Wie ich in meinem kurzen Bericht im Thread zum V32-Review schon geschrieben habe, ist so ein 2x12" mit 30W-Vollröhre schweinelaut. (Eine Binsenweisheit, ich weiß!)
Um den V33-212 ohne Weiteres auch zuhause zu benutzen, ist der Lautstärkeregler einfach zu grob. Mastervolume hat er nicht, also regelt man die End-Lautstärke für jeden Kanal getrennt.
Ob Clean oder Overdrive: Auf Stellung "1" ist es bereit so laut, dass man die halbe Strasse beschallt. So richtig kommt selbst der im Vorverstärker erzeugte Overdrive nicht durch, mit viel Gain klingt es einfach nur kratzig.
Um dem etwas entgegenzuwirken, habe ich ein Dämpfungsglied in den Effektweg eingeschleift. Im Grunde ein simpler Spannungsteiler, der den Eingangspegel der Endstufe absenkt (-20db).
Während ein echter Power-Soak mit >100 zu Buche schlägt, hat mich dieses kleine Kabel nur wenige Cent gekostet. Ein altes Gitarrenkabel, von dem ich einen Stecker nebst ca. 15cm Kabel abgeschnitten habe, ein neuer Klinkenstecker und zwei Widerstände (4,7kOhm und 47kOhm, jeweils 1/4W) waren alles, was ich brauchte.
Den 4,7kOhm-Widerstand lötete ich zwischen Leiter und Masse des Klinkensteckers, den 47kOhm-Widerstand in den Leiter. Zum Isolieren des Leiterwiderstandes ggü. dem Masseanschluss verwendete ich ein Stück selbstklebendes Isolierband. Der Spannungsteiler verschwindet komplett im Gehäuse des Klinkensteckers.
Mit diesem kleinen Helfer bin ich bei Stellung "2" des Level-Potis immer noch im Bereich der "erhöhten Zimmerlautstärke", also durchaus wohnzimmer-kompatibel. So lässt sich die Lautstärke wesentlich feinfühliger einstellen. Gain kann ich aufdrehen und dann mit dem Volumepoti der Gitarre die Verzerrung regeln.
Natürlich "atmen" die dicken 12-Zöller bei diesen Pegeln nicht so frei, als wenn sie unter Dampf stehen. Und dieses oft geschilderte Phänomen der Endstufensättigung erreicht man auch nicht. Aber es ist auf jeden Fall brauchbarer, als das Gebritzel der abgewürgten Vorstufe.
Gruß
Andreas