Ich finde, dass das eine sehr persönliche Frage ist, die man mit seinen eigenen Präferenzen, Wertvorstellungen und "Nöten" klären muss.
Um nochmal den Ölscheich zu bemühen: Jemand der viel Geld hat und musikinteressiert ist, kauft sich vllt auch ne 10.000€ Vintage-Gitarre just for Fun / Geldanlage / aus Interesse an der Geschichte ohne groß mit der Schulter zu zucken.
So wie auch hack_meck hier sicherlich für seine
PRS* Modelle mehr gezahlt hat, als der Durchschnittsbürger für seine Gitarre ausgibt, aber da steckt dann halt eben auch ne besondere Beziehung hinter, Bekanntschaft mit
PRS* selber, Erinnerung an Reisen etc..
Mit Logik muss eine Kaufentscheidung nicht umbedingt was zu tun haben, und ich sehe "hab ich Lust drauf, und es ruiniert mich finanziell nicht" manchmal durchaus als validen Grund. Man kann sich ja auch sehr an irrationalen Dingen erfreuen.
Wenn jemand sich zum 18. Geburtstag ne unglaublich teure Gitarre leistet und die nächsten 50 Jahre jedesmal ein Grinsen im Gesicht hat, wenn er sie aus dem Koffer holt.. ich würd sagen, es gibt schlechtere Möglichkeiten sein Geld auszugeben...
Bei mir ist es so ein bisschen wie bei DerZauberer auf Seite 1:
Ich differenziere in dieser Hinsicht extrem zwischen akustischen und elektrischen Gitarren. Bei akustischen ist die Gitarre (abgesehen vom Spieler) der einzig klangfärbende Teil der Klangkette. (bei mir primär auch solo gespielt)
Bei der
E-Gitarre* gibt es noch zig Möglichkeiten hinter der Gitarre auf den Sound einzuwirken, da muss für mich der Gitarrensound als solcher gar nicht so "perfekt" sein. Das Wichtigste ist mir, dass ich gut drauf spielen kann. Zudem muss es hier noch in das Gesamtbild der Band passen.
Und so spiel ich in meiner Band ne NoName Stratocaster, die mir geschenkt wurde, und die eher unter 100€ gekostet hab (und die besser ins Gefüge passt, als meine deutlich teurere
Ibanez*..), und besitze aber auch noch Akustikgitarren für mehrere Tausend Euros.
Wobei ich sagen muss, dass bei den Letztgenannten ein sehr langer Auswahlprozess stattgefunden hat, mit der Prämisse: "du kaufst dir einmal eine richtig gute Gitarre für's Leben", und das hat sowohl bei meiner Westerngitarre (wo ich vor dem Kauf geschätzt 1000 Gitarren in der Hand hatte) und bei meiner Nylonstring (wo ich ungefähr jede Nylonstring, die man in NRW im Laden oder bei den Gitarrenbauern selbst anspielen konnte, in der Hand hatte) äußerst gut geklappt. Dabei waren Gitarren von 50 bis 22.000€, und ich hatte seitdem (fast 10 und über 5 Jahre her) nicht mehr das Gefühl eine Gitarre kaufen zu müssen, weil sie in irgendeiner Form "besser" wäre. Meine Nylon ist für mich immer noch das absolut herausragendste Modell, das so perfekt zu mir passt, wie nix, und im Westernbereich hab ich nur zwei Gitarren gespielt, wo ich einen tausch in Erwägung ziehen würde, aber die kosten auch beide nahezu das dreifache und waren beides handgebaute Gitarren aus kleinen Edelschmieden.
Bei E-Gitarren bin ich eher anspruchslos und würde wohl eher in mehrere Gitarren investieren, als in eine superteure, schon einfach, weil es so viele verschiedene Soundrichtungen gibt..
Maximumpreisgrenze wäre wohl immer von meinem Einkommen und sonstigen Verpflichtungen abhängig.. Falls ich 10 Mio im Lotto gewinne, hätte ich wenig Probleme auch 10k für ne geile Gitarre auszugeben, aber ich fürchte dazu wird es nicht kommen, und so könnte ich keine Preis nennen, den ich bezahlen würde..
Generell auf die Menscheit gesehen, hab ich allerdings kein Problem damit, wenn Leute meinetwegen auch nen paar Millionen für ne Gitarre ihres Kindheitsidols ausgeben..
Also wäre meine Antwort: alles Geld der Welt ;-) (wenn man es denn hätte ;-)