Was kann eine ES 335 besser als eine Les Paul?

  • Ersteller Gast284307
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@rmb: Ich bin nicht wirklich Sammler, aber meine Intension ist es, von jedem klassischen Gitarrentyp eine zuhause zu haben. Warum? Frag einfach nicht.

Das mache ich auch ;) Das WARUM kann ich Dir beantworten ;)

Wenn ich Simple Man von Lynyrd Skynyrd spiele, hole ich die Paula raus, für Stevie Ray Vaughan die Strat, gehts an was Jazziges komme ich mit der Jazzgitarre, für ein bisschen Rockabilly gibt es die Hollowbody und zum shredden packe ich meine Jackson usw ;)

Irgendwie gibt mir das ein "besseres" Gefühl für die jeweilige Musik ...... macht es "authentischer" :D


Und zum THEMA: Die beiden Gitarren kann man meiner Meinung nach nicht vergleichen ......
 
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Der größte Unterschied der beiden Gitarrentypen ist auf jeden Fall das Spielgefühl,meistens auch das Gewicht(wobei man das bei den Paulas ja auch nicht pauschal sagen kann,da ist von 3,5 Kilo bis knapp unter 5 Kilo alles möglich).Eine ES mit Stop Tailpiece klingt einer Paula meist am ähnlichsten,gleiche Pickups,Saiten und Einstellungen vorausgesetzt.Der Musikstil hat jedenfalls mit der Gitarre am Wenigsten zu tun.Joe Pass hat zweitweise Fender Gitarren gespielt,sogar Wes Montgomery hat eine Platte mit einer Fender gemacht,Ed Bickert hat nur Telecaster gespielt.Ein Freund von mir hat eine uralte ES 330,das ist wieder ganz was Anderes,die ist federleicht und hat keinen Sustainblock drin.Da muß man schon mit Feedback rechnen.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---


solo bei 2:50
https://www.youtube.com/watch?v=tO-NHQkIRso Solo 5:50
Da macht der Amp den meisten Sound.

Warren Haynes:


Solo 5:30

Alvin Lee:

https://www.youtube.com/watch?v=ZTMEDzTESjc
https://www.youtube.com/watch?v=Go_jw5dQLSE
 
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Die beiden Gitarren kann man meiner Meinung nach nicht vergleichen ......

Ganz genau! Das ist auch meine Meinung.
Meine ES 335´s (und auch meine anderen Gitarren) habe ich vor dem Kauf immer akustisch, ohne Amp probiert und nur dann gekauft wenn mir der Klang gefiel. Ich habe kein Gitarre gekauft, die ich nicht vorher anspielen konnte.
Und den habe ich dann versucht mit PU-, Sattel- und Saitenwechsel auch über den Amp zu haben.
Eine Gitarre die unverstärkt nicht klingt, klingt auch am Amp nicht.
 
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Und hat die Byrdland mit Schaumstoff ausgekleidet

Geht das denn so einfach? Über die Pickuplöcher?

Habe das Video nochmal aufgerufen. Sieht nicht danach aus, als ob Schaumstofft drin wäre. Oder doch? Vielleicht hat der Mann längst einen besseren Trick gefunden.

Nugent.JPG
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Soviel ich weiß, markiert er Feedbackpositionen auf der Bühne und nutzt diese dann ganz bewusst.
 
Wie auch Gary Moore es gemacht hat.

Onkel Ted hat die die Klampfen afaik nicht ausgestopft, sondern er weiß wie man sie handeln muss. In seinem Rig Rundown erzählt er ein bisschen was darüber aber ich ertrag das Interview nicht mehr; einmal reicht; was für ein selbstverliebtes Arschloch :ugly:



Eine Byrdland ist aber eine ganz andere Baustelle als eine 335. Ich wollte ja eigentlich selbst eine richtige Hollow und haben zwischen Gretsch und der 330 geschwankt. Die 330 war spieltechnisch angenehmer, aber das Feedback hat mich schon im Testraum völlig kirre gemacht, wesshalb ich dann bei der 335 gelandet bin. Die ist quasi best of both Worlds.

Witzig ist: Ich hatte ja zuerst die Epi Dot Special und fand die immer klasse. Im direkten Vergleich merkt man aber, dass die Epi klanglich näher an einer Solid-Body ist als an einer Semi-Hollow:

full
 
Im direkten Vergleich merkt man aber, dass die Epi klanglich näher an einer Solid-Body ist als an einer Semi-Hollow

Vielleicht mal mit P90 oder anderen Einspulern versuchen.
Nur meine Meinung! : Auf eine 335 gehören Einspuler. ;)
 
ich hätte es genauer schreiben sollen: ich rede vom trocken gespielten Klang ohne Amp!

An meiner 335 werde ich ziemlich sicher nicht rumbasteln;)
 
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An meiner 335 werde ich ziemlich sicher nicht rumbasteln;)

Sollst Du doch auch nicht!
Ich weiß auch nicht ob ich an den Teilen rumbasteln würde.
Aber ich habe da gute Erfahrungen gemacht.
Jüngst erst mit meiner Casino Cupe. Habe die Epi P90 durch Dominos von Düse ersetzt und die Elektrik geändert.. Jetzt gefällt sie mir klanglich viel besser.
 
Geht das denn so einfach? Über die Pickuplöcher?

Ich bin jetzt auch unsicher zu meiner Aussage. :gruebel:
Habe das einfach so hingeschrieben, da ich der Meinung war, dies mal vor zig Jahren in einem Interview gelesen zu haben.
M.E. war es Schaumstoff und Baumwolle, das er über die F-Löcher in den Korpus gestopft hat.
Das Feedback auf der Bühne wurde dadurch natürlich nicht gänzlich eliminiert, sondern nur - wie schon anderen geschrieben - an bestimmten Stellen auf der Bühne kontrollierbar gemacht.

Dachte eigentlich, dass das unter Nudgent Fans eine bekannte Geschichte ist, jedoch scheint Google dazu gar nichts zu finden. Auch das in meiner dann scheinbar getrübten Erinnerung besagte Interview nicht.

Sorry für die Verwirrung.
 
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DASS es oft so gemacht wurde ist schon richtig und gut möglich, das Onkel Ted das auch gemacht hat. Gibt sicher Freaks die das immernoch machen. Ich hab schon von Leuten gehört, die die Gitarren mit Bauschaum förmlich gesprengt haben.

Was ich auch gelesen habe, ist, dass man -wie bei ner Geige- einen "Soundpost" einbaut damit die schwingende Decke und der relativ steife Boden gekoppelt werden.

Bei 175 und afaik auch der Byrdland ginge das schon durch die Pickup-Löcher. Die Klampfen haben ja keinen Centerblock.

Das hat aber mit dem eigentlichen Thema nix zu tun :)


Jüngst erst mit meiner Casino Cupe. Habe die Epi P90 durch Dominos von Düse ersetzt und die Elektrik geändert.. Jetzt gefällt sie mir klanglich viel besser.
Bei der Epi habe ich die Pickups splitbar und Oop schaltbar gemacht. Ich mag gerade den Hals-Pickup als Singelcoil deutlich besser. Die alten PAF sind allerdings die ersten Humbucker, die mir am Hals wirklich gefallen weil sie schön schlank und dynamisch sind.
 
Und hat die Byrdland mit Schaumstoff ausgekleidet, um das Feedback bei hohen Lautstärken zu reduzieren.

Was fürne Wurst!

Ein richtiger Kerl stopft da lebende Eichhörnchen rein und langt dermaßen inne Saiten, daß dort gilt

cute in - electrocuted out.

Ne, ja, also ... die Hauptunterschiede liegen doch im Korpus ... Centerblock gegen Solid ... Centerblock - da fällt mir gerade ein Video ein, wo sie einen auf der Oberseite flachen Block reintun, mit dem Boden verleimt, und die Decke mit einem Stapel Rippen (mit einer kleinen Lücke zwischen) verleimen, die dann auf den Block geleimt werden - was recht aufwendig ausschaut, aber evtl zu einem etwas anderen Ergebnis führt als würde man einen einteiligen Block mit Decke und Boden verleimen.

Oder evtl eine günstigere Rohstoffnutzung erlaubt - kleine schmale Rippen kricht man auch aus Verschnitt größerer Segemente noch ausgeschnitten, und kleinere massive Klötze sind auch effiziöser auszusägen möglich.

Hier

sieht man das (hab ich schonmal irgendwo im Forum verlinkt gesehen):



Daß der Vergleich so nicht möglich ist... Hatten wir ja schon.

Aber ... also ... ich blicke da nicht so völlig durch, durch Gibsons Programm: Gibt es eine Les Paul und eine ES 335, die ihre typische Bauweise haben, aber identische Pickups, Elektrik und ggf weitere Hardware (Bridge, Stop Tailpiece, ...)? Also ein Päärechen der beiden, das maximale Vergleichbarkeit bietet?

Das fänd ich nämlich mal wirklich interessant. Auch wenn ich da voreingenommen bin und sowieso anatomisch bedingt großformatige Gitarren besser finde, also nahezu sicher der ES den Vorzug geben würde (das Paulchen von meinem Schwager kann ich nur ne halbe Stunde spielen, dann triggert es den chronischen Schmerz aufs nächste Level), eine derartige Vergleichbarkeit, wo man wirklich genau mit dem Finger auf eine plausible Ursache eines Unterschieds zu zeigen in die Lage gerät, und wo kein aber folgt, das unterschiedliche elektrische Ausrüstung als überlagerten, jede Präzision kostenden, Einfluß identifiziert. Auch wenn ich n Tele/Gretsch-Typ bin, ich fänd das interessant, und zumindest bei Semi- bis Hollow bin ich offen für jede Marke, sofern mir die Gitarre gefällt (auf der langfristigen Kaufliste stehen als Nächstes zwei Teles, und dann stünde wieder ne Hollow oder Semi drauf ... allerdings würd ich da entweder auf Guild oder wieder Gretsch wetten, würd ich überhaupt wetten...).

Wie auch immer, die Unterschiede in Handhabung und Klang ... sind die eine Seite - die Herstellung ist natürlich erheblich aufwendiger bei einer Semihollow als bei einer mit massivem Korpus ... auch wenn das Ergebnis am Ende dazwischen liegt und der Zentralbalken ne Menge ausmacht, gebaut wird erstmal ein klassischer Saiteninstrumentenkorpus, nur eben um den Block drumherum. Wie mindestens ein Mitdiskutant schon sagte, das repräsentiert auch irgendwo eine handwerkliche Leistung, Fähigkeiten und Aufwand - ein Musikinstrument kann man zwar (aber ich halte das für ein merkwürdiges Verhältnis zu einem solchen Gegenstand) rein rational sehen, in meinen Augen aber ist es außer einem Werkzeug auch ein Kunstwerk für sich selbst, inklusive aller mechanischen, elektrischen und sogar rein optischen Teile ... sicher spielt sich ne Gitarre nicht besser, wenn eine Blumenranke als formatfüllende Einlage ins Griffbrett eingelassen wird - aber sowas sieht geil aus und ist irgendwo auch eine Art Visitenkarte der Fähigkeiten, der Sorgfalt, der Werkstofkenntnis dessen, der sie baut.

Wie auch immer - gibt es zwei elektrisch identische Modelle?

Ich hoffe, das verläßt das Ausgangsthema nicht allzu weit ... der grundsätzliche Vergleich von komplett massiv zu komplett hohl, mit all seinen Zwischenformen von leergefrästen Kämmerchen zur kompletten Leere, ohne irgendwelche Verstrebungen und Klötze, den find ich richtig interessant - aber am Ende würde er vielleicht doch zu objektiv, wenn man die objektive Seite für die einzige relevante Seite mißverwendet.

 

Ähm... was willst du sagen? Ich verstehe eigentlich nur Bahnhof. 

Übrigens: Doublecut, Hollow und Halsansatz bzw Hals/Korpusübergang vgl. Les Paul um dem 14. Bund geht auch. Siehe ES-330

Hi, also ...

ich hab zwei hohle Gretschen, eine Semihollow-Doublecut (2622) und eine Hollow-Singlecut (5420) - und ich komme auch auf der 5420 ganz passabel, zumindest auf b- und e-Saite, bis ungefähr zum 17. Bund. Darüber wirds dann schon ein wenig unbequem ... bei der 2622 komm ich ein paar Bünde weiter, weil deren Halsansatz ein wenig weiter inn Korpus reinragt (der grundsätzlich gleichgroß ist ... die Tiefe unterscheidet sich noch, 2 ).3/4" bei der 5420, 1 3/4 bei der 2622. So richtig drumrumfassen kann ich da garnicht, die ist ja auch wirklich n dicker Apparat - aber geil isse! Beide!
 
Ich denke, dass eine ES 335 besser im Bereich "Funk" ist, als eine Les Paul!

Die ES ist perkussiver und hat etwas "federndes" im Ton und klingt meist etwas offener.

Die Les Paul klingt dagegen dichter und komprimierter.

Der Zuhörer wird die Unterschiede wahrscheinlich nicht so wahrnehmen. Gerade am Amp mit höhrem Gain reduzieren sich die Unterschiede schnell.


P.S.:
...und ich sagte mir mal: "So eine "Mickey Mouse" Gitarre kaufst du dir nie". Wie falsch ich doch lag. (Ist auch schon über 15 Jahre her).
 
....wie ich schon ahnte, es wird einige Seiten füllen; viel gute und auch fundierte Beiträge, soweit ich das überfliegen konnte.
Vielleicht wäre es aber besser, mal in diese Richtung zu denken:

Was kann ICH auf einer 335 besser als auf einer Les Paul?

In erster Linie geht es doch immer um Instrumente, also um was handwerklich erstelltes, dass mir das Musizieren erleichtern und mir Spaß machen soll, ebenso soll dieses "Werkzeug" meinen Klangvorstellungen möglichst nah kommen und mir in der Hand so gut liegen, dass ich meine manuellen Fähigkeiten perfekt umsetzen und eventuell sogar noch steigern kann.
Natürlich sind wir Gitarristen in dem Dilemma der riesigen Auswahl an Formen, Pickup Bestückungen, Mensuren, solid oder semi hollow, die vielen Lackierungen, Farbvarianten, Griffbretthölzer, fixed Bridge ja oder nein, etc.pp. aber entsprechend gibt es viele verschiedenen Meinungen über die "beste Gitarre": eine für Hardrock, eine für Punk, eine für Jazz, eine für Tanzmugge, eine für zu Hause, eine für an die Wand hängen, eine für bald wieder verkaufen.........
wenn ich ehrlich bin (ich hab zwei e-gitarren), brauche ich nur eine einzige; eine, die gut eingestellt ist und die zu mir passt...und das ist halt sehr, sehr subjektiv.
Ahoi
M.
 
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Vergleichen kann man eine Paula und eine ES 335 nicht, nur gegenüberstellen.

Bei der Epi habe ich die Pickups splitbar und Oop schaltbar gemacht.

Ich habe mir von Harry H. einen Gretsch-Humbucker splitten lassen (weil ich es nicht geschafft habe, er hat ihn mir gerettet) aber nutzen tu ich die Einstellung nicht, weil viel leiser. Muß ich immer nachregeln.

Die ES ist perkussiver und hat etwas "federndes" im Ton und klingt meist etwas offener.

Die Les Paul klingt dagegen dichter und komprimierter.

Dazu möchte ich hier mal 2 Schlüsselerlebnisse zum Besten geben die mich dazu gebracht haben nur noch Einspuler auf 335 zu spielen.
1. Mike Peanie (der Name ist bestimmt falsch geschrieben) der Bluesplayer spielt open air einen Gig auf der Geyserbühne in Leipzig. Sein Amp ein
Musicman hybrid. Er hängt sich eine Paula um und los - geil. Nach dem 2. Titel stöpselt er die Paula ab (rausziehplopp) und hängt sich eine Strat um (einsteckplopp, keine Veränderung am Amp). Als er anfängt zu spielen ist es als wenn eine dicke Filzdecke vom Amp gezogen würde. Hell klare Töne, klare Saitentrennung - noch geiler, die Sonne ging auf. Der Gitarrenwechsel hat sich auch wiederholt. Immer mit dem gleichen Höreindruck.
Aber es war ein tolles Konzert!
2. Auf eine Party des Rock´n´Roll Vereins "The Yukebox Stompers" spielte eine befreundete Band, die "Suffie Sands Combo". Der Sänger/Gitarrist beginnt als Gag mit einem Musima Brett (DDR Stratnachbau) mit den in der DDR gefertigten und gebräuchlichen Einspuler-PU´s. Als er dann mit seiner Gretsch Falkon weiter spielt klingt es als wenn eine Decke über den Amp geworfen wude. Im anschliesenden Gespräch meinte er, dass ihm das schon öfters gesagt wurde.
 
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Ha ha ha....wass issnu los....klingt wie Les Paul ...oder wie Es 335.....oder mehr nach dem Amp....



interessant,was die Farbe im Ton ausmacht ..gggggggggggggggggggggg


--- Beiträge wurden zusammengefasst ---


oder macht die Frisur den Unterschied?
 
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Die Schuhe. Es sind die Schuhe.
 

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