Seid ihr Gitarristen in einer Band?

  • Ersteller Spanish Tony
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Band ist bei mir schon sehr lange her. Das war eine Garagenband, irgendetwas zwischen Skiffle und Psychedelic. Ich war lange Zeit nur Gitarrist, hatte den Eindruck, es gab immer zu viele von meiner Sorte. Habe vor zwei Jahren das Angebot bekommen, als Bassist in einer Klezmer-Band mitzumachen, das hat mich geehrt, habe meinem Bekannten klar gemacht, dass ich auf dem Bass nur wenige Betriebsstunden drauf habe, er hatte mich jedoch schon mal bei einem Soloauftritt gesehen und war davon überzeugt, dass ich „sein„ Bassist sein könne. Das kam dann aus Zeitgründen nicht zustande, so wie für mich sowieso in den vergangenen Jahren alles am Zeitmangel gescheitert ist.
Ich spiele in einem Amateur-Folkduo die Saiteninstrumente. In etwa zwei Jahren werde ich Rentner sein und würde mich freuen, dann wieder einmal in etwas größerer Besetzung zu spielen. Strictly unplugged!
 
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Angefangen in der Schulband, war eine Art Bigband, danach mehr oder weniger noch ein paar Jahre für mich daheim, bevor die lange Pause begann. Seit 2005 bin ich wieder ununterbrochen in Bands unterwegs, überwiegend Rockcover-Sachen, teilweise auch eigenes Zeugs. Seit einiger Zeit nur noch im Trio, was mich musikalisch nochmals deutlich herausgefordert hat, mittlerweile aber sehr gut funktioniert. Hier war nicht nur komplett anderes Gitarrenspiel gefragt, sondern auch das Thema Gesang nochmals auf ganz anderem Level als zuvor trotzdem dass ich zu 95% nur Backing Vocals mache.

Equipmenttechnisch habe ich vieles durch und jegliche Variante (Transistoramp, Modeler, Röhre) probiert. Unterm Strich bleibt für mich ein relativ minimalistisches Setup das funktionalste, weil es im Proberaum und live am besten funktioniert. Bogner Atma mit 18 Watt, 1x12 Cab und meine PRS CU24, dazu noch Wah, Delay, Tremolo und ein Booster. Mehr brauche ich nicht zum Glücklichsein und seitdem ist auch der Drang nach was neuem ziemlich weg. Obwohl wir viele Covers spielen, hat mich das Streben nach einem Originalsound noch nie interessiert, ich habe immer mein Ding daraus gemacht und im Trio ist man diesbezüglich ja fast immer vogelfrei, weil man dem Stück meistens seinen eigenen Stempel aufdrücken muss, um es mit 3 Leuten spiel- und hörbar zu machen.

Zuhause spiele ich zu 95% nur Akustikgitarre, denn an der hängt auch meine zweite Liebe. Ich werde zwar im Leben kein Fingerstyle Spieler mehr, aber das Singer-/Songwriterding ist schon meins. Auch hier wie bei der E-Gitarre liegt mein Fokus im Gesamten auf dem Song und nicht auf einem gitarristischen Egotrip - ergo lieber mal ein Solo weniger oder kürzer und dafür ein Part, der den Song unterstützt. Wenn ich zuhause zur E-Gitarre greife, kommt meist der BOSS Waza Air zum Einsatz zur Freude der Nachbarn und Mitbewohner, ab und zu auch mal ein Blackstar Fly3. Laut wirds nur das eine Mal in der Woche im Proberaum, dort dann auch mit Freude.
 
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Komisch eigentlich, dass es die Frage noch nicht gegeben hat. Jedenfalls finde ich die musikalische Bandbreite hier überraschend groß.
Hatte das Thema auch schon mal angesprochen.

Auch das es zur Übersicht gut wäre, wenn man im Forum direkt sehen würde, unter den Keksen zum Beispiel, ob jemand Homemusiker, Live Musiker, Studiomusiker usw. ist.
Bringt nix wenns im Profil steht, da schaut so gut wie keiner rein ;)
 
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@OliverT, ja und nein, das könnte nach hinten losgehen :zB Red-DC 5 spielt nur noch zu Hause oder alleine im Ü -Raum, könnte dann sein, dass der Semi /Profi denkt :Beitrag ist nicht so interessant, Review zur Gitarre oder Amp fand nicht unter Live Bedingungen statt. Kann auch sein dass ich da mal wieder um die Ecke denke
 
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Ich spiele seit ca. 1978 in Bands, oder besser gesagt, in einer Band in mehreren Neuauflagen. Das entwickelte sich erstmal von 1978 bis ca. 1991 hin zum semiprofessionellen Status (viele Wettbewerbe gewonnen, dann größere Gigs wie Ruhr-Rock-Festival und 2 x Theatron alleine gespielt, sehr viele Club-Gigs, auch Geld verdient, aber nicht hauptsächlich mit Musik, Studio-Jobs, viele "Plattendealversprecher" im Dunstkreis…), was sich für eine Band mit ausschließlich eigenem Material damals schon recht erfolgreich angefühlt hat ;-)

In der Zeit bis 1991 war ich auch ein paar Jahre lang Service-Techniker in der Werkstatt vom Music Shop München (als der noch in Schwabing war), das war eine sehr spannende Verbindung von Musik und Beruf. Das war die Zeit der großen Racks, ich habe da immer noch eine große Kiste (mit Soldano und Mesa-Rack-Kistchen) zuhause herumstehen. Allerdings inzwischen unbenutzt, Staubfänger. Aber immer noch eindrucksvoll ;-)

Weil sich aber der komplette Durchbruch im Sinne von "reich, berühmt und unabhängig" dann leider doch nicht wie gewünscht eingestellt hat, haben wir das 1991 erstmal beendet, und jeder ging seiner eigenen beruflichen Entwicklung nach (bei mir eigene Firma seit 1993, bis heute). Irgendwann hat dann die Musik aber doch gefehlt, und seit 2007 spiele ich wieder in einer Band, und zwar mit größtenteils den gleichen Leuten wie damals. Und jetzt deutlich entspannter als damals, und wir können's noch. Eigentlich sogar besser… :D

Grüße,
Bernd
 
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Elektrisch spiele ich zur Zeit in keiner Band, akustisch treffe ich mich seit einer Weile einmal die Woche mit Gleichgesinnten. Da spielen wir gemeinsam Songs aus 70 Jahren Pop und Rockmusik.

Ende der 80er und in den 90er Jahren war ich in verschiedenen Bands zugange. In einer Punkband als Gitarrist und Sänger, dann in einer Thrash-Metal-Band als Gitarrist. Damals kam einiges an Auftritten zusammen und auch eine CD, die wir in einem Studio in Hattingen aufgenommen haben.

Wegen Familie, Job, etc. kam dann eine Pause von 98 - 2010. Dann Wiedereinstieg ins Homerecording. Das mach ich bis heute mit wechselnder Intensität. Von Punk und Metal bin ich inzwischen komplett weg und fühle mich im Blues und Bluesrock wohl.

Ich spiele heute hauptsächlich digital per Modeller oder Plugin (PC). Zu Bandzeiten immer über einen Röhrenamp (Laney). Ein Röhrenamp muss heute auch noch immer in meinem Besitz sein, falls sich mal die Gelegenheit ergibt etwas lauter spielen zu können oder einfach um des alten Spielgefühls willen.
 
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@OliverT, ja und nein, das könnte nach hinten losgehen :zB Red-DC 5 spielt nur noch zu Hause oder alleine im Ü -Raum, könnte dann sein, dass der Semi /Profi denkt :Beitrag ist nicht so interessant, Review zur Gitarre oder Amp fand nicht unter Live Bedingungen statt. Kann auch sein dass ich da mal wieder um die Ecke denke
Aber ist Transparenz nicht das, was zur Einschätzung wichtig ist? ;)

Wenn ich mir manche Forum Teilnehmer anschaue, die posten im Drum Bereich, beim Bass, bei Keyboards, beim Gesang, bei PA, im Recording.... Da waere schon gut wenn an weiß wo der eigentlich herkommt :) Die koennen ja nicht ueberall toll sein, oder doch... :)

OK, BTT :)
 
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Klar sind alles Mozarts oder wenigstens John Paul Jones. Hatte meine Aussage auch mehr an der Gitarrenfraktion festgemacht
 
@OliverT, ja und nein, das könnte nach hinten losgehen
Seh ich auch so. Ob jemand Live-, Studio- oder Couchmusiker ist, das ist kein Indikator für Sachkenntnis oder für irgendwas anderes. Außerdem ist es nicht eindeutig - was trage ich ein, wenn ich in einer Band A-Gitarre spiele und E-Gitarre nur zuhause? Oder wenn ich eine sehr intensive Bandzeit mit reichhaltiger Erfahrung hatte, aber seit einigen Jahren nicht mehr? Dann habe ich die Erfahrungen doch immer noch.
Wenn ich mir manche Forum Teilnehmer anschaue, die posten im Drum Bereich, beim Bass, bei Keyboards, beim Gesang, bei PA, im Recording.... Da waere schon gut wenn an weiß wo der eigentlich herkommt :) Die koennen ja nicht ueberall toll sein, oder doch... :)
Vielleicht doch. Die posten, weil sie meinen, was zu sagen zu haben. Wenn du wissen willst, wie relevant das tatsächlich ist, wirst du dir schon die Mühe machen müssen, es zu lesen.

Außerdem - wer sagt dir, dass die Angaben stimmen, die die Leute machen würden?
Aber ist Transparenz nicht das, was zur Einschätzung wichtig ist?
Wichtig ist nicht, wer da antwortet und was derjenige hat oder ist. Wichtig ist, dass die Antwort erklärt und begründet ist. So kann der Frager einschätzen, wie relevant sie ist.
 
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Ich bin so ein Gemischtwaren-Musiker.

Anfangs- und Schwerpunktinstrument drums. Aber schon früh A-Klampfe dabei, erste eigene songs, immer schon songtexte. Mehrere Bands und Formationen als drummer im Hobbybereich, grundsätzlich eigene songs, immer auch mit ein paar songs von mir. Eine Band, in der ich dann hauptsächlich an der E-Gitarre zugange war.
Seit längerer Zeit aus unterschiedlichen Gründen bandlos, da Musik aber mein stetige Leidenschaft ist, Verlagerung auf das homerecording, in dem Zusammenhang kam der Bass dazu sowie intensivere Gesangsversuche. Da ist etliches angefallen, was Democharakter hat und das ich in den kommenden Monaten oder Jahren quasi fertig machen kann, da im Wohnprojekt die Möglichkeit dazu besteht. Da steht dann auch wieder ein Schlagzeug, so dass ich quasi komplett bin. :D

Gleichzeitig wächst aber auch der Wunsch, wieder mit ein paar interessierten Leuten zusammen Musik zu machen: Sessions, Projekte, songs, Band - wer weiß, was draus wird. Mich juckt es sozusagen in Fingern und Füßen - Musik bleibt aber Hobby.

x-Riff
 
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Ganz ganz früher Rock-Bluesband. Tanzband, dann mehrer Bandversuche in Soul, Funk usw.
Stratocaster 1978 (was für eine Gurke) Dann Gretsch 6119(hab ich heute noch) Amp war Fender ProReverb. Danach Music Man RD 112 oder so ähnlich.
Dann umfunktioniert zum Keyboarder mit Klavierunterricht usw.
Dann 2016/17 wieder mit der Gitarre angefangen. Strat USA (schon besser wie 1978) und GT 001.
Allerdings nur noch zuhause.
Dort hab ich mir dann ein kleines Studio eingerichtet und mache dort meine eigenen Aufnahmen (kein Cover) Aufnehmen wird mit Studio One und jede Menge VST´s.

Hab auch schon eine Best of Bobgrey CD rausgebracht, die dauert ca. 3.59 Minuten, ist aber auch viel Scheiß dabei :)

Ich könnte jetzt auch bei ganz vielen mitschreiben, aber meist gibt es ja Leute, die viel tiefer in die Materie eingestiegen sind. Ausnahme vielleicht der Kemper Amp, den ich seit 2018 spiele und mich einigermaßen viel damit beschäftig habe.

@OliverT
Das wird nicht funktionieren. Aus den selben Gründen warum hier auch relativ wenig Musik von sich hochladen. Weil sie dann denken, sie werden nicht mehr Ernst genommen.

Ich finde das Schade. Oft lese ich halt, dass die Leute diese und jene Modifikation gemacht haben und in blumigen Worten nun ihren Sound beschreiben. Da wäre dann oft ein kleines Soundbeispiel besser als 1000 Worte. Es muss ja nicht immer gleich ein ganzer Song sein.

Aber wir schweifen ab.
 
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Wenn ich mir manche Forum Teilnehmer anschaue, die posten im Drum Bereich, beim Bass, bei Keyboards, beim Gesang, bei PA, im Recording.... Da waere schon gut wenn an weiß wo der eigentlich herkommt :) Die koennen ja nicht ueberall toll sein, oder doch... :)
Wundert dich das bei E-Gitarristen? :geek: 😀 Spaß beiseite: Ist auf jeden Fall was dran. Ich finds bei mir selbst aber immer schwieriger zu definieren, "was ich bin". Ich spiele mehrere Instrumente in unterschiedlichen Stilen und hab einfach zu viel Spaß daran, mir Neues anzueignen, um bei nur einer Sache zu bleiben. Gut möglich, dass ich mich in 10 Jahren aber wieder auf 1-2 Instrumente zurückbesinne, mich nicht mehr live an ein Mischpult stelle und vielleicht Musik produziere, das Mixing aber andere überlasse... mal sehen. Führt zwar ein bisschen vom Thread-Thema weg, aber ich finde es tatsächlich ganz interessant, darüber nachzudenken, wie spezialisiert man sein "sollte", und wie viele unterschiedliche Sachen man auf "hohem Niveau" (wie auch immer man das definieren mag) betreiben kann. Wär vielleicht mal ein cooles weiteres Thema für den Biergarten.
 
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Ich habe als Jungerwachsener Ende 80er/Anfang 90er zum 2. Mal wieder mit Gitarre angefangen. Von Anfang an mit dem Ziel E-Gitarre und mit anderen zusammen zu spielen. Die ersten Jahre habe ich aber nur selten eine E-Gitarre in die Finger gekriegt, weil meine Freakzeit halt auch geprägt war durch ständig pleite. Eine Framus Strat aus den 70ern & ein Telefunken Röhrenradio in das ich reinspielen konnte waren mein 1. E-Gitarren Rig. War auch gleichzeitig meine "Stereoanlage". Glaubts ruhig, ich war stolz drauf und fand den Sound seinerzeit richtig geil.:) Die einst babyblaue Framus habe ich noch.
Später dann der Einstieg in eine Coverband, welche sich bis auf Sänger und Bassisten schon nach einem halben Jahr auflöste, weil der Hauptgitarrist meinte er müsse mit 55 und einer 25 Jahre jüngeren Eva noch einmal in Spanien neu durchstarten...😭
Daraus ergab sich dann eine neue Band, die coverte, aber sich auch gerne an eigenen Sachen versuchte. Zu dieser Zeit wurde noch viel gejammt. Das hielt knapp 4,5 Jahre.
Ich habe das immer so Richtung Bluesrock empfunden, mit viel Jimmi als Vorbild, leider mehr im Kopf als in den Fingern, auch mal gerne ein paar Funkrythmen. Als wir mal in einer Kneipe in einem kleinen Städtchen mit überwiegend eigenen Sachen gespielt hatten, gab es hinterher im lokalen Blättchen einen kleinen Bericht über uns. Da war die Rede von rauchigen Texas Blues Rock. Naja...ich glaub' aber so cool waren wir nicht. Haben's aber schon richtig ernst genommen. Zu dieser Zeit haben wir an unserem "Dead Man" Album gearbeitet, unsere Interpretation vom Soundtrack des gleichnamigen Jim Jarmusch Films. Der Sänger hatte immer alles auf so eine Bandinternetseite hochgeladen und eines Tages stand da ein Kommentar von Neil Young: "Cool!" Ohne Scheiß, ich schwöre!! Muß man wohl nicht sagen daß das bis heute nachglüht, wenn ich dran denke.
Die letzten ca 10 Jahre waren mit einer gesetzteren Altmännertruppe, Sylvester, Partys im privaten Rahmen und ein paar kleinen Gigs. Der singende Gitarrist hat uns aber verlassen weil er weggezogen ist.
Heute, also seit ca einem halben Jahr, haben wir eine hübsche Sängerin! Und die ist die Perle in unserer Truppe! Und damit meine ich ihren Gesang....;)
Da gab es dann noch mal Gewurschtel weil der Schlagzeuger ging. Der Neue bezeichent mich als progessiven Bluesgitarristen. Was immer das bedeutet, damit kann ich leben. Immerhin steckt das Wort Gitarrist drin. Und das ist das, was ich auch schon ziemlich lange sein will!:)
 
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Großartiger Thread (y) Bin schwer beeindruckt über die vielen lesenswerten Bandberichte von Euch.

Meine "Bandkarriere" begann in der Schule, müsste 8. Klasse Gymnasium gewesen sein - puh, das ist dann auch schon mal bald 40 Jahre her, verdammt wie die Zeit vergeht ... :geek:

Hatte damals mit meinem besten Freund unseren Musik-Unterricht gekapert, anstatt Mozart und Beethoven zu analysieren haben wir mit Gitarre und Gesang die Klasse unterhalten. Unser Musiklehrer war unser erster Fan und hatte dann die Idee, wir könnten gleich mal eine Band gründen und unsere 4 kläglich klingenden Coversongs auf dem alljährlichen Schulkonzert zum Besten zu geben. Müssten diese Songs gewesen sein:
  • Iron Maiden: Run To The Hills
  • Deep Purple: Smoke On The Water
  • Europe: Rock The Night
  • AC/DC: Rock'n Roll Ain't Noise Pollution
Für diesen ersten Gig haben zwei weitere Jungs aus der Klasse im Eiltempo Drums und Bass gelernt, das akustische Ergebnis war dementsprechend eher dürftig. Aber wir waren mit dem Herzen bei der Sache, und das kompensierte offenbar vieles :rock:

Das eigentlich coole an der ganzen Sache war aber, dass das Schulkonzert als Open-Air auf der Seebühne im Münchener Westpark stattfand. Wir waren wohl eigentlich als Gag für den Beginn des Konzerts geplant, denn die nachfolgenden Bands waren aus unserer damaligen Sicht alles Profis. Es kam jedoch ganz anders als geplant: nach unserem Auftritt gab es ein riesiges Gewitter und das ganze weitere Konzert fiel buchstäblich ins Wasser. Wir waren also die einzige Band, die an diesem Nachmittag gespielt hat, quasi Headliner - und das fühlte sich gut an. Von da an war mir klar: etwas cooleres als in einer Band Gitarre zu spielen kann es nicht geben. Also blieb ich dabei und bin es bis heute noch ... :)

Danach folgten viele Jahre mit vielen tollen Musikern in vielen tollen Bandprojekten.

An 2 meiner letzten Bandprojekte denke ich ich immer noch sehr gerne zurück. Der Kontakt zu den anderen Musikern ist hier durch das Musiker-Board entstanden, es war eine klasse Zeit mit verdammt klasse Typen:
  • Rough Lane - 80's Heavy-Tribute-Band
  • Pandora's Dreaming - ein gemeinsames Proberaum/Recording-Projekt mit haufenweise selbstgemachtem und produziertem Songmaterial
Seit Corona bin ich bandtechnisch arbeitslos, aber gitarrenmäßig nicht untätig. Mal schauen, was die Zeit bringt - so allmählich hätte ich ja schon auch wieder Lust ...
 
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...ja, in Bands... und Homerecording...seit vielen Jahren...vielleicht hätte ich ja mehr draus machen können, aber im Endeffekt fehlen mir der Antrieb und die "Ellenbogen" ...und vielleicht doch in letzter Konsequenz das richtige Talent...
 
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Talent hast du reichlich!
 
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Mit 16 habe ich eine Anzeige - im Musik-Geschäft wo ich meine Lehre absolvierte - gelesen: Heavy Metal Band such Gitarristen. Ich war keiner (ich spielte Bass), habe mir also eine billige SG-Kopie und ein Mini-Verstärker gekauft und bin zur "Audition" mit dem Bus gefahren. Dort traf ich auf zwei ambitionierte Jungs. Der eine sang und spielte Gitarre und der andere Bass. Daraus wurde die Band Volt Age. Ein Drummer namens Markus Edelmann vervollständigte das Line-Up. Daraus wurden dann Coroner (Mark I). Nachdem der Sänger und Bassist ausstiegen, nahmen Markus aka Marky Marquee zusammen ein 3-Track-Demo auf. Das Ding versandete und ich ging ein Haus weiter. Marky hat dann Coroner mit Tommy und Ron neu aufgestellt und der Rest ist Geschichte. Danach spielte ich bei Junk Food. Aus denen wurden Baby Steel. Danach wurde ich von Celtic Frost angeheuert und bediente dort die Lead-Gitarre auf dem Album Cold Lake mit anschliessender UK- und USA-Tour. Nach dem Rausschmiss gründete ich die Band Lick'n A Promise. Wir hatten das gleiche Management wie Celtic Frost und nahmen ein Demo auf was eigentlich auf grossen Anklang stiess. Aus personellen Gründen wurde die Band aber an die Wand gefahren. Danach hatte ich die Schnauze voll und machte ganz lange Pause. Irgendwann startete ich das Projekt The Boris Karloff Syndrome. Mit einer Sängerin nahm ich ein Album auf. Dann löste sich das Ganze wieder auf. Ich gründete Kissing Lucifer und wir gaben 2 EP und 3 LP raus spielten aber nie live. Gleichzeitig hatte ich noch The Haunted Echoes am Laufen. Mit Katie Burke hatte ich eine der geilsten Stimmen am Start und die LP war das erste Stück Musik was ich selber immer wieder hörte. Da die Entfernung zu Katie (sie lebt in Nashville) zu gross war trug ich dieses Projekt schweren Herzens zu Grabe und gründete nach der endgültigen Auflösung von Kissing Lucifer, Dead People's Clothes. Hier innert einem Jahr 6 Singles veröffentlicht und ich arbeite momentan am ersten, vollen Album. Während all der Jahrzehnte hatte ich auch einige Studio-Jobs. Ja, das war's quasi in a nut shell.
 
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CORONER haben mit RIP eine tolle Duftnote hinterlassen, Mega Album ;) Und mit Tom zu arbeiten war bestimmt anstrengend ,)
 
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Nö, bin kein Gitarrist in einer Band.

War früher viele Jahre in einer Blaskapelle; ein bis zwei mal die Woche Probe, fast jedes Wochenende Auftritte.

Hab' dann kurz vor 50 mit Gitarre (und Lehrer) angefangen, wobei von vornherein feststand, dass ich mir das mit Kapelle, Proben, 250 km fahren und Auftritten nie mehr antun werde.

Spiele täglich, fast nur zuhause. Nach exzessiven und mit reichlich Verlust behafteten Ausflügen in die Welt der Röhren- und Transenamps, Cabs und Pedalen -wahrscheinlich um spielerisches Unvermögen durch teures Equipment wett zu machen- bin ich jetzt nach fast 15 Jahren mit einem Helix, Helix Native, einigen Neural DSP Plugins und Ableton Live vollends glücklich. Teste hin und wieder mal was Neues, wie gerade ein FM3 . . .

Spiele hin und wieder bei/mit Bekannten, was gerade da ist: E-, Akustik, Röhre, Transe, Helix, ToneLab, Cover, jammen . . . selten, wenn sich's gerade ergibt und es keine wichtigen Proben sind, lassen mich die Jungs in der Kapelle meines Schwagers als dritte Gitarre in den heiligen Probenraum. Die spielen übersetzt "Melodisches Todes Metall". Hin und wieder bin ich dann auch schon mal als "Schlepper" im Studio dabei.
 
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