Kritische Gedanken zur NAMM oder wo sind die tatsächlichen Neuheiten?

  • Ersteller Sicmaggot08
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Bestes Beispiel ist für mich Line 6. Wir haben in den letzten 5 Jahren POD gesehen, POD HD, Amplifi, Variax Gitarren

Stimmt schon, wenn man die Neuigkeiten in 5-Jahres-Schritten wahrnehmen würde, dann gibt es immer viel Neues.

Da ich hier ja schon gemeckert habe, dass es von Line 6 keinen neuen Pod gibt, sei an der Stelle gesagt, dass sie seit dem Pod HD kein Stück das Modeling verbessert bzw. weiterentwickelt haben, sogar einige vermeintlich neuen Produkte noch mit der alten Pod XT/X3 Technologie ausgestattet haben ( das "neue" Amplifi).
Wenn man sich das mal überlegt, dass es den Pod HD schon 4 Jahre lang gibt, dann ist das gerade im Software/Modeling Bereich echt eine sehr lange Zeit. Schau dir mal an, was in der Zeit z.B. Smartphones für Neuerungen erhalten haben.
Ich bleib dabei, ein neuer Pod ist von Line 6, die als Pionier auf dem Gebiet Modeling galten, schon lange überfällig!
 
Sie haben auf der NAMM auch neue HD Software (2.7 ? glaube ich) angekündigt ...

Ja, ist auch keine Revolution, aber wieder einer der Babysteps die sich Summieren. Logisch könnten die mit mehr eingesetzter ManPower wohl noch weiter sein - vieles in den Hörtest Studios ist absolute Kleinarbeit und Personalintensiv.

... die ersten 4 Minuten ...



Allerdings müssen die Personalkosten ja auch auf die verkauften Geräte umgelegt werden. Aus dem Marktanteil ergibt sich ihre Investitionsquote.

Und über eines müssen wir uns grundsätzlich im Klaren sein. Die Firmen machen das in erster Linie nicht um jeden einzelnen von uns "glücklich" zu machen - schön wenn es trotzdem passiert und dem Erfolg sicherlich zuträglich. In erster Linie sind es Wirtschaftsunternehmen inklusive aller Zwänge die dazu gehören.

Ich kenne die genauen Zahlen nicht ... aber sagen wir mal es werden von den 800.000.000 Umsatz von Thomann 0,5 % in Entwicklung bei den Zulieferfirmen gesteckt. Dann bezahlen die 4.000.000 ungefähr 200 Ingenieure. Der Markt ist natürlich nicht nur Thomann aber zu den 200 muss noch ein größeres X dazu kommen, wenn man bedenkt das alleine Thomann ca. 80.000 Produkte an Lager hat die gerne "Produkt-Ge-Zyklusst" werden wollen.

Von daher ... wie große Sprünge kann die Industrie überhaupt machen ???

Gruß
Martin
 
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Ich kann deine Argumentation gut nachvollziehen.

Bei Line6 ist es halt so, dass beim letzten Pod HD Update schon viele Line 6 Fans etwas verärgert waren, weil die HDX Version im Grunde nicht viel Neues zu bieten hatte, außer etwas bessere Fußschalter und behobene Bugs bei der Nutzung mehrerer Effekte simultan.

Ich kenne keinen Gitarristen, der einen Pod HD heute klanglich besser findet als ein Axe FXII oder den Kemper. Beide Geräte kosten natürlich deutlich mehr.
Im Umkehrschluss behaupte ich aber einfach mal, dass sich ein neuer Pod, der klanglich mit Axe und KPA mithalten könnte und wie gewohnt für 500 Euro auf den Markt kommt, sich wie warme Semmeln verkaufen würde.
Es kann natürlich gut sein, dass die Line 6 Entwickler derzeit noch genau an diesem Ziel arbeiten - falls das so ist, dann sei ihnen die lange "Auszeit" herzlichst gegönnt!

Der Markt wartet mittlerweile nur drauf, da braucht es keinen Experten, um das zu erkennen - wobei ich es auch nicht einschätzen kann, wie die Händler das aktuell so sehen, die mit Line 6 in Vergangenheit schon ihren Ärger hatten und zwar gerade auch deshalb, weil ständig neue Produkte auf den Markt kamen und die "alten", die noch in den Regalen lagen, zu sehr niedrigen Preisen verramscht werden mussten. Insofern täte sich Line 6 hier schon einen Gefallen, lieber alle paar Jahre ein wirklich deutlich neueres und besseres Produkt auf den Markt zu bringen, als jedes Jahr nur mit diesen von dir genannten "Babysteps" vorwärts zu kommen. Diese Nachhaltigkeit würde auch bei den Kunden besser ankommen, die sich auch schon oft geärgert haben, dass ihre teuer gekauften Geräte in zwei Jahren kaum noch was wert waren (das nennt man in der Szene auch deshalb den "Line 6 Effekt" ^^).

Ich bin mal gespannt, wie lange es noch dauert. Die Konkurrenz schläft diesbezüglich ja auch nicht.
 
Ich darf die Aussagen an Adrian von Line 6 geben ? Vielleicht hat er eine Antwort.

Bis dahin vielleicht die anderen Faktoren, die abseits der individuellen Betrachtung von Line 6, zum Thread veranlassen ...

Gruß
Martin
 
Du kannst das gerne so weitergeben.
Das ist aber auch nur das, was die Line 6 User überall in den Foren, auch im Line 6 Forum selbst, schreiben.
Das sollte denen bei Line 6 also schon bekannt sein.

Allgemein zur NAMM habe ich bereits meinen Senf abgegeben, war halt dieses Jahr wenig Neues dabei, das mir gefallen hat.
Aber das sehe ich auch nur durch mein engwinkliges Gitarristenkaleidoskop, wer weiß, wie es in anderen Musikersparten so aussieht. ; )
 
Ich will klingen wie Carlos Santana, Jimmy Page in den 70er klang.
Carlos Satana hat öfter die Gitarren gewechselt und klang immer wie Carlos Santana, das ist eine gesondere Begabung, die nur am Rande was mit dem Instrument zu tun hat, besonders bei ihm.
Der betritt die Bühne und spielt 2 Töne, die irgendwie nur er so spielt. Du weißt sofort, dass du beim richtgen Konzert bist.
Und das wäre auch so, wenn er eine Strat spiele würde.
 
Als Carlos in Montreux Gastgeber war, hat er kurzerhand Buddy Guy seine Gitarre umgehängt. Der musste sich zwar etwas sortieren bis er die PRS im Griff hatte, aber dann klang er auch wie Buddy Guy ...

Gruß
Martin
 
Als Carlos in Montreux Gastgeber war, hat er kurzerhand Buddy Guy seine Gitarre umgehängt. Der musste sich zwar etwas sortieren bis er die PRS im Griff hatte, aber dann klang er auch wie Buddy Guy ...

Gruß
Martin

Was sollte man auch anderes erwarten?
Ich finde das ist kein besonderes Merkmal. Wenn man eine Gitarre umgehängt bekommt, die wie auch immer gebaut ist, klingt man immer wie man slebst, weil man eben "nur" so spielen kann.
Wenn Steve Vai mir seine EVO umhängen würde, mit passendem Verstärker u.s.w., klänge ich nicht wie Steve Vai.....das ist kein Phänomen sondern einfach die Tatsache, dass jeder Gitarrist anders spielt und an Musik herangeht.
 
Hm, ich hatte in der letzten Woche wenig Zeit, und hab jetzt erst nachträglich Kram über die NAMM nachgelesen, und ich muss auch sagen, dass ich danach das Gefühl hatte, im Grunde schon alles zu kennen..
Die 500ste Stratinkarnation, die 200ste USB-Audiointerface-Variante, selbst so Sachen wie die Triad-Stative oder das Touch-Klavier.. das war alles nicht neu..
Am Unerwartesten war für mich tatsächlich das Logic-Update, das war ne coole Überraschung, vor allem in dem Umfang.

Aber dann hab ich mich hinterfragt, und bin drauf gekommen, dass ich langsam wirklich einen Punkt erreicht hab, wo ich mit meinem Zeug zufrieden bin, dass ich hab, und deshalb das einzige, was mich wirklich noch reizen kann, was Spektakuläres sein muss.. und sowas gibt's halt nicht mal eben jedes Jahr.

Von daher: viele kleine Verbesserungen sind doch auch nett, zumindest für die große graue Masse ;-)
 
... wenn sogar schon Fender eine Strat baut die iOS Connectivity hat ist doch alles passend. **ironie off**
Und was ist daran schlimm?
Mich wundert ja manchmal, dass wir überhaupt andere Instrumente haben als Knochenflöten aus Mammutgebein (Sorry, Singschwan war das Tier ...). Natürlich Heavy Relic, alles danach ist ja nur unechter Modekram ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Daran ist rein gar nix schlimm :) Ich bin jedoch für beide Seiten zu haben, die fortschrittlichen und die traditionellen. Ich könnt und wollte niemals ohne eine Fender Strat leben. Genauso wenig wie ich ohne mein Smartphone leben wollen würde.

Ich wollte damit nur andeuten das sich eigentlich ja schon was tut in der Hinsicht. Gut, die Variax ist nicht 2015 aber das ist doch schon mal ein Weg. Genauso wie die iOS Anbindung ein Weg in die Zukunft ist. Ich bin mir nicht sicher was man denn auf einen Schlag an einer Gitarre ändern sollte. Somit sind die kleinen Dinge genau das was für mich Fortschritt ausmacht.

Es müsste erstmal ein neuer Sound entstehen um da irgendwas großartig zu ändern. Aber das wird wohl sein wie mit der Henne und dem Ei, was kam zuerst? Neue Instrumente oder neuer Sound...
 
Zunächst einmal wird es wahrscheinlich auf absehbare Zeit überhaupt keine tatsächlichen Innovationen mehr geben. Wenn überhaupt inkrementelle Innovationen, sprich: Produktverbesserungen etc.

Ich würde mich einfach mit der Tatsache anfreunden, dass in der Musik so ziemlich alles schon einmal "da gewesen" ist und neue Stile lediglich Rekombination von bereits bekanntem sind mit einem leicht anderen Soundbild. Und genauso verhält es sich mit der zugehörigen Hardware bzw. den Musikinstrumenten.
 
Ich würde mich einfach mit der Tatsache anfreunden, dass in der Musik so ziemlich alles schon einmal "da gewesen" ist und neue Stile lediglich Rekombination von bereits bekanntem sind mit einem leicht anderen Soundbild.
Na hoffentlich nicht. Wäre ja wirklich ein Armutszeugnis Sonder Gleichen. Wenn die (Rock)musik (& all that stuff) den Weg der Klassik beschreiten würde, wären wir "not amused". Obwohl, ja, gewisse Anzeichen dafür sind vorhanden.
 
Vielleicht noch kurz zu Line6: Zum Thema "Neuigkeiten-Stillstand im HD-Bereich" hatte sich vor einiger Zeit mal jemand von Line6 in deren Forum gemeldet und - wenn ich das noch richtig zusammen kriege - etwa Folgendes gesagt: Man arbeite bereits die ganze Zeit an einer HD-Nachfolger-Reihe und würde gerne 2015 etwas Konkreteres ankündigen. Die User sollten aber bitte Verständnis dafür haben, dass Line6 kein so riesiges Unternehmen ist, wie manche es vielleicht glauben mögen, und die Resourcen deshalb dementsprechend begrenzt sind.

Vielleicht bekommen wir ja in diesem Jahr tatsächlich noch was zu hören. ;)
 
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Als Techniker mag ich es irgendwie Abends im Proberaum/zu Hause meine Gitarre aus dem Ständer zu nehmen, sie ganz umständlich manuell zu stimmen, sie mit einem Kabel in einen Verstärker stecken zu müssen, den Verstärker mit Drehnköpfchen feinsauber einzustellen und dann erst loszulegen; natürlich erst, wenn die Röhren etwas vorgeglüht haben.

Es ist der einzige Teilbereich in meinem Leben der nicht auf Benutzerfreundlichkeit, Prozessvereinfachung, Simplifizierung und Automatisierung optimiert wurde.

Das ist die neue Klassik in Generation Youtube aka Alles-Was-In-20-Sekunden-Nicht-Aufgesetzt-Ist-Verdient-Nicht-Meine-2-Minuten-Aufmerksamkeitsspanne.

Ich glaube ehrlich gesagt, dass es sehr vielen Leuten so geht - in abgeschwächter Form vermutlich sogar der Generation YouTube - und dass hier tatsächlich einer der Gründe für wenig Mut, besser gesagt Anreiz, zur Innovation seitens der Gitarrenhersteller besteht.

Für ein so emotionales und oftmals wenig rational erklärbares Hobby wie die Musik ist die Lösung, welche einen geringeren Zeit-/Kraftaufwand fordert und dabei vielleicht sogar noch präziser ist (Beispiel Gibsons unbeliebtes Min-ETune, das oftmals nur teilweise berechtigte massive Misstrauen gegenüber neuem Klangkörpermaterial, etc.), eben nicht immer die gewünschte. Man muss dabei vielleicht auch mal genauer hinsehen: Letztlich ist die Gitarre ein Medium, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Das klingt jetzt technischer als ich es meine. Denn dieses Ziel kann zwar durchaus ganz trocken gesagt sein, möglichst zuverlässig und mit wenig Aufwand einen guten Klang zu liefern und den Musiker seine Fähigkeiten bestmöglich zu einem möglichst geringen Preis ausspielen zu lassen (Variante 1). In Variante 1 ist das Medium halt wie ein Wekzeug zu sehen. Es ist gut, wenn es zuverlässig gute Klänge bei sachgemäßer Bearbeitung liefert. Es kann aber eben auch sein, dass das Ziel darin besteht, dem Musiker größtmögliche Freude beim Spielen zu bereiten, unabhängig davon, mit wieviel Aufwand er für wieviel Geld wie konstant eine bestimmte musikalische "Performance" X abliefern kann (Variante 2). Hier ist eher der Weg das Ziel.

Richtig kompliziert wird es doch dann, wenn man bedenkt, dass je nach Naturell und Spielweise es manchmal jene Inspiration durch die Freude am Instrument (Variante 1) ist, die gute Musik erst ermöglicht. In diesem Fall würde das Ziel von Variante 1 die Bedingungen aus Variante 2 quasi zu ihrer Erfüllung vorausetzen. Auch für einen eher rational agierenden Top40-Covermusiker, der mit Musik in erster Linie seine Brötchen verdient, trifft das sicher zu. Man darf aber als Gitarrist nie vergessen, dass viele Unterschiede die für den Spieler selbst sehr gut hör- und fühlbar sind, für andere Zuhörende schon sehr viel weniger deutlich hervortreten (für Musikerpublikum) bzw. teilweise marginal sind (für Publikum ohne "geschulte" Ohren).

Mein Schlüsselereignis in dieser Sache war, als mich mein eher wenig musikalischer Onkel mal gefragt hat, warum meine Gitarre eigentlich 2 Tonabnehmer hat. Als Physik- und Chemielehrer hat ihn diese technische Perspektive doch sehr interessiert, die physikalische Grundlage versteht er dabei natürlich vollkommen. Als ich ihm mal die Unterschiede zwischen meinem Seymour Duncan JB in Stegposition und SD '59er durch Umschalten vorgeführt habe, war er der Meinung keinen in irgendeiner Weise relevanten Unterschied zu hören. Ich unterstelle mal, dass etwa in einem Bandkontext dies auch oftmals zutrifft. Klar, für die Leute am Mischpult spielt so etwas durchaus eine Rolle, aber das lässt sich alles in den Griff bekommen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind - unsere feinfühligen Gitarristenansprüche gehen darüber weit hinaus.

Was hat das jetzt mit Innovationen zu tun?

Nun, ich glaube dass für die Faszination von Gitarren und die Inspiration die wir durch sie erfahren, in erster Linie sehr starke Erwartungshaltungen, wie ein Instrument zu sein hat und gewisse Mythen verantwortlich sein. Romantische Vorstellungen von Holz statt künstlichen Werkstoffen, der Look, das Gefühl, der Geruch. Korpusformen, bekannte Spieler eben dieser Instrumente - durch deren Musik man selbst stark geprägt ist. All das ist Teil einer großen Gitarren-Narration, die wir verinnerlicht haben und die uns prägt, ob wir wollen oder nicht. Und es fühlt sich ja auch gut an, Teil dieser Narration zu sein.

In diese Narration passen blinkende Geräte auf der Rückseite von Gibson-Headstocks aber ebenso wenig wie das Spielen in ein Pult per Pre-Amp statt in ein Marshall-Stack. Die Idee auf einem Verbundstoffgriffbrett herumzugreifen auch nicht.

Was für die Hersteller zählt, ist was sich verkauft. Wir - ich nehme mich da nicht aus - werden weiterhin beim Gitarren-Einkaufsbummel zu einem Instrument greifen, welches uns anspricht. Durch ein Aussehen, welches unsere Erwartungen i.d.R. nicht zu sehr unterläuft. Durch ein Image, welches wir schätzen. Durch Vertrautes in hoher Qualität. Klar möchte man auch mal etwas Neues, aber seien wir mal ehrlich: Sobald es wirklich neu und exotisch wird, ist man meistens abgeschreckt. Der Lustgewinn an der Erfüllung dieser Erwartungen, gewürzt mit dem Salz einiger vorsichtiger Neuerungen (vielleicht mal eine ungewohnte Pickup-Kombination?!?) ist ja durchaus erfolgversprechend. Werden die Änderungen zu groß, empfinden wir Gitarristen das Instrumenten-Gericht oft schon als versalzen.

Bassisten oder Keyboarder etwa sind da meiner Meinung nach durchaus pragmatischer, bzw. stehen durchaus auf gut gewürzt, um mal im Bild zu bleiben.

Meine Vermutung ist nun, dass dies vor allem mit der Traditionsvorstellung und dem Selbstbild von Gitarristen zu tun hat. Machen wir uns nichts vor, es herrscht oftmals Style over Substance vor. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch Beispiele gibt, wo durchaus Style und Substance gegeben ist - oftmals dann aber zum gehobenen Preis (Bsp. PRS).

Wirklich kompliziert wird es dann aber, wenn man den Umstand bedenkt, den ich oben bereits kurz angesprochen habe: Vielleicht ist dieses Verhalten ja letztlich doch wieder rational. Nämlich genau deshalb, weil eben genau diese innige Verbindung zum Instrument, die wenig rationale Begeisterung für etwas Imperfektes den gewissen Placebo-Effekt darstellt, der zwar nicht rational, aber eben doch wirksam ist. Wirksam in dem Sinne, dass es sich mit der gewonnenen Freude am traditionellen Instrument eben auch gut musiziert. Ebenso wie manche Menschen einen Wein mit Korkverschluss mehr genießen können, als einen Wein mit aus sensorischer Perspektive messbar überlegenem Verschlussmaterial. Hey, eine höherklassige Yamaha ist meist besser verarbeitet als eine Gibson, die >80% mehr kostet. Aber wenn jemand auf der Gibson am Ende des Tages a) lieber und b) (eventuell genau wegen a) ) auch besser spielt?

Innovationen sind oftmals unbeliebt. Klingt reaktionär, ist es vermutlich auch. Ist am Ende des Tages aber ja eigentlich auch egal, solange es funktioniert...

Vielleicht liege ich mit dieser Einschätzung ja ganz falsch, aber so stellt es sich für mich dar...
 
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Habt ihr zu viel Phineas & Ferb geguckt und erwartet auf der NAMM
den Antischwerkraftinator neben dem Meinegitarrespieltalleininator???

Ich kann aus finanziellen Gründen keine Gitarren sammeln, vor allem keine
Gibsons. Aber im sammeln von Big Muffs bin ich ganz groß!
Seit 44 Jahren schaffen es Mike Matthews und seine Plagiaten mit immer
neuen Big Muffs am Zahn der Zeit zu bleiben - das finde ich toll...
Ich habe mich tierisch über den neuen Big Muff gefreut!!!

Ich spiele immer dieselbe Gitarre, aber bei den Saiten bin ich pingelig.
Innovativ finde ich die Erfindung der Nirostasaite, zudem allergiefrei.
Als ich vor 10 Jahren im hiesigen Musikgeschäfft danach fragte,
wurde ich angeschaut wie Autofriedhof.
Auch für meine Konzertgitarre gibt es neuerdings von Thomastik-Infeld
Classic N CF128 Saiten, wo der versilberte Kupferdraht durch Chromstahl
-Flachdraht ersetzt wurde. Juhu.
 
Meine Meinung ist:
vieles ist einfach zu traditionsbehaftet... bestes Beispiel: guter Sound kommt nur von viel Gewicht. Gibson bietet zwar chambered an, aber ob die so gut ankommen? Vielleicht müsste man in eine bessere Holzauswahl investieren, ich weiss es nicht...
FGN selbst hat Fender Instrumente weiterentwickelt, doch konnten sich die Bässe etablieren? Eher noch die Gitarren. Die meisten wollen einfach F oder G auf dem Namen und damit verbundene Tradition.

Der andere Punkt: wäre es nicht besser nur alle 5 Jahre eine Messe zu haben? Jedes Jahr aufs Neue Innovationen ist m.E. viel zu viel. Vor allem: wer soll oder will schon jährlich neue Instrumente? Der Markt übersättigt auch viel zu viel dadurch. Es ist heutzutage schon schwer genug gut erhaltene gebrauchte Instrumente zu verkaufen, wenn man sich was Neues sieht.
 
:confused: "Neuer Sound", wie müsste der sein?
Ich versteh' das sowieso nicht. Auf der einen Seite kann nix Vollröhre genug sein, die natürlich schon prinzipbedingt irgendwie in ähnlichen Soundsphären schweben und wenn was Anderes kommt heißts' dass is' nich' Vollröhre und somit Schwindel. Zumal eben Stromgitarre mit gewissen Soundvorstellungen verknüpft ist, mal mehr clean mal mehr Zerre und dann hat es sich aber schon.
Ich behaupte mal, das Angebot am Markt ist ganz genau so, wie wir Käufer es uns machen.

Den "Kleinen" z.B. finde ich ganz interessant. Aber Neuer Sound wird auch da nicht rauskommen.
Also ersteinmal sind die leute die nach neuen sounds suchen ungleich den Leuten bei dennen ncihts über Vollröhre geht, du musst erstmal erkennen das das nicht die gleiche sorte Mensch ist.

Mich interessiert z.b. nicht woher mein sound kommt, ich bin auch kein bastler, wichtig ist für mich einzig und alleine was dabei rauskommt.

Ich möchte dich keineswegs beleidigen, aber weißt du, es gibt mehr als bissle clean und bissle zerre. Da hast du ein echt kleines Weltbild, das hätte ich von einem so großen Zauberer weniger erwartet.

Es geht um vielmehr als nur einwenig zerre, durhc die entwicklung der Studio tools werden uns Gitarristen auch immer mehr modulationseffekte und klangwelten eröffnet die so, zumindest mobil, früher nicht möglich waren oder auch komplett neue dinge. Diese werden kombiniert und erzeugen etwas neues.

Wenn ich mir z.b. diese djent welle anschauhe die 2013-2014 so groß war und auch nocht ist, weiß ich nicht hab ich nicht weiter verfolgt. Klar ist der typische Sound dieser Bands im high-gain-bereich anzusiedeln. (also VIEEEEL ZERRE *auf musikerboardisch*)
Aber er ist viel mehr als das und sehr konstruiert, wenn du dich, so wie ich, näher damit beschäftigst obwohl die Musik nicht so dein Ding ist wirst du einiges lernen, vorallem was aktivem einsatz von einem ordentlichen eq (nicht nur 3-4regler) oder einem noise-gate einsatz angeht, welches nicht nur dafür da sein kann rauschen in spielpausen zuunterdrücken. Das ist nur eines von unzähligen beispielen.

Überall gibts neue interessante dinge die mehr möglichkeiten als früher bieten, invoation ist dann was du drauß machst. (wenns für dich nur clean und angezerrt gibt - ist das ok - aber dann ist das deine kleine Welt, nicht meine)

Lg
Max
 
Ich möchte dich keineswegs beleidigen, aber weißt du, es gibt mehr als bissle clean und bissle zerre.Da hast du ein echt kleines Weltbild, das hätte ich von einem so großen Zauberer weniger erwartet.
Mach dir um mein Weltbild keine Sorgen, das passt schon.
Andrerseits hätte ich von einem großen Max schon erwartet dass er, wenn er auf einen Text antwortet, diesen und den Bezug dazu auch verstanden hätte.
-> Ingnore.
Musst nicht mehr antworten,lese es ohnehin nicht mehr!
 
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