Sehr gut, da bin ich gespannt, wies gelaufen ist, seitdem ich meine PUs offen hatte, machen sie auch so leichte sehr hohe Pfeifgeräusche...aber wenn ich die eh bald tauschen "sollte", dann lohnt sich das nicht mehr unbedingt.
Aber schreib mal, wie du das gemacht hast und wies gelaufen ist, ich bin gespannt
Ok, dann schreib' ich jetzt mal los:
Gestern Abend konnte ich endlich mein Paket mit 1 kg Paraffin in Empfang nehmen (in normalen Geschäften gibt es das hier nicht

).
Nach einer Stunde der mentalen Vorbereitung (ca. 21.30 Uhr) fing ich an passende Töpfe aus den Schränken zu suchen. Ich entschied mich für einen großen Topf aus Edelstahl für das Wasser und einen kleineren Messbecher aus Edelstahl für das Paraffin. Während ich das Wasser im großen Topf langsam (!) heiß werden ließ, zerkleinerte ich den großen Paraffin-Block.
Das war 'ne Arbeit... man glaubt gar nicht wie hart Wachs sein kann 
Von dem 1 kg Block habe ich ca. 600 g in den Messbecher getan. Dazu kamen noch zwei kleine Weihnachtskerzen (natürlich ohne Docht) aus Bienenwachs - um das Gemisch "geschmeidiger" zu machen

Dann ging das Warten los. Es brauchte etwas unter einer Stunde bis das gesamte Paraffin/Bienenwachs geschmolzen war (ca. 22.30 Uhr). Jetzt konnte es endlich zum wirklich spannenden Teil, dem PU-Wachsen, gehen.
Ich hatte - auch wenn das den Profis hier sicher die Tränen in die Augen treiben wird - die PUs vor dem Wachsen nicht ausgebaut. Das lag daran, dass es schon spät war, dass ich mich mit der Verkabelung von Gitarren nicht auskenne und daran, dass ich nicht gut löten kann

Ich habe meine Gitarre also auf "die Seite gelegt" und die PUs einfach in den Paraffin-Messbecher gehängt. Wie das aussah, könnt ihr auf den Bildern im Anhang sehen.
Das Wachs habe ich ca. 30 Minuten "einziehen" lassen. 23 Uhr war es dann so weit - die PUs mussten aus dem Bad heraus. Dabei fiel mir eine Sache auf, die ich vorher nicht bedacht hatte: Heißes Wachs kühlt sich relativ schnell ab

So kam es, dass ich die PUs aus dem Topf "herausreißen" musste. Es hatte sich nämlich eine ca. 2 cm dicke Schicht aus erhärtetem Wachs gebildet (guter Tipp: das Wachs irgendwie warmhalten

).
Dementsprechend viel "Wachs-Schmodder" musste ich anschließend von den PUs entfernen.
Kurz vor 24 Uhr konnte ich dann (endlich) beruhigt ins Bett gehen und die Tonabnehmer in aller Ruhe erkalten lassen.
Heute Morgen habe ich dann die (mehr oder weniger) letzten Reste des Wachses von den PUs entfernt und alles wieder zusammengebaut.
Was hat das alles gebracht?
Das sehr störende, eklige, nervende, doofe Pfeifen der PUs ist weg. Mein Amp (Marshall JVM 205C) ist in höheren Gain-Bereichen sehr Rückkopplungs- und Störgeräuschsanfällig. Dieses Problem konnte ich mit dem Wachsen der PUs eindämmen

Ob sich auch der Sound geändert hat? Das ist jetzt ein 100% subjektiver Eindruck und grenzt mit Sicherheit an Voodoo, aber: Ja! Der Sound ist IMHO wärmer, cremiger und hat weniger (unangenehme) Höhen.
Das kann natürlich auch an veränderten PickUp-Höhen oder an irgendwelchen anderen Sachen liegen. Mir egal! Ich liebe meine Les Paul jetzt mehr denn je
MfG,
sebbi