Es ist generell eh so ein "Gitarristen-Luxus-Problem". Ich hab noch nie einen Drummer oder Bassisten gesehen, der zwischen den Liedern umbaut oder das Instrument wechselt (Außer bei unterschiedlichen Tunings).
Naja, am Schlagzeug wird das auch irgendwie schwierig, oder?

E-Drum ist für viele immer noch keine Option (mich auch nicht), aber wenn man live mehr Bandbreite haben könnte, wäre das schon cool. Man behilft sich dann vielleicht bei der Snare mit unterschiedlichen Arten von Dämpfung oder Sachen wie dem Hoop Crasher und anderen Zusatz-Dingens, aber wenn man mehr Kontrolle über den Sound hätte und ohne großen Aufwand unterschiedliche, gute Sounds realisieren könnte, würde man es machen. Da bin ich mir sicher. Im Übrigen kenne ich ein Live-Album, wo der Schlagzeuger mittem IM Lied von einem Drumset ans andere wechselt!

Beim Hören ist es mir erst nicht aufgefallen - nur, als ich das Video gesehen habe. Danach habe ich drauf geachtet und ja, der Unterschied ist cool.
Bei der Gitarre ist es ja glücklicherweise leicht erledigt. Welche ich spiele, kommt auf die Band an. Im Sommer habe ich bei einem Projekt mitgemacht, wo wir recht unterschiedliche Lieder im Programm hatten. Da habe ich zwischen Halbakustik und schwerer Tele mit P90 gewechselt. Damit ich keine zeitlichen Lücken ins Set reiße, gehe ich da schon Kompromisse ein und versuche, höchstens alle 3 Lieder die Gitarre zu wechseln. Dann kann ich mich auf ein oder zwei Wechsel pro Set begrenzen.
Es stimmt zwar, dass den meisten Leuten die Gitarre egal ist, aber es IST nicht egal in dem Sinne, als dass viele kleine Entscheidungen den Bandsound prägen, und zwar am besten bewusst und positiv.

Deswegen versuche ich bei der Gitarrenwahl realistisch zu sein und es steht nicht zu weit oben auf der Prioritätenliste (flüssiges Set ist mir wichtiger), aber wenn es den Songs dient und das Set es hergibt: Gerne!