Gibson Vertriebspolitik

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Thorsten B.
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Tach zusammen,

um in einem anderen Thema nicht off topic zu werden, mache ich mal hier weiter.

Ich schrieb:

Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu off topic:

Um das zu beantworten muss ich ein bißchen weiter ausholen. Ich kann auch nicht jedes Detail erklären, das hier soll ein grober Überblick sein :
Als Gibson noch über Distributoren verkaufte, konnte jeder Laden dort bestellen. Es war also praktisch jeder ein Gibson-Händler. Die Vorteile sind, dass jeder Kunde in näherer Umgebung einen Gibson-Laden hatte und dort kaufen konnte.
Momentan gibt es in Deutschland ca. 30 Gibson-Läden. Damit haben wir ein sehr exklusives Vertriebsnetz, es gibt z.B. nicht viel weniger Ferrari-Händler :D. Diese Exklusiv-Strategie hat für alle 3 Beteiligten enorme Vorteile - für Gibson, für die Händler und für die Kunden.
Vorteile für Gibson:
1. Kosten: Einen Händler zu betreuen, kostet Geld. Da gibt es keine Diskussion. Mitarbeiter müssen dorthinfahren, man macht Werbeaktionen. Auch die Verwaltung kostet Geld: Versand, Rechnungen, usw. Wenn nicht ein gewisser Umsatz pro Jahr mit einem Händler gemacht wird, lohnt sich das nicht. Folge wäre eine Preiserhöhung, die keiner hier will.
2. Durch die Konzentration auf wenige Händler können wir diese viel besser betreuen. Wir können neue Ideen und Produkte mit ihnen entwickeln usw...glaubt ihr, dass es sonst so viele Modelle und Exklusivmodelle in Deutschland gäbe?
3. Es ist nicht ungewöhnlich, sich seine Händler auszusuchen: Schonmal in einem Autohaus gewesen? Oder bei McDonalds gegessen? Oder ein iPhone gekauft? Dagegen sind die oft kritisierten Gibson-Händlerverträge reiner Kindergarten :)
Vorteile für den Händler:
1. Sie sind einer der wenigen Gibson-Händler und haben ein großes Einzugsgebiet.
2. Sie werden von Gibson betreut, es entsteht eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.
3. Personalschulungen usw.
Vorteile für den Kunden:
1. Wenn der Kunde zu einem Gibson-Händler geht, dann hat er dort die volle Auswahl. Das ist für uns DAS Argument: Wenn ich als Kunde einen Laden betrete und eine Les Paul kaufen will, dann muss ich Auswahl haben. Wer hier von euch würde bei dem Laden um die Ecke eine Les Paul für 2000 EUR kaufen, wenn der genau EINE im Laden hätte? Das würde heute noch 1% der Musiker machen...
2. Ihr trefft im Regelfall auf kompetente Mitarbeiter: Viele waren schon in Nashville oder auf Schulungen, viele werden da noch hingehen. Die Leute wissen, was sie euch erzählen.
3. Wenige größere Händler = großes Lager: Ihr bekommt schnell eure Ware oder mal ein Leihgerät oder einen Austausch...
(Fast) jeder Deutsche kann einen Gibson-Händler in weniger als 1 Stunde mit dem Auto erreichen. Ganz zu schweigen von den Online-Händlern. Das ist keine so schlechte Abdeckung.
Ich persönlich halte dieses Konzept für absolut sinnvoll. Das zeigt auch die Tatsache, dass andere namhafte Hersteller nach und nach unser Vertriebsmodell kopieren.
Ihr glaubt nicht, wieviele Leute bei einer Musikmesse auf mich oder meine Kollegen zukommen und Gibson-Händler werden wollen. 90% von denen haben noch nicht einmal ein Musikgeschäft, sondern wollen mal einfach so eines bauen. Ihr glaubt nicht, was es alles gibt ;)
Und fragt einen Händler, der kein Gibson-Händler geworden ist. Der erzählt euch wieder was ganz anderes:rolleyes: Aber wir würfeln die Händler ja nicht, es gibt immer Gründe für sowas.
Ciao,
Thorsten


---------- Post hinzugefügt um 15:27:58 ---------- Letzter Beitrag war um 15:27:15 ----------

Ein anderer User schrieb daraufhin:

Nun ja, da kann mn geteilter Meinung sein.
Ich führe hier mal einige Nachteile auf.
1. Für den Kunden:
Nicht jeder Kunde der eine neue Gitarre kauft ist volljährig und kann mit dem Auto durch die Gegend fahren.
Und ja, auch nicht jeder Musiker hat ein Auto sobald er volljährig ist.
Ist er dann tatsächlich in einem der riesen Läden, die netterweise auch aus der Innenstadt verschwinden,
laufen die genervten "geschulten und unglaublich kompetenten" Mitarbeiter dort herum und versuchen ihre
Verkaufsquote zu steigern. Da sie eh die einzigen weit und breit sind ist Beratung ein Fremdwort.
Discountergleich werden Gitarren verramscht. Direkt aus der Kiste "original" verpackt. Damit wird sogar geworben. Kein Händler der sich das Teil mal anschaut und dem naiven Anfänger stattdessen auch die allerletze Gurke in die Hand drückt.
2.Für Gibson
Vorteil für Gibson/Epiphone B-Ware wird auch so gut verkauft.
Nachteile sind aber ganz klar, dass der Ruf der Marke darunter leidet.
Dazu kommt, dass die kleineren Händler auf Nachfrage nach einer Epiphone/Gibson
nahezu gebetsmühlenartig herunterleiern wie gut die früher waren und wie mies die heute
sind und das man die auch gar nicht mehr verkaufen will wenn man denn noch könnte.
Das Korea Epis besser als die aus China sein sollen komt ja auch nicht von ungefähr.
Meiner Meinung nach ist das eher anders herum, aber bitte wahrscheinlich ist das eher eine Glaubensfrage.
Gleichzeitig hat man den Zeitschriften noch die Zusammenarbeit aufgekündigt. Das ist ganz
tolles Marketing. Dafür würden die Leute die das verantwortet hätten bei uns entlassen.
Aber Gibson lebt bestimmt toll mit Gerüchten, dass die Gitarren gar nicht mehr in de USA gebaut werden,
die Qualität imme rmehr abnimmt usw... Mal abgesehen davon mag ich als Gitarrengasoliner gerne etwas
über "meine" Gitarren (marke) in Zeitschriften lesen. Möglichst positives.
3. Die Händler
Müssen Stückzahlen verkaufen die evtl. gar nicht zu verkaufen sind. Darum sind die kleinen Händler ja auch raus.
Das die in Kleinstädten keine 20 Gibson im Monat verkaufen können ist doch klar.
Aber das grössere Problem ist für die auch eher, dass sie auch keine Epiphone Gitarren mehr verkaufen können. Das hat,
jedenfalls hier in der Gegend einiges an deren Umsatz gemacht. Als Anfänger gehe ich lieber in einen kleinen Laden und lass mich beraten, bekomme ein günstiges Instrument das jemand mit Ahnung geprüft hat, als etwas zu bestellen.
Was daran besser sein soll, eine Gitarre zu bestellen als evtl. nur eine oder zwei in einem Laden anzutesten, in der evtl. auch noch jemand sitzt der
die Gitarre geprüft und eingestellt hat erscheint mir rätselhaft.
Die , die noch Gibson Gitarren verkaufen dürfen sind meiner Erfahrung nach auch total begeistert.
Bestellen eine Menge Gitarren (müssen sie ja) bekommen die aber gar nicht.
Oder irgendwann , wenn die Kunden sie schon gar nicht mehr wollen.
Schönes Beispiel die Bonamassa Epiphone. Als die vor über einem Jahr angekündigt wurde hätte ich gerne eine gehabt. Mittlerweile nicht mehr, aber bekommen hätte ich eh keine. Der Händler in Wuppertal wartet glaube ich immer noch darauf eine zu bekommen.
Dabei sind die wohl schon lange ausverkauft. Versucht mal einen Gibson Pickup nicht über den Versand zu bestellen sondern einem Laden zu kaufen. Keine Change. Koffer? Ja , nächstes Jahr evtl..
Kurzzeitig mag das für Gibson funktionieren, langfristig sehe ich da schwarz. Aber dann ist der Manager der das verantworten muss eh schon ganz woanders. Nochmal schnell Cache machen mit ein paar billig Gibsons und auf wiedersehen.


Edit:
Um mal auf das Topic zurückzukommen.
Warum sind die Modelle nicht im Katalog 2011/2012?
Weil die ersten erst 2013 im Laden sein werden?
 
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Nachteil für den Kunden: Es gibt keinen Wettbewerb!
Das gilt auch für die beispielhaft angeführten anderen Herstelle wie Apple.

Das die Mitarbeiter bei den 30 Gibson Vertragshändler alle die nötige Kompetenz für die Instrumente besitzen, habe ich noch nicht erlebt. Und das ein Verkäufer mal die Gibson Produktion besuchen durfte, ist wohl eher ein Vertriebs Incentiv als eine Produktschulung.

Welcher Laden (und ich meine nicht die Online-Händler) hat denn bitteschön die ganze Gibson Produktpalette da? Die müssen auch oft bestellen, was die Kunden gerne kaufen würden.
Das andere Herstelle (z.B. Fender) das Konzept nachmachen, ist für mich nur ein Zeichen, wie erfolgreich sich damit die Marge zu Lasten der Kunden steigern läßt.
Als mein kleiner Musikladen noch Gibson und Fender verkaufen durfte, war die Beratung, der Service und die Verfügbarkeit ungleich besser als sie heute ist. Obwohl er diese Instrumente nicht mehr verkaufen darf, gehe ich immer noch zu ihm und entdecke oft interessante Alternativen zu Gibson und Fender.:)
 
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Thorsten B.
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Ich will nicht alles kommentieren, aber einige Sachen will ich nicht so stehen lassen, da die einfach falsch sind:

1. Wenn Ex-Händler sagen, dass Gibson/Epi Gitarren früher besser waren, dann sollte man das kritisch hinterfragen. Ihr wisst doch, wie Männer von Ihrer Ex-Freundin sprechen, die sie verlassen hat?;) Wenn das im normalen Rahmen bleibt, habe ich gar nichts dagegen...sollen die ruhig machen. Wenn aber einer behauptet, Gibson Gitarren sind nicht made in USA oder sonstige Lügen verbreitet, dann kann das rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Da verstehe ich auch persönlich keinen Spaß mehr!

2. Zeitschriften: Kein Kommentar! Es ist nicht alles so wie es scheint...mehr kann ich nicht sagen!

3. Es stimmt, dass junge Leute, die kein Auto haben, nicht in die Läden fahren können. Das ist ein Argument das zählt. Aber auch ich war mal jung und hab meine Eltern dann so lange genervt, bis sie mich 100km zum nächsten Musikhaus gefahren haben :D

4. Wenn Händler nicht in der Lage sind, eine gewisse Stückzahl zu verkaufen, dann legen wir bei Gibson Geld drauf. Sprich, wir verdienen nix. Und das wollen wir nicht ;) Ich kanns euch hier leider nicht vorrechnen, es ist aber so.

5. Der Händler hat keine Joe Bonamassa bekommen: Das ist doof für den Händler. Fakt ist, dass Herr Bonamassa eine gewisse Anzahl an Gitarren freigibt, d.h. soviele dürfen wir bauen. Die werden dann verteilt. Nach Europa, USA und Japan. Wenn halt dann irgendwann mal keine mehr da sind, dürfen wir auch keine mehr liefern. Höchtens Joe Bonamassa sagt, dass wir doch noch welche bauen dürfen...was aber hier nicht der Fall war.

6. Unsere Politik kommt nicht von irgendwelchen Managern, sondern in diesem Fall vom Gibson-Eigentümer. Der besitzt Gibson seit über 25 Jahren. Und der sollte wissen, was er macht :D


Ciao,
Thorsten
 
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Thorsten könntest du eventuell noch etwas zu dem "LESERBRIEF: Gitarre & Bass und Gibson" schreiben? Ich habe diesen vor einiger Zeit im Netz gefunden und war etwas überrascht, zumal man in dem Bezug auch alle möglichen Meinungen liest.

Dank' dir!
 
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Um es gleich mal vorweg zu nehmen......

Ich finde es sehr gut, daß Thorsten sich hier mit unseren "Vorwürfen" auseinandersetzt.
Daher möchte ich gleich im Keim ersticken, sollten hier polemische und/oder sarkastische Beiträge ausarten.
Kritik ist natürlich im angemessenen Rahmen erwünscht. Aber bitte achtet auf Eure Wortwahl.
Ich hoffe auf eine konstruktive, freundliche und respektvolle Diskussion!
Das wir einen Gibson-Ansprechpartner in diesem Forum haben, ist eh schon ein ungemeiner Gewinn.
Laßt dem Thorsten daher bitte auch Zeit, Eure Fragen und Anmerkungen zu kommentieren.

Danke Euch,

Oliver
 
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6. Unsere Politik kommt nicht von irgendwelchen Managern, sondern in diesem Fall vom Gibson-Eigentümer. Der besitzt Gibson seit über 25 Jahren. Und der sollte wissen, was er macht :D


Ciao,
Thorsten

Allein zu diesem Punkt könnten hier Aufsätze geschrieben werden.
Spätestens seit der Firebird X nimmt den keiner mehr ernst.

Die Modelle, nach denen wirklich gefragt wurde, waren nur in limitierter Stückzahl verfügbar und sonst kam in den letzten Jahren auch nur eine Aged VOS blabla irgendwas Edition raus.
Gibson baut seit ~50 Jahren im Prinzip die selben Produkte. Irgendwann rächt sich das aber, wenn dann alle der Meinung sind, die älteren Modelle wären qualitativ den neueren haushoch überlegen. Wenn es nochdazu keine Innovationen gibt, fängt man schon an sein eigenes Grab zu schaufeln.

Ich persönlich habe von einem Mitarbeiter in einem großen Wiener Musikgeschäft die Sache mit den langen Lieferzeiten und den limitierten Modellen eher als unangenehm für den Händler geschieldert bekommen. Man hat dann Kunden, die bereit wären 3000€ aufwerts für ein Modell zu zahlen, aber dann war die Wunschfarbe nicht lagernd -> bei 8 Monate Wartezeit sagt jeder Kunde leise tschüß.

Mit dieser Exklusivitätspolitik kann ich persönlich auch nichts anfangen. Mir kommt es sowieso vor, als wäre der europäische Markt sowieso unwichtig, frei nach "Da kann man auch die unschöneren Modelle hinschicken und die Typen kaufen es noch."
 
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6. Unsere Politik kommt nicht von irgendwelchen Managern, sondern in diesem Fall vom Gibson-Eigentümer. Der besitzt Gibson seit über 25 Jahren. Und der sollte wissen, was er macht :D

Wieso wird eigentlich immer von DEM Gibson Eigentümer geredet? Haben die anderen beiden nix zu sagen? ;)
 
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Gibson baut seit ~50 Jahren im Prinzip die selben Produkte.
Ich würde viele der Kritikpunkte an Gibson hier sicher unterstützen, aber das ist nun wirklich Quatsch! Gibson hat immer wieder einigermaßen verschiedene Modelle auf den Markt geworfen, manche eher gefragt, andere weniger. Klar, letztenendes haben sich nur wenige Produkte langefristig durchgesetzt, aber bei welchem Hersteller ist das nicht so? Im Bereich E-Gitarre hat Fender streng genommen nur zwei richtige Zugpferde und wenige Mitläufer; da ist Gibson mit LP, SG, diveresen ES, Flying V und Explorer ja wohl besser aufgestellt! Auch Fenders Produktpalette ist mMn nicht so unendlich breit: Da wird mal ein Humbucker statt einem SC verwendet oder man dreht das Control Plate bei einer Tele, aber so wahnsinnig innovativ ist das nicht. Und wenn Fender etwas "Fach-fremdes" ausprobiert hat, ging das genauso nach hinten los, wie bei einigen Gibson-Modellen! Nur beschwert sich bei Fender irgendwie keiner!?
Man muss auch einfach sehen, dass der Gitarren-Markt sehr vergangenheitsorientiert ist. Wenn die Leute immer noch nach 59ern u.Ä. hecheln, warum sollte Gibson sich dann nicht immer noch am klassischen Prinzip orientieren?

Ich denke, Gibson hat mit dem neuen Vertriebssystem (das ich nicht bewerten will und kann) etliche Kunden sehr verärgert und jetzt wird Kritik auf Punkte ausgeweitet, wo es eigentlich nicht angebracht ist!
 
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hmmm, das Konzept von Exklusiv-Vertriebs-Verträgen ist ja nun alles andere als neu. Das wird in vielen Branchen praktiziert und gab es auch bei E-Gitarren und Verstärkern schon vor 20 Jahren. Also das Vertriebsmodell zu "kopieren" ist dann wohl schon öfters passiert. Die "Exklusivität" wird dann im Laufe der Zeit auch immer wieder mal gelockert, wenn die Absatzzahlen bei den Vertragshändlern zurückgehen und ein hungriger Markt bei den bisher in die Röhre schauenden Händlern lockt...
Dann motiviert so ein System oft auch einen mehr oder weniger starken "Grau-Markt", was für die Kunden dann in Sachen Gewährleistung zu Problemen führen kann (obwohl das rechtlich natürlich klar geregelt ist, aber wer will da schon ärgern und klagen...): Die Stützpunkthänder mussten sich teilweise ziemlich tummeln, um die notwendigen Umsatzzahlen hinzubekommen, da wurden dann auch schon mal Instrumente und Verstärker an interessierte Geschäftskollegen weiter gegeben. Sicherlich nicht vertragkonform und ich weiß natürlich auch nicht, ob das für Gibson ein Thema ist, aber es liegt einfach in der Natur dieses Vertriebssystems.

Schade ist es letztlich für die kleinen Geschäfte die es dadurch noch schwerer haben überleben zu können.
 
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Im Bereich E-Gitarre hat Fender streng genommen nur zwei richtige Zugpferde und wenige Mitläufer; da ist Gibson mit LP, SG, diveresen ES, Flying V und Explorer ja wohl besser aufgestellt!

Von den genannten Modellen ist aber keine jünger als 50 Jahre, wenn ich mich recht entsinne.
Du verstehst hoffentlich was ich meine.

Von Fender habe ich leider viel zu wenig Ahnung, bzw. überhaupt Interesse.
 
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Von den genannten Modellen ist aber keine jünger als 50 Jahre, wenn ich mich recht entsinne.
Du verstehst hoffentlich was ich meine.
Ja, sicher, da bin ich ganz bei dir. Ich wollte nur daraufhinweisen, dass es ja durchaus zahlreiche Versuche gab, neue Produkte einzuführen, die vom Kunden aber nicht gewollt wurden. Dies muss aber nicht an schlechtem Produktdesign von Gibson liegen, sondern ist eben Charakteristikum des Marktes; andere Hersteller wie nunmal Fender scheinen mir da ähnliche Probleme zu haben!
 
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Thorsten B.
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Thorsten könntest du eventuell noch etwas zu dem "LESERBRIEF: Gitarre & Bass und Gibson" schreiben? Ich habe diesen vor einiger Zeit im Netz gefunden und war etwas überrascht, zumal man in dem Bezug auch alle möglichen Meinungen liest.

Dank' dir!

Ich bedanke mich für diese Frage, da ich nun endlich auch mal Stellung zu diesem Vorgang nehmen kann. Ich muss nur beim Lesen des Artikels ab uns zu tief durchatmen, denn mein Blutdruck steigt in unermessliche Höhen :mad:


Aber jetzt mal zu den Fakten (kursiv immer Auszüge aus dem G&B Leserbrief bzw. der Antwort von Herrn R.):

Hallo Klaus, vielleicht kannst du dich an die Zeiten erinnern, in denen Gibson noch einen deutschen Großhandel (M&T Marburg) hatte. Da gab es auch in G&B jede Menge Artikel über Gibson-Gitarren. Warum? Weil sich jemand um diese Marke hier in Deutschland gekümmert hat. Doch dann kam Gibson auf eine ihrer großartigen Ideen, schaffte den deutschen Vertrieb ab und band mit außergewöhnlichen Knebelverträgen einige wenige Musikläden in Deutschland an sich.

Gibson hat niemals den deutschen Vertrieb abgeschafft, sondern lediglich den Vertrieb zurück in die Firma geholt. Ich bin hier, ich bin Vertrieb, meine Kollegen sind auch reale Menschen - es gibt ihn also, den deutschen Vertrieb. Ich glaube nicht, dass der Verfasser jemals einen der "Knebelverträge" gelesen hat. Das Wort "Knebelvertrag" ist hier unangemessen und schlichtweg falsch.


Abgesehen davon haben wir keine Probleme damit, die PRS-Produktion zu loben, denn sie ist außergewöhnlich gut und gleichzeitig kreativ – beides Eigenschaften, die man Gibson in diesen Tagen nicht attestieren kann.

Naja, anhand dieser Aussage kann man doch sehen, wo die persönlichen Vorlieben des Autors liegen. Das möchte ich nicht weiter kommentieren, spricht doch für die Objektivität des Schreibers ;)


Schau dir die neuen Gibson-Gitarren an – Digital Guitar, Robot Guitar, Firebird X etc. – das läuft meiner Meinung nach am Musiker vorbei.

Das ist seine Meinung, das ist ok für mich. Man muss die neuen Gitarren nicht mögen.


Und dann sieht man natürlich die ungewöhnlich günstigen USA-Gitarren in den wenigen Läden, die Gibson führen. Du schreibst zu Recht, dass es Juniors und SGs zu günstigen Korea-Preisen gibt. Was meinst du denn eigentlich, wo diese Gitarren herkommen? Ich jedenfalls bin nicht der einzige, der da so seine Vermutungen hat.

Gibson-Gitarren sind alle "Made in USA". Wer etwas anderes behauptet oder unterstellt, ist ein Lügner! Warum ein Redakteur eines angesehenen Gitarrenmagazins sich zu solch einer Stellungnahme verleiten lässt, ist für mich ebenso unvertändlich wie unfair. Mehr möchte ich dazu nicht sagen...


Im Gegensatz dazu gab es zum Hersteller Gibson – um mal ein Beispiel zu nennen – in den vergangenen Jahren gar keinen persönlichen Kontakt. Wir hatten in dem deutschen Vertrieb zwar immer einen willigen und kompetenten Ansprechpartner, aber die Entscheider in den USA waren nicht zu sprechen.

Komisch, jetzt gibt es also doch plötzlich einen deutschen Vertrieb...:D


Ein ähnlich gutes Verhältnis wie zu PRS haben wir übrigens zu fast allen Herstellern, deren Gründer oder Besitzer noch in der Firma tätig sind. Gute Beispiele dafür sind Robert Godin, Jean Larrivée, Duesenberg, Bob Taylor, Warwick/Framus und die vielen kleineren Hersteller sowieso. Und dann gibt es noch die vielen Vertriebe, wie z. B. Fender, Meinl, Musik Meyer, deren geschulte Mitarbeiter sehr eng mit uns zusammenarbeiten.
Nur da, wo Konzerne mittlerweile die Geschicke lenken, wird es schwierig, Leute zu finden, die noch direkt mit ihren Produkten zu tun haben


Die Entscheider bei Gibson sind die beiden Eigentümer. Die sagen, was gemacht wird und was nicht und geben die Strategien für die nächsten Jahre vor. Gibson wird in keinster Weise von einem Konzern gelenkt. Und dass der Gibson-Vertrieb nicht geschult ist, tut mir sehr leid...ich kann auch nix dafür, dass ich doof bin :rolleyes:


Wenn du z. B. einen Sound wie Slash haben willst und auch so spielen kannst wie er, dann brauchst du auch keine Epiphone Slash Signature zu kaufen, denn Slash spielt keine Epiphone. Er hat zu seinen besten Zeiten nicht mal eine Gibson Les Paul gespielt.

Und wieder ein kleiner Seitenhieb...Neuträlität sieht anders aus.



Auf mehr Statements in dem Artikel möchte ich gar nicht eingehen.
Es soll auch nicht der Eindruck entstehen, dass ich "Gitarre & Bass" nicht mag. Ich hab sogar ein Abo, das ich bezahle :great:

Ich möchte nur, dass man alle Firmen fair behandelt und mit einer gewissen Neutralität und Professionalität ans Werk geht. Das ist im Sinne aller Musiker.

Ciao,
Thorsten


 
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Hallo Thorsten,

ich finde es wirklich gut, dass sich mal ein offizieller Gibson-Mitarbeiter mit einigen für den "Verbraucher" interessante Themen und Problematiken auseinandersetzt und uns hier daran teilhaben lässt.
Ich hätte da auch noch mal eine Frage bezüglich des Vertriebes einiger Gitarrenmodelle. Und zwar, woran liegt es, dass einige Modelle lediglich auf dem US-Markt vertrieben werden? Bzw. wer entscheidet welches Modell auch in Europa vertrieben wird und welches nicht und gibt es da Marktspezifische kriterien oder ist da doch etwas Willkür dabei?
Bitte nicht falsch verstehen - das Thema interessiert mich einfach da ich mich schon oft gefragt habe wie das geregelt wird?

MfG
 
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Thorsten B.
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Um es gleich mal vorweg zu nehmen......

Ich finde es sehr gut, daß Thorsten sich hier mit unseren "Vorwürfen" auseinandersetzt.
Daher möchte ich gleich im Keim ersticken, sollten hier polemische und/oder sarkastische Beiträge ausarten.
Kritik ist natürlich im angemessenen Rahmen erwünscht. Aber bitte achtet auf Eure Wortwahl.
Ich hoffe auf eine konstruktive, freundliche und respektvolle Diskussion!
Das wir einen Gibson-Ansprechpartner in diesem Forum haben, ist eh schon ein ungemeiner Gewinn.
Laßt dem Thorsten daher bitte auch Zeit, Eure Fragen und Anmerkungen zu kommentieren.

Danke Euch,

Oliver

Danke dafür, Oliver.
Ich bin hier und stelle mich der Kritik. Ich weiß, welches Image Gibson nach außen hin hat und dass es eine Vielzahl von Gerüchten, Mythen und Unwahrheiten rund um das Thema Gibson gibt.
Ich möchte dieses Forum auch nicht nutzen, um euch mit Werbetexten zu langweilen, ich bin auch nicht der Anwalt der Firma Gibson. Wenn ich halt Dinge hier lese, die nicht wahr sind, dann schreibe ich die Wahrheit. Und wenn hier einer Kritik übt, versuche ich, den Sachverhalt aus Gibson-Sicht dazustellen. Wenn das einer versteht und dann meine Meinung teilt, ist das schön für mich. Wenn mir dann einer als Antwort "Halt's Maul du Idiot" schreibt, dann kann ich auch damit leben. Schöner ist natürlich, wenn wir konstruktiv diskutieren, aber ich bin nicht aus Zucker ;)

Ihr könnt euch auch sicher sein, dass die Meinungen hier bei Gibson Europa diskutiert und ernst genommen werden.

Hier noch ein paar Antworten:

Wieso wird eigentlich immer von DEM Gibson Eigentümer geredet? Haben die anderen beiden nix zu sagen

Es gibt 2 Eigentümer, der eine, nämlich Henry, ist CEO. Der andere, nämlich Dave, ist President. Die haben beide was zu sagen und tun das auch.


Allein zu diesem Punkt könnten hier Aufsätze geschrieben werden.
Spätestens seit der Firebird X nimmt den keiner mehr ernst.

Die Modelle, nach denen wirklich gefragt wurde, waren nur in limitierter Stückzahl verfügbar und sonst kam in den letzten Jahren auch nur eine Aged VOS blabla irgendwas Edition raus.
Gibson baut seit ~50 Jahren im Prinzip die selben Produkte. Irgendwann rächt sich das aber, wenn dann alle der Meinung sind, die älteren Modelle wären qualitativ den neueren haushoch überlegen. Wenn es nochdazu keine Innovationen gibt, fängt man schon an sein eigenes Grab zu schaufeln.

Ich persönlich habe von einem Mitarbeiter in einem großen Wiener Musikgeschäft die Sache mit den langen Lieferzeiten und den limitierten Modellen eher als unangenehm für den Händler geschieldert bekommen. Man hat dann Kunden, die bereit wären 3000€ aufwerts für ein Modell zu zahlen, aber dann war die Wunschfarbe nicht lagernd -> bei 8 Monate Wartezeit sagt jeder Kunde leise tschüß.

Das was du schreibst, bekommen wir in allen Foren und auch von vielen Kunden zu hören. Fakt ist folgendes: Es hat noch nie mehr verschiedene Gibson-Modelle gegeben als zur Zeit. Klar bauen die alle auf den traditionellen Formen auf. Worauf auch sonst? Wir Gitarristen sind halt nunmal die konservativsten Typen die es so gibt.
Macht man dann mal eine Innovation wie die Robot-Guitar oder jetzt die Firebird, dann ist der Aufschrei groß - obwohl die Firebird von noch niemandem gespielt wurde. Macht man eine Les Paul mit Robot-Tuning, schreien die einen, macht man ein historisch korrektes Modell, schreien die anderen. Es ist nicht ganz so einfach!
Das mit der Wartezeit ist so nicht beabsichtigt, Problem ist einfach die große Nachfrage nach einigen Instrumenten, besonders CustomShop. Und da die ganz klar sagen, dass Qualität vor Quantität geht, kommen solche Wartezeiten zu Stande. Das ist aber bei Gibson bekannt und wir arbeiten dran. Ehrlich gesagt: Mir als Vertriebler passt das auch nicht immer...
 
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Hey,
sehr schön, dass sich mehr Offizielle hier im Forum tummeln. Den Leserbrief aus der Guitar habe ich mir ein wenig durchgelesen und fand das schon sehr amüsant, was man da so lesen kann.
Ich weiß ja nicht, wie es ist, wenn man weit weg von einem Händlerstandort lebt (wobei das bei 30Standorten ja nicht wirklich extrem sein kann), aber wie ich das so aus Hamburg kenne - laufen da wirklich Top-Leute rum, die auch sehr bemüht sind. Von Freunden aus Berlin kenne ich da Ähnliches.

mfg KG
 
G
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hm, bezüglich des Händlernetzes habe ich hier Süden Zweifel.

Meine Wahrnehmung ist dass Gibson sich auf ein paar große Händler konzentriert, welche auch liquide genug sind fast das gesamte Gibson-Programm an die Wand zu hängen. Ob ich dann an den kompetetenten Mitarbeiter gelange ist eine Frage. Wie der Arbeitsvertrag des Mitarbeiters dann aussieht eine Zweite (ich habe den Eindruck die sind bei den großen nur auf Umsatz getrimmt, nicht auf Beratung ;)).

Der Händler im Süden der deutlich teure Instrumente verkauft und hier auch eine erkleckliche Auswahl bereithält, gestand mir dass er es schon als schwierig empfindet die Gitarren für sein Klientel nicht mehr mit dem Vertrieb aussuchen zu können, sondern "zugeteilt" zu bekommen. Qualität und Modelle gehen da wohl oft an seinen Anforderungen vorbei.
Ok, das ist bei Fender auch so.

Was mir aus dem Post oben noch unschlüssig ist: Warum arbeitet Gibson denn nun nicht mit G&B zusammen?
Es wird in Foren diskutiert, es gibt Gerüchte, aber keiner weiß was.
Ich finde es schade dass Gibson nicht die Gelgenheit genutzt hat und Ihre Sicht der Dinge dargestellt hat.
Dabei wäre auch legitim zu sagen: "Ihr wollt testen, dann kauft halt wie die Stiftung!" :rolleyes:
aber irgendein Statement wäre hilfreich.
Die Vertriebspolitik von PRS empfinde ich als sehr agressiv. Gute Gitarren, ohne Zweifel, aber mir ist die Omnipräsenz des lieben Paul etwas zu viel.

Ich persönlich kaufe gerne beim Fachhändler, nicht bei den ganz großen Musikhäusern.
Da sitzt der Inhaber noch hinter der Theke und er sitzt da auch noch im nächsten Jahr, weiss was ich will, worauf ich stehe und schafft es dadurch auch manchmal einen Bedarf bei mir zu wecken der eigentlich garnicht besteht.
Wenn ich bei den Großen reinlaufe ist der komptent geschulte Verkäufer von letztem Jahr nicht mehr da...

Sorry, aber 3kEUR für ein Instrument, dass mach ich nicht im Versand, sondern da muss auch Vertrauen zum Händler da sein.
Da kauf ich halt keine neue, sondern warte bis mein Händler eine gute Gebrauchte reinbekommt und wir freuen uns beide.
 
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HCA Gibson, Fender, vintage
HCA
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Hi Thorsten, finde ich toll, dass sich jemand offizieller hier im MB meldet.

Als alter Gibson Fan finde ich fast nur Nachteile (für Kunden und Händler) an der neuen Vertriebsstrategie (wurden oben bereits angesprochen), die es ja einige Jahre länger auch schon in den USA gibt.
Auch Gibson selbst hat mit Sicherheit mehr Absatzeinbußen seit dem neuen System - lässt sich aufgrund der gleichzeitig abgelaufenen Wirtschaftskrise aber wohl nicht objektiv berechnen.

Und sorry, dass Henry wohl weiß, was er tut, sehe ich anders. Seine diversen Entscheidungen in den letzten Jahren lassen eher den Schluss zu, dass er nicht weiß was er tut. Neben der Verkaufspolitik diverse teure Entwicklungen, die die Welt nicht will (Firebird X,...)
 
thepams
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Die Diskussion ist ja beim Thema Epiphone Es Modelle aufgekommen und deshalb möchte ich noch mal explizit auf Epiphone kommen.
Ich kann das Neue System bei Gibson Gitarren bei einigen Punkten verstehen z.B: wird sich ein kleiner Händler nicht 10 Les Pauls hin hängen da er dann wahrscheinlich pleite wäre.:D
Bei vielen anderen Punkten muss ich nur den Kopfschütteln aber jetzt zu Epiphone:

Da kann ich das Konzept nämlich überhaupt nicht verstehen, die sind doch nun mal wirklich für den Massen Markt warum bedient ihr ihn nicht?
Der Markt wird immer kleiner, wirklich sehr gute Modelle von z.B Vintage oder Hagstrom stehen in jedem Laden zu Verfügung und können verglichen werden und hätte Epiphone nicht zufällig mit der Nick Valensi meine Traumklampfe im Programm würde ich mir keinen Gedanken um Epiphone machen.

Ok ich glaube dir das ihr immer noch riesige Umsatzzahlen dank der Onlinebestellungen habt, aber der ruf der Epiphone Les Paul als DIE Einsteiger, Aufsteiger, 2 Gitarre, leidet!! Ich sehe immer mehr junge Leute die ne Vintage oder Ibanez um den Hals hängen haben da diese Firmen deutlich besser aufgestellt sind.( Die Produktpalette bei Epi ist klasse nur die Verfügbarkeit NERVT)

Ich frage mich ob ihr mit dem Zufrieden seit was ihr habt oder ob ihr mehr wollt und da aus jeden deiner Beiträge ein Gewisser Wille zur Gewinnmaximierung spricht, DENKE ICH IHR WOLLT MEHR!!Also macht es. So, fürchte ich, vergrault ihr zumindest bei Epiphone die Kunden( aber vielleicht ist das gewollt um die günstigen Gibsons, die ich übrigens klasse finde, zu verkaufen?)
 
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Thorsten B.
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hm, bezüglich des Händlernetzes habe ich hier Süden Zweifel.

Meine Wahrnehmung ist dass Gibson sich auf ein paar große Händler konzentriert, welche auch liquide genug sind fast das gesamte Gibson-Programm an die Wand zu hängen. Ob ich dann an den kompetetenten Mitarbeiter gelange ist eine Frage. Wie der Arbeitsvertrag des Mitarbeiters dann aussieht eine Zweite (ich habe den Eindruck die sind bei den großen nur auf Umsatz getrimmt, nicht auf Beratung ;)).

Der Händler im Süden der deutlich teure Instrumente verkauft und hier auch eine erkleckliche Auswahl bereithält, gestand mir dass er es schon als schwierig empfindet die Gitarren für sein Klientel nicht mehr mit dem Vertrieb aussuchen zu können, sondern "zugeteilt" zu bekommen. Qualität und Modelle gehen da wohl oft an seinen Anforderungen vorbei.
Ok, das ist bei Fender auch so.

Was mir aus dem Post oben noch unschlüssig ist: Warum arbeitet Gibson denn nun nicht mit G&B zusammen?
Es wird in Foren diskutiert, es gibt Gerüchte, aber keiner weiß was.
Ich finde es schade dass Gibson nicht die Gelgenheit genutzt hat und Ihre Sicht der Dinge dargestellt hat.
Dabei wäre auch legitim zu sagen: "Ihr wollt testen, dann kauft halt wie die Stiftung!" :rolleyes:
aber irgendein Statement wäre hilfreich.
Die Vertriebspolitik von PRS empfinde ich als sehr agressiv. Gute Gitarren, ohne Zweifel, aber mir ist die Omnipräsenz des lieben Paul etwas zu viel.

Ich persönlich kaufe gerne beim Fachhändler, nicht bei den ganz großen Musikhäusern.
Da sitzt der Inhaber noch hinter der Theke und er sitzt da auch noch im nächsten Jahr, weiss was ich will, worauf ich stehe und schafft es dadurch auch manchmal einen Bedarf bei mir zu wecken der eigentlich garnicht besteht.
Wenn ich bei den Großen reinlaufe ist der komptent geschulte Verkäufer von letztem Jahr nicht mehr da...

Sorry, aber 3kEUR für ein Instrument, dass mach ich nicht im Versand, sondern da muss auch Vertrauen zum Händler da sein.
Da kauf ich halt keine neue, sondern warte bis mein Händler eine gute Gebrauchte reinbekommt und wir freuen uns beide.

Thema G&B: Ich möchte/kann hier nicht tiefer in die Materie einsteigen. Es ist aber nicht so, dass wir nichts mit denen zu tun haben wollen...

Gitarren werden auch nicht unbedingt zugeteilt. Also es muss keiner Gitarren nehmen, die er nicht haben möchte (nur in den allerseltensten Fällen - momentan schon gar nicht!). Die Händler können halt nicht ins Lager zu uns fahren und dort 10 Customshop Gitarren ausprobieren und dann eine mitnehmen. Das geht leider logistisch (noch) nicht - wir wissen, dass das eine gute Idee wäre und arbeiten da schon an Konzepten.

---------- Post hinzugefügt um 12:17:11 ---------- Letzter Beitrag war um 12:08:20 ----------

Hi Thorsten, finde ich toll, dass sich jemand offizieller hier im MB meldet.

Als alter Gibson Fan finde ich fast nur Nachteile (für Kunden und Händler) an der neuen Vertriebsstrategie (wurden oben bereits angesprochen), die es ja einige Jahre länger auch schon in den USA gibt.
Auch Gibson selbst hat mit Sicherheit mehr Absatzeinbußen seit dem neuen System - lässt sich aufgrund der gleichzeitig abgelaufenen Wirtschaftskrise aber wohl nicht objektiv berechnen.

Und sorry, dass Henry wohl weiß, was er tut, sehe ich anders. Seine diversen Entscheidungen in den letzten Jahren lassen eher den Schluss zu, dass er nicht weiß was er tut. Neben der Verkaufspolitik diverse teure Entwicklungen, die die Welt nicht will (Firebird X,...)

Auch hier darf ich nicht zu viel verraten, aber doch ein bißchen:

1. Ich glaube nicht, dass wir das gesamte Vertriebsystem umgestellt hätten, wenn wir danach weniger verkaufen würden als vorher :D
2. Wie schon weiter oben geschrieben gibt es momentan so viele Gibson-Modelle in allen Preisbereichen wie noch nie zuvor. Es ist ein bißchen schade, dass die Arbeit von Henry nur auf die Robot-Gitarren reduziert wird. Der macht weitaus mehr...und er weiß auch was er macht.

[Provokation] Die Firebird X kommt übrigens bald nach Europa in die Läden...freut euch!!! [/Provokation]
 
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Es ist ein bißchen schade, dass die Arbeit von Henry nur auf die Robot-Gitarren reduziert wird. Der macht weitaus mehr...und er weiß auch was er macht.

Stimmt, dann sowohl die Robotgitarren als auch das Abrichtverfahren für Bünde sind Entwicklungen aus good ol' Germany - Tronical und Plek.
Also hier sollte die Arbeit wirklich nicht auf Henry reduziert werden, bzw. hat er wenig damit zu tun. ;)
 

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