@Mister Blues ich weiss, das hatten wir schon. Dennoch fuer die Neu- und Quereinsteiger hier:
Martin USA und Martin woanders sind kaum vergleichbar. Es sind die gleichen Gitarren aus dem gleichen Werk, aber der Vertrieb ist anders organisiert. Und die Garantie ist anders.
In den USA (und Canada) vetreibt Martin ueber Stutzpunkthaendler, die sich verpflichten bestimmte Taetigkeiten fuer Martin durchzufuehren. Dazu gehoeren kleinere Garantiearbeiten genau wie eine Uebergabeinspektion und ein Setup fuer den Kaeufer. Dementsprechend kommen alle Martins "ab Werk" mit einer sehr hohen Saitenlage und mit Loechern fuer die schlanken Saitenpins. Weil viele Bluegrasser z.B. eine geslottete Bridge oder auch Ramping bevorzugen und dazu braucht es die schlanken Pins. Hierzulande kennt kaum ein Instrumentenbauer Slotting oder Ramping und dementsprechend hat man hier auch die "dicken" Pins mit der Nut.
Viele "Fehler" erklaeren sich aus den unterschiedlichen Vorstellungen, was eine "gut eingestellte" Gitarre ist und vor Allem, wer das machen soll.
In den USA ist das Teil des Verkaufsprozesses, hier ist "Geiz geil" und die Uebergabeinspektion und das initiale Setup wird gern eingespart und auf den Kunden abgewaelzt. Das Geld spart sich der Verkaeufer ein. Oder der Kunde zahlt extra oder er weiss es nicht und meckert dann ueber "Fehler".
Irgendwer muss fuer eine Uebergabeinspektion und ein Setup bezahlen. In den USA ist das im Kaufpreis inbegriffen, hier in Deutschland.....