Kann es sein, daß Du neu mit unberührt verwechselst?
Für mich ist es ein Unterschied, ob ich eine Gitarre kaufe, die von potenziellen Kunden im Laden angetestet wurde, oder eine, die ein halbes Jahr schon unterwegs war und trotzdem als neu verkauft wird. Gerade im hochpreisigem Segment, also bei Gitarren zwischen 5000-8000€ (wie z.B. Gibson CC) sollte der Kunde keine Gebrauchtware bekommen, wenn er für Neuware zahlt. Auch wenn schon vom Werk aus Macken drin sind.
Vielleicht haben im Jeansladen auch schon 20 vor Dir Ihren ungewaschenen, verschwitzten Hintern in die Hose gestopft, die Du als neu kaufst?
Das macht mich jetzt nachdenklich

Also, wenn, dann höchstens eine Hose. Ich kaufe immer nur wenn es Aktionen gibt, z.B. die zweite Hose für 50%. Dann kaufe ich immer vier Stück, probiere aber nur eine an. Die anderen drei lasse ich aus dem Lager holen und zahle nur drei, die vierte bekomme ich gratis dazu
Ich persönlich nehme diese "kaufen und nach Gebrauch zurückbringen-Kultur" immer stärker wahr. Vielleicht bin ich deswegen so drüber verärgert.
Auch in meinem Bekanntenkreis erlebe ich das so, dabei haben die Jungs echt amtliches Equipment. Aber
"es kost' ja nix..." So ist die Mentalität.
Ähnlich wie bei Zalando, Amazon, etc... Klamotten, Schuhe in Hülle und Fülle bestellen und 80% davon wieder zurücksenden.
Früher, wenn ich eine Gitarre über meinen Amp antesten wollte, habe ich den Amp in den Laden geschleppt und vor Ort angespielt.
Später, beim Verkäufer meines Vertrauens bzw. eigentlich war ich der Kunde, dem Vertrauen entgegengebracht wurde - durfte ich die Gitarre mal über Nacht mitnehmen (ohne die zu bezahlen), damit ich die Gitarre im Proberaum mal über den eigenen Amp spielen konnte. Es war klar, dass ich mit der Gitarre sehr vorsichtig umgehe; anderenfalls komme ich für den verursachten Schaden auf - ist ja selbstverständlich.
Ich habe aber auch erlebt, wie Verkäufer unvollständige Ware zurückgenommen und den vollen Preis rückerstattet haben.
Mein Gedanke ist, dass dadurch zwangsläufig Kosten entstehen, die irgendjemand tragen muß. Und da diese Kosten in der Regel auf die Preise umgeschlagen werden - bzw. von vorne herein schon in die Preise mit einkalkuliert sind - tragen diese Kosten die ehrlichen Kunden.
Bitte nicht falsch verstehen! Ich finde es gut, dass man Ware bei Nichtgefallen auch zurückbringen kann, ist mir auch schon passiert.
Aber...
1. ich hatte echte Kaufabsichten, und...
2. habe ich die Ware nicht kurz vor Ablauf der 30-Tage-Frist, sondern innerhalb einer Woche zurückgebracht.
Das ist der Unterschied.
Nix für ungut!
Gruß.
Bowhunter