Die Perfekte Platte

  • Ersteller Ersteller zwiefldraader
  • Erstellt am Erstellt am
  • #21
Was mich mal interessieren würde: Wieviel von den inzwischen erwähnten Platten kennt Ihr eigentlich persönlich?

Bei mir liegt die Quote unter 50%. Manches gefällt mir einfach nicht oder ist halt nicht mein Geschmack. Aber eine ganze Menge davon kannte ich noch gar nicht.
Grobschnitt, Fates Warning zb noch nie gehört.
 

  • #22
Fates Warning zb noch nie gehört.
Fates Warning waren in den 80ern regelmäßig "Album des Monats" bei Metal Hammer. Ich habe sie einmal als Vorgruppe von Dream Theater (die hier auch noch nicht genannt wurden, was sicher daran liegt, dass die Produktionen für mich nicht 100% sind) gesehen, echt klasse.
Wer gefallen an Fates Warning findet, sollte sich auch unbedingt die beiden Alben Sympathetic Resonance und Winter Ethereal von Arch/Matheos zu Gemüte führen: John Arch ist der ehemalige Sänger und Jim Matheos der Gitarrist. Prog vom feinsten (wenn man die außergewöhnliche Stimme von John Arch mag).
 
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  • #23
Eigentlich müsste auch was von Bob Dylan mit rein
Definitiv, zumindest was das Songwriting angeht, praktisch alles.
Aber mit Highway 61 revisited (allein schon wegen einem der besten Songs ever, Like a rolling stone) und Blonde on Blonde gibt es auch mindestens zwei Alben die in diese Liste gehören.

Und weil wir bei Songwriter sind. Tom Petty mit Wildflowers, Ry Cooder mit Bop till You Drop, John Hiatt mit Stolen Moments sollten nicht vernachlässigt werden.
Und dann ist da noch Ricky Lee Jones mit ihrem ersten Album (dort wo Chuck E's in love zu finden ist) und Naked Songs (minimalistisch instrumentiert aber von fast überirdischer Intensität) sind schon auch wichtig.
Ich weiß nicht ob es schon genannt wurde aber Phil Collins mit Face Value gehört auch zu den tollsten Produktionen die ich so kenne.
Dann war ich auch schon beim ersten durchhören der Live Platte An Evening of Magic von Chuck Mangione restlos begeistert. Chase the clouds away hat eine derart tolle Stimmung bei mir erzeugt, dass ich vor Freude weinen musste. Hat auch nicht oft statt gefunden.

Ach, es gibt so viele großartige Musik, die auf Tonträger konserviert wurde.

Joni Mitchell mit Shadows & Lights, dann Dire Straits mit Sultans of Swing, das erste Album von ZZ Top, Songs in A Minor von Alicia Keys, Bob Marley mit Natty Dread, Deep Purple mit Machine Head, Gloria Estefan und Mi Tierra, Jackson Browne mit Running on Empty (alleine wegen der z.T ungewöhnlichen Produktionstechniken), Steely Dan und Pretzel Logic, Little Feat mit Waiting for Columbus (damals sicher die best recordete Live Platte überhaupt), As falls wichita, so wichita falls vom Pat Metheny, Shawn Collins und A few small repairs, Talking Heads mit Stop making sense, und und und

Zu guter letzt würde ich aber auch namhafte Produzenten nennen, die sehr viele Platten mit erschaffen haben, die in die Kategorie perfekte Platte fallen. Ich nenne erst mal nur zwei, die ich wirklich gut finde. Das ist zum einen Trevor Horn und dann der überragende Quincy Jones.
 
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  • #24
Ich bin schockiert 😮
Das ihr jungen Menschen diese Alben vorenthalten wollt ...

Rainbow - Down to earth
Manfred Mann's EarthBand - Watch
Rio Reiser - Rio I.
Dexys Midnight Runners - Too Rye Ay
Porcupine Tree - Alle Alben
Nada Surf - Proximity Effect
Steven Wilson - Hand Cannot Erase
The Decemberists - The King ist dead
 
Grund: Korrektur
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  • #25
  • #26
Klar, alle Großen gabs auch für meine Kinder als Pflichtprogramm aber gerne auch mal den Blick neben dem Tellerrand:

Laurie Anderson (etwas Avantgarde in den 80er):
Big Science, Bright Red, Mister Heartbreak

Lou Reed (die raue Gewalt):
Transformer, The Blue Mask

Zu Weihnachten:
Bryan Ferry - As time Goes By

CAN (mal was deutsches):
Ege Bamyasi

Brian Eno:
Another Green World

Cesaria Evora (passt gerade gut zum Wetter):
Miss Perfumado

Daniel Lanois (gerade wenn man es etwas ruhig angehen will oder zum aufwachen):
Acadie

David Sylvian:
Brilliant Trees

Dead Can Dance:
The Serpent's Egg, Aion

Hatten wir eigentlich schon Deep Purple, Made in Japan und Bob Marley?

Fitzcarraldo:
A Frames

The Verve Pipe:
Villains

Henryk Górecki - Davi Zinman, London Sinfonietta, Dawn Upshaw
Symphony No3.

Jon Hassel:
Power Spot

Kip Hanrahan:
Tenderness

Leftfield:
Leftism

A forest called Mulu:
A Search for the Unexplored

Miles Davis:
Sketches Of Spain

Supertramp (die Wurzeln von Supertramp):
Supertramp
 
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  • #27
Hatte noch was vergessen:

Jethro Tull: Aqualung und Crest of a Knave (letzteres hat Grammy gewonnen 1987)
 
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  • #28
The Velvet Underground - The Velvet Underground & Nico
Neil Young - Harvest
David Bowie - Hunky Dory
The Beatles - Abbey Road
Pink Floyd - The Dark Side of the Moon
Talking Heads - Remain in Light
Daft Punk - Homework
Portishead - Portishead
Pulp - Different Class
The Smiths - The Smiths
The Cure - Three Imaginary Boys
Arcade Fire - The Suburbs
The Strokes - Is This It

Und noch viele mehr.....
LG Jörg
 
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  • #29
Ah, gerade eingetroffen: Frank Zappa 'Hot Rats Sessions' - eine Box voller toller Musik beim Entstehen beobachtet - ein Juwel unter den Zappa Scheiben. Musikhistoriker streiten noch welches Jazz-Rock Album nun das erste war: 'Bichtes Brew' oder 'Hot Rats'... ;)
Egal, IMHO beide epochal:)
 
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  • #30
Was ist schon perfekt?

Radiohead - Kid A
The Strokes - Is This It
Wilco - Yankee Hotel Foxtrot
The Killers - Hot Fuss
David Bowie - Black Star
Deftones - White Pony
Sonic Youth - Sonic Nurse
Fiona Apple - Extraordinary Machine
Mastodon - Leviathan
System of a Down - Toxicity
Franz Ferdinand - Franz Ferdinand
The National - High Violet
The Black Keys - Brothers
Queens of the Stone Age - Rated R
Phoenix - Wolfgang Amadeus Phoenix
Feist - Let It Die
Jamie XX - In Colour
Sonic Youth - Sonic Nurse
Arcade Fire - Funeral
Vampire Weekend - Modern Vampires of the City
The White Stripes - White Blood Cells
PJ Harvey - Stories From the City, Stories From the Sea
Interpol - Turn on the Bright Lights
Arctic Monkeys - AM
Radiohead - In Rainbows
The Libertines - Up the Bracket
Sufjan Stevens - Illinois
Spoon - Kill the Moonlight
Beck - Sea Change
 
  • #31
Hab' ich den Boss nur überlesen?

Bruce Springsteen - Born in the U.S.A.
 
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  • #32
Man müsste vielleicht mal „gute Produktion“ definieren.
 
  • Ersteller
  • #33
Das stimmt.
Aber ich will meinen Kindern ein bisschen Weltläufigkeit der Pophistorie und Rockgeschichte vermitteln. Ich bin kein Profi und kann nur sagen, dass es Scheiben gibt, die wie aus einem Guss klingen und Andere nach Pappendeckel.
Das lässt sich auch nicht immer mit Remastering lösen, zumindest wenn man das ursprüngliche Klangbild einer Platte nicht völlig verändern will.

Aber ein Beispiel ist, dass ich die "Selling England by the Pound" von Genesis auf einer frühen CD-Wiederveröffentlichung habe, kein Remaster. Und was soll ich sagen. Die Scheibe klingt toll und auch der Rauschabstand ist total gut.
In meiner Jugend war ich großer Nazareth Fan, habe fast alle Platten von Beginn bis zur Snaz... Und so sehr ich die Stücke mag - das Schlagzeug klingt immer irgendwie nach Schuhkarton. Die Hair of the Dog ist vielleicht die Einzige, die ein bisschen druckvoller daher kommt. Das ändert auch ein Remastering nicht völlig. Es klingt ein bisschen so, als hätte man, weil es eben eine Band aus der zweiten Reihe war, nicht ganz so viel investiert in guten Klang, während es bei Led Zeppelin Produktionen oder selbst Deep Purple später (die mE auch nicht immer den goldenen Klangregler verdient haben) einfach dicker rüberkommt.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Und es stimmt, @Tremar - der Boss ist noch nicht mit auf der Liste. Allerdings deshalb weil die Born in the USA bereits zum Familienfundus gehört und eine der Handvoll Platte, auf die wir uns immer einigen können, wenn wir beim Autofahren sind (neben der Blood Harmony und Bloom von Larkin Poe, sowie dem blauen Album der Beatles). Aber klar, der Boss gehört da noch rein eigentlich.
 
  • #34
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  • #35
Für mich ist eine gute Produktion eine besondere Produktion und nicht unbedingt Hochglanz!
Das denke ich auch. Darum finde ich Live-Alben wie The Who - Live At Leeds oder Rory Gallagher - Irish Tour auch so wertvoll. Wenn Rory im Intro zum Stück noch seine Gitarre umstimmt oder mit dem Slide auf die Saiten schlägt, das Publikum mitstampft und der ganze Hallenboden mitrumpelt. Der ganze grobe, eben nicht überproduzierte, glatt gebügelte und overgedubbte Dreck, der da noch drin steckt, klingt einfach authentisch.

Ein Gegensatz dazu war für mich Yello, diese zwei Schweizer Elektroniker. Die hatten immer so einen blitzsauberen, transparenten und räumlichen Klang, dass sie von den einschlägigen HiFi-Magazinen regelmäßig für Hörtests verwendet wurden. Fand ich damals auch geil!!!
 
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  • #36
Steely Dan / Aja - kommt für mich einer "perfekten" Platte am nächsten
Neil Young & Crazy Horse / Ragged Glory - mein Lieblings-Rockalbum
Abba / Super Trouper - meine erste Lieblingsplatte
 
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  • #37
Für mich ist eine gute Produktion eine besondere Produktion und nicht unbedingt Hochglanz!
Ich sage es mal anders: Die Produktion sollte zum Produkt passen.

Ich finde die Mixes von Alan Parsons geil oder auch die Produktionen von Def Leppard. Aber würden diese zu Nirvana passen? Wohl eher nicht.

Negativbeispiel ist für mich die Platte "Californiacation" von R:H:C.P. Die ist gegen die Wand gefahren worden zu Zeiten des Loudness-Wars.
 
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  • #38
Nachschlag zum Thema "Produktion", das ja sehr subjektiv ist:
New Bomb Turks mit ihrer Destroy-Oh-Boy!
Live zusammen als ganze Band im Studio aufgenommen, klingt die Platte, als hätte ein räudiger Strassenkater sie einem besoffen vor die Füße gekotzt. Und damit beschreibt es den Sound nur annähernd. Dreckig, fies, direkt. Mehr Power hatten die Jungs nie wieder auf einer Platte, nur live haben sie diese rohe Energie umsetzen können, die sie hier erst-und einmalig auf Langrille destilliert haben.

Für mich insgesamt ein perfektes Album,das ohne Ausfälle und einigen Hits für die Ewigkeit bis heute extrem viel Spass macht und nichts von seiner rotzigen Frische verloren hat. Eine für den (amerkanischen) Underground-Punk(rock) absolut wegweisende Scheibe. Rockt und macht bis heute mindestens genauso viel Spass,wie sich mit dem Skateboard auf der Landstraße in Ohio mit 60mph von einem Dodge Charger ziehen zu lassen. :rock:
 
  • #40
The Who - Live At Leeds
IMHO das beste Live Album ever - was Pete Townsend & Co da veranstalten, ist phänomenal.
Es gibt wirklich viele sehr gute Live-Aufnahmen von allen möglichen Leuten - sei es Rock, Jazz oder was auch immer, aber Live at Leeds finde ich immer wieder am beeindruckensten: diese Power und der Sound, die Virtuosität und Spielfreunde. Ich kenne kein zweites Album, was dem nahe kommt.
Schade, das es davon keine richtigen Filmaufnahmen gibt.
So genug geschwärmt... :opa:
 
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