Du kennst anscheinend Reichelt nicht
Ärgerlicherweise kam die im Video weiter oben beanstandete Charge des LM317 ausgerechnet von Reichelt.
Gute Erfahrungen habe ich mit "Farnell" gemacht, da kann man auch kleine Stückzahlen oder auch nur einzelne Bauteile bestellen [
https://de.farnell.com/c/halbleiter-ics/power-management-ics-pmic-/spannungsregler/lineare-spannungsregler?st=lm317&showResults=true]
Über Reichelt ist in Elektronikerkreisen länger schon die Kritik zu finden, dass auf die Qualität der gelieferten Bauteile nicht immer mehr Verlass ist.
Den ersten Einschnitt hätte es 2010 gegeben, als Angelika Reichelt aus Altersgründen den bis dahin als Familienunternehmen geführten Betrieb an die Schweizer Dätwyler Holding verkauft hat. Nach dem Weiterverkauf an die Gesellschaft Invision 2021 sei die mangelnde Qualitätssicherung aber noch problematischer geworden.
Das verwundert nicht, wenn nur noch auf die Profitmaximierung geschaut wird, wie es heute insbesondere bei solchen Holdings und Gesellschaften Usus ist.
Und da läppert sich schnell ein beachtlicher Betrag zusammen, wenn man die Beispielrechnung, die
@mikroguenni in Post #40 erwähnt hat mal weiter rechnet.
Bei einer scheinbar minimalen Marge von nur 0,08 ct (statt 0,1 ct nur 0,0s ct für einen Metallfilmwiderstand) sind das bei 100.000 Widerständen zwar nur 20,- €. Wenn man aber bedenkt, dass bei einem Halbleiter oder Chip eher 10 ct oder vielleicht sogar 1,- € Marge drin sind, und wenn man dann noch in Rechnung stellt, dass ein Hersteller wie Golden Age von einem Gerät eine Stückzahl von mehreren 10.000 baut (vielleicht sogar 100.000 bei einem weltweiten Vertrieb?), dann wären bei einer Ersparnis im Einkauf der Bauteile von nur 20,- € je Gerät bei 10.000 Geräten sage und schreibe 200.000,- Cash für diese Serie drin.
Bei z.B. 10 verschiedenen Gerätelinien mit vergleichbarer Stückzahl und Cash-Marge machen das schon 2.000.000,- € mehr für die "Shareholder".
Bauen lässt Golden Age seine Geräte sicher auch in China wie so viele anderen Hersteller (vermute ich, wissen tue ich es nicht), da kann es auch sein - und ist es wohl wahrscheinlich-, dass direkt bei der Quelle, der herstellenden Fabrik ebenso gerechnet wird und beim chinesischen Elektronikbauteile-Fabrikanten um die Ecke gleich billig eingekauft wird.
Schöne neue Profit-Welt, die macht auf keinen Fall vor der Audio-Technik halt, schon gar, wo hier doch massenhaft elektronische Gerätschaften im Einsatz sind. Und der Kunde selber gerne so billig wie möglich einkaufen will.