Vintage-Framus-Thread

  • #521
Kann mir jemand sagen ob diese Brücke auf der Atlantik 6 so original verbaut war ?
Mit Sicherheit kann ich dir dies nicht beantworten, habe allerdings solche Modelle auf verschiedenen Framus und Co Gitarren schon gesehen.


Auf die schnelle kannst du mal hier vergleichen:

1773268455911.png

Zu sehen in der „Dieter Gölsdorf“ Sammlung


IMG_3175.jpeg

Framus Rollerbridge auf Reverb

IMG_3174.jpeg

Auf einer Framus BL 15 Angeboten auf Reverb

Und hier auf einer im Musikerboard
 
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  • #523
Also entscheidet in der Regel eher der Aufkleber darüber, welches Model man grade vor sich hat, weniger die Ausstattung oder ähnliches.
Vielleicht wollten sie damals die japanischen Werkspione verwirren…?
 
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  • #524
@Player1
Eine sehr schöne Gitarre
Vermutlich kann , nachdem Framus bis Mitte der 90er eigentlich schon lange verschwunden und abgewickelt schien, heute niemand mehr irgendwelche Systematiken in der Modellpflege, - entwicklung, - benennung oder gar in Identifikationsfragen vollständig nachvollziehen und erklären.

Wikipedia schreibt hierzu...."Ende der 1970er Jahre meldete Framus Konkurs an. Die Produktion wurde Anfang der 1980er Jahre eingestellt. Die Gründe sind nicht überliefert, da das Unternehmensarchiv nach dem Konkurs verloren ging. Bekannt sind innerbetriebliche und finanzielle Schwierigkeiten, die auf den verstärkten Konkurrenzdruck aus Japan zurückgeführt wurden. Eine Dokumentation des Bayerischen Rundfunks berichtete, während der Blütezeit von Framus habe es eine Besichtigung einer japanischen Besuchergruppe in dem Framus-Werk gegeben. Dabei seien die Arbeitsvorgänge ohne Kenntnis der Unternehmensführung ausführlich fotografiert worden. Später drängten die ersten Fernost-Kopien deutscher Gitarren und Bässe auf den Instrumentenmarkt, ein Umstand, der den späteren Konkurs von Framus mit herbeiführte"



Vielleicht ist dies hier für dich noch Interessant....


Vortrag: Geschichte für die Zukunft. Die Rückkehr der Gitarrenmarke Framus
(Dr. Christian Hoyer, Birke und Partner GmbH)
 
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  • #525
Eine sehr schöne Gitarre
Danke sehr!!!
Mein Avatarbild ist übrigens von meiner anderen Framus, von der ich denke, dass es eine Caravelle sein könnte. Da steht kein Modellname auf dem Aufkleber innen. Muss ich auch mal fotografieren
 
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  • #526
Auch spannend

Ein schönes Beispiel für die scheinbar doppelte, zu Verwirrungen führende, Namensgebung ist dieses hier ;-)
IMG_3182.jpeg
IMG_3181.jpeg


die „Billie Lorento BL10“ ist eine tolle Konstruktion aus Ende der 60er ( das optische Nachfolgemodell ist die BL7 aus Mitte ‘7Oer :ROFLMAO:)

die BL 10 ist von Ende 70er/Anfang80er und könnte auch ein Atlanti(?) ohne Tremolo sein…

Nun verfolge mal die BL/Billy Lorento Linie …. das wird Bizarr… die BL 11 zum Beispiel taucht nur ab und an im Netz auf aber nie bei Framus … die BL15 ist eine Thinline und auch ein Bass… von den Detail wie PU Bestückung, BL8 bezeichnet dann den wundervollen shortscale Bass…Hals-Art, Headstock oder Korpusform Varianten innerhalb eines Modells sind da noch gar nicht beachtet.

Ich bin dazu über gegangen diese großartigen und schönen Instrumente
einfach zu genießen und mich an ihren kleinen Unberechenbarkeiten und individuellen Varianten zu erfreuen…
 
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  • #527
Gibsons SG hieß ja auch erst mal “Les Paul” bis dann der Namensgeber protestiert hatte…
 
  • #528
Der hat nicht protestiert. Er fand die SG zwar nie gut, hat jedoch den Vertrag mit Gibson beendet, damit er bei seiner Scheidung nicht so viel Geld an seine Ex Frau zahlen musste.
 
  • #529
Ok…
Man lernt immer wieder was dazu :great:
 
  • #530
Sehr schönes Instrument, gefällt mir sehr gut...

Eine Frage dazu: Hatte deine Atlantik (oder doch Atlantic ?) vorher auch schon eine feste Brücke ? Ich würde die Schaller Brücke auch gerne nachrüsten, dass passt aber um 5mm beim Pfostenabstand nicht.

So nebenbei gefragt, die hat doch einen Sustainblock verbaut, oder ist zumindest ziemlich massiv verstärkt (ab Werk - ähnlich wie Atlantik 6) ?
 
  • #531
Sie hatte eine feste Brücke, das war mehr oder weniger ein höhenverstellbares Halbrund aus Metall mit Kerben für die Saiten. Mit der Bund/ Oktavenreinheit war es aber nicht weit her, deshalb habe ich die Schaller Rollerbridge einbauen lassen. Damals gab es Mr. Bassman/Pickup Guitars noch. Da habe ich übrigens auch die abgenutzten Bünde noch gegen Jumbo-Bünde ersetzen lassen.
Einen richtigen Sustainblock haben meine beiden Framusgitarren übrigens nicht, sie klingen resonant, aber wenn man etwas Zerre reinbringt, geht das nur auf Zimmerlautstärke. Im Proberaum pfeifen sie dann leider los.
Ich sehe gerade meinen Rechtschreibfehler- Es ist eine Atlantic und keine Arlantic.
Gab es echt Atlanitik‘s mit „K“?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

… die Rollerbridge hatte bei meiner Gitarre gepasst, wenn ich mich richtig erinnere
 
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  • #532
Weiß jemand, was das für ein Modell ist
Hi @teledeluxe, bin gerade nochmal über die Infos zum Tremolosystem gestolpert.
Auf dieser sind montiert, ein sehr seltenes, etwas eigentümliches
und rudimentäres, Vibrato System von Framus. <----konkreters muss ich suchen
1769550101210.png

Es handelt sich um das "Framus Palm Tremolo oder Vibrato"

Dies wurde in der 50ern und frühern 60er von verschiedenen Herstellern, primär auf Archtops und Semi-Hollowbody Gitarren verbaut.
Es fand jedoch kaum Verbreitung und ist daher sehr selten.
Manche Systeme wurden in Kompination mit einem Saitendämpfer angeboten....
1959 Framus Palm Vibrato.webp





Auf einer Hohner ohne Mute-System
1773608501538.webp


Auf einer Hoyer mit Mute System
1773608846084.webp


Als Einzelstück
auf Reverb gefunden
1773608728732.webp
 
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  • #533
IMG_0077.webp
IMG_0077.webp

Beitrag automatisch zusammengefügt:

Das ist fast genau meine, nur das meine eben Atlantic heißt, einen Volume Regler mehr hat, ein “echtes F-hole”. Die Farbe war Black Rose ursprünglich, schwarz/Rotes Sunburst
 
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  • #534
ein “echtes F-hole”

ja, genau.... da würde mich jetzt mal interessieren, die deine mit nur einem "F-Hole" im inneren aussieht...

Meine Atlantic (also die mit 2 F-Holes) hat keinen Sustainblock oder ähnliches, ist also eine "echte" Hollowbody. Keine Verbindung von Decke und Boden.

Meine Atlantik 6 hat etwas was man als Sustainblock bezeichnen könnte... also massive Holzklötze ab der Brücke nach hinten und einen relativ starken eingeleimten Stab der durch den ganzen Korpus zu reichen scheint. Ausserden hat sie auch KEIN F-Loch.

Die erste ist dabei recht empfindlich wenn es um Feedback geht, die zweite ist dabei schon deutlich besser.

Wie sieht die Variante mit nur einem F-Loch innen aus ?
 
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  • #535
Atlantik 6 ist keine Atlantik 6...

Atlantik 6 3.webp
Atlantik 6 4.webp

In einem früheren Beitrag wurde ja schon ein ähnliches Exemplar gezeigt.
Nach Auskunft von Framus (vielen Dank geht an Herrn Müller) ist diese hier und und auch das Exemplar eine 5/117 Caravelle.
Zeichen dafür sind das Binding vorne und hinten sowie das Fehlen des aufgemalten F-Loches, welches in der Art nur der Caravelle vorbehalten war.
Das Finish gab es so tatsächlic, aber nur für den Export und auch hier eher selten.

Mir gefällt Sunburst und Black Rose ja schon sehr gut, aber das hier finde ich einfach umwerfend passend...

einen schönen Abend

Markus
 
  • #536
Ich glaube dass die Atlantic die einfachere Variante von der Caravelle war.
Meine ist aus Sperrholz und hat nur ein Binding vorne.
Meine andere Framus ist eine Archtop mit Riegelahornrückseite und Binding vorne und hinten, das Vibrato sieht wertiger aus. Beide haben den aus vielen Schichten zusammengeleimten Hals, wobei der Atlantic Hals eher dick ist.
Bild kommt noch.
 
  • #537
Ich glaube dass die Atlantic die einfachere Variante von der Caravelle war.
Das trifft wohl auf die Modelle mit dem "neueren" Korpus (Sorento 6, Atlantik 6, Caravelle) zu, da das wohl ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zu sein scheint.
Bei den "älteren" Modellen trifft das so aber nicht zu.
Je mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr interessiert mich die Evolution dieser Instrumente im ES-335-Style,,,

Dürfen auch gerne mehr als eines sein, von beiden Instrumenten :cool:.
 
  • #538
  • #539
Hallo alle!

Ich habe vor drei Jahren begonnen, mich für alte Framus-Gitarren zu interessieren.
Warum? Wohl weil mein Bruder auch schon eine kleine Sammlung hatte und ich ein Modell sehr mochte und auf einem Flohmarkt eine gut erhaltene Camping für 40 € erstand und deren Klang und Größe liebte.
Es hätte also jede andere Marke sein können, ich mag ältere Modelle von Firmen die es nicht mehr gibt, egal in welchem Hobby. MZ, Atari, you name it.

Zum Thema:
Wer heute eine Framus-Gitarre hat oder ersteht, findet sich sehr schnell in einem abstrusen Chaos wieder wenn es darum geht, Modell oder Baujahr sicher zu identifizieren.
Und es ist einfach schade, wenn man da eine Gitarre auf dem Dachboden/Flohmarkt/Schlammloch findet, die 70 Jahre alt ist, auf der Generationen Lieder gespielt haben und es ist nichtmal mehr nachvollziehbar, aus welchem Jahr das Ding stammt oder welches Modell das nun ist.

Aber die Gitarren haben doch alle ein Etikett im Korpus, das Modell, Seriennummer und Baujahr zeigt...?

Ja, wenn das noch vorhanden ist. Ist auch nicht immer der Fall.
Und selbst wenn: ich weiß nicht was für ein Kasper für das Ausfüllen des Etiketts zuständig war. Das Baujahr findet sich oft bei "Seriennummer", das Modell bei "Baujahr", oft quer über die Schrift des Etiketts und damit oft unleserlich, oft wurde nichtmal der Stempel verwendet sondern unleserlich hingekritzelt. Manchmal sind die Felder überhaupt nicht ausgefüllt oder der Stempel hatte kaum Tinte, und die hat 70 Jahre Bleichung hinter sich. Ich habe schon mehr als ein solches Etikett per Photoshop behandelt um via Kontrasterhöhung und anderer Tricks die Stempel zu identifizieren.

Alleine dieser Umstand wäre schon geschichtlich interessant: wieso war das so, wieso hat der Chef der Firma (oder irgendwer?!) da nicht gesagt, dass das so nicht geht?

Nun gibt es die ehrenwerte Seite https://www.framus-vintage.de/.
Dort sind ja alle Modelle aufgelistet.

Hust. Naja. Fast. Viele ohne Bild.
Und einige Modelle sind sogar widersprüchlich gelistet; so taucht das Modell 5/19 sowohl als "Ideal" auf, als auch als "Carmen". Beide Artikel ohne Bild. Ja was nun?
Ich habe eine 5/19. Da steht nicht "Carmen" oder "Ideal" drin. Wie zum Teufel soll ich wissen, was das nun ist? Worin lagen die Unterschiede der beiden Modelle? Ist das ein Fehleintrag auf der Seite oder hatte sich einfach der Beiname irgendwann geändert?

Ganz wild wird es bei den Modellen "Florida", "Cutaway" und vor allem "Missouri".
Das sind im Grunde völlig identisch aussehende Grundmodelle mit untereinander austauschbaren und wechselnden Anbauteilen, dagegen sogar innerhalb eines Modells wechselndem Korpus.
Ich habe neulich eine solche Gitarre bekommen, ohne Firmenetikett. Und natürlich keine Ahnung, woran ich nun festmache, welches Modell das davon ist, inwiefern die sich definierbar voneinander unterscheiden.

Gab es denn nicht Kataloge, Werbeanzeigen, Vorstellungsfilme, irgendwas? Die Seite hat ein paar solcher Blätter hochgeladen, aber einfach viel zu wenig um irgendwie hilfreich zu sein.
Auf eBay tauchen manchmal "Kataloge" auf, für viel zu viel Geld ohne dass man vorher weiß was die an Infos so hergeben.

Es gibt auch noch das Forum auf der Seite.
Angemeldet sind dort ausschließlich Leute, die sich extra angemeldet haben weil sie alle exakt die selbe Frage haben: was für ein Modell habe ich da überhaupt?
Das Forum besteht aus aberhunderten Threads ohne auch nur einen Antwortkommentar.

Selbstredent geht es auf der Framus Vintage Facebookgruppe ähnlich zu. Als ich Bilder meiner Missouri/Florida/Cutaway postete gab es instantan 20 Likes aber keinerlei Antwort.

Es gibt auch nirgends mehr Ersatzteile - Framus verwendete an einigen Stellen Teilgrößen, die heute nicht mehr der Norm entsprechen.

Ich frage mich einfach: wie kann das sein? Das war einst Europas größter Gitarrenhersteller und seine Modellgeschichte versinkt im Nebel der Geschichte - es wird im Laufe der Zeit auch nicht einfacher werden.
Ja, ich weiß dass die Firmenunterlagen nach dem Konkurs verschwunden sind. Aber wie gesagt, was ist mit Katalogen, Händlerbriefen oder ähnlichem? Gibt es noch Leute, die damals bei Framus arbeiteten und etwas dazu sagen könnten?

Ich habe heute eine 1973er Sorella bekommen - von einer Studentin, die sie auf dem Dachboden ihres Onkels fand und sie für 40 € verkaufen wollte. Sie brachte sie zu einem Gitarrenladen, der ihr sagte dass das Ding weitaus mehr wert sei. Sie inserierte sie ohne Preis und ich meldete mich und schaute mir die Gitarre vor Ort an. Ich hatte gehofft, Mängel zu finden - aber bis auf kleine Lackschäden und fehlende Gurthalter (und wie sich herausstellte, eine ausgeschlagene (und auswechselbare) Saitenaufnahme an der Brücke) war sie in top Zustand. Ich sagte ihr: "Es tut mir leid, aber die Gitarre ist mehr wert als ich hoffte, hier auszugeben - ich hatte gerade eine richtig teure Autoreparatur und der Monat ist ne Katastrophe. Ich würde die auf mindestens 300/350 € schätzen."
Sie sagte mir, dass der Gitarrenladen sie sogar teurer einschätzte.
Ich sagte ihr dann, dass ich einfach nicht so viel zahlen kann wie sie wert ist und wünschte ihr beim weiteren Verkauf viel Erfolg, und sie gab auch an dass es noch weitere Interessenten gab. Ich solle ihr aber mal einen Maximalpreis sagen, den ich zahlen würde, für den Fall dass die anderen Interessenten absagten. "Aktuell 200 €, aber damit hätte ich ein schlechtes Gewissen." Wir verabschiedeten uns und ich sagte noch, dass sie sich nicht übers Ohr hauen lassen soll.
Einige Tage vergingen. Dann schrieb sie mich an, dass sie diese ganze unehrliche Preisverhandelei mit irgendwelchen Typen, die immer und immer wieder den Preis noch weiter runter drücken wollten satt habe. Ich wäre ehrlich gewesen und es wäre ihr wichtiger, dass das Instrument in gute Hände kommt - und ich könne die Gitarre haben.
Im folgenden Gespräch erfuhr ich noch weitere Details zur Geschichte des Instruments, das von ihrer Urgroßtante, einer Odensschwester in einem Kloster aus der Nähe von Köln stammt; die selbstgemachte Gitarrentasche mit innen einegnähter Decke spricht Bände. Nach ihrem Tod bekam sie ihr Onkel, der sie aber nicht viel spielte weil das Modell nicht sein Stil war.
Wenn ich die Gitarre nun spiele, habe ich diese Geschichte dabei im Kopf und wie sicher des öfteren "Go Down, Moses" darauf gespielt wurde. Das ist ein lebendiges Instrument, das nun auch diese schöne Geschichte über dessen Verkauf enthält.

Und bei vielen Modellen kann man nichtmal mehr ermitteln was es für eines ist weil es niemanden gibt, der hier einen anständigen Katalog führt. Da stehe ich vor dieser ...äh, Florida? Missouri? Cutaway? ...und frage mich: Was bist Du? Was hast Du erlebt?

Das ist halt schade, aber vielleicht gibt es hier ja Leute, die doch etwas mehr wissen.
Eine Idee wäre auch ein Tool, in das Framusbesitzer ihr Modell, Seriennummer und Baujahr eingeben können; so könnte auf Basis der Seriennummer durch die anderen eingegebenen Modelle das Baujahr hochgerechnet werden, falls dieses fehlt. Und falls in der Firma die Seriennummern nicht durch Würfeln entstanden. Was ich aber irgendwie glaubhaft finden würde.

Also, lasst uns hier gerne über Framus reden, über die Modelle, wie man die Modelle identifizieren kann, ob jemand aus Framus' internem Nähkästchen plaudern kann und wie ein Tool wie oben vorgeschlagen sogar eine gewisse Statistik über Verkäufe und Erfolg oder Misserfolg einzelner Modelle etwas aussagen könnte.

Viele Grüße,
Alex
 
  • #540
Framus war in den (wilden) 60ern die Möglichkeit für den Otto Normal Gitarristen an eine „coole“ Gitarre zu kommen. Da bezahlbar, waren die Instrumente aber oft nicht besonders hochwertig, bzw. wurde da auch viel und schnell zusammengezimmert.
Eine saubere Dokumentation wurde da auch nicht gemacht. Warum auch? Das das die heute als Sammler/Vintage Gitarren eine gewisse Fan Base haben würde, hat da niemand geahnt.
Die Firma Framus (Warwick) heute, hatte IMO mal die Idee/den Anspruch, sich auf ihr Erbe zu besinnen und hat - glaube ich - sogar ein kleines Museum am jetzigen Firmensitz geschaffen, aber mir scheint, dass die am Ende auch nicht die Mittel haben, so eine Idee nachhaltig umzusetzen und zu pflegen.
(Es gab da auch mal hier im Forum eine Entwicklungskollaboration mit Framus (Idolmaker), die zwar wirklich spannend anfing, aber dann IMO etwas merkwürdig/sang und klanglos endete. Das Musikerboard wurde im Zusammenhang mit der Idolmaker auch nicht mehr weiter von Framus erwähnt….)
Daher wundert es mich nicht wirklich, dass es da z.B. ein Forum gibt, aber keinen Support. Die Idee ist cool, aber das zu pflegen, ist zu aufwendig…

Die Marktpreise dieser Vintage Gitarren von Framus und Höfner sind IMO auch ein schwieriges Thema. Es gibt ein paar Sammler, aber dafür auch vergleichsweise viele diese Dachboden/Schlammloch Funde…
 
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