Bernd und Thomas erklären hier die Latenz fand ich ganz gut gemacht.
Ich auch, aber aus einem ganz anderen Grund: Man sieht wo das Marketing-Luftschlösser gebaut werden und als Zahlen genannt werden, dann plötzlich das Luftschloss in Luft aufgeht.
Ab 31:30 wird ein Latenzvergleich durchgeführt, wo aus der "Erfahrung" berichtet wird das beim Umschalten eines Presets plötzlich mehr Latenz in der Signalkette vorhanden ist. Da wird dann der Vergleich gebracht: "Da wird einem die Box 3 Meter nach hinten gezogen!" mit dem Interpretationsspielraum das man ja so gar nicht mehr spielen könnte. Der Unterschied beträgt 2 ms. Kurze Rechnung: Schall legt bei einer Temperatur von 20°C in der Luft etwa 343,2 Meter pro Sekunde zurück. Macht bei 2 ms also 0,686 Meter. Keine 3 Meter wie vom Herrn Blug behauptet. Als Bernd Klitz dann korrigierend eingreift und sagt das es 66 cm sind, wirkt Herr Blug selbst erstaunt über seine Aussage und etwas verwundert. Es wirkt so als würde er sich dann noch einmal Fassen und dann trotzdem noch sein Argument, dass das ja nicht gut sei, indem aus der Luft gegriffen wird "vielleicht ist das stärker beim Presetwechsel".
Na wann man die Leute mal auf den Boden der physikalischen Grundlagen zurückholt, wird es dann halt schon dünn mit der Argumentation. Wer sich da mal etwas näher beschäftigen möchte, würde ich einmal das Video empfehlen:
View: https://youtu.be/Ih0wpahXKVw?si=sd7rGsPqIEA3au-U&t=522
Da ist auch kein Marketing im Video drinnen. Kurze Zusammenfassung: Es wird eine Studie von 2007 vorgestellt wo die Wahrnehmung der Latenz auf den Musiker untersucht wurde, u.a. auch Gitarristen. Der Studie zu Folge nehmen Gitarristen bei 5 ms keine(!) Latenz wahr. Die Wahrnehmung, dass dort Latenz vorherrschen könnte(!) liegt zwischen 6 ms und 16 ms.
Warum macht man also einen solchen Vergleich auf einem YouTube Kanal: Weil man das Produkt bewerben möchte und eines der Argumente für den Amp X ist eben das er eine äußerst geringe Latenz besitzt. Ich meine sogar das Wort "keine" sei gefallen.