Hallo Leute,
ich muss Euch jetzt mal von meinem HB-Billigheimer-Jazzbass erzählen. Also der da:

Seit mein schwarzer fertig ist und auch viel Spaß macht, habe ich den JB eigentlich kaum noch in die Hand genommen.
Neuerdings machen wir im Unterricht aber eher blues-Sachen und da kam mal die Sprache drauf, dass ein Jazzbass vielleicht klanglich dafür interessant sein könnte. Das hat dann dazu geführt, dass ich den alten "Blender" mal wieder ausprobiert habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich inzwischen die Klangunterschiede wirklich merke und wahrnehme und dass ich durchaus Lust auf den JB bekam. Aber so wie er war ... no way. Damit nix schnarrt müssen die Saiten einen halben Meter hoch eingestellt werden und dann macht das null Spaß mehr darauf zu spielen.
OK, dachte ich, kaputtmachen kann ich da eigentlich nix mehr. Also das Teil zerlegt und erstmal die Halsspannschraub gängig gemacht. Dazu habe ich sie mehrmals weit raus und wieder rein gedreht und auch mal mit einem feinen Röhrchen ein bisschen WD reingepustet. Danach ging die schon viel geschmeidiger.
Dann habe ich das Ding wieder zusammengebaut und nach der Fender-Anleitung zum Bass einstellen, den Hals gespannt.
Der nächste Schritt wäre ja dann die Einstellung der Saitenreiter und da musste ich feststellen, dass keine vernünftige Einstellung hinzubekommen war.
In der Fender-Anleitung stand dann, wenn man hier keinen Erfolg hat, dass es am Halswinkel liegen könnte. Also das Teil wieder zerlegt und mit Unterlagen herumexperimentiert. Nach ca. 2,5 Stunden war ich dann bei 3 Lagen Visitenkarte und habe jetzt nachdem alles für meine Begriffe richtig eingestellt ist, einen Jazzbass, der kaum wiederzuerkennen ist.
ER ist zwar noch nicht so kinderleicht spielbar und irgendwie gefühlt nicht so "geschmeidig" (kann ich nicht besser erklären, vielleicht könnt Ihr Euch ja was drunter vorstellen) wie mein Basstard, aber doch so, dass ich ihn gut spielen kann und das auch Spaß macht.
Fazit:
Positiv:
gut investierte Zeit, bisschen stolz dass ich es so hinbekommen habe und der Jazzbass-Klang macht zu so alten Blues-Geschichten wirklich eine gute Figur.
Negativ:
wenn man die A-Saite stimmen will und dabei solange an der Mechanik für die E-Saite dreht, bis selbige dann reißt, ohne dass einem vorher was auffällt
, dass etwas nicht stimmt, dann sollte man erstmal Kaffee trinken und eine rauchen gehen ...
Gruß Peter, der jetzt noch ein bisschen seine einfachen Standard-Bluesläufe auf dem Jazzbass übt.