Welche Stratocaster?

von beat lebowsky, 25.09.07.

  1. beat lebowsky

    beat lebowsky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #1
    Hallo liebes Musikervolk!

    Ich spiele nun seit geraumer Zeit Gitarre und besitze eine Gibson SG (Special Faded). Mit diesem Instrument bin ich wirklich mehr als zufrieden, aber es ist meine einzige Gitarre. Um vom Klang her etwas vielseitiger zu werden will ich mir nun eine Stratocaster anschaffen. Am besten mit 3 Singlecoils. leider lässt das Budget keine sehr teuren Instrumente zu.
    Folgende habe ich mir schonmal aussortiert:
    http://www.musicstore.de/is-bin/INT...GIT0006413-002&ProductUUID=0&JumpTo=OfferList
    http://www.musik-service.de/Gitarre-Fender-Stratocaster-Standard-RW-06-prx395497658de.aspx
    https://www.thomann.de/de/fender_squier_std_strat_rw_ab.htm

    Ihr merkt also, dass ich eigentlich nicht mehr als 400 Euro ausgeben kann/will. Aber ich denke für den Zweck einer Zweitgitarre zur Ergänzung meiner Gibson dürfte man da schon was finden. Also, was sagt ihr zu den genannten Gitarren?
    Habt ihr andere Ideen? Habt ihr Erfahrungen mit den Gitarren? Irgendwelche Empfehlungen/welche würdet ihr vorziehen?
     
  2. Slashjuenger

    Slashjuenger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #2
    Warum besorgst du dir nicht einfach eine Yamaha Pacifica? Die Modelle der 612er und der 812er Serie sind wirklich gut. Bei ebay kann man die günstig gebraucht schießen. Mehr Strat bietet dir nicht mal ne Fender Mex.
     
  3. helga_tokai

    helga_tokai Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #3
    gebrauchte diego/rockinger...
     
  4. beat lebowsky

    beat lebowsky Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #4
    Ich hatte mal ne Pacifica vor einiger Zeit. Allerdings war das sone günstige 112er. Die sagte mir von der Bespielbarkeit nicht sonderlich zu. Sind die höheren Modelle in der Hinsicht besser, besonders was die Verarbeitung angeht?

    Edit: was meint ihr zur Fame? Die finde ich interessant.
     
  5. tele

    tele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #5
    ich hab die squier strat. weil ich mir keine viel teurere leisten konnte. meine hat allerdings einen erle korpus. die pu's hab ich später gegen fender highway (billig von ebay) ausgetauscht, das ist jetzt eine recht brauchbare gitarre, allerdings schon ein kompromiss. der klang stimmt, aber natürlich ist alles etwas dünner, unausgewogener.

    ich hatte einmal eine mexiko fat strat, die fand ich super. ich hab sie aus verschiedenen gründen verkaufen müssen - als ich vor ein paar jahren wieder eine strat kaufen wollte, hab ich im laden 5 mexikaner probiert und fand die alle vom klang her schwachbrüstig - ich hab dann die squier genommen, weil die eigentlich ebenbürtig war aber billiger.

    an der verarbeitung gab es weder bei den mexikos noch der squier was zu meckern. bespielbar waren alle eigentlich super. der klang macht den unterschied, drum würde ich auf jeden fall, wenn es geht, die dinger antesten. im sound gibt es da wirklich unterschiede.
     
  6. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #6
    Für 400€, eine gute gebrauchte Mexico-Strat, oder mit viel Glück sogar eine Ami.
     
  7. sven_p

    sven_p Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #7
    ich hab mir gerade die squier strat in antique burst gekauft, auch aus dem selbigen grund wie du, zur sounderweiterung, ich muss sagen die gitarre macht unglaublich spaß, sie klingt sehr gut, halt nach strat, ist tadellos verarbeitet, (zumindest meine) und dann noch die wahnsinnsoptik! Mehr Gitarre bekommste neu fürs geld nicht!
    Ich hab sie auch schon mit in laden genommen um mit ner fender MIM zu vergleichen, und ich bin froh mich für die squier entschieden zu haben, da sind kaum unterschiede, die ich festgestellt hab!
    Für das Geld (Ich bin für für 230 rangekommen *freu*) isses eine hammergitarre, die sehr sehr ernst zu nehmen ist, ich hab auch schon 2 gigs mit ihr hinter mir, da hat sie sich auch gut geschlagen!
     
  8. helga_tokai

    helga_tokai Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #8
    ich würde von der squier abraten...hatte die oben angegebene nur mit maple board...mir hat sie überhaupt nicht gefallen...agathis ist meiner meinung nach als tonholz nicht tauglich...absolut charakterlos und von brillianz keine rede...
     
  9. mGusto

    mGusto Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #9
  10. MrTwang

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    Erstellt: 25.09.07   #10
    also ich weis nicht was ihr habt seit einem jahr nun spiele ich ne mex strat live und hab noch nie was von zu dünnem sound mitbekommen ^^
    und da die teile die in einer mex strat verbaut sind ALLE in den usa gefertigt werden und sie in mexico nur zusammen gebastelt werden ist eine mex start mit einer ami vergleichbar
    die einzigen unterschiede sind die pu`s die sich austauschen lassen (Texas Special hab ich sind sehr geil) und die graphit reiter (sollen mehr sustain verleihen hab aber noch nichts davon gemerkt)

    also bei ner mex kannste ohne bedenken zugreifen du krigst nen gutes stück holz dafür :great:
     
  11. Letes

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    Erstellt: 25.09.07   #11
    Sorry aber dann hast du ne ganz besondere Mex Strat:rolleyes:...der Unterschied liegt erstensmal in den Hölzern(!), dass alle Teile einer Mex Strat in den USA gefertigt werden wage ich auch mal zu bezeifeln, weiß ich aber nicht 100%...naja bevor ich vom Thema abkomme:
    Zwischen USA und Mex Strats liegt ein deutlich spürbarer Unterschied:)

    Tim
     
  12. Slashjuenger

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    Erstellt: 25.09.07   #12
    Die Pacificas der oberen Reihe (612 bis 904) sind über jeden Zweifel erhaben, evtl. mal ein paar Serienstreuungen nicht eingeschlossen, ist aber normal bei Massenprodukten. Diese Pacificas haben auch sehr amtliche Tonabnehmer, die du zT klanglich auch im Profibereich antreffen wirst. Abgesehen davon finde ich das Design der Original-Strat mit diesem KleinesAr***lochNase-Headstock ziemlich unschön, das hast du bei der Pacifica nicht.
     
  13. JLebowski

    JLebowski Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #13
    Ich würd dir die Fame mal ans Herz legen. Da hört man eigentlich nix schlechtes und ich fand sie auch ziemlich überzeugend beim anzocken. Die sind gut verarbeitet und klingen auch nicht schlecht. Leider können dich da kaum Leute beraten, weil sie nicht so verbreitet ist. Wenn du mal viel Zeit hast, einfach mal nach Köln fahren. Lohnt sich bestimmt
     
  14. beat lebowsky

    beat lebowsky Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.07   #14
    Hat mit der Fame noch jemand Erfahrung? Das wäre wirklich noch interessant. Von der Preis Leistung her is die ja echt gut (sieht zumindest so aus, mit Schaller Pus und Mechaniken...).
    Antesten fahre ich sowieso. Wahrscheinlich dieses WE. Nach Köln komme ich allerdings nicht, deshalb kann ich die Fame nicht spielen, müsste sie also "blind" bestellen. Squier und (mex.) Fender führt Musikhaus Markstein, sowie auch Pacificas. Die würde ich also alle mal durchnehmen:great:!
    Also kurz: wer noch Erfahrung mit Fame hat, bitte schreiben!
     
  15. Gast jsxpbe

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    Erstellt: 26.09.07   #15
    Hallo MrTwang,

    ich empfehle ja immer wenn ich etwas nicht wirklich weiß, auch nichts dazu zu schreiben. Es gibt Menschen, die glauben und propagieren dann solche, sagen wir Halbwahrheiten. Möglicherweise bist Du selbst im Vorfeld einer solchen Fehlinformation aufgesessen :rolleyes: ...

    Also kurz erklärt: Jeder Fenderkorpus wird in Mexico hergestellt und jeder Hals in Corona (USA). Diese Tatsache sagt aber gar nichts über die Qualität der für den jeweiligen Produktionsstandort bzw. das zu fertigende Instrument verwendeten Hölzer aus. Es sprengt den Rahmen, hier ins Detail zu gehen, Fakt ist, es gibt Unterschiede. Hardware (Brücke/Vibrato, Mechaniken, selbst der Bunddraht) ist von unterschiedlichen Zulieferern und differenter Qualität. Die unterschiedliche Elektronik hast Du ja z.T. selbst bemerkt. Im übrigen habe ich noch keinen Graphitreiter bei Fender gesehen, weder hüben noch drüben. Auf keinen Fall kann man bedenkenlos zu irgendeinem Instrument greifen, da die Produktschwankungen nicht unerheblich sind. Jede Gitarre sollte man wenn irgend möglich vorher spielen und mit anderen Instrumenten vergleichen. Soviel dazu...

    Zur Fame (damit es nicht ganz OT ist): Die Instrumente, die ich in der Hand hatte, waren durchweg von vernünftiger Qualität. Auch Polen können gute Gitarren bauen, zu einem recht günstigen Preis. Da der Store ein freiwilliges Rückgaberecht anbietet, kannst Du ja auch ausgiebig testen und bei Nichtgefallen davon Gebrauch machen. Leider kannst Du nicht mehrere Instrumente miteinander vergleichen.

    Ach, noch eins an helga: Ich hatte schon ganz hervorragende Instrumente aus Agathis in der Hand. Hier wird z.B. Agathis als Korpusholz verwendet. Vielleicht auch Unwissenheit? ;)
     
  16. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.07   #16
    Bei dem von Dir angegebenen Preisrahmen (bis max. 400 EUR) könntest Du auch darüber nachdenken, die ganz neue Squier Deluxe Stratocaster unter die Lupe zu nehmen. Sie kommt in den nächsten Tagen in die Läden.
     
  17. -N-O-F-X-

    -N-O-F-X- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.07   #17
    Was auch ne gute Strat ist ist die Fender Stratocaster Lite Ash.
    Liegt neu bei 498€ und klingt echt gut, und vor allem klingt sie nach Strat.
    Also für diesen Preis echt super. Wenn du die irgendwie gebraucht oder einfach so billiger bekommst (oder noch 100€ mehr ausgibst) kann ich die empfehlen. Ist glaub ich auch nicht so schwierig die anzutesten.
    Hier mal ein Link:
    http://musik-service.de/Gitarre-Fender-Stratocaster-Lite-Ash-prx395740741de.aspx

    edit: Was vll nicht jedem liegt ist der V-Hals. Also anspielen würd ich die schon.
     
  18. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.07   #18
    Ich noch nicht mal halbwegs brauchbare, aber naja.

    Ehm, das ist erstens ein Bass, zwietens hohl und mit durchgehendem Ahornhals, der in der Bauweise eh das meiste vom Klang ausmacht (und da steht auch nichts von Agathis wenn ich es richtig sehe?).
     
  19. Gast jsxpbe

    Gast jsxpbe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.07   #19
    Ach Jungs, dass ihr immer alles schriftlich braucht. In diesem Fall musst Du beim Erbauer nachfragen, wenn Du eine Bestätigung brauchst ;). Und bezüglich der von Dir genannten Erweiterungen konnte ich in dem Post, dass ich als Grundlage zu meiner Bemerkung nahm, nichts lesen. Also doch Ausnahmen?

    Tante Edit:
    Auch wenn das Thema eigentlich etwas OT ist, aber leider die Aussage bezüglich Agathis sehr oft sehr verallgemeinernd negativ ist (häufigste Aussage: billig), ein paar Informationen:

    Agathis ist ein Nadelholz und hat 21 Unterarten. Es ist Kirschbaum sehr ähnlich und davon kaum zu unterscheiden. Der Gitarrenbauer sagt dazu:

    "Agathis wird darum vermehrt im Instrumentenbau verwendet, weil es sehr gut steht, homogen ist, gerade wächst und wenige Äste hat.
    Niemand verwendet ein Material für irgend etwas, "weil es schlecht ist", es sei denn, der Jemand ist von Beruf Saboteur.
    Agathis ist im Gegenteil ein für den Instrumentenbau sehr gut geeignetes Material. Es hat einen sehr schönen Glanz, besitzt oft attraktive überwachsene Äste, die oft sehr symetrisch angeordnet sind, ist feinporig und lässt sich sehr gut bearbeiten. Als Nadelholz ist es nicht zu erkennen. Dichte, Farbe und Oberfläche ist Kirschbaum sehr ähnlich, jedoch weicher. Sehr homogen, arbeitet kaum."

    Agathis wird gerne für Heaveygitarren und Bässe verwendet, weil es eine sehr niedrige Eigenresonanzfrequenz hat. Übrigens nicht nur im Billigbereich, wie man z.B. bei einigen Serien von Ibanez feststellen kann.

    Ob ein Instrument nun gut oder schlecht klingt, hängt immer vom Gesamtpaket der Zutaten ab. Daher finde ich Verallgemeinerungen in Form von "ungeeignet, klingt nicht" o.ä. immer sehr grenzwertig. Auch wenn man bisher kein gutes Instrument in der Hand hatte, ist das kein Beweis dafür, dass Agathis ungeeignet ist oder es keine guten Instrumente aus Agathis gibt. So, genug OT. ;)
     
  20. Slashjuenger

    Slashjuenger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.09.07   #20
    Niemand sagt, dass Agathis nicht klingt, im Gegenteil, statt einer vielfach gesperrten Abfallholz-Konstruktion oder einem Papp-Korpus aus MDF würde ich jedem Anfänger, der gern ein NEUES Instrument erhalten möchte, ein Einsteigermodell aus Agathis ans Herz legen.

    Jedoch solltest du untermauern, dass es die von dir genannten hochpreisgen Modelle aus Agathis wirklich gibt. Ich habe jetzt eine Stunde gesucht und weder eine Ibanez noch eine ESP oder sonstige Hersteller gefunden, deren Agathis-Gitarren den Preis von 500 Euro übersteigen. Die Line6 Variax zählt da nicht, da hier der Preis hauptsächlich durch die aufwändige Elektronik verursacht wird.

    Fakt ist folgendes: Agathis wächst hauptsächlich im asiatischen und pazifischen Raum. Die Masse und die Kultivierungsmethoden drücken den Preis erheblich. Agathis habe ich bisher bei keinem namhaften Gitarrenbauer als Korpusholz gefunden. Im Übrigen ist es doch auch geradezu bezeichnend, dass ausschließlich Gitarren der günstigen Kategorie (NICHT der Billigsten) dieses Holz verwenden. Das spricht in gewisser Weise ja auch für die Klangeigenschaften, denn welcher Anfänger legt am Anfang schon die Messlatte mit speziellen Soundansprüchen ganz nach oben???
    Mit Agathis ist es wie mit allen anderen Holzarten auch, denn diese beinhalten in ihrer Familie auch Hölzer, die in ihrer Struktur und Beschaffenheit den "echten" Gewächsen zwar ähneln, aber dabei bleibt es dann auch. Bestes Beispiel ist Nato, eine Abwandlung von Mahagoni, günstig zu produzieren und zu verwerten und kommt in vielen Gitarren von 200 bis etwa 500 oder 600 Euro zum Einsatz, wird dabei aber auch gerne als echtes Mahagoni angepriesen.
    Gleiches gilt auch für Erle und Linde, beide Holzarten können sehr günstig aus einer Massenproduktion kommen (auch wenn hier die gezielte Verwendung von Unterarten wohl eher ausbleibt) oder höchsten Ansprüchen zu entsprechend hohen Preisen genügen.

    Letztendlich bleibt eines klarzustellen: Agathis IST wirtschaftlich gesehen ein billiges Holz und gewinnt, wenn du MICH fragst, auch in der Klangentfaltung oder seiner Charakteristik keinen Blumentopf. Aber wie gesagt, wirf einen Blick in den Anfängermarkt und du siehst sehr gut, dass diese Holz den vorerst noch geringen Ansprüchen der besagten Zielgruppe sehr gut in die Hände spielt.
    Einmal OT: es ist wie mit Tokio Hotel, die Leute hören die Musik, bei den einen wird dann das Interesse geweckt und bald reicht der Einheitsbrei nicht mehr und man wird anspruchsvoller. Andere sehen darin eher eine Untermalung oder Kulisse, die vollkommen ausreicht, um sie zufriedenzustellen.
    Ein Auto ist nüchtern gesehen auch ein Haufen Blech mit vier Rädern dran und fährt von A nach B... fährst du noch oder lebst du schon? ;)
     
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