Warmer Sound nur mit Les Paul möglich?

  • Ersteller Kaffetasse
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Ist die imho einzig gültige Antwort (Üben³, auch wenn dabei dann doch ein eigener, unverwechselbarer, aber dennoch geiler Sound entsteht) vielleicht einfach nur zu unbequem und deshalb unerwünscht :gruebel:......;)?

Obschon diese Aussage einen Wahrheitsgehalt von 100% besitzt, scheitert die Umsetzung doch am Wesen des "Benutzers". Dieser will zum Schrammeln seiner drei Lagerfeuerakkorde und zum Pling Pläng Plöng seiner Pentatonik in der ersten Lage (wohlgemerkt immer mit starrem Blick auf Finger und Griffbrett, damit er halbwegs die Töne trifft) halt einen maximal schönen Klang. Das dieser Klang in erster Linie durch das nachhaltige Beschäftigen mit dem Werkzeug/Instrument entsteht (vulgo: "üben") sind für ihn schlicht und ergreifend "Fake News", die von einem zentral gesteuerten Musikalisch-Theoretischen Komplex in die Welt getragen werden.

Denn nur dann bleibt ihm ausreichend Zeit, sich permanent und fortlaufend mit immer neuen Optimierungen und weiteren Professionalisierungen seines "Setups" zu beschäftigen, damit der Klang seiner neusten Lady in Black Interpretation zwar immer noch Welten entfernt von einer akzeptierten (durch den schon benannten Musikalisch-Theoretischen Komplex) Performance ist, mithin aber dem Ohr der geneigten Freundin schmeichelt und dieser ein erregtes "Liebster, ... Du bist mein Gitarrengott!" entreißt und ihren Puls in die Höhe treibt. So kommt schließlich auch der "Benutzer" zum Groupiesex und der Dichter behält recht mit seinem "All is well, that ends well. And if it doesn't end well it' simply not the end".
 
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Manchmal möchte ich einfach das schreiben, was der TE denkt/hören möchte, um das Ganze abzukürzen. Aber das wäre nicht zielführend und irgendwo auch unhöflich.
Vielleicht sollte es doch so sein, wie du es im ersten Satz geschrieben hast.

Deswegen, damit der TE den Sound erreicht: Hier das empfohlene Equipment:





 
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Ich bin da sehr bei @bagotrix und halte das Equipment gerade am Anfang für wichtig. Wenn ich als absoluter Anfänger versuche aus einer Einstiegsgitarre und einem kleinen Übeamp den Sound zu bekommen, nach dem ich mich sehne, endet das leicht frustran. Fast immer haben wir doch irgendwessen Sound im Ohr, den wir so gerne erreichen würden.

Als erfahrener Spieler sagt es sich dann leicht, der Ton komme aus den Fingern und man soll einfach mehr üben. Das ist sachlich absolut zutreffend, lässt aber die Motivationslage und -bildung total ausser acht. Während der Profi auf einer Billiggitarre und aus einem MicroCube vermutlich fetter klingt als ein Anfänger mit eine LP über eine kleine Röhre, brauche ich als Anfänger doch jede Annäherung an mein Ziel, um mich zu motivieren. Und gerade am Anfang ist das durch passendes Equipment einfach leichter zu erreichen, als durch Üben. Denn Üben dauert einfach viel länger und wie XY werde ich erst nach Jahren klingen.
Da man Equipment viel schneller anpassen kann als Können (sofern man es sich leisten kann und will), ist das doch legitim auch als Anfänger mehr Geld in die Hand zu nehmen. Das hält die Motivation hoch, sofern man dann nicht auf das Üben verzichtet.

Bei mir ist es so, dass in meiner Signalkette (Ich - Gitarre - Pedalboard - Verstärker - Lautsprecher) bitteschön ich das schwächste Glied sein will, nicht die Technik. Dann weiss ich: Übe halt, statt im Forum zu lesen oder über Sinn und Zweck einer Fatneckplate zu sinnieren 😉
 
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@OliverT Nicht zu vergessen der OX'se

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😇
 
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@dubbel
Auch wenn es die Wahrheit ist, das wollen doch die wenigsten hören ;)

Ergänzend:
Das ist wie bei meinem Garten, möchte seit Jahren mal etwas Gemüse anpflanzen, aber irgendwie wächst da draußen nix ohne das ich was tue, irgendwie komisch ;)
Habe mir schon durchgelesen was sich mit was verträgt, wie man es pflegen musss, was man hier alles anpflanzen kann, aber ich finde Tausende von Gründen damit nicht anzufangen ;)

Und genau so geht es vielen Musikern, Gitarristen und auch teils meinen Gitarrenschülern ... Wer keine Arbeit verrichtet, wird auch nichts ernten können ... (mich wie man am Beispiel sieht, eingeschlossen) ;)
 
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Und ich will ja auch einfach nur was ernten, ich hab kein Interesse an der ganzen Botanik-Theorie.
Brauche ich die? Kann ich nicht einfach anpflanzen wie ich will?
 
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@dubbel
Auch wenn es die Wahrheit ist, das wollen doch die wenigsten hören ;)

Ergänzend:
Das ist wie bei meinem Garten, möchte seit Jahren mal etwas Gemüse anpflanzen, aber irgendwie wächst da draußen nix ohne das ich was tue, irgendwie komisch ;)
Habe mir schon durchgelesen was sich mit was verträgt, wie man es pflegen musss, was man hier alles anpflanzen kann, aber ich finde Tausende von Gründen damit nicht anzufangen ;)

Und genau so geht es vielen Musikern, Gitarristen und auch teils meinen Gitarrenschülern ... Wer keine Arbeit verrichtet, wird auch nichts ernten können ... (mich wie man am Beispiel sieht, eingeschlossen) ;)
Wie wahr...!
Ist im Übrigen Einsteins-Theorie, die auch ähnlich von weisen Gelehrten Jahrtausende früher gesehen wurde... :gruebel:
 
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Und genau so geht es vielen Musikern, Gitarristen und auch teils meinen Gitarrenschülern ... Wer keine Arbeit verrichtet, wird auch nichts ernten können ... (mich wie man am Beispiel sieht, eingeschlossen)
Da bin ich voll dabei. Aber ich seh keinen Widerspruch dazu, auch als Anfänger feines Equipment zu kaufen. Vielleicht nicht so arg, wie in Deiner sehr amüsanten Empfehlung, aber durchaus im mittleren Segment, wenn man sich sicher ist dabei zu bleiben. Ob es dann die „echte“ LP sein muss oder eine HB genügt, sei mal dahin gestellt. Ich würde da eher die Bauform im Vordergrund sehen als den Hersteller. Aber da gehst Du als ausgemachter HB-Ultra ja sowieso mit 😉
Aber wer dann nicht übt oder von 60 Minuten Übezeit ca. 40 Minuten den Sound einstellt, hat halt keine Chance dahin zu kommen, wo er hin will.
 
Im Prinzip vielleicht nicht falsch?
Ich hab's noch nicht ausprobieren können in meinem Leben, da ja nur einmal...

Ich kenne nur, am Anfang mieses Material und sich so durchwurschteln und viel Arbeit, Ausdauer, Neugier reinstecken...:mad:

Erst viel später habe ich die feinen Seiten des Lebens (gute Gitarren und Amps) entdeckt...
Weiß daher nicht, wie es gewesen wäre, wenn ich von Anfang an gutes Material gehabt hätte, war ja damals schon sehr teuer.
 
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Nochmals danke euch für die zahlreichen Tipps und Anregungen. Konstruktive Beiträge lese ich immer wieder gerne mehrfach(y) Was das Üben anbelangt, da bin ich gerade im roten Bereich. Meine Finger glühen und streiken bei Parisienne Walkways, weil die Bendings noch heftiger sind als Nothing Else Matters. Aber ich bin zuversichtlich, dass es bald geschafft ist:)
 
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Weiß daher nicht, wie es gewesen wäre, wenn ich von Anfang an gutes Material gehabt hätte, war ja damals schon sehr teuer.
Das Frage ich mich selbst auch sehr oft.

Außerdem war ich am Anfang mit sehr wenig Ahnung und "nicht so anspruchsvollem" Gehör gesendet. Gerade mit "Parisienne Walkways" habe ich damals meinen Studi-Mitbewohner (er war Musik-Student :ROFLMAO: ) in den Wahnsinn getrieben. Stellt euch vor das Ding 30 Mal am Tag von einem blutigen Anfänger vorgetragen zu bekommen... :cool:

... mit diesem Equipment

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Das klang SO gut in meinen Ohren, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen :embarrassed::embarrassed::embarrassed:


PS: naja, Bendings kann ich jetzt ! 💪😎
 
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Aber ich bin zuversichtlich, dass es bald geschafft ist
viel Glück, aber auch die ältesten Hasen sagen, (so wie ich auch), Gitarrespielen ist ein lebenslanger Lernprozess,
da ist es nie "geschafft", es geht immer weiter:m_git_a:, (solange Kopf und Finger mitmachen).
 
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Obwohl meine Epiphone SG auch warme Klänge erzeugt, erreichen diese aber nicht den Grad der einer Les Paul.
Warmer oder kalter Klang existieren ja nur in der persönlichen Vorstellung. Ein Heizkörper kann warm sein, ein Ton nicht. ;)

Im Prinzip geht es da ja um die Verteilung der Frequenzen bzw. deren Anteile. Und um dies zu beeinflussen gibt es am Verstärker und vielleicht auch an einem Effektgerät Regler, um z.B. hohe Frequenzen auszufiltern oder mittlere zu verstärken. Die sollte man einfach benutzen. :)

Wenn man den Ton nur dumpfer, also "wärmer" haben möchte, reichen auch die Regler an der Gitarre. Da kann man auch einmal mit verschiedenen Tonabnehmerkombinationen herumspielen. Die Möglichkeiten an einer LP oder SG sind da ja sehr zahlreich. Da man ja jeden Abnehmer noch in Lautstärke und Ton getrennt regeln kann.

Und eine SG ist kaum anders als eine "normale" Les Paul und wenn ich mich recht erinnere, wurde die auch eine Zeit lang als "Les Paul SG" geführt. Ich habe auch eine Gibson Les Paul, die hat keine Ahorndecke, nur Mahagoni und das dafür dicker und die klingt jetzt nicht um Welten anders, als die andere LP, die eine hat.
 
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Ich hab ne günstige LTD-Paula, die ab Werk High-Output PU's drin hatte.
Jetzt werkelt dort ein alter Schaller PAF Golden 50's am Steg und ein Rockinger-PAF am Halse reverse und splitbar.
Ton wunderbar, aber etwas weniger Volumen als eine richtige Paula, da Korpus etwas schmaler nur in der Mitte (Wölbung) normale Maße und auch ne BB-Fräsung.
Aus meiner Erinnerung klingt sie mehr nach SG, als nach Gibson-Paula Stichwort Tief-Mitten.
 
Ich bin Ehrenmitglied bei beiden! :great: :D

Das stimmt schon. Sowohl Gitarre als auch Amp sind für die Tonformung wichtig. Für unterschiedliche Songs brauchen wir unterschiedliche Soundkomponenten.
  • Der warme Anteil kommt aus dem heißen Röhren eines Verstärkers.
  • Der kalte, bissige Anteil wird von der Gitarre erzeugt, die ein Cryo-Tuning erlitten hat
  • Der Cab knallt dann das ganze auf die Ohren
🏃‍♂️ 🏃‍♂️ 🏃‍♂️ 🏃‍♂️ 🏃‍♂️🎵🎶
 
Der "Sound kommt aus den Fingern" Spruch
... wird mWn David Gilmour zugeschrieben. Wenn man bedenkt das der gute Mann teilweise mit drei Signalketten- eine davon mit einem Leslie (!) am Ende- einspielte, relativiert sich das dann aber schnell. Und davor dieses Pedalboard:

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relativiert sich das dann aber schnell.
Danke für den Einwurf. Das Zitat in Kombination mit der Tech zwischen Gitarre und Lautsprecher ist fast zynisch. Danke, ich finde alleine raus 😉

Allerdings gibt es sehr fett klingende Gitarristen, die nichts ausser Gitarre und Combo nutzen. Es führen wohl viele Wege nach Fettstadt.
 

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