High xDennyxD!
Bin ein altgedienter "Musikus" mit 56 Jahren und höre noch immer gut.
Wenn das Bei Dir und deinen Kollegen auch so sein soll dann kann ich euch ein paar Anregungen geben:
In kleinen Räumen, welche gegenüberliegende Wände haben welche parallel stehen, schlägt jeder rechtwinkelig reflektierte Schall aufs Ohr (und geht bis ins Hirn rauf).
Bassfrequenzen strahlen kugelförmig, kann also überall stehen. Doch Vorsicht: in den Ecken wird der Bass oft "gefangen" und wütet dort ordentlich. Also vor der Aufstellung zum Proben hört/testet eure Standorte nach "Akkustikmüll" ab.
Abhilfe:
1) gute Schallabsorbierer sind unebene Flächen aus schallschluckendem Material (in meiner Jugendzeit hatten wir dicke Decken aufgehangen und Eierkartons an die Wand genagelt/geklebt . Ist billig, wenn man lange genug sammelt)
2) stellt eure Amps schräg, aufs Ohr gerichtet. Dadurch beschallst du nicht den gegenüberstehenden Kollegen ( er hört nur mehr dich - und wird selbst lauter) oder die (noch schlimmer) glatte Wand (siehe Pkt 1)
Drums sind von Natur aus laut - Mikro vom Sänger muss sich durchsetzen, also Mixer-Kanal nach oben, Bass-Amp und Git-Amp an Drums anpassen und Mikro noch ca 15% darüber.
Merkste, wo´s hinsteuert?
Das Naturinstrument gibt den Ton an (sollte eher Lautstärke heissen). Also dämpft man im Proberaum die Drums. Beim Proben wird das "Miteinander" geprobt und nicht das "wer ist lauter".
Und: nur gute Drummer können auch leise swingen bzw grooven!
Für die Vocals sind im Probenraum (soll ja kein Stereo-Konzert sein) nicht unbedingt 2 Boxen nötig. Dafür aber in Ohren-Höhe und !!! am besten gegenüber dem Sänger - bessere Kontrolle. Eben nur miteinander den Ablauf eines Songs üben.
Wenn ihr die Physik der Akkustik nutzt, also das Optimale von der Schallabstrahlung der einzelnen Schallquellen herausholt, könnt ihr Lautstärke sparen und eure Gesundheit. Und gleichzeitig eine zufriedenstellende Probe hinlegen.
Da ihr mit dem Aggregat von 2000W auskommen müßt macht ihr euch am Besten eine Liste der zur Verwendung kommenden Amps und nehmt die aufgenommene Leistung zur Berechnung. Die ist meist ca 1/3 Höher als die abgegebene! Und das Licht (wenn auch vom Aggregat angespeist) nicht vergessen. in die Liste aufnehmen. Dann wisst ihr, wie viel an Watt verwendet werden kann - muss aber nicht. (genügt sicher weniger)
Noch ein Wort zum "laut" sein:
Elektrische Leistung wird, je nach Wirkungsgrad der Wandlung von elektrischer in akkustische Energie, in Lautstärke umgewandelt.
Also sind meist teure Amps/Boxen bei gleicher Stromaufnahme die lauteren ohne sie kritisch zu belasten/überlasten.
Was wiederum dem Sound gut tut.
Womit wir proben
1) Unterhaltungs-Trio: 3x Vocal, Keyboard, Git, Rythm-Stick=el.MIDI-Drums sieht aus wie Plastik-Gitarre und fallweise Percussion wie Kongas, Roto-Toms, Bongos)
kleiner
Yamaha*-Mixer für 3xMic+1xGit, 2x stereo Line-in (Kbd) mit Effekt, 2x 12"+2" Tops (ohne Subs) an SAMICK 2x175W an 8Ohm.
Im ländlichen Wohngebiet. Standen schon mal Nachbarn und Polizei vor der Tür.
2) Blues-Quartett: 4x Mic, Git (mit 180W Amp/4x12"), Drums, Bass,
Hammond*/E-Piano über 12Kanal Uralt-Analog-Mixer und Boxen wie oben, jedoch mit 2xSubs
Boxen sind Eigenbau mit Martin (12"), JBL (2"), Sub mit Gauss (15"), vertragen je 400W RMS, aber hoher Schalldruck/Sensivity.
Endstufe mit ca 50%, Mixer-Master ca 1/2 Fader-Weg im 26m²-Raum.
Viele Fragen werden noch offen sein oder sind durch mich nicht beantwortet worden.
Hoffentlich schreiben euch noch viele Kollegen ein paar Tips ins Forum.
musikalische Grüße von "Musikus" Fritz