Die Weibchen der Lackschildläuse ernähren sich von den Pflanzensäften dieser Bäume. Sie stechen den Baum an, nehmen seinen Saft auf und scheiden eine harzartige Substanz wieder aus. Mit dieser Substanz werden die abgelegten Eier der Laus geschützt. Der Lack von tausenden Läusen verbindet sich zu einer harten Hülle über dem Schwarm. Die mit den Läusen dichtbesetzten Zweige werden allmählich bis zu 1 cm dick überkrustet und dadurch zum Absterben gebracht. Die alten Läuse, die zu einer mit roter Farbe gefüllten Blase aufgeschwollen sind, sterben ab; nach 6 bis 7 Monaten schlüpfen die jungen Läuse aus der Hülle heraus. Danach werden die Zweige mit dem Lack geerntet. Diese Harzabscheidung ist das Ausgangsprodukt für die Schellackgewinnung. Bevor der Brutlack geerntet wird, werden rechtzeitig einige mit Jungläusen bewohnte Zweige abgeschnitten und auf neue Bäume gesetzt, die Nahrung für die nächste Generation bieten.