Die Perfekte Platte

  • Ersteller Ersteller zwiefldraader
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  • #41
Aber ich will meinen Kindern ein bisschen Weltläufigkeit der Pophistorie und Rockgeschichte vermitteln.
Kleine Anekdote am Rande: Bin gerade bei einem Schuimusical zugange, die Band besteht großteils auch aus Schülern. In einer Pause spielen die "Layla" von Derek & the Dominos an. Ich frage die beiden (Musik-!!!) Lehrer ob die das Lied kennen und wer der Interpret denn sei. Kopfschütteln war die Reaktion.
Naja, hat mir wieder mal bewiesen, dass guter Musikgeschmack auch mal eine Generation oder so überspringen kann.

Aber wenn man den History Topf öffnet, dann ist man auch schnell bei Aufnahmen wie die von Robert Johnson, rein technisch damals gut heute eher mau, aber die Musik ist toll.
Mixes von Alan Parsons
Ich finde ja, dass in den 70ern gerade in England viel gutes Zeug gemacht wurde, speziell in den Olympic Studios, dessen Sound ich z.B dem von den Abbey Road Studios vorziehe.
 
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  • #42
Ziemlich kreativ und Produktionstechnisch ihrer Zeit voraus waren Trevor Horn und Kollegen mit den ZTT-Records.


Da denke ich an Grace Jones, besonders an das "Slave to the Rhythm“ Album, oder an the Art of Noise, Frankie goes to Hollywood, Propaganda ... und viele mehr.


Im Jazzbereich gibt es ECM Records aus München, bekannt für herausragende Produktionen.

 
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  • #43
Ja, ECM haben sehr geile Sachen produziert und immer eine tolle Klangästhetik, die schafft sehr klar zu sein, ohne kalt zu wirken.
Das ist schon besonders.
An vielen amerikanischen Jazzproduktionen ab den 90ern wurde da mE zu viel der Analytik gehuldigt und dabei das Lebendige geopfert.
Was ich auch liebe sind die BluNote Aufnahmen mit Rudy Van Gelder hinterm Pult.
 

  • #44
Oh, habe noch was vergessen:

Marillion: Wahlweise "Brave" oder "Seasons End"

Und Steve Rothery ist wohl einer der vielfach unterbewerteten Gitarristen. Seinen Sound höre ich aus 1000 anderen heraus.
Hier zusammen mit einem anderen ganz großen (hat mit youtube gerade vor die Füße gelegt).


View: https://www.youtube.com/watch?v=OIASJN57KlM&list=RDOIASJN57KlM&start_radio=1

Sehe und höre ihn mit Marillion kommende Woche nach über 30 Jahren wieder. Freue mich!
 
  • #45
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  • #47
Welche Band hier (außer deren erster Sänger) überhaupt noch nicht erwähnt wurde und die für viele ja als Meilenstein des Progressive Rock gelten: Genesis

Deren frühe Alben “Foxtrot”, “Selling England by the Pound”, “The Lamb lies down on Broadway”, “A Trick of the Tail” und “Wind and Wuthering” haben Musikgeschichte in diesem Genre geschrieben und haben unzählige Bands wie Marillion, IQ, Big Big Train und viele mehr entscheidend beeinflusst.

Viele denken bei Genesis ja eher an die Hits der 80er wie Mama, Invisible Touch, Land of Confusion, aber die Phase ist fast eine andere Band.
 
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  • #48
Ich gebe Dir ja Recht.... Aber alleine 'Selling England ...' ist schon zwei Mal genannt.

Und steht auf der To-do-Liste
 
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  • #49
Welche Band hier (außer deren erster Sänger) überhaupt noch nicht erwähnt wurde ... Genesis

Da hast Du aber nicht besonders aufmerksam gelesen.... 👆

Genauso zählt für mich von Genesis Selling England by the pound zu den ewigen Scheiben.
Aber ein Beispiel ist, dass ich die "Selling England by the Pound" von Genesis auf einer frühen CD-Wiederveröffentlichung habe
Genesis: Selling England By The Pound
Genesis wurde schon erwähnt, welches Album - wenn man nur eines auswählen möchte - ist sicher persönlich verschieden, bei mir wäre Abacab vielleicht das erste

Man kann mit der Suchfunktion (Lupe oben rechts) auch nur in einem Thread suchen.

Viele denken bei Genesis ja eher an die Hits der 80er

Ich glaube, in diesem Thread kennen schon viele die älteren Sachen. Ist eher schwer, sich für eine Platte zu entscheiden. Für mich ist das auch ein ganz anderer Stil als zB Nursery Cryme. ich finde es beeindruckend, dass die Band so verschiedene Epochen in dieser Qualität hat.
 
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  • #50
ich finde es beeindruckend, dass die Band so verschiedene Epochen in dieser Qualität hat.
Ja. Nur dass für mich persönlich als Progressive Rock Liebhaber Genesis mit dem Ausscheiden erst von Peter Gabriel und dann noch von Steve Hacklett uninteressant geworden ist.
 
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  • #51
Bitte, das ist hier keine Genre-Diskussion ;)
 
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  • #53
Papa versucht ein bisschen Historie der Popularmusik zu vermitteln.
Dann würde ich, da noch nicht genannt, oder überlesen, Pink Floyd THE WALL, sowohl die LP/CD, wie auch der daran anschließenden Konzerte, sowie den Film mit Bob Geldorf als Hauptdarsteller, als historischen Meilenstein der Musikgeschichte benennen.
 
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  • #55
Sehr gut - sowohl The Wall als auch Concert at Central Park sind ohnehin im Hinterkopf
 
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  • #56
Helmet:  Meantime (1993). Hart, vertrackt, innovativ, die Songs mit krummen Takten, Stakkato-Riffs, jazzigen Parts und Arrangements von Page Hamilton als studiertem Jazz-Gitarristen einfach genial und kreativ geschrieben. Die Blaupause für viele Alternative-und Metal/HC-Bands bis heute.
Dazu mit John Stanier als einem der besten Rockdrummer aller Zeiten unfassbar tight und synkopisch auf den Punkt gespielt. Als Sahnehäubchen hat die Platte mit Unsung noch einen der besten Alternative-Songs aller Zeiten an Bord. Dazu noch eine knochentrockene Produktion (teilweise von Steve Albini), die Helmets Sound im Vergleich zum Debüt auf ein neues Level brachte.
 
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  • #57
Ist das völliger Blödsinn was ich da mache?

Hm, Blödsinn vermutlich nicht, aber ich glaube, dass meine Tochter (13) z.B. schon ein bissel dumm aus der Wäsche schauen würde, wenn ich plötzlich damit anfänge, sie über "gute" Musik "belehren" zu wollen!?

Von meinen Eltern habe ich damals auch ein bissel was aus der Plattensammlung mitgenommen - Mike Oldfield oder Santana waren ziemlich prägend - die haben sich aber auch nicht hingesetzt und gesagt: So Sohnemann, dass mußt du jetzt mal hören...
Meine Lütte würde mir wohl eher den Vogel zeigen wenn ich plötzlich sagen würde: Komm Tochter, wir hören uns jetzt mal "gescheite" Musik an...wir haben gemeinsame Schnittmengen - aber das ist bei uns keine Einbahnstraße...sie nimmt Sachen von mir mit, ich Sachen von ihr. Einige der Lieder, zu denen ich am Rechner gerne Bass spiele habe ich das erste Mal bei ihr gehört. Seit knapp 2 Jahren hört sie viel K-Pop...so what? Ist im Großen und Ganzen auch nicht meins, ich muß aber auch gestehen, dass das in Sachen Mix, Produktion und vor allem visuell eine Hausnummer ist...und es ist ihr Ding!
Ich mag "Tame Impala", sie "BlackPink"...wir treffen uns dann bei "Dracula"...

Ich finde den Gedanken an eine elterliche Begleitung während der musikalischen "Entwicklung" des Nachwuchses auch schon irgendwo reizvoll, meine Tochter ist da aber mindestens so eigensinnig wie ich es in Sachen Musikgeschmack bin...;-) Wenn das bei euch funktioniert - cool! Ich würde mich auch freuen, wenn bei meiner Tochter da tiefgehenderes Interesse im Bezug auf meine Musik bestehen würde - es ist aber auch nichts, was ich irgendwie erzwingen wollen würde!

Ich hätte glaube ich auch keine "Klassiker" im Wortsinn, die ich ihr umbedingt zeigen wollen würde. Mit inzwischen Fünfzig bin ich jetzt auch endgültig ein alter Sack, trotzdem gingen viele der "Klassiker" komplett an mir vorbei - die Leute in meiner Band - die meisten sind jünger als ich - können nicht glauben, dass ich keinen Draht zu den Stones, Beatles, CCR, Simon & Garfunkel, Thin Lizzy oder was auch immer habe, wenn da mal Covervorschläge in die Richtung kommen.

GN'R - Appetite for Destruction
Pearl Jam - Ten
Maceo Parker - Funkoverload
Metallica - Master of Puppets

Schon irgendwo lustig, wenn man unter 4 Alben in der Reihe ausgerechnet diejenigen wiederfindet, die man selbst zu den eigenen einflussreichsten - vielleicht 20, 30 Alben zählen würde^^.
Wobei die "Master of Puppets" noch eine Ecke bei mir hervor sticht, weil sie für mich einfach die höchste Dichte an Liedern bzw Parts hat, die ich glaube ich bis ans Ende meiner Tage in meinem musikalischen Herzen tragen werde.....weil sie sich dort eingebrannt haben...das Solo von "Master of Puppets" ist für mich persönlich noch immer eines der besten Beispiel dafür, was überhaupt das Wesen der Musik ausmacht...ich muß es nicht hören, ich kann es in meinem Kopf abspielen, jederzeit....und niemand kann mir die Freude daran nehmen...rein philosophisch betrachtet!

"Perfekte" Alben sind für mich auch wirklich rar gesät, und neben den hier schon genannten fallen mir da auch nur ein paar ein, die vermutlich auch nicht wirklich populär im klassischen Sinne sind!?

Das 2009er Album "Sound Awake" von "Karnivool" ist in meinen Augen bzw. Ohren in Sachen Songwriting und Aufnahme eines der besten Alben überhaupt...

Das '94er Album "Grace" von "Jeff Buckley" wäre auch ganz weit vorne, wenns darum ginge, meiner Tochter schönes Sonwriting nahezulegen...und ihr eine der mMn schönsten Stimmen im Rock/Pop zu zeigen.

...und das '96er Album "Crash" von der "Dave Matthews Band" in Sachen Musikalität, Vielfalt, Songwriting!
 
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  • #58
Dann würde ich, da noch nicht genannt, oder überlesen, Pink Floyd THE WALL, sowohl die LP/CD, wie auch der daran anschließenden Konzerte, sowie den Film mit Bob Geldorf als Hauptdarsteller, als historischen Meilenstein der Musikgeschichte benennen.
darüber ließe sich stundenlang diskutieren: die einen finden es grandios, die anderen sind eher der Meinung, dass es ein Solo Album von Roger Waters ist...
Aber Pink Floyd teilen das Schicksal vieler bekannter Bands: Fleetwood Mac, Yes, Genesis usw.

Aber zurück zu den perfekten Alben:
Ozric Tentacles: Erpland
Nirvana: Nevermind
Pink Floyd: Ummagumma
Chris Whitley: Soft Dangerous Shores
Supermax: Types of Skin
 
  • #59
Was wäre Eure Auswahl?
Weezer - Pinkerton
Slint - Spiderland
Xiu Xiu - Faboulus Muscles
Portishead - Third
White Noise - an Electric Storm
Hendrix - Electric ladyland
Tocotronic - K.O.O.K
Bowie - Ziggy Stardust…
Codeine - frigid Stars / White Birch
Shellac - 1000 Hurts
The Notwist - Shrink
Blumfeld - L‘etat Moi
Abwärts - Amok Koma
 
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  • #60
, Blödsinn vermutlich nicht, aber ich glaube, dass meine Tochter (13) z.B. schon ein bissel dumm aus der Wäsche schauen würde, wenn ich plötzlich damit anfänge, sie über "gute" Musik "belehren" zu wollen!?
Naja, ganz so läuft das natürlich nicht.
Ich hab die Großen schon gefragt, ob sie Bock darauf haben.
Da war zum Einen die K-Pop Zeit (eine kurze, schmerzhafte Episode) schon vorbei und zum Anderen ist sowieso so, dass wir uns auf Beatles und Larkin Poe immer einigen konnten. Das Interesse meiner Kids war also schon da.
Und ich habe ja auch nicht ein Kompendium von "Klassikern" wegen ihrer Bedeutung, sondern was mir besonders gefällt, sehr persönlich.
Thin Lizzy hat voll reingehauen und AC/DC auch. Jetzt läuft Bowie rauf und runter.
Compliance ist also gut.
 
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