Mischpult: Ja oder Nein?

  • Ersteller Martin Hofmann
  • Erstellt am
ich war im September in Seattle auf Einladung von Mackie. Dabei konnte ich das neue DXB kennenlernen. Nun besteht die Möglichkeit, ein Seminar mit diesem Pult zu veranstalten. Seminarleiter wäre Uli Mors von Mackie. Hätte denn überhaupt jemand von Euch Interesse an so was?
 
sind im dxb nicht ab werk schon uad1 karten eingebaut?
 
Hey Leute,

Martin'S Frage ist nicht schlecht!

Letztlich kann ich sie wohl nicht beantworten. Klar ist, dass jeder, der im Homerecordingbereich entweder PC, Mac oder aber auch analoge Hardwareteile (Mischpult, Effekte usw.) bedient, dies tut, weil's saumäßig Spaß macht und jeder gute Aufnahmen im Rahmen seiner Möglichkeiten hinbekommen möchte. Dabei wird Equipment gekauft, wovon man selbst überzeugt ist und was man sich leisten kann --- und irgendwie ist's dann auch Glaubenssache. Wir haben im Homerecordingbereich in technischer und finanzieller Hinsicht nur begrenzte Mittel zur Verfügung.
Wäre Tonigenieur mein Beruf, könnte ich Martin's Frage vielleicht sofort beantworten. Ich hätte Erfahrung und Umgang mit richtig teurem
A-Class- Profiequipment und würde daher eine detailierte und fachlich fundierte Begründung aus dem Ärmel schütteln können. Diese würde vielleicht so aussehen, dass es ohne Mischpult nicht geht ------ und ohne PC bzw. Mac auch nicht. Die Gitarre müßte vielleicht nicht mit dem Computer, sondern noch auf Band aufgenommen werden, damit's einfach absolut perfekt "rüberkommt".

Also hier nun der Versuch einer Antwort: Die Arbeit am Mischpult kann generell nicht schaden. Auch Mischpulte haben ihre Qualitäten (Klangcharakteristik, Funktionalität), die durchaus auch sinnvoll und in Ergänzung zum PC/Mac eingesetzt werden könnten. Qualitativ gesehen hat der Preis bei allen Geräten schon immer irgendwo irgendeine Rolle gespielt, doch ich glaube, große Unterschiede würden sich im Homerecordingbereich allgemein nicht ganz so drastisch ergeben, obwohl PCs, Macs, und die einschlägigen Programme auch in Profistudios eingesetzt werden. Dort aber mit Sicherheit nicht nur ausschließlich und alleine, sondern in Verbindung mit hochwertigen Mischpulten. Egal ob Profi- oder Homerecordingstudio: Jeder Song verlangt immer einen ganz besonderen, ganz allein auf sich bezogenen Arbeitsaufwand. Fatal ist es vorauszusetzen, die Ausmischung eines Songs -nur wegen der Bequemlichkeit halber-, ist auch für das nächste Lied locker möglich. Mischpulte, wie auch Computer werden uns "Homercordlern" immer wieder neue Herausforderungen bescheren, deretwegen die Aufnehmerei ja eigentlich auch so interessant ist.

Nix für ungut. Viele Grüße an alle vom Helmut
 
@alle die analoge Pulte benutzen

Mischt ihr alles komplett vor der Aufnahme auf dem pult ab? Egal ob ihr jetzt mehrere Spuren oder nur eine Gitarre durch einen Modeller aufnehmt. Macht ihr den so8und weitestgehend am Pult und korrigiert hinterher nur am Rechner, oder macht ihr nur ganz Grobe eingriffe und macht den Hauptteil im PC?

Würde mich interessieren, wie ihr da so vorgeht.

Gruß
 
Zwischen Weihnacht und Neujahr werde ich mit der Band wieder Aufnahmen machen. Wir werden es ganz einfach so aufnehmen:

Anstelle des ADAT's welches vorher am Mischpult hing werden wir ein Firewire interface an den Mixer anhängen. Das heisst, die Daten gehen ungemischt und unbearbeitet auf den Rechner. Anschliessend kann man noch immer jede Spur einzeln nochmals abmischen und nochmals aufnehmen oder Rechnerintern abmischen oder was auch immer. Gerade auch um im Nachhinein externe Effektgeräte zu benützen ist ein echtes Mischpult von Vorteil... schon nur weil wenn das Studio gut eingerichtet ist das ganze Kabelgestöpsle wegfällt! Wir haben ein analoges 24 Kanal Mackie Mischpult.. das tönt nach viel - isses aber bei dieser Art von Aufnahme nicht!
 
Und während alle sich mit ihren Systemabstürzen bei Digitalpulten rumquälen, spare ich weiter auf meine analoge AMEK KOnsole und freue mich über den schönen Klang. Mal im Ernst: Bei ebay werden derzeit große Analogkonsolen teilweise richtig günstig gehandelt. Und wer wirklich mal mit sowas gearbeitet hat, will sie nicht mehr hergeben... So`n Mischpult hat ja mal nicht umsonst ne viertel Millionen Mark gekostet. Und schaut Euch mal die goßen Studios an. Mousse T's ABBA analog Konsole z.B.... und der WDR will angeblich auch wieder seine LAWOS und sonst was rauswerfen...

Aber, ich denke, daß es da auch ganz auf den Einzelfall ankommt. Wenn man z.B. schnell und viel an versch. Projekten arbeitet hat natürlich Total Recall nen ganz anderen Stellenwert, als wenn man immer im selben Setup arbeitet. Da kann man schonmal drauf verzichten. Also ich sitz auf jeden Fall gerne an ner analog Konsole. Und wenn das Einstellen dann man was dauert... :)
 
Hatte einmal das Privileg, eine Session an einer SSL Konsole zu machen. Und wie die klingt, ist wirklich unfassbar. Ganz unabhängig von den Bedienungsvorteilen, der Klang war derartig rund, warm und ausgewogen, dass man die EQs auch einfach mal linear lassen konnte, das kannte ich vorher so noch nicht. Die Konsole hat auch in jedem Kanalzug Kompressor und Gate, Filter und vollparametrischer EQ. Und dieser Klang... dieser Klang... Das habe ich (allerdings insgesamt recht unerfahren) nie wieder so erlebt.
Ich habe mal von den astronomischen Preisen für einen einzigen EQ gehört, die bei Ausschlachtungen ja mal eben einzeln verhökert werden. Also Liebhaber sind für den Klang bereit, eine sehr beachtliche Menge zu zahlen.

Automix, EQ abspeicherbar, Motorfader, Szenenspeicher, das ist alles eine klasse Sache, und wird auch die Zukunft sein. Aber besser wird wohl immer ein analoges Pult sein. Allerdings erst ab einer gewissen Preisklasse.
 
Reinhard schrieb:
Sind Motorfader wirklich soooo wichtig?

sobald du mehr als ein projekt hast, oder mehrere personen am selben arbeitsplatz das pult benutzen ist eine motorisierte automation mehr oder weniger unerlässlich...

mix-down.de schrieb:
Und während alle sich mit ihren Systemabstürzen bei Digitalpulten rumquälen, spare ich weiter auf meine analoge AMEK KOnsole und freue mich über den schönen Klang. Mal im Ernst: Bei ebay werden derzeit große Analogkonsolen teilweise richtig günstig gehandelt. Und wer wirklich mal mit sowas gearbeitet hat, will sie nicht mehr hergeben... So`n Mischpult hat ja mal nicht umsonst ne viertel Millionen Mark gekostet. Und schaut Euch mal die goßen Studios an. Mousse T's ABBA analog Konsole z.B.... und der WDR will angeblich auch wieder seine LAWOS und sonst was rauswerfen...

Aber, ich denke, daß es da auch ganz auf den Einzelfall ankommt. Wenn man z.B. schnell und viel an versch. Projekten arbeitet hat natürlich Total Recall nen ganz anderen Stellenwert, als wenn man immer im selben Setup arbeitet. Da kann man schonmal drauf verzichten. Also ich sitz auf jeden Fall gerne an ner analog Konsole. Und wenn das Einstellen dann man was dauert... :)

ähm,.. also ich arbeite mit nem dmx r100 und nem tmd1000 und keines von beiden ist je abgestürzt,.. o_O
von der intuitivität ist leider manches digitalpult unter aller sau, das stimmt, ich würde auch höchstens mit nem dmx r100 live was machen wollen, das ist das einzige, das ich kenne, das wirklich schnell und übersichtlich zugriff auf alle wichtigen parameter bietet, ohne das man sich im tastengefrickel verliert,.. im studio isses einfach nur comfortabel.
live steh ich persönlich aber auch mehr auf analog pulte, erstens reicht das von der qualität locker aus ( auch wenns ein behringer is.. ;) ) und man hat alles auf einmal zum anfassen, drehen und im blick.
 
bummbumm schrieb:
ähm,.. also ich arbeite mit nem dmx r100 und nem tmd1000 und keines von beiden ist je abgestürzt,.. o_O
von der intuitivität ist leider manches digitalpult unter aller sau, das stimmt, ich würde auch höchstens mit nem dmx r100 live was machen wollen, das ist das einzige, das ich kenne, das wirklich schnell und übersichtlich zugriff auf alle wichtigen parameter bietet, ohne das man sich im tastengefrickel verliert,.. im studio isses einfach nur comfortabel.
live steh ich persönlich aber auch mehr auf analog pulte, erstens reicht das von der qualität locker aus ( auch wenns ein behringer is.. ;) ) und man hat alles auf einmal zum anfassen, drehen und im blick.

Schonmal an nem 02R gesessen, das schon so manche Betriebsstunde hinter sich hat? Wusstest Du, daß der WDR teilweise über seine ganzen Digitalpulte flucht??? :)
 
Ja es ist schon sehr angenehm über das Pult zu arbeiten ... bei mir isses so, dass ich eigentlich das Mischpult mehr oder weniger als "DI-Box" verwende. Grundsound vom Schlagzeug (mehr Bauch usw. usf.) wird vom Mischpult aus geregelt, dann geht`s ab in den PC und gemischt wird auch über PC. Unser Bassist, der jahrelange Erfahrung im Bereich Tontechnik hat meint immer er würde das lieber alles per Hardware machen, ich bin aber der Typ, der eben die einzelnen Spuren digital bearbeit als analog.

Was meint ihr?
 
Gerade für junge Musiker ist die digitale Soundbearbeitung am PC die billigste Lösung. Ich hab noch niemit einer Analogen Konsole gearbeitet.....nur halt Live mit meinem 24Kanal Soundcraft Mixer.

Mal ne ganz dumme Frage: Wie "speichert" so eine Analoge Workstation eigentlich die Sounddateien? Auf Band??
 
Ich finde die software controller am besten, natürlich ist es sinvoll ein kleines viel. 32 Kanal Pult zu haben um analoge Effekte einzuschleifen, ansonsten finde ich die digitale variante, mit PLugins VSt usw. am besten, braucht vor allem weniger Platz und ist für die gleiche Qualität um einiges billiger, trotzdem, ein geiles Mischpult macht sich natürlich immer gut :)
 
Gerade die DAWs bieten enorme Vorteile (arbeite mit Sonar). Bin zwar noch nicht so lange dabei, aber die Vorteile liegen auf der Hand: Ich kann einen Mix abspeichern und jederzeit neu mischen. Bei rein analog ist das unmöglich.

Die beste Verbindung würde für mich aus beiden Welten bestehen: Ein 16-Kanal-Mischpult, welches gute, warme Channelstrips hat u. wo man zB Gates einschleifen kann. Dazu müsste dieses mit Motorfadern ausgestattet sein (also auch als Controller dienen). Dazu nen PC mit ordentlich Leistung für die Plugins (mit vieeeel Ram und evtl. Plugin-Karten).

Ich denke, dass die Verbindung der digitalen Vorteile gepaart mit analogem Feeling die Zukunft ist. Prinzipiell ja schon möglich, nur leider nicht bezahlbar. Im Moment kann ich mich mit Sonar zumindest soweit bewegen, dass ein (für meine Ohren) gescheiter Mix rauskommt. Leider fehlt absolut das Geld für besseres Equipment...
 
Ich werde es in Zukunft ganz so machen wie du beschrieben hast. Habe bis jetzt immer nur an PC´s also an digitalen Geräten gearbeitet und eben Plug-In`s verwendet, da es aber für mich auch gewisse Vorteile bietet beide Arbeitsweisen zu kombinieren werde ich einen 24 Kanal-Soundcraft-Mixer an meinen neuen Rechner hängen - dazu noch Röhrenvorverstärker und Röhrenkompressoren und ich bin überaus zufrieden. Dazu werde ich mir noch von "Waves" die Software-Plug-In´s (EQ, Kompressor, Analyzer, Limiter usw. usf.) leisten ... und mit dem nötigen Know-How kann man damit sicherlich schon angemessene Produktionen liefern!

Grüße

Manuel

EDIT: Wer sonst immer nur mit den Plug-In´s aus Cubase gearbeitet hat, sollte mal die EQ`s und Kompressoren aus dem Waves-Bundle antesten sofern das möglich ist ... ich war absolut überrascht darüber wie angenehm es ist damit zu arbeiten wenn man vorher mit dem Cubase-internen Zeug "gebastelt" hat :great:
 
Ich glaube das es beim recording nicht mehr notwendig ist ein mischpult zu haben...

jede funktion kann mit dem pc/mac genauso ausgeführt werden...
jeder der an potis rumdrehen will sollte sich eben einen multitacker zulegen.

wenn du über mischpult analog aufnimmst bist du auch auf das signal gebunden und kannst es nachher nicht mehr so verändern... wenn ein signal mit nem eq augenommen wurde... ist der eq nunmal drin...

wenn man kein mischpult hat gibts aber auch ein problem bzgl. signalrouting zu kopfhörer bzw. monitore... ect. makie schafft aber auch da abhilfe mit dem "Big Knob"

also es gibt so ziemlich für alles eine lösung was das mischpult unbrauchbar macht...
 
squini schrieb:
jede funktion kann mit dem pc/mac genauso ausgeführt werden...
jeder der an potis rumdrehen will sollte sich eben einen multitacker zulegen.
Du hast die Überschrift diese Forums gelesen? Hier geht es nicht um Proberaummitschnitte, sondern um "große" Produktionen. Die macht keiner auf dem Multitracker.

wenn du über mischpult analog aufnimmst bist du auch auf das signal gebunden und kannst es nachher nicht mehr so verändern... wenn ein signal mit nem eq augenommen wurde... ist der eq nunmal drin...
völliger Blödsinn. Mehrspuraufnahme und analoge Mischung lassen genauso alle Bearbeitungen zu wie die PC-Multitrackaufnahme. Schon mal was von Faderautomation gehört? Und die ist noch nichtmal nötig...

Lieber Squini, nachdem ich jetzt so einige Beiträge von dir gelesen habe, möchte ich dich doch freundlich bitten, nicht zu allem und jedem dein (meist falsches) Halbwissen hier auszubreiten. Wenn du wirklich etwas weißt und das auch noch zur Frage passt, gerne. Aber wenn du nur so eine vage Ahnung hast oder irgendwo mal was gelesen etc., dann musst du nicht auf Teufel-komm-raus hier posten. Bitte.

Jens
 
Ich denke das Mischpulte noch sehr lange in den Studios stehen werden. Es ist einfach viel handlicher ein Mischpult physikalisch zu bedienen. Für ist ein WYSIWYG-Mischpult ("What you see is what you get") eine enorme Vereinfachung der Arbeit.

Ich nutze ein Mackie D8B + HDR und bin immer noch Überzeugt, dass das Pult seine Dienste sehr lange leisten wird. Für den Heimgebrauch oder kleinere Studioproduktionen würde ich jedoch auch den PC nutzen.

MFG Decadox
 
sorry ich meinte natürlich nicht multitacker... :) sorry

ich meinte z.B. die hardware fürz.b logic wo man alles von aussen bedienen kann... wie beim mischpult...weiß leider nicht wieß heisst :)

WEITERS JENS...

wenn ich ein signal übers mischpult analog auf ein bändchen aufnehme... und durch nen eq laufen lasse auf dem mischpult... dann ist es auf dem bändchen mit dem eq drauf.. und kann nicht mehr verändert werden...
sicher kannsch es nachher noch wieder mit nem eq zurückbiegen... aber du bist nicht mehr so flexibel...
 
squini schrieb:
wenn ich ein signal übers mischpult analog auf ein bändchen aufnehme... und durch nen eq laufen lasse auf dem mischpult... dann ist es auf dem bändchen mit dem eq drauf.. und kann nicht mehr verändert werden...
sicher kannsch es nachher noch wieder mit nem eq zurückbiegen... aber du bist nicht mehr so flexibel...

das ist aber beim digitalen genau gleich und man kann durchaus auch mit einem bändchen das signal ohne eq aufnehmen und danach über ein mischpult abmischen!

PS: ich denke du meinst einfach einen controller (MIDI z.B.)
 
ja klar aber dann muss ich mit dem ge-eqten signal arbeiten.. und dann wahrscheinlich nochmal eqn
 

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