Akkord stoppen in Riffs bei Powerchords

von Rammbock, 23.11.19.

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  1. Rammbock

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    Erstellt: 23.11.19   #1
    Hi,

    nachdem ich jetzt hier schon länger als Gast mitlese, habe ich mir auch endlich selber mal einen Account erstellt.
    Ein Grund dafür ist, dass gestern meine erste E-Gitarre (ESP LTD EC-1000 Vintage Black) samt Amp (Marshall DSL20CR) und Verzerrer (MXR Fullbore Metal) angekommen ist.

    Seitdem habe ich schon fleißig geübt, dabei habe ich aber festgestellt, dass die Riffs natürlich sehr unclean klingen, wenn ich nichts abdämpfe.
    Daher habe ich versucht (beim Üben von "Reise, Reise" von Rammstein, ja ich bin bekennender Fan und habe mir auch wegen ihnen nach reiflichem Überlegen eine E-Gitarre gekauft), die angeschlagenen Saiten mit der Greifhand abzudämpfen, wie ich es bei sämtlichen Covers und auch Live von R+ gesehen habe.

    Bei mir klingt es allerdings dann fiepend und schief, obwohl ich schon keine Hammer-Ons mache, sondern nur die Finger auflege. Allerdings schwingen die Saiten trotzdem noch unter meinen Fingern.
    Hier noch ein Beispiel, wie es eigentlich klingen soll ( ab 0:42). Ich spiele das Riff von der Schlaghand her sauber mit Downstrokes, wobei ich auch nur die E- und A-Saite anspiele, wie es auch sein soll.

    Habt ihr Tipps für mich, wie ich das verbessern kann? Ich möchte das nämlich nicht mit Palmmutes lernen, weil das auch auf die Dauer nicht schön ist.

    Vielen Dank und mfg
    Rammbock
     
  2. micharockz

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    Erstellt: 23.11.19   #2
    Moin Rammbock,
    die Finger der Greifhand anzuheben (so dass sie Kontakt zur Saite behalten und diese dämpfen) ist nur ein Teil des sauberen Abdämpfens. Das erzeugt zwangsläufig Obertöne, in manchen Lagen sogar schöne Flageollets -je mehr Zerre desto besser hörbar.
    Versuch Mal, das Ende der Töne mit dem Ballen oder der Kante der Anschlagshand klar abzudämpfen. Im Prinzip kannst du die Hand auch wie bei Palm Mutes halten, nur dass du sie für die frei schwingenden Töne leicht anhebst. Es gibt eh eine Menge Riffs, bei denen ständig für einzelne Töne oder kurze Passagen zwischen Palm Mutes und ungedämpftem Spiel gewechselt wird...

    Falls meine Tipps nicht die Lösung sind, könnte für die Analyse des Problems ein kurzes Hörbeispiel helfen. Muss nicht gut klingen. Du kannst eine mp3 direkt vom Händi über "Datei hochladen" hier posten.
     
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  3. Rammbock

    Rammbock Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.19   #3
    Vielen Dank erstmal für deine Antwort @micharockz :)

    Für mich sieht es (auch in obigem Video, sofern man mal eine gute Perspektive darauf hat) so aus, dass der Powerchord z.B. mit dem Mittelfinger gespielt wird und dann mit Auflegen der restlichen Finger abgedämpft wird.
    Sehe ich das falsch oder muten die die Saiten so?

    Das versuche ich im Moment so, jedoch fühlt es sich nicht richtig an und hört sich auch nicht soo sauber an. Vielleicht ist das aber auch ein Anfängerproblem.

    Oh je, das will ich euch nicht antun, ich bin blutiger Anfänger :D
     
  4. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.19   #4
    Achte mal auf die rechte Hand. Die Pausen sind lang genug, dass man die rechte Hand zum Dämpfen ganz entspannt auf die Saiten legen kann. Ein erfahrener Gitarrist würde vermutlich nicht mal auf die Idee kommen, so etwas ohne Dämpfung der rechten Hand zu spielen. Probier's mal aus. :)
     
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  5. Rammbock

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    Erstellt: 23.11.19   #5
    Hier eine kleine Hörprobe mit dem Ende des zweiten Chorus und dem darauffolgenden Riff. Es ist nur mit dem Handy aufgenommen, daher übersteuert es so sehr, bitte verzeiht mir das. Ich habe das Riff jetzt hier mit Palm Mutes gespielt, so gut es ging. @micharockz



     

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  6. Uhu Stick

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    Erstellt: 23.11.19   #6
    Jetzt meine erste Frage wäre jetzt, was du mit Hammer Ons bei dem Lied meinst? An der Stelle sind keine Hammer Ons zu finden.

    Der Mittel-und Ringfinger wird dazu benutzt um die E-Saite abzudämpfen, wenn man einen Powerchord auf der 2. & 3. Saite spielt. Am Klang des jeweiligen Akkords sind sie selber nicht beteiligt. Profis legen bei ungenutzter E-Saite auch noch den Handballen auf diese drauf (ohne natürlich die A-Saite zu berühren).

    Bei dem Riff ist Palm Muting übrigens die falsche Technik. Beim Palm Muting ist ja ein kurzes Nachschwingen das Ziel. Das Ziel des Songs ist es aber eine Pause zu spielen. Dazu müssen die Saiten so schnell wie möglich komplett abgetötet werden. Und das geschieht eben damit das alle 5 Finger flach aufs Griffbrett gelegt werden (ohne die Saiten runterzudrücken) und der Handballen in Höhe des Stegpickups komplett auf die Saiten gelegt wird.
     
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  7. micharockz

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    Erstellt: 23.11.19   #7
    Mit dem Playback im Hintergrund ist es nicht so leicht, die Unsauberkeiten zu orten.

    Palm Mutes würde ich auch nicht spielen, das hatte ich in meiner Beschreibung vielleicht missverständlich formuliert.

    Wie @Uhu Stick es beschreibt, muss der Akkord abrupt gestoppt werden. Wenn mehrere Finger der Greifhand auf den Saiten liegen, gibt es kaum noch Obertöne. Berühre zum Testen mal eine Saite genau über dem siebten Bund und schlage sie an, dann lege nach und nach mehr Finger daneben - dann wird die Funktionsweise deutlich.
     
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  8. Rammbock

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    Erstellt: 23.11.19   #8
    Ich habe mich etwas ungenau ausgedrückt, ich meinte, dass ich ja eben nicht will, dass es wie ungewollte Hammer-Ons klingt, sondern dass der Akkord stoppt.

    Zu dem Muten mit den Fingern auf dem Griffbrett: Genau das meinte ich in meiner Fragestellung, bei mir klingt das dann total quietschig und falsch, die Saiten verstummen gar nicht richtig, obwohl ich sie gar nicht runterdrücke.
    Dafür brauche ich Tipps.

    Und bei meiner Hörprobe habe ich es so gemacht, wie du es beschrieben hast; ich habe meinen Handballen auf Höhe des Steg-PUs dafür benutzt, den Akkord (irgendwie) zu stoppen.
     
  9. Uhu Stick

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    Erstellt: 24.11.19   #9
    Beim Handballen braucht man auch nicht vorsichtig sein. Der kann voll drauf. Vielleicht machst du das mit den Fingern doch noch falsch? Nicht Runterdrücken ist halt schon mit einem gewissen Druck verbunden, aber er darf eben nicht zuviel sein.

    Ich denke dass du hier bereits die ersten Probleme eines mangelnden Lehrers siehst. Ein Lehrer könnte dir zuhören, dir genau sagen was du falsch machst und wie du es richtig machst. Im Internet ist das auch mit einer Aufnahme immer ein Stochern im Dunkeln, weil man eben nicht sieht, was du machst. Und damit bleibt immer ein Zweifel, ob das was du machst wirklich richtig ist. :nix:

    Mehr wüsste ich zu dem Thema nicht. Evtl. hilft noch ein Video (ohne Hintergrundsound).
     
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  10. OliverT

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    Erstellt: 24.11.19   #10
    Palmutes sind PFLICHT im Metal .... mehr gibts dazu nicht zu sagen ...
     
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  11. Rammbock

    Rammbock Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.19   #11
    Ich werde da auf jeden Fall mal dran arbeiten und einen Lehrer werde ich mir bestimmt noch suchen.
    Da mein Amp einen emulierten Ausgang hat, werde ich damit mal was vernünftiges ohne Playback aufnehmen und hier reinschicken.

    Zu dem "richtig drücken, ohne zu weit zu drücken": Ich denke mal, dass das dann auch eine Sache der Übung ist.
    Hat da jemand noch Tipps für?
    --- Beiträge zusammengefasst, 24.11.19, Datum Originalbeitrag: 24.11.19 ---
    Ich meinte das nur in diesem Kontext, weil er da ja, wie auch aus obigen Beiträgen hervorgeht, anscheinend nicht die richtige Technik ist.
    Dass ich Palmmutes lernen muss, ist ganz klar. Jedoch möchte ich erstmal einfachere Riffs vernünftig spielen können.
     
  12. OliverT

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    Erstellt: 24.11.19   #12
    ... einfach die Hand auf die Saiten ablegen .... nicht zu sanft, aber auch nicht pressen .....
     
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  13. C_Lenny

    C_Lenny Moderator Moderator HFU

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    Erstellt: 24.11.19   #13
    Nur, damit ich alter Sack das
    richtig einordne: Du willst Dir wirklich schon am ersten Tag das HowTo für Paul Landers' im Clip zu sehendes/hörendes Riffing reinprügeln - oder gibt es Lern-Vorgeschichten....ähem....ich meine....wegen.... "Einsteigerbereich" :confused:?
    Ach ja und b.t.w.: Herzlich willkommen an Bo(a)rd :hat: !

    LG Lenny
     
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  14. Rammbock

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    Erstellt: 24.11.19   #14
    Ähem, ja...
    Ich habe nur vorher so um die zwei bis drei Wochen auf der Akustik-Gitarre Akkordwechsel und sowas geübt.
    Jetzt habe ich mir Reise, Reise als Startlied rausgepickt und übe daneben auch noch Sonne.
    Ist halt die Musik die ich mag und dann bin ich, denke ich, auch motivierter.

    Und danke für das Willkommen :)
     
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  15. OliverT

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    Erstellt: 24.11.19   #15
    Klar, weil das komplett falsch ist. Bei Palm Mute solltest Du das komplett über die rechte Hand steuern. Sonst kannst Du ja gar nicht die Töne verschieben und dabei den Grundton muten.

    Zum üben.
    Greife einen Powerchord und verschiebe den, Muster anbei

    https://soundcloud.com/user-267072676/sound-test-palmmute-musikerboard
     
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  16. Rammbock

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    Erstellt: 24.11.19   #16
    Wie meinst du das?

    Aber das hat ja nix mit dem besagten "Reise, Reise"-Riff zu tun, oder? Sowas finde ich ja eher in Liedern wie "Rammlied", "Ich Tu Dir Weh" oder "Heirate Mich".
    Oder verstehe ich das falsch?
     
  17. OliverT

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    Erstellt: 24.11.19   #17
    Ich glaube Du meinst dann eher STROKES ;) Und Rammstein spielt ganz normale Palm Mutes in Reise Reise ......
     
  18. Rammbock

    Rammbock Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.19   #18
    Könntest du mir das kurz erklären? Finde dazu nix im Internetz :(

    Aber bei Palm Mutes ist es doch so, dass man die Saite ja während des Anschlagens schon mutet, hier ist es aber so, dass der Akkord erst frei gespielt wird und dann ganz gestoppt wird. Wie die anderen oben schon geschrieben haben, geschieht das mit der Greif- und Schlaghand gleichzeitig.

    Bei 0:44 im Video sieht man auch, wenn man auf Paul Landers im Hintergrund achtet, dass er im Riff erst spielt und dann kurz die ganze Hand aufs Griffbrett legt. Das ist glaube ich das, was ich brauche und wonach ich gefragt habe, oder? :confused:
     
  19. Uhu Stick

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    Erstellt: 24.11.19   #19
    Stroke ist das englische Wort für Schlag. Downstroke ein Abschlag. Upstroke ein Aufschlag.

    Das du einen Powerchord spielst, und denn dann in einem anderen Bund erneut spielst.

    Ja

    Jetzt mit der neuen Überschrift: Ja.
     
  20. Rammbock

    Rammbock Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.19   #20
    Achso. Aber schlagen muss ich doch eh immer, sonst hört man doch nix oder wie ist das gemeint? :gruebel:

    Sorry für den verwirrenden Titel vorher, jetzt sollte es klar sein.

    Hier noch ein Hörbeispiel des Riffs aus dem emulierten Ausgang des Amps (klingt zwar immernoch nicht toll, aber besser als nix), stürzt euch drauf und sagt mir was ich besser machen kann:


     

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