Es ist immer wieder interessant zu lesen, dass der Blackmore mit den V30 nicht "gut" klingt. Ich war auch lange Zeit der Meinung, zumindest für Live- und Proberaumanwendungen. Neulich konnte ich eine gute Studioerfahrung machen. Da wurden insgesamt 3 Amps und 3 Boxen gegeneinander ausprobiert, sprich 9 Kombinationen. Es waren der Engl Blackmore da, Peavey 6505 und
Marshall* JVM 210, Als Boxen standen eine Mesa Traditional,
Marshall* mit gt12t75-ern und eine Engl mit V60 zur Verfügung. Auf der Testaufnahme klang die V60-Box iwie kratzend und schnarrte bissl (vllt. das Gitter, wurde aber nicht ohne Gitter ausprobiert), klang insgesamt ziemlich dünn in den oberen Mitten und wummerte sogar etwas in den Tiefmitten. Mit der
Marshall*-Box klang der Engl noch schwammiger, keine Definition im Bassbereich, erstaunlicherweise Mitten bis zum abwinken und zu schrille Höhen. Der Sound war viel differenzierter und genauer in der Ansprache mit den V30 aus der Mesa. MAn könnte es auch als tight bezeichnen

Der Sound musste sogar fast gar nicht mit einem Equalizier in Cubase hochpoliert werden (nur die typischen Tief- und Hochpassfilter). Die Kombi war dann sogar so gut, dass die anderen Amps ebenfalls nur über die Box gefahren wurden, der Engl diente aber bei Rhythmus und Soli als Hauptamp. Achja vllt. noch erwähnenswert: Für die Mikrofonierung wurde der
Sennheiser* e906 verwendet. Wie immer ist das Soundempfinden subjektiv und anwendungsbezogen, für mein Empfinden sind die V30 (in einer Mesa-Box) weitaus mehr für eine Aufnahme geeignet, als die V60 (welche wiederum in einer Livesituaton der Hammer sind). Damit es keine Missverständnisse gibt, sei es noch erwähnt: Es waren keine Funk oder Blues aufnahmen, sondern schon moderne Metalsachen.
Ende November gehen wir wieder ins Studio, ich kann dann evtl. mal Soundbeispiele hochladen.