Also die jungs sind schon schnell, aber es ist nicht spektakulaer.
Die meiste Zeit bewegt sich ihr Kram auch bei 160-170 BPM
Ab 180-190 wirds dann echt schnell, aber bei dem Tempo hat der Ton gar keine Zeit mehr sich richtig aufzubauen, es ist dann immer mehr nur so ein gestimmtes Geraeusch.
Weder von Vai noch von Satriani hoere ich viel was ueber 170BPM hinausgeht, dafuer sind die auch viel zu Tonverliebt. Bei Yngwie schon, der dudelt oefter mal im 190er Bereich rum, er spielt aber auch die einfacheren Fingersaetze.
Was mich bei Satch am wenigsten beeindruckt ist seine Geschwindigkeit, er spielt einfach geiles zeug und hat coole ideen.
Das schwierigste bei Steve Vai ist nicht das Tempo, sondern die Total abgekackte Phrasierung die der draufhat. Da wird dann mal in einem lauf zwischen 16. Quintolen, ueber 8. Triolen, zu normalen 16. zu 16. Septimolen gewechselt. Argh...
Steve Morse ist auch echt Flink und zeigt das auch erne mal, zu seinem Stuff kann ich nichts sagen, da der immer so'n Country Blues einschlag drin hat, vermischt mit bischen Fusion, was mich immer irgendwie confused macht, kein blassen was der Spielt, egal wie schnell.
Der wirklich schnellste Gitarristen den ich bislang gesehen habe ist Chris Impelliteri, der geht wirklich deutlich ueber die 200, sein Video ist gut wenns um Yngwiestyle Technik geht. Aber musikalisch ist das nichts aufregendes.
Bestimmte sachen lassen sich auch nicht so schnell spielen, andere schon, je schneller es wird, desto simpler (und musikalisch uninteressanter) werden meistens die Fingersaetze.
z.B. Flight of the Bumble Bee, das ist fast nur chromatisch, die Toene liegen immer schoen einer neben dem anderen, sehr bequem schnell zu spielen, da ist keine magie dabei.
Zusammenfassend, wenn du in der Lage bist ein steady tempo um die 150-160 BPM zu halten bist du im gesunden shredder mittelfeld angesiedelt. Von da aus gehts nicht weiter in richtung noch schneller, sondern wenn du dich abheben willst geht es darum was du spielst, schnell sind alle....