Ich hab auch so eine Signature, von diesem Les Paul. Was ich nicht hab, ist eine Platte von ihm.
Aber bald gibts das Model K für die Generation MTV, kurz nach meinem Durchbruch mit meinem neuen Hitalbum. Ich müsste dann halt nur zu ESP wechseln, denn was ich cool finde, kennt die Generation MTV nicht, also kaufts sie's nicht. Oder ich lasse mir die iGuitar von Apple auf den Leib schneidern, die gibt es dann für 4000 Euro beim Gravis für die besserverdienden iPhone-Konsumenten. Wenn es rein rockstartechnisch dann richtig gut für mich läuft, kratze ich noch das Squierlogo von der Fernoststrat ab und nenne die Modell K reloaded und kassiere die Anfänger auch noch schön ab. Zuhause spiele ich dann lieber meine Spuren mit der vom Gitarrenbauer für mich gemachten Klampfe ohne Logo oben drauf ein (kann ich mir ja dann leisten), aber das sieht ja keiner und in der Guitar World schwöre ich dann auf die Model K von der Stange, nebendran auch noch mal - denn WIederholung ist Verstärkung - im Werbebereich einer großen japanischen Gitarrenfirma.
Signature Modelle sind in den letzten Jahren heillos inflationiert worden, um über die blosse Vermarktung auf T-Shirts, Klingeltönen und anderen Lifestyleprodukten eine anscheinend gar nicht so schlecht situierte Käuferschicht zwischen 15 und 20 Jahren anzusprechen. Wenn ich sehe, was alles als Kirk Hammett Signature über die Theke geht, kann ich nur lachen, das benutzt der Kirk noch nicht mal für die Fingerübungen, die er nicht macht.
Die echten Signature Teile, die einen Sinn ergeben, sind heute Klassiker der Gitarrenwelt: Les Paul, Randy Rhoads und m.E. noch die Steve Vai und John Petrucci Teile, die wirklich originelle Gitarren sind. Und natürlich das Jimmy Page Doppelhalsteil als sinnloseste Gitarre aller Zeiten.