disillusion schrieb:
Gute Ideen und Feeling alleine sind aber auch nicht alles...
Ich würde technisches Können und kompositorisches Können nicht gegeneinader ausspielen. Das sind verschiedene Ebenen. Schön, wenn beide zusammenkommen...ohne Frage.
und kein anderes problem haben diese beiden gitarristen (batio und fareri): eine lächerlich geringe anzahl an interessanten (aber ausbaufähigen) ansätzen. im gegensatz dazu stehen einflussreiche musiker wie jimi hendrix, frank zappa oder paco de lucia: deren werke haben grenzen gesprengt, menschen in ihrer musikalität zutiefst berührt.
was einen berührt, ist sehr subjektiv. Mich kann man mit Hendrix jagen, aber mit reinem Skalengeshredder auch. Während mir bei anderen Songs, die sowohl technisch, als auch vom Aufbau her, ziemlich simpel sein können, die Gänsehaut kommt.
vergleicht doch bitte nicht diese beiden mit giganten aus der e-musik: bach, beethoven, rachmaninoff und co. waren doch ganz andere kaliber. musiker mit visionen, mit einer herausragenden begabung.
Das sind allerdings auch Komponisten. Ein Gitarrist ist nicht zwangsläufig Komponist, genausowenig wie ein Orchestermusiker.
Wenn Brendel Bach spielt, komponiert er auch nicht, er spielt nur nach. Natürlich im eigenen Stil, er färbt ja die Noten, interpretiert etc..., aber trotzdem ist er kein wirklich neuer Ideenlieferant.
Genausowenig, wie ich den Pianisten und den Komponisten eines Klavierstücks gegeneinander ausspielen kann, so kann ich einen Musiker, der v.a. als Komponist und Songwriter hervorsticht, gegen einen Leadgitarristen ausspielen, der in erster Linie Gitarrist ist und kein Komponist.
Natürlich gibts Leute, die das in Personalunion sind, aber die sind deswegen nicht zwangsläufig die besseren.
Es ist ja genauso toll, wenn ein Songwriter mit tollen Ideen, der aber nicht gut Gitarre spielt, auf einen Gitarristen trifft, der nicht der beste Songwriter ist, aber technisch was auffer Pfanne hat.
Dieses Gegeneinander Ausspielen führt imho zu nix.