Meine Suche nach der für mich perfekten Strat

Cryin' Eagle
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Hey!

Ich bin seit Anfang 2025 auf einer Reise, die viele von Euch vermutlich nur zu gut kennen: die Suche nach der für mich perfekten Strat. Aktuell bin in in der letzten Phase dieser Reise und habe gerade sechs Strats zum finalen Showdown bei mir daheim (v.l.n.r.):
  1. Siggi Braun 60s S in Olympic White (2008)
  2. Lentz Pre-Lawsuit S in Ocean Turquoise (NA, vermutlich 2002-2004)
  3. Lentz Reserve S in Sunburst (NA, nach 2004)
  4. Tom Anderson Classic Icon in Sunburst (2023)
  5. Tom Anderson Classic Icon in Daphne Blue (2020)
  6. Tom Anderson Classic Shorty Hollow in Olympic White (2019)
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Fünf andere Kandidaten (3x Tom Anderson, 1x Suhr und 1x Lentz) haben bereits einen neuen Besitzer gefunden, und in meinen umliegenden Gitarrenläden habe ich im letzten Jahr zusätzlich etwa 35 Strats (~25 Fender Custom Shop & Masterbuilt, ~10 Suhr & Tom Anderson) angetestet.


Hintergrund
Grundsätzlich fühle ich mich auf einer Strat am meisten zuhause. Meine allererste Gitarre war 1998 eine Yamaha Pacifica (HSS, Wilkinson VS-100 Vibrato), und die Haptik einer S-Style hat sich seitdem in mein Unterbewusstsein eingebrannt. 2008 kam dann noch die 60s Strat von Siggi Braun dazu, allerdings mit ein paar modernen Specs wie Locking-Mechaniken - aber bewusst ohne noiseless Single Coils oder Edelstahlbünde. Die anderen fünf Gitarren kamen in den letzten paar Monaten hinzu, mit dem Ziel, die Suche nach der für mich perfekten Strat schnellstmöglich abzuschließen.

Dabei geht es mir weniger vor allem um Vintage-inspirierten Strat vs. moderne Interpretationen. Ich schließe für mich persönlich eine “echte” Fender aus, entsprechend befasse ich mich auf meiner Suche also mit Strat Kopien, oder S-Style Gitarren. Aus meiner Perspektive kopieren & optimieren sowohl Fender als auch alle anderen S-Style Hersteller heute, was Leo Fender in den 50/60ern geschaffen hat. Mich zieht es bei meiner Suche zu qualitativ hochwertigen Gitarren von kleinen Firmen und individuellen Gitarrenbauern. Warum? Mit gefällt die Vorstellung, genau zu wissen, wer meine Gitarre gebaut hat, oder wie sie in einer kleinen Firma entstanden ist.

Vintage-inspirierte Strats von Scott Lentz
Meine Reise hat letztes Jahr mit einer Lentz Reserve S Legendary Venue Series (LVS) begonnen:
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Ich habe von Scott Lentz Sr. & Jr. 2014 zum ersten Mal gehört. Damals habe ich mich im Rahmen meines bevorstehenden Umzugs in die USA mit Gitarrenbauern in Kalifornien beschäftigt; und unabhängig davon auch mit einer Vintage-inspirierten Tele geliebäugelt. Der Umzug hat 2015 dann allerdings schnell unsere Geldreserven verbrannt, ich habe auch immer weniger Gitarre gespielt, und entsprechend ist der Wunsch nach einer Lentz für mehr als ein Jahrzehnt in den Hintergrund gerückt. Hier in den USA haben diese Gitarren eine fast schon kultartige Fangemeinde, und entsprechend hoch waren meine Erwartungen, als ich letztes Jahr plötzlich diese Lentz S LVS in einem meiner lokalen Gitarrenläden gesehen habe. Umso ernüchternder war es allerdings auch, dass ich mich mit der Gitarre auf Dauer einfach nicht anfreunden konnte. Der berühmte Funke sprang einfach nicht über; das Halsprofil war allerdings super und klanglich hat sie mir vor allem mit dem Tonabnehmer am Hals sehr gut gefallen. Der neue Besitzer ist seit ein paar Monaten überglücklich mit dieser Gitarre und meine erste Schlussfolgerung war: vielleicht bin ich einfach nicht für eine Vintage-inspirierte Strat gemacht?

Um diese Frage nicht unbeantwortet zu lassen, bin ich nach dem Verkauf dieser Lentz Reserve S LVS auf die Jagd nach einer weiteren Lentz gegangen. Ich hatte bei der LVS zwei Dinge im Verdacht, die zu meinem Missfallen beigetragen haben könnten: (1) die Pickups waren extrem noisy und selbst in den Positionen 2 & 4 nicht rauschfrei; (2) ich bevorzuge feste Brücken und wollte schon immer mal eine Hardtail Strat ausprobieren. Entsprechend hat dieses Jahr im Januar dann relativ schnell eine weitere Lentz S zu mir gefunden: eine Pre-Lawsuit S Hardtail (Link zu weiteren Bildern):
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Diese Pre-Lawsuit S Hardtail in Ocean Turquoise ist der absolute Wahnsinn. Vom ersten Moment an fühlte sich diese Gitarre „richtig“ an. Perfektes Halsprofil (.94-1.00” mit ausgeprägter Schulter; kein schwaches V wie bei der LVS; 9.5” Radius), extrem resonant, schnell in der Ansprache, und mit einem sehr ausgeglichenen Klangbild zwischen allen Saiten. Akustisch steckt ein kleines bisschen Tele in ihr. Ich kann sie nicht weglegen, und sie kam glücklicherweise nicht ungespielt aus einer Sammlung, weshalb ich mir um zusätzliche Dellen und Kratzer keine großen Gedanken machen muss. Der mittlere Single Coil ist RWRP und entsprechend herrscht auf Positionen 2 & 4 Ruhe. Ich habe keine Ahnung, was für Holz verbaut wurde - mit offensichtlicher Ausnahme vom Hals. Es müsste es sich beim Korpus um einteilige Sumpfesche und beim Griffbrett um Rio-Palisander handeln, aber Kunden hatten schon immer die Option auch Erle auszuwählen. Egal - sie bleibt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit langfristig bei mir, und mir gefällt auch die eher unübliche Farbe optisch sehr gut.

Ein bisschen Lentz Geschichte: Pre-Lawsuit bedeutet hier, dass die Gitarre gebaut wurde, bevor Fender 2004 ihre bekannten “Cease and Desist” Briefe verschickt hat. Die Gitarre wurde also spätestens 2004 gebaut, und die Lentz Unterschrift in Silber lässt darauf schließen, dass die Gitarre nicht viel früher als 2002 gebaut wurde (davor hat Scott Sr. einen blauen Stift verwendet). Sie ist allerdings auf keinen Fall vor 1998 gebaut worden, da sie ein laminiertes Griffbrett und kein "slab board" hat.

Scott Lentz hat sich bezüglich seiner S-Style Gitarren mal so geäußert:
“I built this guitar taking from what I considered the best of different years, both in the 50's and 60's. Thus, the light Ash body from 55 to 56, the lam neck from 62, and the deep cut a ways from 57. All finishing was done using shellac sealer, wood filler, and nitro top coats with flattening agent. Early guitars have the zinc block later have the steel block. Hardware was from Gotoh with some machines being Kluson. Every guitar I made, the neck was sent to the buyer for approval and the name of the buyer and date was either printed on the heel or later the bottom. The later guitars have the tone circuit using .01 cap on the neck and middle on the first tone pot and.022 on the rear tone pot.”

Bisher gab es noch keinen Grund den Hals zu entfernen und entsprechend ist mir das Jahr (und der Erstbesitzer/Händler) nicht bekannt. Ich spiele allerdings mit dem Gedanken, den Erstbesitzer aufzuspüren, um ggf. mehr über die Geschichte dieser Gitarre in Erfahrung zu bringen.

Die positive Erfahrung mit dieser Pre-Lawsuit S Hardtail hat dann auf jeden Fall schnell dazu geführt, dass ich auf ein sehr gutes Angebot für eine Lentz Reserve S gesprungen bin (Link zu weiteren Bildern):
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Wie bei der Pre-Lawsuit S handelt es sich um eine Gitarre mit einem RWRP Single Coil in der Mitte, und entsprechender Ruhe auf den Positionen 2 & 4. Außerdem kommt die Gitarre mit einem schärferen 10k Alnico 2 Tonabnehmer an der Brücke. Der Hals ist noch fetter als bei der Pre-Lawsuit S, sie wiegt gerade einmal 3,1 kg (die Hardtail bringt 3,3 kg auf die Wage), und sie liegt akustisch zwischen der Pre-Lawsuit S und der S LVS. Das Sunburst gefällt mir auch sehr gut; ganz ehrlich gesagt hat mir die LVS auch optisch auf Dauer nicht wirklich zugesagt.

Wäre diese Reserve S meine erste Lentz Strat gewesen, hätte ich die Suche vermutlich sofort für beendet erklärt. Die Hardtail gefällt mir aber besser, und entsprechend müsste ich diese Reserve S eigentlich wieder verkaufen. Aktuell hadere ich aber noch mit dieser Entscheidung, da es zukünftig immer schwieriger sein wird, eine Lentz zu bekommen. Leider haben sich sowohl Lentz Sr. als auch Jr. letztes Jahr gleichzeitig in den Ruhestand verabschiedet und sind aktuell auch nicht mehr erreichbar. Warum ist es relevant, dass die Zwei nicht mehr erreichbar sind? Beide Griffbretter sind mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Rio-Palisander, was ich gerne bestätigt hätte, um ggf. eine CITES Zertifizierung zu starten. Parallel dazu halte ich meine Augen nach einer Lentz Hardtail mit Ahorn Griffbrett offen - nicht nur als CITES Backup, sondern auch aus reiner Neugier, wie viel vom Klangcharakter der Pre-Lawsuit S Hardtail von der festen Brücke kommt. Vielleicht findet sich ja auch ein weiterer Lentz Fanboy, der sich auf ein Tauschgeschäft für die Reserve S einlässt … für eine double-bound 60s Custom Tele in Sunburst oder eine Butterscotch 50s T von Lentz würde ich die Reserve S auch sofort eintauschen. Mal schauen was dieses Jahr noch so bringt.


Moderne Strats von Suhr und Tom Anderson
Parallel zu meiner ersten Lentz, der LVS, habe ich mich auch bei Suhr und Tom Anderson ausgetobt, um zu sehen, ob mir vielleicht eine moderne Strat besser liegt. Sowohl bei Suhr als auch bei Tom Anderson hat mich die nicht vorhandene Serienstreuung beeindruckt, als ich diese Gitarren in verschiedenen Läden angespielt habe. Während diesen Ausflügen zu verschiedenen Händlern habe ich auch ungefähr 25 Fender Custom Shop S&Ts in allen Preisklassen angespielt, und mich in meiner Grundeinstellung Fender zu ignorieren bestätigt gefühlt. Bitte versteht diese Aussage nicht falsch, es gab darunter tolle Gitarren - aber subjektiv nicht “besser” als die hier vorgestellten Alternativen, und zum Teil halt auch echte Gurken mit fürchterlicher Präsentation (OK, Letzteres ist die Schuld vom Händler aber warum stellt man eine Masterbuilt mit scharfen Bünden, verrosteten Saiten, und mangelhaften Setup in den Showroom?). Zurück zu Suhr & Tom Anderson: Eine Suhr Classic S Antique war am Ende nichts für mich. Sie war nicht ausreichend “modern”, und mir hat auch das Zusammenspiel der zwei Single Coils mit dem Humbucker überhaupt nicht gefallen. Bei Tom Anderson haben mich die folgenden Specs dafür besonders angezogen:
  • Eine große Auswahl an verschiedenen Halsprofilen, auch mit 1 11/16” Sattel
  • 12-14” Griffbrettradius
  • Edelstahlbünde
  • HSH Fräsung für maximale Flexibilität bei der Elektronik
Im letzten Jahr habe ich mich durch den Kauf und Verkauf von gebrauchten Tom Anderson Gitarren intensiv mit verschiedenen Halsprofilen befasst. Bisher hatte ich Gitarren mit den folgenden Halsprofilen daheim (fett markiert sind S-Style Gitarren):
  • Even Taper (1 5/8" Sattel)
  • Even Taper +.03 (1 11/16”)
  • Even Taper +.05 (1 5/8")
  • 50s V-Large (1 11/16”)
  • 60s Vibe +.02 (1 11/16”) - mein Favorit
  • Happy Medium (1 11/16”)
  • Happy Medium +.05 (1 11/16”) - nach dem 60s +.02 ein weiterer Favorit
Die drei S Classic Gitarren mit dem regulären Even Taper Profil sind schon etwas länger nicht mehr bei mir. Die in diesem Thread vorgestellte Classic Icon in Daphne Blue hat das Even Taper +.05 (1 5/8") Halsprofil, was mir aber aufgrund der Sattelbreite nicht gefällt. Die hier ebenfalls vorgestellte Classic Icon in Sunburst hat meinen Lieblings Hals, den 60s Vibe +.02 (1 11/16"). Last but not least: die Außenseiter-Gitarre, also die Classic Hollow Shorty, kommt mit dem 50s V-Large (1 11/16”) Halsprofil.

Classic Icon - Sunburst In-Distress Level 3 (08-04-23A)
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Diese Classic Icon in Sunburst kam wie gesagt mit meinem favorisierten Halsprofil - einzig der fehlende Humbucker am Steg war ein “Problem”. Das hat sich aber mit einem neuen Pickguard von Tom Anderson und einem passenden HF1+ Humbucker schnell lösen lassen. Seitdem erfüllt diese Gitarre alle Anforderungen, die ich momentan an eine moderne S-Style stelle: Die noiseless Single Coils liefern bei angenehmer Ruhe trotzdem ausreichend Strat Charakter, der Humbucker am Steg bringt extra Flexibilität, ein Push/Push Tone liefert zusätzliche Optionen (Hals+Steg), und das Spielgefühl von einem Tom Anderson Hals ist einfach unschlagbar gut. Leider kann man sich auf dem Gebrauchtmarkt nicht alles aussuchen, bevorzugt hätte ich vielleicht ein weniger abgerocktes Finish (In-Distress Level 1) und ggf. auch eine klassische Fender Custom Color statt Sunburst.


Classic Icon - Daphne Blue In-Distress Level 2 (11-16-23A)
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Diese Classic Icon in Daphne Blue hat einen schmaleren Sattel und ein Halsprofil mit weniger Schulter. Sie klingt im direkten Vergleich mit der Sunburst akustisch etwas “spritziger” aber dadurch auch weniger “voll”; die Sunburst hat ausgeprägtere Mitten und mehr low end. Akustisch ist die Daphne Blue näher an den beiden Lentz Strats, die vermutliche beide auch einen Korpus aus Sumpfesche haben. Kommen diese tonalen Unterschiede zwischen den beiden Icon Classics vom unterschiedlichen Holz (Body: Erle vs. Sumpfesche; Griffbrett: Ahorn vs. Palisander) oder der unterschiedlichen Halsmasse? Keine Ahnung, ist mir auch egal.

Ich habe diese Classic Icon unter anderem auch gekauft, um das Halsprofil in aller Ruhe auszukundschaften. Am ersten Bund ist das Even Taper +0.05 Profil etwas dicker als das 60s Vibe +.02 Profil; letzteres fühlt sich aber aufgrund der ausgeprägteren Schulter deutlich voluminöser an. Zusätzlich punktet die Sunburst mit noiseless Single Coils, was im direkten Kontrast zur Lentz sehr angenehm ist - besonders, weil ich hier in einem Raum mit massivem 60s Hum kämpfe. Die Daphne Blue hat herkömmliche Single Coils und bietet in diesem Showdown auch deshalb keinen Mehrwert.

Long story short: Die Sunburst bleibt und die Daphne Blue sucht einen neuen Besitzer.


Classic Shorty Hollow - Olympic White (05-20-18A)
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Die Classic Shorty Hollow ist kein ernsthafter Kandidat in diesem Showdown - sie ist trotz ihrer Form keine Strat im eigentlichen Sinne. Ich habe sie eigentlich nur gekauft, um mal das 50s V-Large Halsprofil auszuprobieren, und weil hier gerade auch verschiedene Shorty Modelle um einen anderen Platz in meiner Sammlung konkurrieren. Meine "alternden" (40 … wtf … das sollte eigentlich noch nicht anfangen) Hände machen immer mal wieder Probleme, und die kurze Mensur ist da ganz angenehm. Außerdem ist das Gewicht aufgrund der ausgehöhlten Konstruktion natürlich unschlagbar: 2,65 kg, und eine feste Brücke bevorzuge ich ja sowieso.

Warum habe ich mich trotzdem dazu entschieden, hier über diese Gitarre zu schreiben: Ich bin überrascht, wie viel “snap”, den ich bisher eigentlich der Fender Mensur zugeordnet habe, bei diesen Shorty-Modellen erhalten bleibt! Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass eine nicht ausgehöhlte S/T-Style Shorty von Tom Anderson irgendwann mal den Platz der modernen Strat oder Tele in meiner Sammlung einnimmt. Die ausgehöhlte Konstuktion verleiht ihr aber - nach meinem Empfinden - einen zu perkussiven Grundcharakter (den ich auch bei meinen beiden Hollow Cobras höre), und es fehlt ihr untenrum einfach etwas … keine Eier / wenig low end.


Meine "alte" 60s Strat von Siggi Braun
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Und was ist mit meiner 60s Strat von Siggi Braun? Die bleibt auf jeden Fall, v.a. auch aus emotionalen Gründen (gekauft zu einem besonderen Anlass; Erinnerungen an den leider zu früh verstorbenen Siggi). Die Bünde wurden vor einigen Jahren mal abgerichtet und sind inzwischen so weit heruntergespielt, dass ein weiteres Abrichten vermutlich nicht mehr sinnvoll ist. Irgendwann bekommt sie deshalb Edelstahlbünde, bleibt aber bewusst in der SSS Konfiguration - vielleicht spätestens zu ihrem 20ten Geburtstag in 2 Jahren? Klanglich und konzeptionell ordnet sie sich irgendwo zwischen meiner Lentz Hardtail und der Tom Anderson Classic Icon ein - und das war vor 18 Jahren ja auch die Idee.


Fazit
Für mich gibt es nicht die perfekte Strat. Ich kann mich sowohl an einer Vintage-inspirierten Variante erfreuen, als auch an einer modernen Interpretation. Diese beiden "Klassen" sind so verschieden, dass ich gerade von jeder ein Exemplar in meiner Sammlung rechtfertigen kann. Gerade kristallisieren sich deshalb aus den im letzten Jahr neun intensiv getesteten S-Style Gitarren (3x Lentz, 5x Tom Anderson, 1x Suhr) zwei Gewinner heraus:
  • Vintage-inspiriert: Lentz Pre-Lawsuit S Hardtail
  • Modern: Tom Anderson Classic Icon (die Sunburst wegen dem besseren Halsprofil)
Fünf dieser Gitarren wurden schon wieder verkauft, und die Daphne Blue Tom Anderson Classic Icon sowie die Lentz Reserve S werden kurz-/mittelfristig neue Besitzer finden.

Damit ist meine Suche nach den für mich perfekten Strats hoffentlich abgeschlossen. Ab jetzt müssen sich ähnliche Gitarren an diesen zwei Exemplaren messen. Vielleicht kommt noch eine Lentz Hardtail mit Ahorn Griffbrett hinzu (falls es mit CITES nicht klappt, s.o.), und vielleicht schlage ich aus Neugier auch mal bei einer Tom Anderson mit noch kräftigerem Halsprofil zu. In jedem Fall würde eine der Gitarren dann aber relativ schnell wieder den Besitzer wechseln, so dass hier nicht dauerhaft >3 Strats bei mir sind.

Mit anderen Gitarren bin ich gerade auf einer ähnlichen Reise. Die Suche nach der idealen Strat war für mich aber am schnellsten und einfachsten abzuschließen, da ich auf dieser Reise schon am weitesten fortgeschritten war. Vielleicht folgt ja in der Zukunft ein ähnlicher Bericht zu Teles, Semi-hollows, und/oder LPs ... vermutlich in dieser Reihenfolge. Ich hatte im letzten Jahr auf jeden Fall viel Spaß diese Gitarren daheim in aller Ruhe auszuprobieren und bedanke mich bei jedem, der den Bericht zu Ende gelesen hat!


Jetzt bin ich erstmal gespannt, wie sich dieser Thread entwickelt. Fragen/Kommentare? Seid Ihr auf einer ähnlichen Reise (gewesen)? Taugt der Thread ggf. für allg. Diskussionen zu diesem Thema, die man in den klassischen User-Threads nicht sinnvoll führen kann (z.B. Vergleich zwischen versch. Hersteller, etc.)?
 
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