Warum Gesang auf Deutsch hart klingt, und wie man das (mögl.) vermeiden kann

ist heute Tag der MilchmÀdchenlinguistik?
 
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iu
 
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ich hab gerade ein wort nachgeschlagen:
Strand

bevor das Wort aus dem
Mnddt. ins Hochdt. ĂŒbernommen wurde (mnddt., mhd. strant in ders. Bed.), hatte es bereits eine lĂ€ngere Entlehnungsgeschichte hinter sich, es wanderte aus dem
Nordgerm.(altnord.strond) ĂŒber das Altengl. (engl. strand „langgestreckter Streifen“) in den
dt. Sprachraum ein; wahrscheinlich geht es auf die gleiche
idg. Wurzel zurĂŒck wie → Stern, → Strahl, → Straße und → streuen

so scheint mein ansatz wissenschaftlich bestÀtig zu sein.
 
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so scheint mein ansatz wissenschaftlich bestÀtig zu sein.

Mach das gleiche doch noch mal mit Wolke, Watte und Wolle. Ich glaube nicht, dass du deine Theorie da bestĂ€tigt findest. Aber ein etymologisches Wörterbuch wĂ€re wirklich eine gute Investition fĂŒr dich, glaube ich ;-)
 
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Bin hier auf Ă€hnliche Muster wie @DarkStar679 gekommen. U.a. deshalb ist das Reimen so interessant. Aber wenn ich mir ĂŒber einem Thema den Kopf zerbreche, dann ist ein Teil davon das Wort zu untersuchen. Muss aber gestehen, dass mir Stern und Straße viel zu weit von einander entfernt wĂ€ren, oder gar Wolke und Watte (da ist nur der Anfangsbuchstabe gleich). Es gibt einen Zusammenhang zwischen Ă€hnlichen KlĂ€ngen aber der Zusammenhang kann vielfĂ€ltig sein.

suchen, fluchen, Kuchen,

TĂ€uschen, tauschen, rauschen

Lied, Leid, Eid,

singen, klingen, ringen, bringen

Interessante Aspekte gibt es auch "international" z.b. "gift" (engl. dt.)

danken, denken, lenken, schenken

(und all das mit allen möglichen Vorsilben und Endungen)

Auch die "NÀhe" von Konsonanten (in Àhnlichen Worten) ist oft bemerkenswert t z s st ... sch zu ch
oder von Klingern l zu r m n
oder Kombinationen davon.

Ich meine es ist mehr in der Sprache versteckt als ich selbst ihr noch vor einigen Jahren ihr zugestanden hÀtte.
 
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Ferdinand, das Spiel mit Sprache, KlĂ€ngen, Selbst- und Mitlauten ist ja auch irgendwie das Grundthema dieses Threads, der nur immer wieder in diverse Richtungen ausfasert. So was ist zum Beispiel gestern passiert. Weiß jetzt nicht so richtig, ob das der etymologische Bezug war, den @DarkStar679 partout herstellen wollte, oder ob es meine wortreichen Antworten darauf zur Richtigstellung waren ;-)

Jedenfalls sind wir jetzt wieder beim Thema, danke dafĂŒr :-D
 
GegenĂŒber Sprachen wie Spanisch und Arabisch klingt es sogar vergleichsweise weich, weil nicht so viele harte Kehllaute vorkommen
Ich frage mich in dem Zusammenhang immer, ob diese Laute den Leuten, die (nur) diese Sprachen sprechen, eigentlich auch "hart" vorkommen - oder einfach nur normal.

Wolke und Watte (da ist nur der Anfangsbuchstabe gleich). Es gibt einen Zusammenhang zwischen Àhnlichen KlÀngen aber der Zusammenhang kann vielfÀltig sein.
Ganz offensichtlich ist nicht nur der erste Buchstabe derselbe, sondern auch der letzte (e) - was ein deutliches Indiz dafĂŒr ist, dass beide Wörter im Deutschen "weiblich" sind.

Aber nicht alles, was ein paar Ähnlichkeiten aufweist, ist auch Ă€hnlich. Und ein "Zusammenhang zwischen Ă€hnlichen KlĂ€ngen" ist erstmal keiner (sondern möglicherweise ein Zufall, aber mehr auch nicht, und sicher keine tragfĂ€hige Grundlage fĂŒr eine Theorie ), jedenfalls nicht, solange nicht umfassend festgestellt(!) wurde, worin dieser Zusammenhang besteht (daran fehlt es hier oft...) und solange nicht grĂŒndlich gecheckt wurde, ob nicht FĂ€lle bekannt sind, in denen er nicht besteht. Bevor z.B. weit gehende SchlĂŒsse daraus gezogen werden, dass Wolke und Wolle "weiblich" sind, sollte berĂŒcksichtigt werden, dass das in anderen Sprachen durchaus anders sein kann...

Was aber wohl sprachĂŒbergreifend festgestellt werden kann (und auch mehr mit dem Thema zu tun hat als konstruierte ZusammenhĂ€nge auf der Bedeutungsebene): "helle" Vokale werden oft verwendet, um etwas Niedliches zu bezeichnen, dunkle dagegen, wenn es um Grummeln und Grusliges geht.
 
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dass Wolke und Wolle "weiblich" sind, sollte berĂŒcksichtigt werden, dass das in anderen Sprachen durchaus anders sein kann...

Das ist z. B. schon im Französischen anders: "la laine", aber "le nuage". Im Französischen gelten sowieso andere Regeln fĂŒr die Wortendungen, als man sie "logisch" herleiten wĂŒrde. "age" am Ende ist z. B. fast immer mĂ€nnlich, "eau" fast immer mĂ€nnlich. Gibt aber auch da Ausnahmen wie z. B. das Wasser: "une eau pĂ©tillante" oder die Buchseite: "la page". Es ist mit Sprachen wie mit vielem: Nur weil sich auf den ersten Blick eine bestimmte Laienlogik konstruieren lĂ€sst, heißt das nicht, dass diese Logik jeder ÜberprĂŒfung standhĂ€lt. Und wo es Regeln gibt, gibt es auch Ausnahmen. Und bei mehreren parallel existierenden Systemen gibt es TeilĂŒberlappungen, aber dann wiederum auch grundlegende Unterschiede.
--- BeitrÀge wurden zusammengefasst ---

Auf jeden Fall "normal". Wenn wir hier in der BĂŒrogemeinschaft (wir sind fĂŒnf deutschsprachige Übersetzerinnen/Dolmetscherinnen, eine Marokkanerin, eine Britin und ein Franzose) versuchen, die arabischen Kehllaute der Marokkanerin nachzumachen, lacht sie sich tot, weil wir den Laut nicht richtig ansetzen und stattdessen irgendwas "krĂ€chzen" oder "wĂŒrgen". Das findet sie dann "hart", weil es eben nicht genauso klingt wie der Laut, den sie macht. Hören tun wir das alle, selber nachmachen ist noch mal eine andere Geschichte.
 
Guten Tag,

warum die Deutsche Sprache so hart klingt
warum deutscher Gesang zB gegenĂŒber englischem Gesang so abstinkt

Ich bin nur Amateur, Musikant, nicht Musiker (spielende Akkordeon und Kirchenorgel). Meine Muttersprache ist Slowakisch, ich bin Slowake. Wir, Slowaken, sind eine kleine Nation in Zahlen, daher werden unsere Medien von Musik und Gesang aus anderen Sprachen und Nationen dominiert. TĂ€glich werden Hunderte von Liedern auf Englisch, aber auch auf Deutsch, Französisch und gelegentlich auf Spanisch gespielt. Meine subjektive Meinung: Es gibt keinen wirklich hart klingenden Songs (na ja, das Wort englischen Ursprungs) auf Deutsch. Wenn das Arrangement gut ist, spielt es keine Rolle, auf welcher Sprache das Lied gesungen wird. Hmm, "hart klingende Gesank auf Deutsch" kann daher sehr subjektiv sein, denke ich. Deutsch ist fĂŒr mich eine Fremdsprache. Eine Sprache von Goethe, Schiller, HĂ€ndel, Bach, Haydn ... Die Hauptursache liegt primĂ€r möglicherweise nicht in die Deutsche Sprache. Vielleicht mehr in der kommerziellen "Schablonenkopierung" von Vokal-Schemen von Autoren anderer NationalitĂ€ten und Sprachen, die verschiedene Fonetik und Syntax haben. Wenn ein Interpret sich selbst bleibt, ist er originell. Die folgende Frage des kommerziellen Erfolgs ist natĂŒrlich völlig unabhĂ€ngig und wird von vielen anderen Faktoren beeinflusst... Es ist nur mein subjektiver Eindruck. Ich kann mich irren
.

Liebe GrĂŒĂŸe aus der Slowakei wĂŒnscht Ihnen Vladimir
 
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