Equipmentgeilheit heute

  • Ersteller ctobehn87
  • Erstellt am
Üben ist viel anstrengender, als sich mit der Suche nach neuem Equipment zu beschäftigen.
Und der Erfolg stellt sich nach Übergabe der Kohle sofort ein,

zumindest bis zum nächsten Morgen. ;)
 
ein Glück ich bin nicht der älteste hier (44) hi hi hallo Conrad:)
Vielleicht existieren auch unterschiedliche Vorstellungen vom Wort "equipmentgeil" ? Ich dachte, das Wort ist mehr negativ behaftet, -ähnlich wie beim Markenkult bei Klamotten in der Schule z.B. oder Angeberei in Verbindung mit Aufmerksamkeit heischendem Verhalten o.ä.. Aber wenn einer neue Effektgeräte, PU´s oder sonstiges Equipment probiert/kauft um seine Soundvorstellungen zu verwirklichen, ist das doch nicht equipmentgeil?
 
sehr interessantes thema das ganze=)
ich selbst bin 20 jahre jung und spiele seit nun knapp 4 jahren gitarre. immer dann wenn ich lust habe, anfangs mehr, jetzt weniger. hab am anfang (zum lernen) mehr gevocert, nun schreibe ich selber meine lieder und bin glücklich damit:)
und ich gebe gerne zu: ich bin kein gitarrist, der unbedingt immer mehr können möchte, der noch schnellere solos erlernen will (ok, ich spiele auch schnelle sachen ala´ Amon Amarth usw., aber nur weil ich die band eifnach geil finde^^). ich möchte behaupten, dass ich mit meinem jetztigen stand zufrieden bisher bin;)
nun ist mir etwas aufgefallen und ich bin gespannt, ob es dem ein oder anderen hier auch so ergeht/ergangen ist: Immer wenn ich etwas neues kaufe (wie zuletzt meine RGA7), dann steigt meine ambition gitarre zu spielen ins unendliche^^ ich sitze in jeder freien sekunde an meine klampfe und probiere einfach neue sachen aus. dann, nach ein paar monaten, verfliegt die magie und alles ist wieder beim alten. neues teil, gleicher effekt, wieder jede sekunde am üben^^
nun werd ich mir bald ein Axe fx anschaffen, da hab ich genug zum rumspielen. aber genug von mir, geht es einem hier ähnlich? neues equipment als ansporn zum lernen?
 
nun ist mir etwas aufgefallen und ich bin gespannt, ob es dem ein oder anderen hier auch so ergeht/ergangen ist: Immer wenn ich etwas neues kaufe (wie zuletzt meine RGA7), dann steigt meine ambition gitarre zu spielen ins unendliche
Ja ich, geht mir genauso, sehr ausgeprägt sogar. Und ich habe mir verdammt viel Zeugs im Laufe der Jahre gekauft (von Gitarren, Bässen bis zur Querflöte, Cello, Geige(das einzige, wo ich ne Ausbildung hatte) bis zur Afrikatrommel und zum Flamencoei. Ich brauch das halt, weil ich ja auch aufnehme und meine kompletten Songs selber mache. Au weia, ich dachte trotzdem, ich bin nicht equipmentgeil:mad:
 
Yenz schrieb:
Generell ist die Technikgeilheit hier im Forum aber schonmanchmal enorm. Aber was solls, schadet ja auch nicht. Bin ja auch Teil davon.

Das Forum hier stellt wahrscheinlich nicht den Querschnitt aller Musiker dar. Wenn sich jemand viel mit Equipment beschäftigt, dann liegt es doch nur nahe, mal hier nachzufragen. Wenn ein anderer seit 20 Jahren mit seiner Gitarre und seinem Amp glücklich ist - dann hat er auch keine Fragen, wird sich also eher nicht im Forum anmelden.

Alucard2142 schrieb:
aber genug von mir, geht es einem hier ähnlich? neues equipment als ansporn zum lernen?

Ich denke das hat etwas mit Rechtfertigung vor sich selbst zu tun. So im Sinne von: "Das ganze Geld hat sich gelohnt, ich nutze das Gerät ja täglich viele Stunden, somit sind xxx€ gerechtfertigt."
Man weiß also selbst, dass es eigentlich zuviel Geld war, aber man möchte sich vor sich selbst (und evtl. anderen Menschen - Ehefrauen, Freundinnen...) rechtfertigen, also unbewusst. Abgesehen davon, dass natürlich neues Equipment am Anfang immer besonders geil und aufregend ist.
Nur so eine Vermutung meinerseits :redface:
 
ein Glück ich bin nicht der älteste hier (44) hi hi hallo Conrad:)
Vielleicht existieren auch unterschiedliche Vorstellungen vom Wort "equipmentgeil" ? Ich dachte, das Wort ist mehr negativ behaftet, -ähnlich wie beim Markenkult bei Klamotten in der Schule z.B. oder Angeberei in Verbindung mit Aufmerksamkeit heischendem Verhalten o.ä.. Aber wenn einer neue Effektgeräte, PU´s oder sonstiges Equipment probiert/kauft um seine Soundvorstellungen zu verwirklichen, ist das doch nicht equipmentgeil?
So in etwa war's gedacht ;) Ich mein, ich hab selber ein Set, das ca. 4500 € wert ist. Da wär ich strange drauf, wenn ich es von Grund auf verurteilen würde sich mal ne neue Klampfe zu kaufen oder so:great:
 
Mir ist, später, auch noch was eingefallen: Ich bewege mich nicht in Profimusikerkreisen. Das bedeutet natürlich eine ganz andere Technikrealität. Ich behaupte das Technikgeilheit ab einer gewissen "Ich muss von meiner Musik leben" -Stufe natürlich auch anders zu bewerten ist. Aber auch da geht sicher mehr und weniger, mindestens aber bei der PA ist dann auch dem Liedermacher nicht mehr völlig egal was an Technik vorhanden ist, vom Recording ganz zu schweigen, aber das würde vllt zu weit führen.

Vester hat da auch was angesprochen. Technikgeil im Sinne von Markengeil....Tja. Dann ist das nochmal wieder was ganz anderes. Darum dreht es sich ja letztendlich in jedem dritten Thread ;) ("Epi vs. Stagg vs. Gibson")

Das sich hier im Forum natürlich ein anderes Abbild der Musikszene bildet ist natürlich auch richtig. Bsonders im technischen Bereich. Natürlich sind die Equipmentforen geprägt von Equipmentinteressierten Leuten. :)

Übrigens kenn ich auch diesen Effekt das mit neuem Equipment große Spiellust aufkommt. So solls ja auch sein, wenns danach aber zu sehr abflacht läuft auch was falsch oder? Aber zumindest die Experimente bzgl des einen neuen Teils..., das nimmt logischerweise ab.
Da hilft es mir immer mal mir (wieder) anzuschauen was machen andere mit dem Gerät. Sei es ein Effekt. Bei youtube mal reinschauen.
Lesen wie andere schreiben "boah,den will ich auch, diesen Behringer Chorus":D Gut fürs Ego und fürs Bewusstsein was man hat.

Naja trotzdem sollte man peu a peu zu einer "selbstlaufenden" Befriedigung (nicht zu verwechseln mit...:rolleyes:) bei seinem Hobby kommen, die keinen Konsuminput benötigt. DANN wirds gemütlich.

So wie Kids die erst Computerspiele zocken, und später programmieren lernen und damit Spass haben.

Man bin ich heute schreibfreudig.:confused:
 
Ich glaube, wir haben alle einen Knall, und das ist auch gut so. Wir diskutieren hier Dinge, die andere für bekloppt halten würden. Aber als Musiker(?) und vor allem als Gitarrist muss man wohl so sein.
Nur Equipment in Rekordgeschwindigkeit übereinander zu stapeln, bringt natürlich nicht viel, üben ist unerlässlich und macht mir sogar Spaß, hat es schon immer getan. Und wenn beides zusammenkommt, kann es eigentlich nur noch besser werden.

Hi Vester, junger Hüpfer!:)
 
Ich probier gern mal rum. Neues Teil rein, altes Teil raus. Und dass ich mich dabei nicht verschlechtern möchte, ist auch klar. Außerdem hat sich meine wirtschaftliche Situation im Verlauf der letzten fünfundzwanzig Jahre stetig verbessert. Daher gibt's bei mir schon 'nen equipmentmäßigen Trend nach oben. Auf eine tschechische Telekopie und einen Pearl 010- Transen- Übungsamp möchte ich heute nicht mehr angewiesen sein. Da freut es mich schon, zwei Gibsons und eine Fender abwechselnd über ein Modeling- Multi und eine Röhrenendstufe spielen zu können, auch wenn mich das Zeug nicht zu B.B.Ray van Halen macht.

Ich müsste mehr üben, dann würde ich mich auch fingermäßig deutlicher verbessern. :redface:

Alex
 
Ich bin jetzt 15 Jahre alt (jung) und auch sehr equipment geil.
Ich schaue immer an was ich als nächstes kaufen könnte, schaue auf ebay rum fü gute angebote... dafür gebe ich für sonst fast nichts geld aus.
Alle meine Freunde kaufen sich immer wieder etwas zwischendurch, holen siche alkohol für eine party, manche rauchen auch noch. Ich spare mir mein Geld zusammen und kaufe mir all 1/4 bis halbes Jahr mal etwas neues an mein Gitarren/Musik Equipment. Weil ich (leider) wirklich zu viel Zeit mit überlegen, mich informieren verbring (wodurch meine Übungszeit weg geht) weisss ich aber genau was ich will und habe bisher noch keinen Fehlkauf gemacht. Manches lerne ich sogar erst nach einer zeit zu schätzen.

Ich habe aber nicht das Gefühl durch einen Kauf besser zu werden, ich will vor allem flexibler werden. Jedoch nicht mit vielen Effekten, lieber mit vielen Gitarren die ich dann alle unterschiedlich Stimmen kann, und ich denke das gibt doch schon etwas Sinn. Ich habe keine Lust eine Stunde lang auf Standart-E Tuning zu spielen und dann eine halbe Stunde lang meine Floyd-Rose Gitarre runterzustimmen um mal eine halbe Stunde lang drop-C zu spielen. Ich denke es kann auch fördernd sein viele unterschiedlich gestimmte Gitarren zu haben weil man z.B. einen Song lernen will (das ist bei mir gerade der Fall) der einen oder mehrere Teil/e hat welche deine Technik fördern können und man braucht eine Gitarre welche auf Cis gestimmt ist. Da ist es natürlich motivierender einfach eine Gitarre in die Hand nehmen zu können anstelle die anders gestimmte mühsam umzustimmen.

Wenn man jedoch 5 Gitarren auf Standard-E Tuning rumstehen hat versteh ich das nicht.
 
Wenn man jedoch 5 Gitarren auf Standard-E Tuning rumstehen hat versteh ich das nicht.

Mach dir keinen Kopf drum, das kann auch sehr spaßig sein, eine mit P-90ern, eine mit Singlecoils, eine mit PAF's, eine mit Hi-Output-HB's, eine Halbresonanz, eine, die du schon immer haben wolltest, eine, die du einfach schön findest, eine rote, eine schwarze etc. . Alles in Standard-E-Tuning. Dann könnte man noch ein oder zwei in offenen Stimmungen haben, eine Baritone, eine 12-saitige, ein paar in C oder H, 'ne siebensaitige... Ist doch alles geil !
 
Das hat doch irgendwie alles etwas für sich. Ich konnte mir Jahrelang nichts neues leisten und so habe ich 10 Jahre lang nur eine Ibanez Artist und meinen Marshall JCM 800 Combo gehabt. Dann kam etwas Kohle und ein JMP1 mit Boss GX700 kam dann dazu. BOAH, auf einmal diese Delays und Phaser und Chorus und Pitch-shifter und... und..und. Stellte dann fest: Der geile direkte Gundsoundt des Combos war weg als ich Ihn nur noch als Endstufe und Box misbraucht habe:eek:. Dann also wieder back to the roots und wundern war angesagt. Ich hatte mehr von Sound und Sounddesign gelernt, war spieltechnisch weiter und schon klang alles wesentlich besser. Für aufwendigere Bands wurde dann das Midi-set-up mit JMP1 wieder aktiviert und effektmässig alles auf kleinster Flamme gekocht et voilá, es klang richtig geil.
Dann habe ich es mit weiteren Gitarren versucht und bin dann bei meiner Sign-custom Tele gelandet und habe seit dem keine neue E-Gitarre mehr ins Auge gefasst. Ich habe mit der ollen Ibanez die Humbucker - Fraktion abgedeckt und die Sign fendert gar prächtig.
Ausprobiert habe ich in den letzten 30 Jahren eine ganze Menge. Dabei ist mir allerdings eines aufgefallen: Da hat man sich in irgendetwas verguckt, kauft's sich und ist doch oftmals enttäuscht nachdem sich die "ich hab's Begeisterung" gelegt hat. Ich habe jedenfalls immer mit Schrecken festgestellt, daß man das neue Equipment erst sehr gut kennenlernen muß um besser zu sein als auf dem alten, vertrauten (was nicht heißen soll, daß das nicht geht! Bitte keine Missverständnisse).

Für mich ist dieses Thema eine Kombination aus selber besser werden, sein Equipment immer besser zu kennen als auch mehr Erfahrung anzusammeln.

Und ja, GAS zwickt mich auch aber ich kann da mittlerweile gut und kontrolliert mit umgehen.

Einen neuen Amp brauch ich auf alle Fälle. Nicht daß ich unzufrieden bin, nein, Mein 84er JCM 800 Combo ist mir nur langsam zu Schade und zu Wertvoll um ihn ständig mit auf die Bühne zu nehemen.

So, und hiermit werfe ich mich der Gemeinde dann zum Frass vor.

Grüezi
 
Genau durch diese Einstellung hab ich meine Kramer für ein Mückenschiss voll Geld bekommen.
Ist doch geil:p
 
@mantas:

stimmt auch wieder:gruebel:

Ich find's nur für mich mittlerweile gut, dass ich mir seeeehr genau überlege ob und was ich kaufe. Auf jedenfalls keine Gimmicks mehr. Da warte ich lieber (auch wenn's dann mal weh tut) bis ich mir das "richtige leisten" kann.
Wenn man dann ein richtiges Schnäppchen macht, umso geiler!

Viel spass mit der Kramer!
 
Ich finde es gehört einfach dazu, sicher ist es unvernünftig wenn man sich nach eineinhalb Jahren Marshall Top und Box ins Haus hohlt, aber ich hab da mehr Spass dran, als an Alcohol und Besäufnissen.
Ich überlege auch immer lange was ich mir wann kaufe und wieso und ob ichs wirklich brauche, ist vll auch besser, dann geht man nich in laden und kauf innerhalb von 2 Minuten nen Amp.
Andererseits verliert man so viele Zeit und Nerven, bei der Recherche.
 
Ich bin auch ständig am kaufen, aber auch am verkaufen.
Früher (bin über 40) hat man sich viel länger Gedanken gemacht was man sich kauft.
Heute kaufe ich einfach, probiere es aus und verkaufe es dann wieder, wenn es nicht gefällt oder nicht mehr passt.
Meine Bandkollegen halten mich allerdings für Equipment süchtig :D
 
Ich bin auch ständig am kaufen, aber auch am verkaufen.
Früher (bin über 40) hat man sich viel länger Gedanken gemacht was man sich kauft.
Heute kaufe ich einfach, probiere es aus und verkaufe es dann wieder, wenn es nicht gefällt oder nicht mehr passt.
Meine Bandkollegen halten mich allerdings für Equipment süchtig :D

So halte ich es auch und es macht auch Spaß so. Alles was man sich nicht auf einmal leisten kann, kann man auch nacheinander durchprobieren. Ich bin auch equipmentsüchtig und will es auch bleiben (Jahrgang 1962). Andere sammeln Nasenhaare von Promis und können sie nicht mal benutzen. Das ist der Unterschied zwischen Sammlern und Benutzern.
 

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