Was versteht ihr unter Shredd bzw. Schredden?

@Slaughthammer

okok, ich sehe du hast alles schon gesagt und ich habe es überlesen :D
 
Ne, man sollte einfach den ganzen Kram so lassen wie er ist und aufhören, auf einer Minderheit unter den Gitarristen auf's mieseste herumhacken. Ich frage mich wirklich, wieviele von den Anti-Shreddern selbst über die 130bpm kommen und auch tatsächlich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit schneller Gitarrenmusik eine Abneigung gegenüber diesem Stil entwickeln konnten. Ich für meinen Teil bin der festen Überzeugung, dass diese Quängler nie erfahren haben, welchen Spaß es machen kann, schnell und zwangsläufig mit ungebändigter Power spielen können. Obwohl ich Angelo Batio überhaupt nicht mag, sagt der Titel zu seinem Stück "No Boundaries" schon einiges über die Philosophie des Shreds aus.
Klar, ich wäre der letzte, der jemanden wegen seiner Abneigung gegenüber Shred als eingebildet oder einfach nur als Idiot bezeichnen würde, aber seit meiner Zeit in diesem Forum kommt es mir immer mehr so vor, als ob diese unter den Gitarristen LEIDER viel zu weit verbreitete Anti-Shred-Mentalität ihren Ursprung mehr im dumpfen Nachäffen von Gitarristen, die bekannt sind und den Leuten mächtigst schlau vorkommen, wenn sie wieder etwas negatives über Shred sagen ("Technisch ist es ja gut, ABER musikalisch...", "Schnell, aber gefühllos" usw.) hat. Für so etwas sind speziell Gitarrenanfänger leicht empfänglich, weil sie noch etwas orientierungslos im Raum stehen. Im Grunde ist es dann immer ein Knüller, wenn jene Gitarristen dann sagen, es sei absolut ihre Meinung und blablabla...eben so ein "das ist ja nur meine Meinung"-Quatsch, den man sich im Nachmittagsprogramm bei all den Talk Shows reinziehen kann, sobald die Leute immer versuchen, sich geschickt aus der Affäre zu ziehen. Diese Voreingenommenheit geht oft so weit, dass Durchschnittsgitarristen einen Shredder sofort als gefühllos abstempeln, ohne auch nur ein bisschen auf seine anderen Fertigkeiten zu achten, nur weil er über 200bpm spielt. Als ob den Leuten etwas sagen würde, dass alles Schrott ist, was jenseits der 200bpm liegt...natürlich ungeachtet der anderen - teilweise vortrefflichen - Fähigkeiten von Shreddern. Hier und da wird dann mal ein gewisser Jason Becker, Marty Friedman, Yngwie Malmsteen usw. schnell in die "technisch hui, musikalisch pfui"-Schublade gesteckt, weil sie angeblich kein sogenanntes Feeling hätten und nur stumpfsinnig hoch und runter dudeln würden. Und eben bei den oben genannten Beispielen frage ich mich dann doch wirklich, ob diese Kritiker auch nur noch die leiseste Ahnung haben von dem, was sie da reden. Ich kann hier haufenweise Beispiele von Tönen und gefühlvoll gespielten Läufen von Becker&Co. geben, die wahrscheinlich kaum ein anderer Gitarrist so kopieren kann. Im Übrigen hat da mal Rusty Cooley etwas zum Thema Feeling gesagt:"Die meisten bewerten einen Gitarristen nur nach seinen Bendings und Vibratos. Du wirst niemals jemanden hören, der sich über einen Blues-Gitarristen beschwert, weil er diesen oder jenen Ton zu hoch gezogen hat. Es ist einfach so, dass es, wenn jemand schnell spielt, sofort heißt, er hätte kein Gefühl. Der Begriff "Gefühl" kann etliche Dinge bedeuten...Angst, Zorn, Aufregung, Liebe etc."
Also, warum sich nur auf eine Form der Emotionen beschränken, wenn es Millionen von anderen gibt? Ach ja, ich verstehe...jetzt werden sicherlich viele denken, Shred sei keine Musik, und daher wäre die Frage nach dem Feeling ohnehin absolut irrelevant. Aber wisst Ihr, wo schon mal ein solches Denken vorgekommen ist? Bei den vergreisten und konservativen Eltern der Rock`n Roll-Generation, die nicht bereit waren, einen Sprung nach vorne zu machen und etwas neues auszuprobieren. Ich will nur eines gesagt haben: Wenn es keine musikalischen Revolutionäre wie so mancher Shredder gegeben hätte, würden wir heute immer altdeutsche Volksmusik hören.
 
Black_Plek schrieb:
Ne, man sollte einfach den ganzen Kram so lassen wie er ist und aufhören, auf einer Minderheit unter den Gitarristen auf's mieseste herumhacken. Ich frage mich wirklich, wieviele von den Anti-Shreddern selbst über die 130bpm kommen und auch tatsächlich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit schneller Gitarrenmusik eine Abneigung gegenüber diesem Stil entwickeln konnten. Ich für meinen Teil bin der festen Überzeugung, dass diese Quängler nie erfahren haben, welchen Spaß es machen kann, schnell und zwangsläufig mit ungebändigter Power spielen können. Obwohl ich Angelo Batio überhaupt nicht mag, sagt der Titel zu seinem Stück "No Boundaries" schon einiges über die Philosophie des Shreds aus.
Klar, ich wäre der letzte, der jemanden wegen seiner Abneigung gegenüber Shred als eingebildet oder einfach nur als Idiot bezeichnen würde, aber seit meiner Zeit in diesem Forum kommt es mir immer mehr so vor, als ob diese unter den Gitarristen LEIDER viel zu weit verbreitete Anti-Shred-Mentalität ihren Ursprung mehr im dumpfen Nachäffen von Gitarristen, die bekannt sind und den Leuten mächtigst schlau vorkommen, wenn sie wieder etwas negatives über Shred sagen ("Technisch ist es ja gut, ABER musikalisch...", "Schnell, aber gefühllos" usw.) hat. Für so etwas sind speziell Gitarrenanfänger leicht empfänglich, weil sie noch etwas orientierungslos im Raum stehen. Im Grunde ist es dann immer ein Knüller, wenn jene Gitarristen dann sagen, es sei absolut ihre Meinung und blablabla...eben so ein "das ist ja nur meine Meinung"-Quatsch, den man sich im Nachmittagsprogramm bei all den Talk Shows reinziehen kann, sobald die Leute immer versuchen, sich geschickt aus der Affäre zu ziehen. Diese Voreingenommenheit geht oft so weit, dass Durchschnittsgitarristen einen Shredder sofort als gefühllos abstempeln, ohne auch nur ein bisschen auf seine anderen Fertigkeiten zu achten, nur weil er über 200bpm spielt. Als ob den Leuten etwas sagen würde, dass alles Schrott ist, was jenseits der 200bpm liegt...natürlich ungeachtet der anderen - teilweise vortrefflichen - Fähigkeiten von Shreddern. Hier und da wird dann mal ein gewisser Jason Becker, Marty Friedman, Yngwie Malmsteen usw. schnell in die "technisch hui, musikalisch pfui"-Schublade gesteckt, weil sie angeblich kein sogenanntes Feeling hätten und nur stumpfsinnig hoch und runter dudeln würden. Und eben bei den oben genannten Beispielen frage ich mich dann doch wirklich, ob diese Kritiker auch nur noch die leiseste Ahnung haben von dem, was sie da reden. Ich kann hier haufenweise Beispiele von Tönen und gefühlvoll gespielten Läufen von Becker&Co. geben, die wahrscheinlich kaum ein anderer Gitarrist so kopieren kann. Im Übrigen hat da mal Rusty Cooley etwas zum Thema Feeling gesagt:"Die meisten bewerten einen Gitarristen nur nach seinen Bendings und Vibratos. Du wirst niemals jemanden hören, der sich über einen Blues-Gitarristen beschwert, weil er diesen oder jenen Ton zu hoch gezogen hat. Es ist einfach so, dass es, wenn jemand schnell spielt, sofort heißt, er hätte kein Gefühl. Der Begriff "Gefühl" kann etliche Dinge bedeuten...Angst, Zorn, Aufregung, Liebe etc."
Also, warum sich nur auf eine Form der Emotionen beschränken, wenn es Millionen von anderen gibt? Ach ja, ich verstehe...jetzt werden sicherlich viele denken, Shred sei keine Musik, und daher wäre die Frage nach dem Feeling ohnehin absolut irrelevant. Aber wisst Ihr, wo schon mal ein solches Denken vorgekommen ist? Bei den vergreisten und konservativen Eltern der Rock`n Roll-Generation, die nicht bereit waren, einen Sprung nach vorne zu machen und etwas neues auszuprobieren. Ich will nur eines gesagt haben: Wenn es keine musikalischen Revolutionäre wie so mancher Shredder gegeben hätte, würden wir heute immer altdeutsche Volksmusik hören.

Jawohl das war ein Wort(nächstes mal bitte paar Absätze ;) )

Ich frage mich warum so viele gegen "Shredden" sind. Ich denke nicht das es alle unmusikalisch finden, es wird wohl eher so sein das sie neidisch sind und sich deswegen so äußern.

Vielleicht haben sie auch blos ein Speed Lied von Rusty gehört, von dem ich auch nicht besonders begeistert bin, und sind deshalb voreingenommen.

Aber Typen wie Gilbert oder mein pers. Favourit Troy Stetina sind einfach Klasse :)
 
Boah,Black_Plek,krasser Post,extrem lang...

Aber ich stimme mit dir überein.Das Rusty-Zitat ist aus dem Jemfest Radiointerview,ne:D.
 
Amen.

black pleck hat in (fast) allen punkten recht.

z.B. denke ich schon, dass es leute gibt, die shred sehr ungerne spielen, es aber trotzdem können. ich bin ja der auffassung, das sich jeder gitarist mal mit dem extrem schnellen solospiel befassen sollte. warum wurde hier auch schon von mir und KlausP gesagt.


ach ja, mir fällt gerade auf, dass über shredder sogar mehr gelästert wird, als über nu-metal-gitarristen.... wenn das man kein neid ist...
 
Slaughthammer schrieb:
Amen.

black pleck hat in (fast) allen punkten recht.

z.B. denke ich schon, dass es leute gibt, die shred sehr ungerne spielen, es aber trotzdem können. ich bin ja der auffassung, das sich jeder gitarist mal mit dem extrem schnellen solospiel befassen sollte. warum wurde hier auch schon von mir und KlausP gesagt.


ach ja, mir fällt gerade auf, dass über shredder sogar mehr gelästert wird, als über nu-metal-gitarristen.... wenn das man kein neid ist...
Ja, Ausnahmen gibt's immer...der User Zero-G ist offenbar einer von den "verlorenen Söhnen" :D . Dessen Einstellung zu Shred ist aber auch absolut akzeptabel, denn nicht zuletzt kann er ihn selber spielen, und seine Meinung scheint dadurch begründet.

Ich werde mir vornehmen, mich das nächste Mal kürzer zu fassen, aber je dümmer die Threads werden, desto länger werden meine Kommentare. Ich wollte die Sache endgültig auf den Punkt bringen, und den Leuten die Augen öffnen, und ich als Atheist bete zu Gott, dass sie durch meinen Post veranlasst endlich über den Tellerrand schauen und begreifen, dass es eine Defintion von guter Musik nicht gibt und daher die Frage nach dem persönlichen Geschmack auf absolut individueller Ebene stattfinden sollte. Seitdem ich das wirklich endgültig begriffen habe, erstrahle ich nur so vor Offenheit, was andere Musikrichtungen betrifft, und letztlich ist das ein wichtiger Faktor, um nicht nur im musikalischen Dasein voran zu kommen.
 
Für mich bedeutet "Shredding" einfach schnelles Gitarrenspiel.
Shred mit guter Melodie ist guter Shred,Shred mit schlechter (oder nicht vorhandener) Melodie ist schlechter Shred.

Ich höre sowas eher selten.
Leute,die mir gefallen sind z.B. Marcel Coenen oder Michael Angelo Batio (mit Ausnahmen), Paul Gilbert und Petrucci (meistens).
Leute die mir nicht gefallen sind Francesco Fareri und Yngwie Malmsteen.
Ich habe selber mal darauf hingearbeitet,so eine gute Technik zu bekommen,bevor ich mich "besonnen" habe,dass Technik nicht alles ist.
Technik sollte der Musik dienen,nicht umgekehrt.
Alles in Allem bin ich glücklich,dass ich meine kurze Shredphase hatte (so 3 Monate etwa),da ich meine Technik wirklich extrem verbessern konnte.
Das Problem beim durchgehenden Shredden ist,dass man so schwieriger einen Höhepunkt markieren kann. Der Shredteil muss (wenn er denn angewandt werden soll) für mich der Höhepunkt eines Solos sein.

Ich denke,es ist auch schwieriger (Ich sagte "schwieriger", nicht "unmöglich"!), mit einem geshreddeten Solo bestimmte Gefühle bzw. Assoziationen auszulösen, da einzelne Töne einfach an Wichtigkeit verlieren.
Natürlich kann man auch mit beispielsweise arpeggierten Akkorden solche Einzeltöne in ihrer Wirkung zu "imitieren", aber wieso das,wenn es doch so viel einfach geht,mit weit weniger Noten?.
 
Es ist gut, diese Technik zu haben, aber man sollte sie nicht als einzelnes Produkt ansehen. Andy Timmons macht es z.B. sehr gut, er kann shredden, doch wenn ich seine Up-Tempo-Songs höre, dann ist das alles nur Mittel zum Zweck.
 

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