@Raverii:
Ich wollte schlichtweg erst einmal eine messbare Größe einführen, und im speziellen bezogen auf die Zungenbewegung; und bei Deinen anderen Anmerkungen gehe ich mit Dir konform.
zurück zu Dora's Problem (denn es ist ja ihr Thread); ich glaube einfach, dass das eigentliche Problem nicht die Art der Technik, sondern deren Ausführung ist. Dass eben die Doppelzunge nicht die Lösung bringt.
"Schnell" und "zu schnell" sind relative Größen, die sich auf das eigene Empfinden beziehen. "zu schnell" ist alles, was ich nicht selbst verarbeiten kann. Das Anhören von beiliegenden CD's oder youtube-Videos kann eine überhöhte Vorstellung als Idealbild des Klanges erzeugen.
Aber schnell Spielen kann man nicht eben über Nacht, sondern muss es trainieren und üben. Dabei gibt es passende Übungsformen, die das üben effizienter machen. Ein Stück 100mal hintereinander weg als Ganzes zu üben ist nicht so schnell zielführend, als es in kleine einzelne Happen aufzuteilen und einzeln zu üben; vor allen Dingen besonders schnelle Stellen. Oder am Ende, wenn nur noch 1 oder 2 Takte haken, dann eben nur diese (mit Übergängen zu den vorangehenden und folgenden Takten/Tönen), statt dann alle anderen 48 Takte insgesamt zu üben. Siehe auch:
https://www.musiker-board.de/thread...erfahrungen-fragen.611115/page-3#post-7752986
Beim Lernen der klassischen Konzertgitarre gibt es z.B. eine Serie von Prof. Hubert Käppel, wo er vor jedem Stück/Etüde die schwierigen Passagen isoliert, bzw. Vorübungen angibt, die man 7-20 mal vorweg üben soll (diese 7-20mal ist ein Erfahrungswert, den man für das "Einspeichern" einer Bewegung braucht; siehe auch das Buch von Gerhard Mantel oben).
Für ein effizientes Üben kommt es dann darauf an, die eigenen Schwierigkeiten zu erkennen und Lösungen und Übungen für sich zu finden, am besten anfangs zusammen mit einem kompetenten Lehrer.
und ich fand das mit der Zunge anfangs echt bremsend und zuviel Bewegung im Mund. Mittlerweile geht es ganz gut.
@Dora Wahrscheinlich hast Du mit Deiner Beoabachtung recht, dass sich Deine Zunge insgesamt zu viel bewegt.
Für schnelles Spielen ist dann die Koordination mit den Fingern notwendig, Atmung + Zunge + Finger müssen zu einer Einheit zusammenschmelzen, insgesamt sollte die Flöte allein schon mit minimalem Aufwand gehalten werden und auch die Fingerbewegung darf nicht zu groß oder verkrampft sein. Und beim Spiel von Noten muss dann auch noch die Koordination mit dem Erfassen der Noten erfolgen - insgesamt ein recht komplexer Prozess, der das Hirn in verschiedenen Arealen beschäftigt.