Nach einem Testag im Music Store bin ich immer noch nicht viel weiter als vorher, sogar eher frustrierte als vorher;-). Ums kurz zusammen zu fassen hier immer die Eindrücke die ich persönlich von den verschieden Amps hatte:
Blackstar Ht-100: prinzipiell sehr flexibler Amp für den Preis. Die beiden Overdrivekanäle haben ordentlich Druck für einen Amp in der Preisklasse. Jedoch nicht ganz meine Kiste. Der Amp hat diesen typischen Marshallsound, dabei nur wesentlich mehr Gain. Allerdings scheiterts beim Ht 100 an dem Klangregelung des Amps. Er hat einen Voicing Schalter, der den Grundsound verändert. Die eine Option macht den Klang dunkler und bassiger, jedoch fehlt dann der Biss in den Höhen und es klingt ein wenig nach Badewannensound. Die andere Option betont mehr die Höhen und Mitten, aber unterum fehlt der Punch für abgedämpfte Metal Riffs. Schlecht ausbalancierte Kangregelung und Abstimmung halt.
Engl Blackmore. Trifft meinen Geschmack garnicht. Der Sound wird selbst auf der höchsten Gain Stufe nicht Brachial-Metal tauglich, da hilft leider nix.
EVH mkIII: Alles andere als britisch vom Klang aber ein wirklich sehr geiler Amp. Die 3 Kanäle und auch die Klangregelung sind super aufeinander abgestimmt. Der Amp macht alles mit, von schönen Cleansounds über derbes Chrunch-Rhytmusbrett bis zum ganz heftigen Highgain. Insgesamt klingt er besser ausgewogen und ein bischen glatter als der 5150, aber den Grundsound des Vorgängers erkennt man.
Peavey 6505: Der Leadkanal ist das derbste was ich bisher gehört habe. Der Sound sägt und beisst ohne Ende. Die Höhen klingen sehr aggressiv und die Bässe kommen gewaltig rüber. Der Sound klingt wirklich sehr fett. Hat mir echt gefallen. Er klingt nur sehr kühl an sich und es fehlt im Grundsound einfach an Wärme. Trotzdem einer meiner Favoriten momentan.
Laney VH100: Insgesamt ein grundsolider Amp, der eine Menge schöner Sounds parat hat in allen Bereichen. Er liefert eher traditionelle Röhrensounds und kann auch High-Gain,allerdings nur mit Gain auf Rechtsanschlag. Wenns um wirklich harte Rock und Metalsounds geht ist der Amp den anderen aufgeführten Verstärkern unterlegen. Es fehlt der letzte Kick an Zerre und der Sound klingt nicht so fett und tight wie ander Amps von Blackstar oder
Marshall.
Engl Fireball: Die neue Serie hat eine Mitten-Boost funktion, was ich persönlich super finde. Aber der Sound sagt mir nicht zu. Da fehlts an "schmatz" in den Palmmutes und der Sound klingt total kühl und künstlich. Insgesamt ist der Sound stark komprimiert und zu bassbetont.
Marshall 2203KK: Ebenfalls einer meiner Favoriten. Gain und Druck in den Bässen ohne Ende, dabei trotzdem noch immer die britisch Note im Grundsound. Der Amp reagiert gut auf den Anschlag und klingt trotz aller Gainkapazitäten nie so aufgepumpt wie andere Metal-Amps. Die Mitten kommen fett und der Sound klingt sehr warm. Das Noisegate arbeite präzise ohne den klang zu versauen. Leider kommt der Amp ohne Effektweg und Cleankanal, was das Einsatzfeld stark begrenzt.
Marshall JVM 410: Tja was soll ich sagen. der Amp ist im Gegensatz zum 2203KK wesentlich flexibler (dank der 4 Kanäle) und bietet sehr gute Rock und Metalsounds. Aber diesen vollen, direkten Sound wie aus dem 2203KK kriegt man damit nicht im Ansatz hin. Und das versaut dem Metal Anhänger den Spass an beiden Marshall Modellen. Der eine klingt super aber kann nur einen Sound. Der andere kann alles, allerdings nur mit Abstrichen.
Orange Rockverb 50: Hat mir gar nicht gefallen. Der klingt sehr rauh und mittig für mein empfinden. Für Sounds in Richtung Metal auch nur begrenzt einsetzbar, da die Klangregelung keine Konsequenten Metalsounds hergibt.
Alles ist natürlich subjektiv und ich schildere hier meine persönlichen Eindrücke. Ich denke, dass ich noch einige male testen fahren werde, bis ich das richtige habe.