Wie gesagt, ich sage nicht, dass er nicht gut war, ich behaupte nur, dass zu viele ihn vergöttern. Du hast in vielen Belangen recht. Nur den letzten Satz möchte ich ausklammern. Klar hat er einiges getan das für Metallica und auch für viele Bassisten wegweisend war. Ich finde lediglich, dass er zu oft und zu sehr aus der Masse der Bassvirtuosen herausgehoben wird und zwar nicht mit so sinnvollen und richtigen Argumenten wie Du sie genannt hast, sondern einfach nur durch blinde Vergötterung. Wie gesagt, ich erkenne ihn als guten wenn nicht sehr guten Bassisten an. Ich erkenne auch Deine Argumentation an. Ich erkenne aber nicht solche an, die gar nicht so recht wissen, was ihn für sie so besonders macht und ihn in den Himmel heben und bei jeder Gelegenheit die alten Kamellen wieder aufwärmen, von seinem tragischen Tod und und und, die man schon zur Genüge gehört hat. Wir können die Vergangenheit nicht ändern und so bleiben wir doch dabei, dass ein an und für sich guter Bassist, an dem sich die Meinungen und Geschmäcker doch bisweilen immer wieder scheiden, sich leider Gottes nicht weiterentwickeln konnte als bis zu dem Punkt, zu dem wir ihn kennen. Alle anderen im Konjunktiv vorgestellten Überlegungen sind müßig.
Um die Kurve zum Topic zu bekommen:
Man sollte sich doch, wenn einem das gefällt, was er hinterlassen hat, an ihm ruhig ein Vorbild und ein Beispiel nehmen (aber auch nicht zur nicht belegten ergo blinden Heldenverehrung neigen) und wenn es nicht dem eigenen Geschmack entspricht es einfach lassen, hat ja schließlich jeder andere Vorlieben, und immerhin geht es hier auch nicht um die Qualitäten von Bassisten, sondern um die Bedeutung, die sie persönlich für jeden einzelnen haben. Daher bitte ich mein Abschweifen in diese nicht titelkonforme Diskussion zu entschuldigen.
Gruß,
Carsten.