garnicht so traurig. Hier kann man bestimmt noch das Ein oder Andere verbessern und viele von Euch haben da mit Sicherheit weitaus mehr Know-how als ich :). Und wer will, hat einen Übungsplan für sich den er nach Belieben abändern kann :)

Ich bin auf jeden Fall für jeden Input dankbar :)


https://docs.google.com/spreadsheet...qU12zax4vYsX9Na8O5yB_j-ZG93U7njO8AxhH/pubhtml
 
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Anmerkung:
Du "trainierst" zum Beispiel 20 Minuten

Für mich ist das wie beim Fußballtraining, man kann Dinge trainieren die gemacht werden damit sie gemacht sind, oder man macht "Spielorientiertes" Training.

Bei Deinem Trainingsplan, fehlt mir die wichtigste Komponente: Spielorientiertes üben

1. 1234 Übung genügt am Tag 5 Minuten als Warmup Übung
2. Skalen für Stretching hoch und runter ist ok

a) Danach würde ich sämtliche Technikübungen praxisorientiert einsetzen - Sprich, such Dir Lieder die DIESEN Schwerpunkt haben und lerne diese Lieder und spiele sie immer wieder - Ob schnelle Riffs oder Soli
b) Dabei lernst Du nicht nur die Techniken, sondern wie diese auch von den Profis eingesetzt werden

Bereich Gehör-Training und Theorie ist ok, geht auch in der Mittagspause ;)

X) WO IST DEINE WÖCHENTLICHE SETLIST? ;) Eigentlich das wichtigste ;)
X) Wo ist Dein "neuer" Song den Du selbst machst oder gerade lernst? ;)

Ich weiß Du willst shredden lernen, sieht man ja, ich war/bin shredder ;) Und habe am Anfang das gleiche getrieben _: Stell um, früher als ich ;)

Gruß
Oliver
 
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Bei Deinem Trainingsplan, fehlt mir die wichtigste Komponente: Spielorientiertes üben

1. 1234 Übung genügt am Tag 5 Minuten als Warmup Übung
2. Skalen für Stretching hoch und runter ist ok

Das große Problem ist die fehlende Synchronität der rechten und inken Hand bzw. falsch oder garnicht gelernte Dinge. Ich merke das vor allem extrem wenn ich isoliert mal nur die rechte Hand spiele bspw. ONPS - hier habe ich arge Defizite welche nach so langer Spielzeit eig. nicht vorhanden sein sollten, hätte man sich früh genug darum gekümmert.

Irgendwo ist es Wühlen im Urschleim aber aus meiner Sicht aktuell unerlässlich, da alle anderen "Probleme" dann ja darauf aufbauen (Fundament).

a9)Danach würde ich sämtliche Technikübungen praxisorientiert einsetzen - Sprich, such Dir Lieder die DIESEN Schwerpunkt haben und lerne diese Lieder und spiele sie immer wieder - Ob schnelle Riffs oder Soli
b) Dabei lernst Du nicht nur die Techniken, sondern wie diese auch von den Profis eingesetzt werden

Genau das ist der Knackpunkt. Nehmen wir z. B. mal Cliffs of Dover von Eric Johnson. Die ersten 16 Takte hatte ich in circa einer Stunde intus. Bis zu einer gewissen Geschwindigkeit auch ohne all zu große Anstrengung. Aber, ich merke, dass obige Problematik mit zunehmener Geschwindigkeit immer bedeutender wird - daher auch der Ansatz "perfektioniere die Basics".


Bereich Gehör-Training und Theorie ist ok, geht auch in der Mittagspause

Finde ich eine schwierige Aussage, da ich der festen Überzeugung bin, dass man jahre lang das romantische Märchen aufrecht erhielt, "echte Rockmusiker brauchen keine Theorie". Schaut man sich aber mal alle "großen" in den Genres in welchen ich mich so bewege (Timmons, Eric Johnson bzw. Nick Johnston, Martin Miller, Govan, Quayle, Satriani, Kiki etc) an, stellt man fest, dass diese ein extremes Wissen besitzen und Dieses auch gezielt anwenden.

X) WO IST DEINE WÖCHENTLICHE SETLIST? ;) Eigentlich das wichtigste ;)
X) Wo ist Dein "neuer" Song den Du selbst machst oder gerade lernst? ;)

Ich habe die letzten 20 Jahre damit verbracht, Songs nach gehör zu spielen ohne großen Wert darauf zu legen diese "perfekt" zu spielen. Ich wollte halt einfach spielen, spielen, spielen. Das habe ich auch und mache ich nach wie vor - es macht auch Spass ABER um auf das Level zu kommen welches ich eigentlich haben müsste/will, muss ich auch ein Stück weg so ehrlich sein und sagen, dass es da eben nicht mit "ein wenig spielen worauf man Bock hat" getan ist. Jetzt heißt es wirklich knallhart üben.

Und songs habe ich allemal genug, da sind wir dann aber eben wieder im Thema - alles baut auf den Basics auf und wenn die nicht stimmen oder "falsch" sind, ist auch alles andere suboptimal.

Ich weiß Du willst shredden lernen, sieht man ja, ich war/bin shredder ;) Und habe am Anfang das gleiche getrieben _: Stell um, früher als ich

Das ist glaube ich die Fehlinterpretation. Ich will garnicht so sehr "shredden", ich möchte die Musik, die ich gerne Höre und toll finde spielen können und selber machen können. Hierzu muss ich haber als Strafe in kauf nehmen, was ich jahre lang vernachlässigt bzw. gekonnt ignoriert habe :).
 
Das große Problem ist die fehlende Synchronität der rechten und inken Hand bzw. falsch oder garnicht gelernte Dinge.

Zu dem ersten, kann man zu einem Metronom raten! Aber was soll man dir zu den falsch oder gar nicht gelernten Dingen raten? Aus meiner Sicht, kann ich dir da nur zu einem Gitarrenlehrer raten. Wenigstens für einen gewissen Zeitraum, bis man soweit ist und sich dann "autodidaktisch" selbst wieder weiter bringen kann.
 
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Zu dem ersten, kann man zu einem Metronom raten!

Wird definitiv benutzt bei den obigen Übungen :)

Aber was soll man dir zu den falsch oder gar nicht gelernten Dingen raten?

Naja das falsch gelernte muss ich halt aus meiner Sicht durch selbstdiziplin und Üben korrigieren. "

"Nicht erlernt" kann man so ja auch nicht sagen, die Umsetzung klappt nur ab einem gewissen Punkt durch eben die anderen Dinge nicht.

Nur möchte ich eben nicht einer von Jenen sein, die einen bestimmten Lauf in 1000bpm spielen können, aber eben nur diesen Einen.


Und nur Finger/Picking-Übungen sind ja irgendwo auch zu engstirnig. Daher eben die Idee mit dem Übungsplan.

Was die Harmonielehre/Theorie dahinter an geht hab ich genügend Basiswissen auf welches ich aufbauen kann wenn ich es halt einfach mal machen würde ;-) Daher ist das "nur" klassisches Lernen und Üben, welches ich eben bewusst mit in den täglichen Plan einbringen möchte. So zumindest mal die Idee dahinter.
 
Genau das ist der Knackpunkt. Nehmen wir z. B. mal Cliffs of Dover von Eric Johnson. Die ersten 16 Takte hatte ich in circa einer Stunde intus. Bis zu einer gewissen Geschwindigkeit auch ohne all zu große Anstrengung. Aber, ich merke, dass obige Problematik mit zunehmener Geschwindigkeit immer bedeutender wird - daher auch der Ansatz "perfektioniere die Basics.

Und mit wieviel Bpm hast Du das gespielt? Denn das hatte ich den 90ern gespielt und das ist alles andere als einfach und zu der zeit habe ich am Tag ca. 8 Stunden gespielt :D Das wäre heute für mich eine große Aufgabe .....
 
@Chriss_Guitar ein paar Anmerkungen von mir. Du willst vor allem einen Technik und Theorieplan wie ich das so sehe. Deswegen würde ich alles was konkrete Stücke betrifft erstmal in den Ausführungen ausklammern.

Einige Aspekte die bei dir unter Technik fallen, sehe ich als Bestandteil von Skalenübungen, Arpeggien...auf diese implizite Dopplung würde ich verzichten. Eine essenzielle Frage ist für mich, wie du die Skalen übst. Bleibst du erstmal in einem Griffschema und verschiebst das von Tag zu Tag, oder machst du jeden Tag gleich das ganze Griffbrett? Und wie vielseitig übst du die? Nur rauf und runter?

Mein Vorschlag: Nimm eine Skala und übe sie möglichst vielseitig etwa 20 Minuten pro Tag. Differenziere die Anschlagarten, übe mit Metronom auf jede Viertel, 2+4 oder letzte Achteltriole, spiele Sequenzen... Da bist du in einer Lage schon gut beschäftigt und brauchst vielleicht sogar nur für C-Dur eine Woche.

Die Frage bei den Skalen ist letztendlich ob du sie motorisch können willst, oder die Töne "sehen" willst, oder beides (= Optimalfall). Weil du willst ja auch das Griffbrett lernen, ich denke du meinst diesen letztgenannten Punkt damit.

Gut dass du Eartraining im Programm hast! Da kannst du natürlich noch mehr differenzieren, willst du hören oder auch aktiv singen...

Als Technikschule kann ich nur die Bücher von Leavitt empfehlen, allerdings Vorsicht: Noten!
 
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Und mit wieviel Bpm hast Du das gespielt? Denn das hatte ich den 90ern gespielt und das ist alles andere als einfach und zu der zeit habe ich am Tag ca. 8 Stunden gespielt :D Das wäre heute für mich eine große Aufgabe .....

70-80% des Originaltempos sind machbar, die ersten 16 Takte, dafür brauchte ich ungefähr 2 Tage a 4-5 Std.

@Chriss_Guitar :

Vielleicht hilft dier dieses Buch weiter. Da gibt es einen 60-Wochen-Plan:

https://www.thomann.de/de/ama_rock_guitar_basics.htm

Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass es keinen Lehrer ersetzt.

Ich möchte das auch garnicht unterschlagen ud wäre dem garnicht so abgeneigt. Leider gibt es hier keine Lehrer in unmittelbarer Umgebung welche - ohne das jetzt böse oder arrogant meinen zu wollen - was anderes als das 0815 geforderte zu können/wollen.

@Chriss_Guitar ein paar Anmerkungen von mir. Du willst vor allem einen Technik und Theorieplan wie ich das so sehe. Deswegen würde ich alles was konkrete Stücke betrifft erstmal in den Ausführungen ausklammern.

Das ist genau meine Intention dahinter. Absolut richtig erkannt.

Eine essenzielle Frage ist für mich, wie du die Skalen übst. Bleibst du erstmal in einem Griffschema und verschiebst das von Tag zu Tag, oder machst du jeden Tag gleich das ganze Griffbrett? Und wie vielseitig übst du die? Nur rauf und runter?

Das ist ein grundsätzliches Problem. Ich kann dir die Ausführung jeder Dur/Moll- Tonleiter aus dem FF weil sich zum einen der Bewegungsablauf als auch die Melodie eingebrannt haben. Es ist auch kein Problem, dies über mehrere Lagen und Horizontal oder Vertikal oder meinetwegen Diagonal zu spielen. Da hilft mir mein Gehör schon wirklich sehr, sehr weiter.

Mein Vorschlag: Nimm eine Skala und übe sie möglichst vielseitig etwa 20 Minuten pro Tag. Differenziere die Anschlagarten, übe mit Metronom auf jede Viertel, 2+4 oder letzte Achteltriole, spiele Sequenzen... Da bist du in einer Lage schon gut beschäftigt und brauchst vielleicht sogar nur für C-Dur eine Woche.

Danke das sind wertvolle Übetipps, die ich so gerne mit einbauen werde :).

Die Frage bei den Skalen ist letztendlich ob du sie motorisch können willst, oder die Töne "sehen" willst, oder beides (= Optimalfall). Weil du willst ja auch das Griffbrett lernen, ich denke du meinst diesen letztgenannten Punkt damit.

Mit einer der wichtigsten Punkte für mich! Wie gesagt kann ich dir eine beliebige Tonleiter sofort spielen. Sowohl weil ich "weiß" wo die Töne liegen (Ich mein, hast du den Grundton, hast du auch Terz und Quint und man weiß ja, wo seine Halbtöne sind) und auch weil es sich motorisch eingebrannt hat. LEIDER und vll. ist das auch der Versuch, dessen etwas ledig zu werden, erwische ich mich doch all zu häufig dabei, eben diese immer selben - teils langweiligen - Skalen in mein Improvisationsspiel ein zu bauen. Also auch das soll geändert werden, ist aber aktuell mMn weniger wichtig als andere Punkte und kommt glaube ich dann auch zwangsläufig automatisch.

Gut dass du Eartraining im Programm hast! Da kannst du natürlich noch mehr differenzieren, willst du hören oder auch aktiv singen...


Ja, gerade Intervalle machen dann schon Sinn, mitgesungen zu werden.


Wie gesagt sind das alles ja absolut keine Böhmischen Dörfer für mich. Ich habe mich nur meiner Meinung nach viel zu wenig und undiszipliniert damit auseinander gesetzt. Das heißt, ich möchte die Versäumnisse der letzten 20 Jahre nun "ausbügeln" :)

Hachja, wüsste man als junger Scheißer halt nur schon, wie wichtig sowas später mal sein könnte :).


Vielen Dank für all euren Input!
 
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Für mich hilft es am meisten, die Tonleitern nicht in trockene Übungen zu verpacken.

Ich suche mir für die Skalen langsame Backing-Tracks.. Ist es eine neue Skala, die ich noch nicht kenne (bin Anfänger), dann übe ich erst Clean, dann später Zerre ohne Delay, dann Zerre mit Delay.
Klappt die Zerre nicht, gehe ich auf Clean zurück - was Akkorde betrifft übe ich nur Clean - aber alles im Rahmen der Praxis, staubtrockene Übungen zerstören bei mir die Lust.
Auch wenn ich mir Skalen erarbeite, läuft nebenbei immer ein Track.
Viele würden jetzt sicher sagen, dass das der falsche Weg sei, aber ich kann nur auf diese Weise... So macht es Spaß und ich lerne gern und dann auch schnell.

Dann gibt es immer wieder Parts, in denen ich auch mal vom Tempo her schneller werde, um herauszufinden, ob ich mählich das Tempo steigern kann, wie es um meine Handsyncro und Technik bestellt ist.

Für mich schwierige Passagen übe ich immer separat und isoliert in kleinen Einheiten, bevor ich sie wieder richtig einbinde.

Skalenübung1:

https://soundcloud.com/eisenvorhang/neue-aufnahme-4

Schwierige Parts isoliert:

https://soundcloud.com/eisenvorhang/neue-aufnahme-5
 
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Mal so ein kleines Feedback nach knapp 2 Wochen :).

Leider blieb es nicht beim täglichen Üben...wäre ja auch zu schön gewesen. Mal musste man hier hin, mal kam da was dazwischen. Unterm Strich konnte ich aber gut 70% der Tage nutzen.

Fazit: Bezüglich Technik merke ich NOCH keinen all zu großen Fortschritt. Hintergrund ist meiner Meinung nach a) mein bisheriges Niveau war keinesfalls schlecht b) ich merke, wie schwer ich mich tue, gemachte Fehler langsam wieder auszubessern.

Beispiel: Ich habe festgestellt, oftmals mit einem weiteren Up- oder Downstroke weiter zu picken, anstatt die "Reihenfolge" korrekt weiter zu führen. Das mag bei Economypicking ja super sein, um mein Alternate Picking zu korrigieren bzw. verbesser ist es aber nicht dienlich. Gerade sowas zieht mich dann oft doch schon etwas runter weil man sich so vor Augen führt, was man für defizite hat. Dann kommen noch weniger gute Tage dazu und es mag nichts funktionieren - der Frust ist perfekt. Für mich das absolut Schwierigste an der ganzen Sache.

Hier sind es wie gesagt viele Kleinigkeiten, die mir auffallen und die ich erst weg korrigieren möchte/muss. Speedtechnisch bewege ich mich dabei immer so zwischen 115 und 120bpm mit 8tel bzw. 16tel. Je nach Tagesform variiert das etwas.

Wo ich einen großen Sprung gemerkt habe bzw. merke dass sich vieles jetzt schlüssiger verhält, ist Griffbretttheorie. Ich habe eigentlich immer alles nach Gehör gespielt und nie groß Wert darauf gelegt was gerade gespielt wird. Also, nicht "aktiv bewusst" wahr genommen was da passiert. Das ist jetzt natürlich anders und gibt mir den ein oder anderen Aha-Moment. Zudem eröffnen sich dadurch dann ganz schnell interessante Muster, welche sich ja auch wieder aufs Spiel anwenden lassen.

Ein für mich unheimlich tolles Tool habe ich dabei mit dem "Guitar Explorer" gefunden.

http://www.gitarrengriffe-online.de/gitarren_skalen_tonleiter.php

Kann man so 4 Free benutzen - ich hab die 10€ investiert und mir das Ganze gekauft.

Sehr einfaches aber absolut grandioses Tool, welches mir direkt beim Spielen neben der Motorik auch die Visualisierung gibt die ich ganz gern hätte.


Auch als hilfreich herausgestellt hat sich, den Monitorbackground mit einem Griffbrett, auf dem alle Noten sind, anzeigen zu lassen. So sieht man eigentlich permanent das Griffbrett mit all seinen Noten vor sich - ganz praktisch.


Ansonsten merke ich auch, dass ich noch um einiges strukturierter und organisierter sein muss. Oftmals ist es schon noch ein Durcheinander und die Struktur fehlt. Ich habe allerdings auch nie wirklich gelernt, "richtig" zu üben und das Ganze strukturiert an zu gehen, habe also auch hier einen absoluten Lernprozess vor mir.
 
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Schönen zu lesen, dass es den Thread noch gibt und weiterhin Leute motiviert, mehr zu üben. :)

Ich schreibe auch mal wieder einen Beitrag, weil ich mir in letzter Zeit einige Gedanken zum Üben gemacht habe.
Ich habe vor kurzem beschlossen, neben der Gitarre noch Mundharmonika zu lernen, bin einfach in den Laden gefahren, hab' mir eine Blues Harp, die mir dort empfohlen wurde, und ein Buch dazu gekauft und habe losgelegt. Ich habe bewusst auf den anderen Input (aus youtube Videos, o.Ä.) verzichtet und wollte komplett unvoreingenommen an das Thema herangehen. Sowohl was das Equipment, aber auch die Buchauswahl und das Üben selbst betrifft, habe ich also nicht lange gefackelt, nicht groß im Internet recherchiert (außer, dass man mit einer diatonischen in Richter-Stimmung in C anfangen sollte) habe ich also keine Zeit verloren...

Ich hab mich also jeden Tag, wenn ich ein paar freie Minuten hatte, mit der Harmonika hingesetzt und habe geübt, nur das Instrument und ich, manchmal noch die Cd mit den Übungen/Liedern. Erfolgserlebnisse stellten sich rasch ein und ich war sehr motiviert, weiterzuüben.

Mittlerweile kann ich schon einige Lieder (On Top of old smokey, Morning has broken, Ode an die Freude und Oh Susanna und noch ein paar einfache Melodien), auch wenn ich noch allzu viele Verzierungen kann und nicht immer nur den einen Kanal treffe, der grad dran ist. Aber es macht einen riesen Spaß.

Meine persönliche Erfahrung ist nun also, dass 2 Faktoren wesentlich dazu beigetragen haben, dass ich bislang ganz gut vorangekommen bin:
1. Fokus auf das Wesentliche: ÜBEN!
gar nicht so wichtig, wann man übt, was genau man übt bzw. in welcher Reihenfolge, etc.
2. Die intrinsische Motivation
Ich will einfach Mundharmonika spielen können und durch 1. ist es immer gerade ein Lied, dass ich unbedingt "meistern" möchte. Sonst nichts. Dadurch übe ich konsequent so lange, bis es klappt.

Das klingt erstmals nicht gerade besonders und ist das, was man 1000-fach liest und hört, aber dennoch so schwer zu verstehen ist. Bei der Gitarre habe ich ständig gesucht - neue Lieder, neue Tabs, neue video-lessons, neue Bücher, andere Stile, etc. - bin aber ständig abgedriftet und nie über längere Zeit konsequent bei der Sache geblieben. Die unendlichen Möglichkeiten des Internets haben in dieser Hinsicht natürlich ihre Tücken...
Aber das Beispiel der Mundharmonika hat mich nun auch wieder auf Spur gebracht, das gleiche Prinzip auf der Gitarre anzuwenden. Falls mir ein neues Lied unterkommt, beginne ich nicht sofort zu suchen oder zu probieren, sondern schreibe es auf eine "to do"-Liste. Wenn es mich dann, wenn es dran ist, noch immer juckt das Lied zu lernen, dann nehem ich es in Angriff. Überlege mir aber auch, wieviel Aufwand es wäre (falls man eine neue Technik o.Ä. dafür braucht) und wiege ab, ob ich jetzt dazu bereit bin, mich diesem Lied voll hinzugeben. Wenn ich das mache, sehe ich das Ganze automatisch aus einem anderen Augenwinkel

Gruß
g.
 
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Falls mir ein neues Lied unterkommt, beginne ich nicht sofort zu suchen oder zu probieren, sondern schreibe es auf eine "to do"-Liste.
So verschieden sind die Leute ;-)
Wenn ich ein neues Lied höre (zuletzt z.B. "Afterglow") suche ich es sofort und probiere wie es geht - sonst gerät es in Vegessenheit und ich spiele immer die selben Lieder...
Nur so lerne ich etwas Neues dazu.
 
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Sehe das wie @revolverband : Schmiede das Eisen solange es heiß ist .........
 
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Moin,

gammy89's Vorgehensweise hat auch etwas.
Das kling nach einem planvollem Vorgehen.
Ich habe mich auch sehr in den vielen YT Videos verzettelt und dann eigentlich nichts geübt, sondern von einem Frustpunkt zum anderen gehangelt.
Bluesharp hat aber auch den Vorteil, dass man schneller Erfolge erzielt. Zumindest bei einfachen Sachen.
Feinheiten und Bendings mal ausgenommen, weil die sind auch rel. schwierig...

Gruß

Michael
 
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Moin,

gammy89's Vorgehensweise hat auch etwas.
Das kling nach einem planvollem Vorgehen.
Ich habe mich auch sehr in den vielen YT Videos verzettelt und dann eigentlich nichts geübt, sondern von einem Frustpunkt zum anderen gehangelt.
Bluesharp hat aber auch den Vorteil, dass man schneller Erfolge erzielt. Zumindest bei einfachen Sachen.
Feinheiten und Bendings mal ausgenommen, weil die sind auch rel. schwierig...

Gruß

Michael

Ich hatte eben auch das Problem, dass ich mich durch die Methode "Schmiede das Eisen solange es heiß ist" eben auch verzettelt habe. In Extremform kommt da jeden Tag ein neues Lied dazu, das ich gerne lernen würde (vor allem, weil mein Musikgeschmack sehr breit aufgestellt ist und ich von Folk über Blues bis hin zu Death Metal alles hin und wieder gerne höre), aber die Lern-Geschwindigkeit einfach nicht dazu passt. Je nach Lied, dauert es schon mal einige Tage (bis hin zu Wochen), bis ich ein Lied wirklich beherrsche. Und somit habe ich immer viele Lieder begonnen gehabt, aber keines wirklich spielen können. Manchmal ist das ja auch lustig, wenn man z.B. sowieso nur das eine Riff spielen möchte und der Rest nicht interessant ist. Möchte ich das Lied aber komplett lernen, dauert das schon Länger...

Gestern habe ich z.B. Freight Train von Elizabeth Cotton begonnen, das schon lange auf meiner Liste steht. Ich fühle mich wie ein Anfänger, weil ich noch nie davor quasi "Fingerstyle" gespielt habe.

Zur Bluesharp - ja, stimmt...vor allem am Anfang ist es sicher leichter hier Fortschritte zu machen. Und beim Bending, usw. bin ich ja noch nicht angekommen. Freue mich aber darauf
 
@gammy89
Freu´ dich mal nicht zu früh auf die Bendings ;)
Auch das ist wieder ein tiefes Tal der Verzweiflung :-o

VG

Michael
 
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