Rock ´n´ Roll will never die?

  • Ersteller Gast98793
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Wobei gerade Whats App in meinem Umfeld weit verbreitet genutzt wird.
Du nutzt das sicherlich noch etwas anders als ich, und ich noch anders als deine Tochter ;)

Ich mach grad (relativ spät) ne Ausbildung, und meine Mitazubis in der Berufsschule sind 18+, also bis zu 10-11 Jahre jünger als ich.
Die gehen mit den Geschichten ganz anders um als ich:govampire:, und ich bin eigentlich nicht zu altmodisch mit sowas... ich krieg schon n Krampf wenn ich meiner Freundin beim Browsernutzen zugucke :D
 
Es ist unwahrscheinlich, dass Musik bei uns nochmal so relevant wird wie in den 1960ern - es sei denn, wir haben jetzt ne Phase von Krieg, Entbehrung, Unterdrückung vor uns und müssen danach wieder gegen alte Zöpfe aufbegehren.

Zudem gibt's eben auch viel mehr, bzw. es ist alles auf Fingertipp zu haben. Da kann man sich seine Nische suchen und muss nicht auf irgendeinen "Zug" aufspringen.

Ich finde in dem Zusammenhang eine Aussage von Keith Richards spannend, die war so nach dem Motto "I never really liked Rock if it didn't have Roll in it as well". So sehe ich das bei mir auch: Meine Metal-Phase ist "durch", und so gerne ich mir die Helden meiner Jugend noch anhöre, so wenig kann ich mit modernem Mettel oder Hartrock was anfangen. Kickt mich nicht.

Ich mit meinen Blues-Wurzeln mag also auch, wenn es "rollt". Und da gab es die White Stripes, Black Keys ... oder Jack White und Dan Auerbach mit ihren diversen Projekten. Die Foo Fighters sind ja schon definitiv "modernere Dinos", ebenso wie die RHCP oder meinetwegen auch Radiohead... etwas mehr Nische, nicht mehr die Mainstream-Megastars, aber definitiv Gitarren und so. Oder mein haushoher Favorit Ryan Adams (der ohne B!). Es ist ja auch die Frage, welche(r) Künstler/Bands sich auch langfristig relevant bzw. eine Zielgruppe erhalten, oder lang genug leben und Freude daran haben.

Ich sehe da eher Wellen. Die immer gleichen Hitproduzenten müssen sich ja auch mal wieder neu erfinden. Bedeutend war beispielsweise, dass das Beyonce-Mega-Gesamtkunstwerk "Lemonade" auch Rock und Country Elemente hatte, also bewusst Genres vermengt hat. Diverse Tanzmucke hat "echte" Instrumente eingebaut. Und die Leute freuen sich immer noch wie immer wenn es ein gutes Live-Konzert gibt.
 
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Ich glaube nicht, dass Rock`n`Roll jemals wirklich aussterben wird.
Vermutlich ist es eher wie mit der klassichen Musik - die Hochphase ist vielleicht lange vorbei, aber ganz verschwinden wird das Genre mit Sicherheit nicht.
Wer weiß schon was die Zukunft bringen wird...
Oder wie Angus Young mal so schön gesagt hat - Rock`N`Roll ist die Musik, die zwischen allem anderen immer wirder gespielt werden wird ;)
 
Es ist unwahrscheinlich, dass Musik bei uns nochmal so relevant wird wie in den 1960ern - es sei denn, wir haben jetzt ne Phase von Krieg, Entbehrung, Unterdrückung vor uns und müssen danach wieder gegen alte Zöpfe aufbegehren.

So in der Art vermute ich das auch. Es kam da ja so einiges zusammen, damit die 60er und 70er Rockgeschichte so wurde, wie sie dann war.

Neben deinen Punkten auch die Entwicklung bei der E-Gitarre, den Verstärkern, der Studiotechnik und später der Gitarreneffekte. Das alles war damals ja neu und deren Möglichkeiten wurden ausgelotet. Das kann es schon rein von der Logik her nicht noch einmal geben. Zumindest nicht so grundsätzliche Erfindungen in dem Gitarrenbereich.
 
Frage: Was hat den Rock großgemacht?
Antwort: Rebellion, Aufstand, Protest.
Frage: Wogegen?
Antwort: Gegen Spiessigkeit, Biedermeierei, Keuschheit, Konformismus, Pseudo-Heile-Welt, Unterdrückung.

Und heute? Guttenberg hört angeblich AC/DC, jeder Banker fährt am WE ne Harley. Will man sich da noch identifizieren? Ich habe 1980 angefangen Metal zu hören und was ich an dieser Mucke am Meisten mochte, war der Outsider-, Nonkonfirmisten-Nimbus. Allein die Vorstellung, dass es irgendwo dort draussen Leute gibt, die der normalen Gesellschaft den Rücken gekehrt haben, die wie einsame Wölfe auf ihrer Maschine durch die Welt ziehen, ihre eigene Philosophie haben und verdammt gut wissen, wie man einen draufmacht, wie man wirklich lebt, statt zu funktionieren, war für mich verdammt berauschend.

Nun kann man sagen, ich wäre da einem individualistisch-romantischen Klischee erlegen. Mitnichten! So war die Szene damals. Und heute?
Wenn man heute sieht (WENN man es sieht) was politisch-global-gesellschaftlich auf einen zukommt, gibt es da nicht eigentlich mehr Grund zur Rebellion denn je? Ja, gibt es. Nur leider sind unsere neuen Rock-Heroen so handzahm und angepasst, dass es nicht braver geht. 100.000 Nölersongs beherrschen die Musik, in denen die eigene Befindlichkeiten mit "the powers that be" weinerlich zur Schau getragen werden. Keiner dieser Nöler hat aber wirkliche Eier in der Hose und zeigt seine Faust.

Zugegeben, das Genre ist musikalisch ziemlich ausgereizt. Aber wo ein Wille da ein Weg. Das Problem heutzutage ist auch, dass, weil mit Platten kein Geld mehr verdient wird, zuviel Mittelmäßiges durchgewinkt wird. Es gibt sooo viele Bands, deren Gitarristen spielen nurmehr Grundakkorde durchgeschrubbt, weils für Party allemal langt. Denen will ich oft sagen: So, heute nehmen wir mal Randy Rhoads durch. Schau mal was früher für eine Klasse Standard war. Uiiih!!!
 
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Ich glaub aber, bevor Grunge kam, wurde Rockmusik auch schon totgesagt. Und die Beatles hätten beinahe keinen Plattenvertrag bekommen, weil die Zeit der Gitarrenbands doch vorüber sei.
Ich bin also entspannt, da wird wieder was kommen. ;)
 
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Gerade läuft hier Coldplay, das ist wohl genau das, was @Bruce_911 mit Nölersongs meint. Fürchterlich.
 
was @Bruce_911 mit Nölersongs meint

Nicht der schlechteste Vergleich, fürwahr!

Also gebe ich auf YT "Coldplay" ein un der erste Treffer ist dies hier:



Musikalisch natürlich belanglos, vergleicht sich hier Einer mit (fiktiven) Helden und stellt fest, dass er selbst "nowhere near" ist. Sehr informativ! Und sehr langweilig. Er will sagen: Ich bin Einer von Euch, der auch am Ganzen verzweifelt. Sympathiegeheische mit Gleichgesinnten, wo ein Tritt in den A... gefragt wäre, wenns denn aufrüttlen soll. Sag das mal einem Paul Stanley, dass er kein Superman ist, der blendet dich blind mit seiner Mirror-Iceman.

In anderen Worten:

If you squeeze my lizard
I'll put my snake on you
I'm a romantic adventure
And I'm a reptile too

But it don't make no difference
'Cause I ain't gonna be, easy, easy
The only time I'm gonna be easy's when I'm
Killed by death, killed by death, killed by death, someone
I'm a lone wolf ligger
But I ain't no pretty boy
I'm a backbone shiver
And I'm a bundle of joy
But it don't make no difference
'Cause I ain't gonna be, easy, easy
The only time I'm easy's when I'm

Killed by death, ....


Zitat: You know who!
 
Ich habe 1980 angefangen Metal zu hören und was ich an dieser Mucke am Meisten mochte, war der Outsider-, Nonkonfirmisten-Nimbus.


Nun kann man sagen, ich wäre da einem individualistisch-romantischen Klischee erlegen. Mitnichten! So war die Szene damals. Und heute?
Ich sage dir, wie es heute ist (und wo meiner Meinung nach dein Denkfehler liegt). 1980 haben wir angefangen, Metal zu hören. Gut, bei mir wars wohl 4-5 Jahre später, aber egal. Und jetzt? Jetzt höre ich immer noch Metal, bin aber Mitte 40, mit toller Familie, einem Einfamilienhaus und einem tollen Bankerjob. Was macht das jetzt aus mir? Soll ich keinen Metal mehr hören, weil ich auf die dunkle Seite gewechselt habe und dem Imperium erlegen bin? Oder muss jetzt auf Teufel komm raus eine neue musikalische Rebellionswelle losgetreten werden, einfach nur, damit die Jungen wieder was haben, was nicht Mainstream ist?

Nö, so einfach geht das nicht. Denn du meinst, früher war alles besser und Metal eine Randnotiz? Mitnichten. Kiss hat schon in den frühen 80ern gezeigt, wie der Allgemeinbückling geht, und zwar mit "I was made for lovin' you". AC/DC's Back in Black hat sich dermassen gut verkauft, dass es von den Verkaufszahlen her jeglichen ähnlichen vermeintlich seichten Popgrössen den Rang abgelaufen hat.

Früher war zumindest die Musik besser? Schau dir irgend eine x-beliebige Top-100 Charts aus den 70ern an. Beweisführung abgeschlossen.

Nicht die Szene war damals anders, nein. WIR (in Zahlen: UNS) waren anders. Nämlich jünger, unbeschwerter, rebellischer, naiver. Es gibt wohl durchaus wieder Szenen...nur ist uns, aufgrund unseres Alters, der Einblick mittlerweile verwehrt. Und das ist auch richtig so. Punkt.

By the Way: Vergleiche nicht die Gitarristen von heute mit den Gitarristen von vor 30 Jahren. Ich glaube, die 80er Guitar Heroes hätten wohl das Nachsehen....
 
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WIR (in Zahlen: UNS) waren anders. Nämlich jünger, unbeschwerter, rebellischer, naiver

Richtig. Und auch vieles anderes, was du schreibst. Man ist in der Jugend naiver, nimmt alles für bare Münze, wo kaltes Kalkül dahinter steckt.
Und: Natürlich kannst du als Banker mit Familie Metal hören. Der Punkt ist nur, dass ich nicht Bands zuhören will, die Bausparverträge besingen. Da darf ein gewisser Dissenz zwischen dem realen Leben (als Fan) und der von den Bands gelebten Kultur schon sein.

Nur in Einem widerspreche ich dir. Die Szene WAR damals anders. Sie war Underground!
Kiss hatten in ihrer Disco-Ära sicher ein kommerzielles Kalkül.
Aber ich kann dir ebenso 100 Bands nennen, die nichts als diesen Underground-Lifestyle lebten.
Die frühen - Mets, Venom, Motley, Slayer, Ozzy, Maiden, etc.
Sogar Kiss waren anfangs echt Hardcore; wollten sich sogar einst "Fuck" nennen.
 
Nur in Einem widerspreche ich dir. Die Szene WAR damals anders. Sie war Underground!
Heute gibt es im Rock/Metal doch mega viel was Underground ist?
Hat sich nichts verändert, als Kiss Underground war waren Led Zeppelin populär, als Kiss Pop war waren Metallica Underground, dann kam die Grungeszene, dann Nu-Netal...

Du kriegst vielleicht den harten Underground nicht mehr mit, aber er ist definitiv noch da und lebt ;)
 
Ich weiß ja nicht, was ihr unter Untergrund versteht, aber ich hätte Metal da nie eingeordnet. Schon gar nicht in seiner Frühzeit in den späten 70er, frühen 80er Jahren.
Das ist die Zeit in der ich musikalisch sozialisiert wurde, so um 1980 herum. Untergrund war - trotz kommerziellen Erfolgs - Punk, viele Bands der Neuen Deutschen Welle und teilweise des New Wave. Die hatten, wenn auch nicht alle, eine Message, wollten die Welt verändern oder zumindest anklagen. Und bis heute werden Punkbands, die bei großen Labels veröffentlichen ja durchaus als "Verräter" an der Sache gesehen. Obwohl die Säulenheiligen Clash ja auch immer bei CBS waren...
Heavy Metal hingegen hätte ich nicht als Untergrund gesehen. Die wollten groß raus, große Festivals spielen. Erfolg haben. Natürlich waren sie nicht Mainstream, das war auch gegen ihre Philosophie. Aber ich hätte gesagt - streng vereinfacht - dass Metal vor allem Bürgerschreck war. Ein Gegenentwurf zum Spiessertum, aber ohne jede politische Message. Eher hedonistisch und eben "anders sein" und wilder. Um des Wild seins willen, um anzuecken. Da passen natürlich okkulte Inhalte sehr gut dazu, wie sie ja von Bands wie Black Sabbath eingeführt wurden. Das hat ordentlich provoziert!
Und musikalisch lassen sich da für mich zwei Phänomene im Heavy Metal herauslesen: auf der einen Seite wollte man immer härter, schneller und verzerrter spielen. Und das mit einer großen Präzision.

Punk und Metal waren einander damals ja extrem suspekt, bis feindselig. Wobei beide ja durchaus auch als Widerpart gegen die kommerziell erfolgreiche Musik der 70er Jahre angetreten sind, die ja vielen dann schon zu weichgespült war.
Vorreiter des Metal sind natürlich die großen Hardrock Bands wie Led Zeppelin, Deep Purple, Black Sabbath... Viele Trends, die diese Bands gesetzt haben sieht man ja durchaus bis heute.
Ich finde ja, dass so manches Metal Genre heute viel mehr Untergrund ist, als es damals eben war. Aber das ist auch durch die Zersplitterung in die vielen Subgenres entstanden.

Kiss hatten übrigens ihre ersten großen Erfolge Mitte der 70er Jahre, da waren auch Led Zeppelin noch hochaktiv...
 
Frage: Was hat den Rock großgemacht?
Antwort: Rebellion, Aufstand, Protest.
Frage: Wogegen?
Antwort: Gegen Spiessigkeit, Biedermeierei, Keuschheit, Konformismus, Pseudo-Heile-Welt, Unterdrückung.

Beispiel New York da lohnt sich aktuell die Rebellion, es gibt keine Clubs, Venues, Bars, Proberäume, Wohnungen dafür Klassenunterschiede Rassismus, Sexismus, bornierte Altrocker etc....

und vielleicht gerade deswegen

Rock n´Roll








Nur eine von viele großartigen neuen Rockbands die einfach nur ihr Ding machen.
 
Ausserdem weiss ich nicht, was daran schlimm ist, wenn sich die Festivalveranstalter in den letzten 40 Jahren weiterentwickelt haben und nicht mehr solch ein nichtorganisiertes heilloses Chaos wie in Woodstock veranstalten.

Du kannst auch auf eine gut organisierte Kirmes gehen, wenn du möchtest. Hat dann aber nur leider mit Rock nichts mehr zu tun.



Ich bin 45 Jahre alt und geniesse ein gut organisiertes Fest. Herr Musikerpolizist, legen Sie mir bitte die Handschellen an! Ich gestehe alles.

Genau das ist es ja gerade - in Verbindung mit Wacken passiert heutzutage garantiert nichts, für das irgendjemandem Handschellen angelegt werden müssten!


Ach ja, und ich arbeite in einer Bank. Mit Tattoos. Das Ende der Welt ist nah!

Wen sollen denn heutzutage Tattoos schocken? Das ist ja mittlerweile auch eine recht bürgerliche Sache geworden, die zum normalen
Alltag gehört.

Und weil wir Menschen uns als Kinder so krampfhaft von den Eltern abheben müssen, war der Rock'n'Roll seinerzeit ein herrliches Rebellions-Vehikel gegen unsere Erzeuger. Heutzutage gibt's halt andere Mittel, damit unsere Kinder sich von uns abgrenzen können.

Es gibt ja leider auch kaum noch was, um zu rebellieren. Die Smartphone- und Facebook-Begeisterung der heutigen Teens ist eine zwiespältige Angelegenheit.
Einerseits unterscheiden sie sich damit schon von den Generationen vor ihnen, andererseits ist diese ganze Online-Welt etwas, das ihnen von
den Marketingabteilungen der großen Konzerne vorgesetzt wird. Apple, Google usw. sind ja in erster Linie Global Player, die Gewinn machen wollen.
 
Du kannst auch auf eine gut organisierte Kirmes gehen, wenn du möchtest. Hat dann aber nur leider mit Rock nichts mehr zu tun.
Da haben wirs, die Genrepolizei.
Wenn man Rocker ist, muss man X tun, sich Y kleiden, und Z mögen bzw. nicht mögen.
Ich glaub das ist das worauf startom hinaus will, er lebt das Ding, er nimmt die Festivals mit, er macht Mukke, er hat Tatoos.
Muss er jetzt auf Familie und anständigen Job verzichten?

Das ist das, was mich an den Hamburger Subkulturen massiv ärgert, um dazu zu gehören muss man gewisse Auflagen erfüllen.
Ich glaub zu viele verwechseln "ich hör gerne diese Musik und trage lange Haare weil ichs cool finde" mit "ich rebelliere gegen was" oder "ich grenze mich gegen was ab".

Wenn das dein Beweggrund zur Szene ist, unterstelle ich dir, Szene nicht verstanden zu haben.
Szenen sind Treffpunkte für Leute gleicher Interessen und vielleicht sogar Lebenseinstellung, nicht elitäre Clubs mit Kleidungsordnung.
Es gibt ja leider auch kaum noch was, um zu rebellieren.
Und trotzdem sind so viele Eltern immernoch in Konflikt mit ihren Kindern.

Jeder Mensch hat ne definierbare Ansicht auf die Welt.
Man hat moralische Ansichten, man hat ne Meinung zum sozialen Verhalten, wie Karriere funktionieren sollte.
Und die Kinder werden eben diese Ansichten immer torpedieren, weils einfach dazu gehört zum Hormonencocktail des Teeniealters alles zu hinterfragen.

Auch wenn das für viele Rebellion ist, das ist nicht ne Rebellion.
Es geht nicht drum sich gegen die Eltern aufzustellen, es geht darum seine eigene Person und Meinung zu definieren.
Vielleicht war die damalige Elternschafz strenger als die heutige, dass es damals mit Metal rebellischer wirkte.
Aber vielleicht nimmt mans als Erwachsener nicht mehr ganz so ernst wie als 15 Jähriger.

Übrigens gibt es auch viele Jugendliche die noch rebellieren.
Grad hier in Deutschland, wo man schon viele Phasen durch hat, kommt grad ne Generation an Eltern auf, die eben komplette Freiheiten beim Aufwachsen genießen konnte. Die Kiddies in meinem Umfeld werden heut teilweise massiv von den Eltern beformt, und ich seh schon wie das zur nächsten großen Jugemdbewegung wird.
Auch bleibt bei uns durch die starke Zuwanderung aus erzieherisch strengeren Ländern immer eine ganz gute Quote an rebellwürdigen Eltern erhalten.

Die heutigen Kiddies wollen aber halt nicht direkte Konfrontation, die Rebellion verläuft anders als vielleicht in deiner Generation. Jede Generation hat ihre eigenen Sachen gegen die rebelliert werden müssen.

Und das führt eben jede Generation wieder zu diesem Generationenkonflikt, dass Eltern denken sie seien unter härteren Umständen aufgewachsen als ihre Kinder.
Ist ganz normal, gehört zur uns einprogrammierten Charakterbildung, und eben zur Sichtweise die sich einem spätergeborenem gibt; man hat andere Erfahrungen und Probleme auf die man aufbauen kann, und vor allem andere Anforderungen.
Die können die Elterngenerationen nie verstehen, weil sie die sozialen Konstrukte nur beobachten können, nicht erleben.
Das ist auch das was ich gesch schon geschrieben hab, jede Generation kriegt das von der Vorgängergeneration zu hören ;)
 
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Genau das ist es ja gerade - in Verbindung mit Wacken passiert heutzutage garantiert nichts, für das irgendjemandem Handschellen angelegt werden müssten!

Was soll denn bitte passieren, damit es so richtig Rock'n roll ist? Wacken gehört mit zu den friedlichsten Festivals die es gibt.
Ab einem gewissen Alter ist es eben nicht mehr so cool, bei solchen Veranstaltungen jeden Morgen neben seinem Erbrochenen aufzuwachen!

Außerdem spricht nichts dagegen mit seiner Familie ein solches Event zu besuchen. Gibt doch nix cooleres als mit seinen Kids auf die alten Helden abzurocken. Das ist Rock'n roll und das muss man auch erstmal hinbekommen. Die Zeit läuft halt weiter und wir leben nicht mehr in den 60ern, wo man sich mit Randale gegen das Establishment erheben muss.
 
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@badguitarplayer
Warum eigentlich nicht?
 
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