Ich würde in Deinem Fall weitere Verzögerungen nur noch zu Gunsten einer sehr, sehr großzügigen Preisgestaltung akzeptieren. Du bist jetzt seit - lass' uns das mal ins Gedächtnis rufen - März/April 2014 mit Instrumenten schlechter Fertigungsqualität und deren Gewährleistungsmaßnahmen sowie etwaigen Kompensationsversuchen belastet worden.
Wie auch im Fall des starken Brummens der neuen Elektrikeinbauweise eines nicht näher bezeichneten Modells, scheint man ungewöhnliche Probleme am liebsten auf kleiner Flamme im Unternehmen zu bearbeiten.
Nachdem Attempt 1 bei HansJo nicht mal den Zustand hatte, den man anscheinend bei meiner erreichte (Bei mir war abgestimmt, dass man mich VOR Rückversand kontaktiert, um mir den Sachstand mitzuteilen. Dann sollte ich mich entscheiden, ob ich beim PCB bleiben wolle oder die Freiluftverdrahtung will. Geschrieben wurde mir, dass die Gitarre auf die Reise gebracht wurde nachdem man Hand Wiring Review XYZ umsetzte. Ja, ich kann nicht klagen über das Resultat. Das Prinzip "Verbindlichkeit" darf aber auch nicht einseitig sein in Geschäftsbeziehungen. Zwischen den Zeilen wurde auch noch versucht, mein berechtigtes Unverständnis über die Kommunikation und den Umgang mit mir, was ich ja in diesem Thread offen zum Ausdruck brachte, zu unterbinden. Ich habe eine lange Lunte, aber meine Antwort war: Wie würde wohl Paul reagieren, wenn er mitbekommt, dass jemand, der von ihm beschenkt wurde, nicht den vollen Service erhält?! So ein Verhalten gegenüber einem Kunden ist indiskutabel.
Ein sehr guter Freund von mir arbeitet in einem Konzern, der seinen Mitarbeitern als Firmenwagen deutsche Fabrikate zur Verfügung stellt (Klasse/Fahrzeugwert gem. Position), seit Jahren fuhr er ein Fahrzeug eines Münchner Herstellers. Nun war es an der Zeit, dass er sich wieder ein neues Fahrzeug bestellen durfte. Aus diesem Grund besuchte er den Stützpunkthändler vor Ort, um sich einen neuen SUV auszugucken. Ein Verkäufer kam auf ihn zu wie er sich ein Fahrzeug näher betrachtete und sagte keck: "Könnense sich eh nich leisten!" "Ich glaube schon." Er verließ den Händler, ging am nächsten Tag zum zuständigen Mitarbeiter seines Unternehmens, berichtete das Verhalten des Verkäufers. Ein Anruf beim Sachbearbeiter "Großkunden" des Autoherstellers. Vier Folgen: Dem Mitarbeiter des Autohauses wurde gekündigt. Meinem Freund wurde für ein verlängertes Wochenende ein M5 ohne Kilometerbegrenzung aber Magnumpulle Champagner auf der Rücksitzbank vor die Haustür gestellt. Der Wagen wurde spontan nach Südfrankreich ausgefahren. Den Abschluss machte ein Autohersteller mit Stammsitz in Ingolstadt.
Der Umgang ist das A und O.)
Attempt 1 wurde dann wohl zur Factory geschickt, um abgewickelt zu werden. Attempt 2 sollte als Austauschgitarre Boden gutmachen, erwies sich aber nicht als makellos. Der Lack am Hals hatte nicht die Sorgsamkeit in der Verarbeitung erhalten.
Gewährleistungs-/Garantiesache Teil II.
Wenn mich nicht alles täuscht, braucht das Herstellen einer Core eine Zeitspanne zwischen 6-8 Wochen (allein die Lackierarbeit meiner Linus dauerte von Mitte August bis Mitte November).
Man muss natürlich den Mangel begutachten und bewerten: Ist es ein Mangel? Welche Möglichkeiten gibt es (z. B. Abschleifen des Halses und neulackieren? Gleich eine neue Gitarre?)?
Selbst die Inaussichtstellung eines Upgrades DARF in der Umsetzung NIE solange dauern.
Die Fakturisierung hat schon stattgefunden, die Zahlungsziele wurden erreicht. Der Händler kaufte beim Vertrieb/Produzenten, der Kunde bezahlte die Ware beim Händler.
Da hier Leistungen mehrmals nicht zur Zufriedenheit des Kunden erfolgten, ging der Weg der Garantie/Gewährleistung über den Weg des Händlers, der - das ist meine Beobachtung - im Laufe von Attempt 1 irgendwann ausgeklammert wurde. HansJo hat aber wohl sein Geld nicht wieder bekommen.
Nun gibt es im Bereich des Rechts zum Beispiel den Verzugszins. Diesen kann man zum Beispiel geltend machen im Rahmen von Lohnklagen für berechtigte Gehaltsnachzahlungen oder im Mietrecht, wenn der Vermieter nicht der Rückerstattung der Kaution eines ordentlich übergebenen Mietobjekts nachkommt. Im Rechtsraum deutscher Gerichtsbarkeit liegt der z. B. bei 5,12 % pro VERZUGSMONAT.
Der Schuldner
PRS ist also seit Monaten mit der Leistungserbringung im Verzug.
Es ist auch klar, dass Produktionsvorgaben zu erfüllen sind, und man nicht einfach was "reindrücken" kann.
ABER: Wenn jemand als Einzelperson nun schon zweimal - nachweislich - qualitativ ins sprichwörtliche Klo griff, wäre ich als Verantwortlicher ganz sensibel. Kostenlose Testgitarren sind ein kleiner Beitrag zur Wogenglättung. DEM KUNDEN MUSS ABER IN OBERSTER PRIORITÄT SEINE GITARRE ÜBERGEBEN WERDEN.
Es muss ein wahrhaftiges Bemühen zu spüren sein.
Ich frage mich: Was dauert denn da so lange?!
Vielleicht wäre so was mal ein Vorschlag für ein kostenloses Zuckerl...