Neuanschaffung von Boxen - Sinnvoll?

von Marco.Prolo, 01.06.18.

  1. Marco.Prolo

    Marco.Prolo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.18   #1
    Hallo liebe Mitbasserinnen und Mitbasser.

    Seit geraumer Zeit stelle ich mir nun mein Equipment zusammen, bei dem ich bleiben möchte.
    Aktuell spiele ich über ein Sansamp RGB mit anschließender Effektkette in einen Trace Eliot Amp mit dazugehöriger 4x10 Box

    Die TE Sachen sind nun fast so alt wie ich selbst - was kein Grund ist, sie auszutauschen.
    Optisch nicht mehr die schönsten, aber technisch einwandfrei - Gespielt werden sie, bis es sich nicht mehr lohnt sie reparieren zu lassen.
    Die Frage ist eher, was investiere ich in eine neue Box, wenn meine irgendwann mal nicht mehr ist.


    Mich würde mal interessieren, was ihr zum Thema Neuanschaffung von Boxen meint.
    Ich persönlich finde es relativ überflüssig sich eine "super fette Box" für mehrere 100, oder gar 1000 Euro zu kaufen
    Auf Konzerten wird zu 99% alles über DI abgenommen und über die PA wiedergegeben.
    Mittlerweile habe ich auch über verschiedene Boxen gespielt. 2x10, 4x10, 6x10 ... und keinen wirklichen Unterschied wahrgenommen.
    Und nur für den Proberaum eine extrem teure Box zu kaufen, finde ich eher sinnlos.

    Vielleicht übersehe ich da auch etwas
    PA und Beschallungs-mäßig kenne ich mich nicht so wirklich aus, evtl. gibt es da den ein oder anderen Hintergrund.
    Oder es ist eben "alles nur Show" damit es "Protzig" ausschaut (was ja nicht verwerflich ist, aber da könnte man auch ein Leergehäuse hinstellen, würde keinem auffallen :D
     
  2. Rubbl

    Rubbl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.18   #2
    Es gibt ja kein Zerfallsdatum in dem Sinne für Lautsprecher. Womöglich spielst du die Box (bei sachgemäßer Behandlung) noch Jahrzehnte.
    Also steht wohl nicht zwingend ein Handlungsbedarf im Raum, oder stört dich irgendwas an der Box.

    Ansonsten kann ich nur sagen, dass verschiedene Boxen eben unterschiedlich klingen. Auch wenn dir das bisher nicht gravierend aufgefallen zu sein scheint.
    Ich würde eine Box immer nach Klang aussuchen. Egal welche Speaker und wie viele verbaut sind. Weitere Kriterien sind Größe / Gewicht und natürlich der Preis. je nach Anwendung hat man dann vielleicht nicht mehr viel Auswahl.
     
  3. Marco.Prolo

    Marco.Prolo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.18   #3
    Dass sich jede Box anders anhört, ist mir durch aus bewusst.
    Und wann ich mir eine neue Zulegen werde, steht in den Sternen. Meine wird noch, wie du geschrieben hast, ein paar jährchen halten ;)


    Frage ging eher in Richtung wozu sich eine sehr Gute Box kaufen, wenn sie nur im Proberaum richtig zum Einsatz kommt.
    Wie oben erwähnt, meist wird alles über die PA abgenommen.
     
  4. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.18   #4
    Ich leiste mir eine gute Box für mich, für meine Ohren, für mein Wohlfühlgefühl im Proberaum und auf der Bühne. Wenn ich mich nicht gut höre oder das Gefühl habe, ich liefere/habe einen schlechten Bass-Sound, dann kann ich weder gut noch entspannt spielen - und das wiederum würde sich negativ auf die anderen Bandmitglieder auswirken.

    Den PA-Sound höre ich auf der Bühne nicht oder nur eingeschränkt, das ist für mich nicht die Messlatte (und außerdem die Aufgabe der Person, die am Mischpult steht). Wenn aber die PA den Bombast-Sound in Erdbebenlautstärke fährt und ich steh auf der Bühne mit einem einsamen 12"er in der Box, wird das wohl nix mit der Selbstkontrolle (spiel ich oder ist das Luftbass?), da muss dann auch eine "super fette Box" stehen. Ich würde ja auch nicht mit einem Gartenschlauch ein großes Feuer löschen wollen... ;)

    Beim Unterschied "gute - sehr gute Box" gebe ich Dir recht: Es muss nicht die teuerste / beste sein.

    Wann man eine neue braucht? Wenn die vorhandene kaputt / defekt ist oder einem nicht mehr gefällt (Klang, Optik, Gewicht, Handling...).

    Bässte Grüße
    Hauself Zwo
     
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  5. Slidemaster Dee

    Slidemaster Dee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.18   #5
    Ich spiele - ich denke, da geht es uns allen ähnlich - deutlich häufiger im Proberaum als live. Daher verstehe ich nie die Idee, dass sich Equipment immer am Bühnenbedarf orientieren muss, denn das ist ja meist gar nicht das Haupteinsatzgebiet. Also gönn ich mir meine 810er Box auch im 25qm-Proberaum und freu mich jede Woche über geilen Sound. Dafür hab ich auch gern viel Geld ausgegeben.
     
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  6. Rubbl

    Rubbl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.18   #6
    Ok, aus der Fragestellung schließe ich mich den Vorrednern an und sage: Ich hab meine schöne, wohlklingende Doppelfünzehnersunnbox zuerst ein mal für mich selber, ganz allein. Ich erfreue mich beim üben uns vor mich hin spielen über den guten Klang. Zum proben ist das natürlich auch geeignet, aber live ist mir das Ding eigentlich etwas zu klobig und schwer und ich habe mittlerweile auch einen Amp, der eine guten DI out hat. Früher habe ich oft die Box abgenommen, mir sogar dafür ein eigenes Mikro angeschafft.
    Ein weiterer Punkt ist dass mein Proberaum auch mein Homestudio ist und ich mit der Box schon einige Aufnahmen getätigt habe. Also: Seine eigene Box zu haben, die Soundtechnisch keine Kompromisse eingeht ist schon wichtig. Auch wenn man live mit DI fährt.
     
  7. marcel71

    marcel71 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.18   #7
    Hallo EnergyJunk,

    bei der Entscheidung würde ich nicht alleine die Box betrachten, sondern die gesamte "Sound-Kette" anschauen.

    Wo wird der eigentliche Sound gestaltet? Welches Element trägt dazu bei und welches dient nur der Verstärkung?

    Eine Möglichkeit wäre es, diese beiden Elemente zu entkoppeln:
    (1) Soundgestaltung: Bass -> Sansamp -> Effektkette = Sound
    (2) Amp + Box = Lautstärke, möglichst linear verstärkt

    Trägt die aktuelle Box wirklich so stark zum Sound bei oder klingt es geil, weil sie druckvoll genau das wiedergibt, was in den Amp als Signal reinkommt?

    Wenn ich heute nochmal mein Setup aufbauen müsste und wüsste, dass live nahezu immer ein DI-Signal ans Mischpult übergeben würde, dann würde ich es genau so machen: Soundgestaltung über Bass/Effekte/Modeller und eine möglichst gute 15er-Fullrangebox, die sowohl für Proberaum und im Zweifelsfall auf der Bühne auch als meine Monitorbox laufen kann.
     
  8. Jost Halenta

    Jost Halenta Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.18   #8
    Die einfachste Lösung wäre, deinen Bass und deinen Amp zu nehmen und in einem Laden mal diverse Boxen zu testen. Ich habe auch noch einen alten Trace Elliot Turm (4x10"er + 1x15"er), aber nehme auch gelegentlich 4x8"er oder 2x12"er, weil es doch etwas anders klingt.
     
  9. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 04.06.18   #9
    Es sind ja schon die wichtigsten Kriterien erfüllt. Funktioniert und gefällt Dir.
    Jede Veränderung folgt da mehr logischen Gegebenheiten die doch meist im Widerspruch zum Eigentlichen stehen. Dem Gefühl.
     
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  10. ratking

    ratking Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 04.06.18   #10
    Ist grundlegend immer die Frage, was man will ... Wir hatten früher auch ordentlich was aufgefahren im Proberaum mit zwei Gitarren-Stacks und 'ner US-Kühlschrank-großen Bassanlage mit zwei kräftigen Boxen und ordentlich konventioneller Amp-Power auf meiner (Basser-)Seite. Das war 'n geiles Feeling, und hat echt Spass gemacht - nur haben wir auch erst beim Recording oder dann leider auch auf der Bühne gemerkt, dass wir bei weitem nicht so tight spielen, wie wir das im Proberaum geglaubt hatten, bei letztendlich abartiger Probe-Lautstärke.

    Heute spielen wir ALLE in die PA - die meisten über moderne Modelling Amps, teils nehmen wir aber auch konventionelle Amps (auch im Proberaum!) ab, die bei geringer bis moderater Lautstärke gefahren werden. Dazu haben wir in solides Monitoring, teils InEar, investiert. War etwas Umgewöhnung - und am Anfang dachten wir auch, hey, das macht so keinen Spass. Aaaaaber - wir hatten auf einmal einen super-kontrollierten, detailleiten Sound und haben binnen weniger Wochen rausgefunden, wenn wir tight(er) spielen, ist das Gefühl von "Geilomat, klingen wir fett" plötzlich wieder da! Und das kommt uns im Proberaum zu Gute, bringt uns aber auch bei Recordings und v.a. live in großen Schritten voran ...

    Will damit niemandem die fette 610er oder 810er absprechen - jeder so, wie's für ihn am besten funktioniert! Möchte nur für die, die vor einer großen Investition stehen, aufzeigen, dass nicht jeder Basser nach der gleichen Facon glücklich wird - und dass es Alternativen gibt, die für den einen oder anderen sogar besser funktionieren als die fette Box in der Backline für's eigenen Wohlbefinden ;)

    Ach ja, was das Recording-Thema angeht - da kann man natürlich ungleich besser mit Boxen-Sound arbeiten als auf der Bühne. Nur - heutzutage kreig' ich für 'n Taschengeld hochwertige IRs aller erdenklichen Boxentypen, spare mir die Mikrofonierung und bin mega-flexibel. Da würd' ich auch nciht mehr zur klassischen Mikrofonierung zurück wollen ;) Mache das übrigens auch auf der Bühne so - Sound kommt aus dem Line6 Helix, zusammen mit den entsprechenden Cab-IRs. Habe also deutlich mehr Kontrolle über "meinen" Sound als früher, wo einfach 'n DI-SIganl aus dem Amp kam!
     
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  11. basshenning

    basshenning Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.18   #11
    Moin!

    Mittlerweile gibt es richtig gute Boxen von deutschen Herstellern für - im Vergleich zu großen Marken - relativ günstige Preise. Gute Leistung, geringes Gewicht und optisch individualisierbar muss also nicht mehr viel kosten.

    Ich hatte mich vor etwas über zwei Jahren dazu entschieden, meinen echt guten Roland Cube 100 Bass (Basskombo) zu verkaufen und mir einen neuen Amp und eine gute Box zu kaufen. Grund: Ich bin in eine neue Band eingestiegen, bei der sich auch gelegentlich Gigs auf größeren Bühnen abzeichneten. Ich wollte guten Sound mit leistungsmäßig ordentlich Reserven, der aber auch leise gut klingt. Dazu musste der neue Amp noch einige Features haben, aber es geht hier um Boxen.
    Mit meinem Halfstack bin ich nun für alle Eventualitäten ausgerüstet: Proben bei gemäßigter Lautstärke, kleine Bühnen mit gemäßigtem Bühnensound, genügend Leistung für direkte Beschallung bei Gigs ohne Bass-Abnahme, genügend Leistung für große Open-Air-Bühnen mit dem Amp in weiter Ferne von mir. Alle Situationen habe ich derweil erlebt (letztere leider nicht mit meiner eigenen Anlage, der gestellte SVT+810 hat mich da nicht überzeugt) und meine Anschaffung überzeugte mich bisher jedes Mal.
    Für mich hat sich herauskristallisiert, dass nicht 99% aller Gigs per Bass-DI laufen. Je kleiner die Location, desto eher bläst die Bassanlage direkt. Und: Je größer die Bühne, desto mehr Reserven brauche ich, wobei natürlich auch der Bass auf die Monitore gegeben werden kann/sollte ab einer gewissen Lautstärke der Bassanlage.

    Warum also Geld für eine neue Box ausgeben? Na, weil die alte kaputt ist. Weil sich die Anforderungen geändert haben und sie nicht (mehr) genügend Wirkungsgrad mit sich bringt. Weil's ein altes Schätzchen ist, an dem man hängt und das man schonen möchte. Weil man nicht (mehr) so schwer heben kann und etwas leichteres braucht. Weil einen der Sound überzeugt. Weil man sich einfach einmal verändern möchte.

    Ich stimme zu, dass gute Boxen nicht mehr viel Geld kosten müssen und ich möchte auch jeden dazu ermuntern, sich auf dem Gebrauchtmarkt umzusehen.

    Show bedeutet für mich übrigens nicht eine dicke Anlage und dicke Amps auf der Bühne mit zur Salzsäule erstarrten Musikern auf der Bühne. Sondern, dass es egal ist, auf welchem Equipment die Mädels und Jungs derbe viel Spaß haben und das jeden hören und sehen lassen. :great:

    Grooves
    Henning
     
  12. II-V-I

    II-V-I HCA Bass HCA

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    Erstellt: 06.06.18   #12
    Für mich ist guter Bühnensound essenziell. Ich spiele einfach besser, wenn ich bzw. wir einen guten Sound haben, und da bin ich vermutlich nicht allein. Hinzu kommt, dass ich mich als fretless Bass Spieler auch gut hören MUSS (und natürlich die anderen Musiker als Referenz). Als Notfall-Lösung habe ich zwar auch einen Bodypack für in-ear zur Hand, finde "richtigen" (nicht falsch verstehen) Bühnenklang ohne Knopf im Ohr immer noch angenehmer (Richtung, Körperschall, Atmo)

    Falls man, wie ich, in mehreren Proberäumen spielt und auch mal ein kleines Setup zu Sessions nimmt, dann ist eine realtiv handliche, leichte Box in Kombination mit einem leichten Amp hilfreich. Wie genau das für den jeweiligen Bassisten aussieht ist vom genauen Verwendungszweck (Viersaiter, Fünfsaiter, Octaver-Effekt, Singer/Songwriter vs. Powermetal Band etc., Bar/Café vs. Club) abhängig. Ich persönlich z.B. spiele einen TC Electronic an einer Markbass 12" Box und kann mein Equipment inkl. Bass bequem tragen (7kg Amp, 13kg Box, 3,6kg Bass)

    Box ist die MarkBass 121 HR (ca 500€)

    Für den Proberaum reicht die locker (Funk, Jazz, Acoustic-Pop), zumal in allen Combos vergleichsweise leise geprobt wird (je nach An/Abwesenheit sowie Verfassung von Drummern/Bläsern)

    1000W Amp und 8x10" im Proberaum, ich weiss nicht...

    Ein kleiner Combo tut es vermutlich auch, oder ein ordentlicher Aktiv-Monitor mit 12" oder 15" Cone (gerade mit deinem Sans-Amp). Beides gibt es auch in "leicht", falls das für dich von Bedeutung ist.

    Live-Situation: Im Idealfall sollte es auf der Bühne nicht viel lauter sein als im Proberaum. Würde bedeuten: Gleiches Gear.
    Ich bin kein Experte für Festival-Stages, aber meiner Erfahrung nach kommt es dann darauf an, ob du als Bassist einen festen Spot hast - dann kannst Du bei deinem Rig stehen - oder ob du "wanderst" bzw vorne stehst. Dann geht nur Monitor oder mobiles in-ear (vermutlich Letzteres). Niemand will einen 20 Meter über die Bühne blasenden Bass-Amp, auch der Bassist nicht.
    In Bar/Pub/Club-Situationen ohne, oder nur mit kleiner PA ("Gesangsanlage") wird es schwierig. Da muss der Amp Bühne und Saal beschallen. Zum einen muss man die Box dann ins Publikum drehen (ich stell sie sonst seitlich zu mir/zur Bühne oder als Wedge), zum anderen muss sie laut genug sein und auch dann noch gut klingen. 4x10 (hab da noch eine) schafft das aber immer zuverlässig. Ab einer gewissen Größe geht es halt einfach nicht ohne ordentliche PA.
    Im Singer/Songwriter-Begleit-Setup spiele ich komplett ohne Bass-Amp und -Box, sondern vom Preamp-Pedal ins Pult in die (eigene) Anlage mit 2 Satelliten und einem Subwoofer

    => die Wahl der Box bzw die Entscheidung, ob man überhaupt eine braucht, ist stark vom jeweiligen Bedarf abhängig. Zumindest im Proberaumszenario werden viele eine gute Box mit ordentlicher Lautstärke benötigen (Ausnahme in-ear, Jamhub etc). Bass über Proberaum-Anlage hat mich persönlich nie überzeugt. Ich habe meinen Sound gerne "bei mir" ;)

    Das gibt es vielleicht, ich erinnere mich da an riesige Marshall-Wände bei Rock-Konzerten ... keine Ahnung ob hier aus allen 36 Speakern was rauskam. Aber ich würde diesen Aufwand sicher nicht betreiben wollen, jedenfalls nicht ohne Roadies :D
     
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  13. ratking

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    Erstellt: 07.06.18   #13
    Da sprichst Du tatsächlich einen sehr guten Punkt an :) Mit dem Upright-Bass bin ich bei Scrawn nicht so wahnsinnig mobil, da wechsel' ich selten mal während des Spielens die Bühnenseite :D Mit dem E-Bass bei Cauterize fänd' ich das aber extrem nervig, an einer Stelle der Bühne "festzusitzen". Da wechsel' ich gern mal die Seite, pose mit unserem Guitarrero, gehe vor zum Publikum etc. ... Das ist auch der große Vorteil, den ich in InEar und/oder gutem Monitoring sehe. Wirklich gehört hab' ich mich davor tatsächlich immer nur direkt vor dem Amp bzw. Stack (der H&K Quantum Wedge war da immerhin sehr fein, da ich ihn auch lauter drehen konnte, damit aber, da er vor mir auf dem Boden stand, den Bühnensound nicht "überstrapaziert" habe). Mit dem E-Bass ist das für kürzere Momente mit einfacheren Bass-Parts nicht so tragisch - beim Upright ist exzellentes Monitoring aber essentiell. Insofern - prinzipiell ist 'ne eigene Box, falls die Location das braucht, immer sinnvoll. Aber 'n InEar im Gig-Köfferchen ist für mich inzwischen fast wichtiger ...

    Das war bei mir auch lange so, habe in vielen Proberäumen gespielt, und Bass in die PA hat mich nie überzeugt. Bis wir in 'nen eigenen Proberaum gezogen sind und in zwei potente 15er ev Tops und 'nen ev Sub investiert haben. Seitdem lasse ich die "konventionelle" Bassanlage (kleiner 600W Poweramp und FMC 115HR Cab) immer öfter aus, da der Bass über die Anlage einfach Spass macht ... Aber das ist natürlich Proberaum-Luxus - auf der Bühne hat man die Situation eher nicht ;) Da bin ich oft sehr froh über meine FMC HR, die dank exzellentem Wirkunsgrad auch standalone für so ziemlich alle Gelegenheiten ausreicht ...
     
  14. Harry

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    Erstellt: 07.06.18   #14
    Auch wenn es nach Werbung klingt - aber da möchte ich an der Stelle auch mal wieder eine Lanze brechen für die hervorragenden FMC-Boxen.
    Der Threadtitel passt ja.
    Ich verweise auf den Userthread:
    https://www.musiker-board.de/threads/user-thread-fmc.317483/

    und auf die Homepage:
    https://fmc-audio.jimdo.com/

    Ich hab mittlerweile 3 davon: eine 12/1er, eine 2x10/1er und eine 15/1er. Alle megaleicht, mordsdruck und super Sound. Bei keiner gibts was zu meckern.
    Leider nicht ganz billig - aber es handelt sich hier schließlich um deutsche Handwerks-Qualitätsarbeit auf hohem bis höchstem Niveau.
     
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