Warum Gesang auf Deutsch hart klingt, und wie man das (mögl.) vermeiden kann

von Mazy Lanes in Ark, 16.05.19.

  1. dubbel

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    Erstellt: 13.08.19   #141
    ist heute Tag der Milchmädchenlinguistik?
     
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  2. DarkStar679

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    Erstellt: 13.08.19   #142
    als analphabeth bin ich sowieso auf ganz dünnem eis unterwegs
     
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  3. dubbel

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  4. Swingaling

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    Erstellt: 13.08.19   #144
  5. DarkStar679

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    Erstellt: 13.08.19   #145
    ich hab gerade ein wort nachgeschlagen:
    Strand

    bevor das Wort aus dem
    Mnddt. ins Hochdt. übernommen wurde (mnddt., mhd. strant in ders. Bed.), hatte es bereits eine längere Entlehnungsgeschichte hinter sich, es wanderte aus dem
    Nordgerm.(altnord.strond) über das Altengl. (engl. strand „langgestreckter Streifen“) in den
    dt. Sprachraum ein; wahrscheinlich geht es auf die gleiche
    idg. Wurzel zurück wie Stern, Strahl, Straße und streuen

    so scheint mein ansatz wissenschaftlich bestätig zu sein.
     
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  6. Swingaling

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    Erstellt: 13.08.19   #146
    Mach das gleiche doch noch mal mit Wolke, Watte und Wolle. Ich glaube nicht, dass du deine Theorie da bestätigt findest. Aber ein etymologisches Wörterbuch wäre wirklich eine gute Investition für dich, glaube ich ;-)
     
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  7. FerdinandK

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    Erstellt: 14.08.19   #147
    Bin hier auf ähnliche Muster wie @DarkStar679 gekommen. U.a. deshalb ist das Reimen so interessant. Aber wenn ich mir über einem Thema den Kopf zerbreche, dann ist ein Teil davon das Wort zu untersuchen. Muss aber gestehen, dass mir Stern und Straße viel zu weit von einander entfernt wären, oder gar Wolke und Watte (da ist nur der Anfangsbuchstabe gleich). Es gibt einen Zusammenhang zwischen ähnlichen Klängen aber der Zusammenhang kann vielfältig sein.

    suchen, fluchen, Kuchen,

    Täuschen, tauschen, rauschen

    Lied, Leid, Eid,

    singen, klingen, ringen, bringen

    Interessante Aspekte gibt es auch "international" z.b. "gift" (engl. dt.)

    danken, denken, lenken, schenken

    (und all das mit allen möglichen Vorsilben und Endungen)

    Auch die "Nähe" von Konsonanten (in ähnlichen Worten) ist oft bemerkenswert t z s st ... sch zu ch
    oder von Klingern l zu r m n
    oder Kombinationen davon.

    Ich meine es ist mehr in der Sprache versteckt als ich selbst ihr noch vor einigen Jahren ihr zugestanden hätte.
     
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  8. Swingaling

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    Erstellt: 14.08.19   #148
    Ferdinand, das Spiel mit Sprache, Klängen, Selbst- und Mitlauten ist ja auch irgendwie das Grundthema dieses Threads, der nur immer wieder in diverse Richtungen ausfasert. So was ist zum Beispiel gestern passiert. Weiß jetzt nicht so richtig, ob das der etymologische Bezug war, den @DarkStar679 partout herstellen wollte, oder ob es meine wortreichen Antworten darauf zur Richtigstellung waren ;-)

    Jedenfalls sind wir jetzt wieder beim Thema, danke dafür :-D
     
  9. saitentsauber

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    Erstellt: 14.08.19   #149
    Ich frage mich in dem Zusammenhang immer, ob diese Laute den Leuten, die (nur) diese Sprachen sprechen, eigentlich auch "hart" vorkommen - oder einfach nur normal.

    Ganz offensichtlich ist nicht nur der erste Buchstabe derselbe, sondern auch der letzte (e) - was ein deutliches Indiz dafür ist, dass beide Wörter im Deutschen "weiblich" sind.

    Aber nicht alles, was ein paar Ähnlichkeiten aufweist, ist auch ähnlich. Und ein "Zusammenhang zwischen ähnlichen Klängen" ist erstmal keiner (sondern möglicherweise ein Zufall, aber mehr auch nicht, und sicher keine tragfähige Grundlage für eine Theorie ), jedenfalls nicht, solange nicht umfassend festgestellt(!) wurde, worin dieser Zusammenhang besteht (daran fehlt es hier oft...) und solange nicht gründlich gecheckt wurde, ob nicht Fälle bekannt sind, in denen er nicht besteht. Bevor z.B. weit gehende Schlüsse daraus gezogen werden, dass Wolke und Wolle "weiblich" sind, sollte berücksichtigt werden, dass das in anderen Sprachen durchaus anders sein kann...

    Was aber wohl sprachübergreifend festgestellt werden kann (und auch mehr mit dem Thema zu tun hat als konstruierte Zusammenhänge auf der Bedeutungsebene): "helle" Vokale werden oft verwendet, um etwas Niedliches zu bezeichnen, dunkle dagegen, wenn es um Grummeln und Grusliges geht.
     
  10. Swingaling

    Swingaling Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.19   #150
    Das ist z. B. schon im Französischen anders: "la laine", aber "le nuage". Im Französischen gelten sowieso andere Regeln für die Wortendungen, als man sie "logisch" herleiten würde. "age" am Ende ist z. B. fast immer männlich, "eau" fast immer männlich. Gibt aber auch da Ausnahmen wie z. B. das Wasser: "une eau pétillante" oder die Buchseite: "la page". Es ist mit Sprachen wie mit vielem: Nur weil sich auf den ersten Blick eine bestimmte Laienlogik konstruieren lässt, heißt das nicht, dass diese Logik jeder Überprüfung standhält. Und wo es Regeln gibt, gibt es auch Ausnahmen. Und bei mehreren parallel existierenden Systemen gibt es Teilüberlappungen, aber dann wiederum auch grundlegende Unterschiede.
    --- Beiträge zusammengefasst, 14.08.19, Datum Originalbeitrag: 14.08.19 ---
    Auf jeden Fall "normal". Wenn wir hier in der Bürogemeinschaft (wir sind fünf deutschsprachige Übersetzerinnen/Dolmetscherinnen, eine Marokkanerin, eine Britin und ein Franzose) versuchen, die arabischen Kehllaute der Marokkanerin nachzumachen, lacht sie sich tot, weil wir den Laut nicht richtig ansetzen und stattdessen irgendwas "krächzen" oder "würgen". Das findet sie dann "hart", weil es eben nicht genauso klingt wie der Laut, den sie macht. Hören tun wir das alle, selber nachmachen ist noch mal eine andere Geschichte.
     
  11. Akkordeonengel

    Akkordeonengel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.19   #151
    Guten Tag,

    Ich bin nur Amateur, Musikant, nicht Musiker (spielende Akkordeon und Kirchenorgel). Meine Muttersprache ist Slowakisch, ich bin Slowake. Wir, Slowaken, sind eine kleine Nation in Zahlen, daher werden unsere Medien von Musik und Gesang aus anderen Sprachen und Nationen dominiert. Täglich werden Hunderte von Liedern auf Englisch, aber auch auf Deutsch, Französisch und gelegentlich auf Spanisch gespielt. Meine subjektive Meinung: Es gibt keinen wirklich hart klingenden Songs (na ja, das Wort englischen Ursprungs) auf Deutsch. Wenn das Arrangement gut ist, spielt es keine Rolle, auf welcher Sprache das Lied gesungen wird. Hmm, "hart klingende Gesank auf Deutsch" kann daher sehr subjektiv sein, denke ich. Deutsch ist für mich eine Fremdsprache. Eine Sprache von Goethe, Schiller, Händel, Bach, Haydn ... Die Hauptursache liegt primär möglicherweise nicht in die Deutsche Sprache. Vielleicht mehr in der kommerziellen "Schablonenkopierung" von Vokal-Schemen von Autoren anderer Nationalitäten und Sprachen, die verschiedene Fonetik und Syntax haben. Wenn ein Interpret sich selbst bleibt, ist er originell. Die folgende Frage des kommerziellen Erfolgs ist natürlich völlig unabhängig und wird von vielen anderen Faktoren beeinflusst... Es ist nur mein subjektiver Eindruck. Ich kann mich irren….

    Liebe Grüße aus der Slowakei wünscht Ihnen Vladimir
     
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