Den folgenden Text habe ich zwar schon im parallelen Thread im PA-Forum veröffentlicht (Link dazu kam schon in Post #2), möchte ihn aber hier der Vollständigkeit auch einbringen. Der Vollständigkeit halber hier nochmal die Facts/Randbedingungen die im Thread im PA-Forum alle schon eingangs vom TE gebracht wurden:
Es geht um mit einer gewissen Regelmäßigkeit stattfindende Betriebsversammlungen mit 80-100 Teilnehmenden, Ort ist eine Halle (Werkshalle/Montagehalle - nicht genauer beschrieben).
Da der TE immer wieder die "unverfälschte Sprachwiedergabe" und die "sehr gute Sprachverständlichkeit" so sehr betont, möchte ich dazu noch meine 2 ct dazu geben.
In einer akustisch kritischen Umgebung wie sie bei der beschriebenen Montagehalle zu erwarten ist, ist in den allermeisten Fällen davon auszugehen, dass sich "unverfälscht" und "Verständlichkeit" leider gerne heftig in die Quere kommen.
Wenn z.B. ein Sprecher mit einer sonoren Bassstimme (à la Elmar Gunsch, wer immer sich an ihn erinnern möge) ins Mikro spricht, wäre das Ansinnen, eben diesen sonoren Bass "unverfälscht" auf die Lautsprecher zu geben mit großer Wahrscheinlichkeit maximal kontraproduktiv. Wenn die Halle aus dem sonoren Bass einen wabernden Mulm macht, dann geht jede Sprachverständlichkeit den Bach runter.
Anstatt den Ehrgeiz mit "unverfälscht" zu vergeuden, und dann auch noch mit Boxen mit fetten Tieftönern, wäre ein ehrgeiziges, vielmehr beherztes Eingreifen mittels EQ das
bessere Mittel der Wahl.
Im Klartext: Lieber eine etwas ´piepsige´ Stimme hören lassen, bei der aber jedes Wort gut verständlich an den Ohren der Versammelten ankommt.
80-100 Leute sind nicht die Welt, da sollte es kein sonderlich aufwändiges und teures Equipment brauchen. Wenn zudem diese Versammlungen regelmäßig stattfinden sollen, wäre eine Festinstallation des Nachdenkens wert.
Als Fan der 100-Volt-Technik sehe ich hier einen typischen Anwendungsfall für diese.
Mit vielleicht sogar nur zwei solcher Hornlautsprecher:
Monacor IT-100TW und einem preiswerten passenden Verstärker wie z.B. diesem:
Monacor PA 812DAP sollte es durchaus möglich sein, die Sprecher ausreichend und vor allem verständlich bei den Versammlungen zu Gehör zu bringen.
Die weiteren typischen Vorteile dieser Geräte wären die Unempfindlichkeit vor allem der Lautsprecher, die in einer wahrscheinlich oft Dreck-belasteten Umgebung, ggf. auch mit Feuchtigkeit, sehr gut standhalten. Des weiteren die Verwendung dünner und daher billiger Kabel die einfach zu verlegen sind.
Dann haben diese Lautsprecher schon vernünftige Montagebügel, die Metallarbeiter sollten sie daher ohne Mühe sturzsicher an geeigneter Stelle befestigen können.
Die Endstufe hat einen Mikrofoneingang (auch mit 48V Phantomspeisung), ein Kabelmikro (was ich ohnehin empfehlen würde) kann daher sofort angeschlossen werden.
Einzig die Klangregelung ist sehr abgespeckt. Ein günstiges Mischpult wie das schon öfter erwähnte Flow 8 mit einem etwas ausgefeilteren EQ wäre daher vernünftigerweise mit einzuplanen.
Wobei ich aber durchaus erst mal testen würde, ob mit diesen Hornlautsprechern aufgrund ihrer Klang- und Abstrahlcharakteristik und mit einer simplen Beschneidung der Bässe, die ja an der Endstufe immerhin möglich ist, die Sprachverständlichkeit nicht sogar schon ausreichend gegeben ist.
Alles in allem Material für höchstens 1000,- € (ohne Flow 8, aber incl. einem brauchbaren Mikro)
Nachtrag:
Sehe gerade, dass ich mich hinsichtlich der Kombination der Hornlautsprecher mit der Endstufe vertan habe. Für die IT-100TW würde diese kleinere Endstufe reichen:
Monacor PA-806DAP (279,- €).
Für die oben verlinkte leistungsstärkere Endstufe würden die Hornlautsprecher
Monacor IT-400TW besser passen (mit 330,90 € aber deutlich teurer).
Da sie sich von den Schalldruckwerten kaum unterscheiden würde die günstigere Kombination wahrscheinlich ausreichen.