Warum sind Akkordeons weiblich?

  • Ersteller Ersteller Schtine02
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  • #21
"learning to play bandoneon definitely has a masochistic aspect ...
but also a bandoneon is as tender and harsh as a woman, ..."

isso:

67.webp


Es gibt übrigens immer mehr Bandoneon spielende Frauen.
Das Netz ist voller Beweise und ich hätte noch wesentlich deutlichere Bilder... das geht hier aber nicht.
Gerade in den letzten Tagen weiß ich garnicht mehr wohin mit mir.

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@Helmut Das System von dem Ksenia-Bild nennt sich Kravtsov - natürlich nach dem Erfinder benannt.

Sorry, dass ich das Thema absichtlich falsch verstehe, aber diese Verbindung von Erotik und Produkt fand ich schon immer schwierig.
Für mich ist ein Akkordeon sächlich, egal wie es heißt.
 
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  • #22
All diese Beispiele zeigen vor allem eines: Die Spielerin/Dekoration ist weiblich, nicht das Instrument. Für diese Art der Dekoration/Präsentation kann man sich begeistern, muss aber nicht. Mit Musik per se hat das wenig zu tun, aber das Auge isst ja bekanntlich mit.
 
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  • #23
Wenn jemand von "dem Morino" oder "dem Cantus" redet, hört sich das für mich einfach seltsam an. Ich weiß nicht, warum, aber für mich ist es zwar "das Akkordeon", aber die einzelnen Instrumente sind für mich eindeutig weiblich. Eben "die Gola" oder "die Poeta" oder ... und nicht "der Tango" oder "das Jupiter". (Wobei ich mir bei den elektronischen Instrumenten nicht mehr so sicher bin. Da könnte es durchaus "das Roland" oder "das EVO" (oder doch eher "die EVO"? :gruebel:) heißen ...)
 
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  • #24
Hmm, spiele ich heute mit der Morino oder mit der Atlantik?
 
  • #25
Die ganze Diskussion über "der" oder "die" ist so was von diskriminierend. Haben wir laut Genderforschung nicht an die 100 Geschlechter, die mittels spezifischem Artikel auch berücksichtigt werden müssten?
 
  • #26
spiele ich heute mit der Morino oder mit der Atlantik?

Also ich lass beide im Koffer und nehm dafür mein "Goläle":D

Ob weiblich , sächlich oder männlich - Egal! -> Hauptsache klingt gut!:)
 
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  • #27
wie bei einer Frau, kommt auch aus dem Akkordeon viel, in Schwingungen versetzte, Luft raus....
 
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  • #28
Mmmh, und bei Männern bleibt die Luft drinnen, wie bei ein Luftballon? Bis dann jemand mit einer Nadel kommt......
 
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  • #29
aber die einzelnen Instrumente sind für mich eindeutig weiblich

Klar, die Morino und die Helipolka. Aber das Concerto geht mir irgendwie leichter über die Lippen als die Concerto :gruebel:...
 
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  • #30
Aber das Concerto geht mir irgendwie leichter über die Lippen als die Concerto
hmmm... "das Concerto" wäre für mich ein Musikstück (das "Concerto in Cef-Dur" von Johann Amadeus Vivaldi). "Die Concerto" steht neben meinem Schreibtisch für Griff- oder Klangtest bei Bearbeitungen.
 
  • #32
Die Diskussion kam grad "nebenan" auf ( https://www.musiker-board.de/threads/wieviele-akkos-darf-man-denn-haben.669577/page-7#post-9951672 )


Muss es nicht die Golen heißen?

Ja, ich hoffe doch!

Hmm... also gleich vorneweg... in der "Teutschen Grammatick" bin ich nicht unbedingt der King oder Überflieger .. as I as well be not so saddle-fast in foreign or old fashioned languages such as Lättin...

aber :

Der Maxito -die Maxitos
Die Martina - die Martinas
Die Julia - die Julias
Die Polka - die Polkas

...Drum also die Gola - die Golen ?
:gruebel:
... passt für mich nicht so ganz ins Schema - sofern man davon ausgehen kann dass das Akkordeon namens Gola eine Gola ist ... und für mich ist das ganz glasklar eher weiblich als sonstwas.

Die ganzen Balkone in der Kirche sind zwar auch die Emporen, aber in kleinen Kirchen ist deshalb trotzdem nicht nur eine Empora verbaut...einzeln nennt sich das Ding immer noch Empore
.. weiß nicht .. aber wie gesagt, mit die Sprache hatt ich´s und hab ich s nicht sooo arg, meine Stärken liegen eher wo anders ( z.B auf der faulen Haut... :great: )




Aber das Concerto geht mir irgendwie leichter über die Lippen als die Concerto

"Die Concerto" steht neben meinem Schreibtisch für Griff- oder Klangtest bei Bearbeitungen.

Geht beides ... wer einmal bei Gomes nach einem kleinen robusten preisgünstigen Instrument zum rumziehen nachfragte, das alles mitmacht und nie kaputt geht , dem bietet er gerne "ein Concertole" an...


:engel:"wir" lernen:

im Schwäbischen: Die Concerto ( vollwertiges, ausgewachsenes Instrument) - das Concertole (schwäbisch: "kein richtig großes "Concerto", sondern was kleineres, noch nicht ausgewachsen...) :great:
 
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  • #33
Die Concerto ( vollwertiges, ausgewachsenes Instrument) - das Concertole
schwierig ... Einerseits heißt es
Das Trio - die Triole! Handelt es sich aber um ein kleines, noch nicht ausgewachsenes Trio, könnte man sicher auch das Triole sagen ...
 
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  • #35
[...]die Gola - die Golen ?
:gruebel:[...]
Der Plural „Golen“ des Singulars „Gola“ folgt im Teutschen einem bekannten Muster begründet in der Flexion von Wörtern, welche auf -a enden.
Pluralmuster welche auf -a enden, bilden im Teutschen zumeist den Plural mit -en. Ursprünglich lateinisch-/griechische Pluralbildungen enthaltend ausgenommen.
Beispiele:
  • die Pizza -> die Pizzen
  • die Firma -> die Firmen
  • die Villa -> die Villen
  • die Aura -> die Auren
  • die Skala -> die Skalen
  • die Flora -> die Floren
  • die Fauna -> die Faunen
  • die Nebula -> die Nebulen
  • die Agenda -> die Agenden
  • die Lama -> die Lamen
  • das Drama -> die Dramen
  • das Schema -> die Schemen
  • das Thema -> die Themen
  • das Stigma -> die Stigmen
Daher wäre logisch:
das/die Gola -> die Golen

[...]meine Stärken liegen eher wo anders ( z.B auf der faulen Haut... :great: )[...]
Der war nich schlecht ;)
 
opa_albin
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A
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Mike3000
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  • #36
All diese Beispiele zeigen vor allem eines: Die Spielerin/Dekoration ist weiblich, nicht das Instrument. Für diese Art der Dekoration/Präsentation kann man sich begeistern, muss aber nicht. Mit Musik per se hat das wenig zu tun, ..
Genau das trifft’s ziemlich gut. Die Diskussion startet noch halbwegs sachlich, verschiebt sich dann aber, und kippt irgendwann deutlich. Statt bei sprachlichen Erklärungen zu bleiben, kommen immer mehr ziemlich klare sexualisierte Metaphern und Bilder rein.
Ab da geht’s eigentlich gar nicht mehr ums Instrument, sondern um eine Projektion auf "das Weibliche". Und Frauen tauchen dabei eher als Deko oder Beiwerk auf, nicht als Musikerinnen.

Dahinter steckt halt ein bekanntes Muster:
- Subjekt (aktiv, gestaltend): eher männlich gedacht
- Objekt (ästhetisch, emotional, dekorativ): eher weiblich gedacht

Vor dem Hintergrund ist die Einordnung recht eindeutig:
- mindestens sexistisch, weil Klischees reproduziert werden
- teilweise auch misogyn, wenn Weiblichkeit auf Körperlichkeit, "Bedienbarkeit" oder Emotionalität reduziert wird

Und das eigentlich Unnötige daran: Die sprachlichen Erklärungen hätten völlig gereicht. Dass es trotzdem in diese Richtung abdriftet, zeigt ganz gut, wie tief solche Denkmuster sitzen, oft ohne dass es den Beteiligten bewusst ist.
 
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  • #37
Der Plural „Golen“ des Singulars „Gola“ folgt im Teutschen einem bekannten Muster begründet in der Flexion von Wörtern, welche auf -a enden.
Dann müssten ja hinsichtlich der "Pluräle" im Zoogehege auch mehrere Zebren stehen. :unsure:
 
  • #38
Anm. d. Mod.: Trotz Plauderecke ergibt sich aus dem Threadtitel und dem Eröffnungsbeitrag ein halbwegs sinnvolles Diskussionsthema. Bitte versucht, bei diesem zu bleiben und nicht aufs pubertär-alberne Niveau zu sinken oder gesellschaftliche Themen hineinzubringen, die wir dann lt. Board-Regeln löschen müssen. Vielen Dank!
 
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  • #39
Dort verfolgt man den Weg eines Akkordeons um die Welt und in einer Szene wird beschrieben, wie jemand zum ersten Mal einem Mann zuschaut, Akkordeon zu spielen. Der Eindruck wird da ungefähr so beschrieben: "Als ob der Mann hinter einer dicken Frau steht und ihre Brüste knetet."
schau, schau.. vielleicht solte ich das Buch doch irgendwann lesen? ... wusste gar nicht dass das zur erotischen Literatur zählt.

nur dumm , dass ich kein grünes Akkordeon habe. ... meine sind leider nur ganz profan, schwarz oder weiß. Auch geht meine emotionale Verbindung zum Akkordeon nicht soweit, dass es die rein pragmatische Ebene übersteigen würde.


Vor dem Hintergrund ist die Einordnung recht eindeutig:
- mindestens sexistisch, weil Klischees reproduziert werden
- teilweise auch misogyn, wenn Weiblichkeit auf Körperlichkeit, "Bedienbarkeit" oder Emotionalität reduziert wird

Wenn man unbedingt will kann man das sicher so interpretieren... Mit etwas Willen lässt sich so ziemlich alles irgendwie argumentieren und belegen ... dazu habe ich allerdings keine Lust. Das interessiert mich auch nicht wirklich. Ich sehe das nur von dem Standpunkt aus, wie es in meiner Umgebung im Sprachgebrauch verwendet wird.... Nicht mehr und nicht weniger.
Und da ist es eben so dass in meiner Umgebung die Bezeichung für die Akkordeonmodelle als weiblich eingruppiert sind.... Die Tango, die Verdi, die Morino, die Gola.-... Der Morino, der Gola sind hierbei ebenfalls fest zugeordnet mit den Erbauern dieser Modelle.

manche Dinge sind einfach - teilweise auch regional - klar zugeordnet und wo anders wieder anders definiert. So wird in meiner Gegend DAS Wachs gesprochen.. wohingegen es auch Gegenden gibt, wo DER Wachs gesagt wird... das ist tief in meiner Region verwurzelt - so tief., dass es mir immer nahezu die Zehennägel aufrollt wenn ich jemand von DER Wachs schreiben sehe oder sprechen höre.

Und so ist bei mir eben auch mit dem Modellnamen des Akkordeons "die" fest verbunden... also die Tango, die Verdi...die Ziehorgel, die Quetsche, die Dreckskiste ... ähm .. aber wiederum das göttliche Instrument! :great: :D ... und das Verdi, das Morino .. da gehts mir eben wie mit der Wachs ( siehe oben) da schüttelt s mich...iss halt so., so bin ich aufgewachsen und das ist in mir so verankert. .. es fühlt sich für mich einfach völlig falsch an...
 
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W
  • Gelöscht von Wil_Riker
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  • #40
'DER BMW' ist also ein Auto, 'DIE BMW' ein Motorrad.
Um noch mal auf Analogien zu kommen:
Der Borgward - Die Isabella

Hier ist es etwas anders:
Der BMW - Der BMW-(Motor)Wagen
Die BMW - Die BMW-(Fahr)Maschine

Manchmal hilft ein Blick zurück. Vielleicht hieß DAS Akkordeon mal DIE Harmonika
 
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