Hallo!
Ich spiele ebenfalls eine Morino V M, die ich mir 1995 zugelegt habe.
Ich habe mehrere Gründe dafür:
- gefühlsmäßig: mein verstorbener Vater spielte seit seiner Kindeheit das gleiche Instrument, sogar recht professionell
- Klang: Auch wenn es für M3- Musik per definitione wirklich bessere Stimmungen und Gesamtklänge gibt, halte ich den Klang dieses Instruments gerade für M2 - Musik unter dem Stich für ein "Muss" Im Gegensatz zu einigen, halte ich das dreichörige Tremolo für bestimmte Spielpassagen für wunderschön. Außerdem hat diese Stimmung vor allem eins: Einen ganz typischen Charakter

Und eins wird offenbar vergessen: Der Bassklang insbesondere dieses Modelles !?
- Qualität: Ja, es ist ein altes Instrument, und es müsste stimmungsmäßig auch ein wenig überholt werden, aber so viel tolles Materialien und so eine liebevolle Verarbeitung kann man bei Serienmodellen lange suchen.
- Spielgefühl: Die Tastatur hat einen etwas größeren Hub als moderne Akkordeons. Dafür ist sie aber extrem leichgängig und macht ein genaues SPielen IMHO einerseits erforderlich als auch erst richtig möglich, da man die Tasten weniger stark bei schnellem Spiel verfehlt (Hatte vorher ein Flachhubinstrument) Man muss sich allerdings an die Spielweise gewöhnen. Ich kann nicht sagen, ob es auch an dem Material (Elfenbein) zusätzlich liegt: Es ist ein insgesamt sehr weiches Spielen, fast schon Gleiten über die Tasten, falls man das so nennen kann. Andere Instrumente fühlen sich für mich trotz(oder wegen) geringerem Hub deutlich härter an im Diskant.
Allerdings habe ich speziell im Bassbereich das Gefühl, dass da die Knöpfe eine Spur leichter und geräuschärmer gehen sollten. Da habe ich bei neureren Instrumenten schon wesentlich leihtgängigeres erlebt.
Naja, ich werde sicherlich in meinem Leben noch mal M3 beginnen zu lernen. Dann wird es wohl zusätzlich was italienisches mit Konverter geben, so als Kontrast. Aber meine V M verlässt das Haus zu Lebzeiten wohl nicht mehr.
Grüße, Malineck