Nein, früher war NICHT alles besser !!!

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Nachtragen wollte ich noch: Die Wüste Welle hat sogar eine Mediathek, wie die "großen". Die braucht sie auch noch dringender als die Großen, so meine persönliche Meinung: Da ihr Programm so "wüst" bunt ist, schaltet man oft genauso leidenschaftlich aus, wie man einschaltet. Und ist daher froh, nicht an Sendezeiten gebunden zu sein und das nachhören zu können, was einem schmeckt.
 
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- Instrumente früher waren in der entsprechenden Preisklasse entweder nicht vorhanden oder schlechter
- die Plattformen für Equipment sind heute viel besser und die Auswahl größer
- die Aufnahmemöglichkeiten waren früher nicht vorhanden oder viel teurer
- der Vergleichsmöglichkeiten waren früher weniger
- die Frisuren waren damals schlimmer ;-)
- die Musik die früher in MTV lief war imho besser, da wesentlich vielfältiger
- die Möglichkeiten ein Instrument nach Anleitung zu lernen war früher schwerer und teurer
- die Vernetzung weltweit gab es früher erst gar nicht
- ausgefallene Musik zu finden ist heute leichter als früher

klar, man kann sagen es war nur anders - aber vieles in dem Bereich war früher einfach nur schlechter, schwerer & teurer.

Gute Musik gab es früher wie heute, schlechte ebenso.

Früher hat man eben in Zeitschriften nach neuen Bands gesucht - heute eben bei Spotify.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Naja, FM4 ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Ich hab mir schon vor Jahren abgewöhnt Radio zu hören. Das war früher nämlich definitiv besser.

Internet Radio ?
Da findest du alles - von furzenden Fröschen über kastrierte Japaner die indianische Volkslieder singen bis Schlager mit linksautonomer politischer Botschaft.

Also wENN irgendwas früher schwerer war, dann ein gutes Radio Programm nach dem eigenen Geschmack zu finden.

In den üblichen Sendern findet man den üblichen Schrott - damals wie heute. Aber heute wird JEDE Nische irgendwo bedient - so was gab es früher nicht.

Sender die nur Dubstep, Surf, Punk, New Romantics, Reggae, xyz spielen ? 24/7 ? früher nicht - heute ja
 
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Dafür haben wir Songs geschrieben, das bissl das wir gecovered haben mussten wir uns raushören und konnten keine Tabs heraussuchen. Und ein wichtiger Teil der Probe war auch immer das gemeinsame Platten hören
Das stelle ich mir sehr schön vor. So was verschwindet leider immer mehr.

Ich glaube früher gab es vorallem weniger Stress und die Leute haben sich gerne Zeit für Musik genommen. Sowohl Musiker als auch Publikum.

Heute werden Musikstücke einzeln rausgepickt zum downloaden. Bloß kein ganzes Album kaufen. Nur Top 100. Bloß nicht dem ganzen mal ne Chance geben in der Reihenfolge wie der Künstler sich die Songliste eigentlich erdacht hatte. Alles digital, man hat nix mehr wirklich in der Hand.

Das ist der Vorteil von Vinyl. Auch wenn ich selbst keins besitze. Sich Zeit nehmen. Platte vorsichtig auspacken, das riesen Cover(im vergleich zu CD) nochmal begutachten und auflegen, Nadel sachte drauf und es geht los. Nix mit vorspulen überspringen oder dergleichen. Auch mal ein Lückenfüller Song anhören der wahrscheinlich doch besser ist als gedacht.
 
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Heute werden Musikstücke einzeln rausgepickt zum downloaden. Bloß kein ganzes Album kaufen. Nur Top 100. Bloß nicht dem ganzen mal ne Chance geben in der Reihenfolge wie der Künstler sich die Songliste eigentlich erdacht hatte. Alles digital, man hat nix mehr wirklich in der Hand.

Das ist der Vorteil von Vinyl. Auch wenn ich selbst keins besitze. Sich Zeit nehmen. Platte vorsichtig auspacken, das riesen Cover(im vergleich zu CD) nochmal begutachten und auflegen, Nadel sachte drauf und es geht los. Nix mit vorspulen überspringen oder dergleichen. Auch mal ein Lückenfüller Song anhören der wahrscheinlich doch besser ist als gedacht.

Naja, dafür gab es aber auch ne Menge Alben, auf denen 3 gute Songs waren und der Rest besteht aus Füllmaterial.

Ich finde das selektive downloaden gut. Es senkt die Hemmschwelle auch mal was von einer Band downzuloaden, das man nicht gekauft hätte, wenn man dafür das ganze Album hätte kaufen müssen.
Davon haben die Bands auch etwas. Vielleicht weckt das auch Interesse an mehr.

Liebhaber von Bands oder bestimmten Genres werden heute wie früher ganze Alben kaufen.

Aber wenn ich vorerst eben nur ein Stück gut finde, hole ich nur das.

Gerade viele Popacts haben eben oft nur 3 Stücke mit Hitpotential auf dem Album. Solche Alben wurden früher nach der Hitsingle auf die Schnelle hinterher geschoben um Knete zu machen. War das besser ?

Ach ja ... Vinyl. Wenn man einen gescheiten Plattenspieler a la 1210er hat, kann man damit ziemlich gut vorspulen ;-)
 
Liegt im Auge des Betrachters.

Manchmal ist die heutige Perfektion aber auch geil.
Als ich vor einem Jahr Guthrie Govan live hörte und sah dachte ich besser gehts kaum.

Vielleicht kennt einer auch das Rudi Völler Zitat: "Früher..., der Günther und die anderen... die ham´ doch alle nur Standfußball gespielt..." :ugly:
 
in der Reihenfolge wie der Künstler sich die Songliste eigentlich erdacht hatte.
da hat Lou Reed auf seiner CD "New York" ganz dezent den Hinweis angebracht: er hat sich was dabei gedacht, die Songs genau in dieser Reihenfolge aufs Album zu bringen und er verwehrt sich dagegen, dass die Zuhörer das ändern!
Naja, dafür gab es aber auch ne Menge Alben, auf denen 3 gute Songs waren und der Rest besteht aus Füllmaterial.
Das schon, aber es gab eben auch Alben auf denen waren, wenn man sie mal gehört hat, die ausgekoppelten Hits eigentlich das Füllmaterial und der Rest schlichtweg genial :D
 
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da hat Lou Reed auf seiner CD "New York" ganz dezent den Hinweis angebracht: er hat sich was dabei gedacht, die Songs genau in dieser Reihenfolge aufs Album zu bringen und er verwehrt sich dagegen, dass die Zuhörer das ändern!

Wobei das bei Lou Reed bestimmt Ironie ist, denn da eigentlich alle seine Alben aus insgesamt 3 Akkorden bestehen, gibt es eigentlich nur eine Reihenfolge, da ein Album dann quasi aus einem großen Song besteht.... :)

Aber im Ernst. Es gibt Bands, die machen Alben, und andere machen eine Ansammlung von Songs.
Ich finde es sollte immer dem Zuhörer überlassen sein, was ihm gefällt, ob er es hören will, und wann er es hören will. Ich denke 90% aller Alben sind nicht unbedingt dafür gemacht, dass sie unbedingt am Stück hören muss, ohne dass einem dabei die Sinnhaftigkeit dr Songs verloren geht.

Selbst Pink Floyds the Wall funktioniert am Stück, aber auch einzeln gehört. Hier macht es dann eher der textliche Zusammenhang, dass es eine Reihenfolge gibt, die sinnvoll ist.
 
Jein, gerade in den 70er und 80er Jahren war das Album durchaus eine Kunstform an sich. Da haben viele sehr genau überlegt welche Songs in welcher Reihenfolge drauf kommen. Das sind auch Alben die als solches stimmig sind. Das heißt ja nicht, dass man nicht auch einzelne Songs rauspicken kann. Und ich meine auch nicht echte Konzeptalbem wie The Wall.
Ich schwanke ja auch zwischen Respekt vor dem Künstler, wie er es veröffentlicht haben wollte und meiner persönlichen Mischung. Ist aber eben auch abhängig von der jeweiligen LP
 
Jein, gerade in den 70er und 80er Jahren war das Album durchaus eine Kunstform an sich. Da haben viele sehr genau überlegt welche Songs in welcher Reihenfolge drauf kommen. Das sind auch Alben die als solches stimmig sind. Das heißt ja nicht, dass man nicht auch einzelne Songs rauspicken kann. Und ich meine auch nicht echte Konzeptalbem wie The Wall.
Ich schwanke ja auch zwischen Respekt vor dem Künstler, wie er es veröffentlicht haben wollte und meiner persönlichen Mischung. Ist aber eben auch abhängig von der jeweiligen LP


ok - die 70er waren eben das Zeitalter von Querflöten, Hendrix, Led Zep, Yes, Emmerson Lake & Palmer, Genesis etc etc.
Da waren Platten auch eher noch was besonderes und die Idee des "Konzeptes" auch noch mehr präsent.
Da war auch eine andere Art von Drogen im Spiel als heute ;-) In Folge dessen waren die Visionen und Konzepte noch ganz anders - damals konnte Musik ja noch die "Welt verändern" und war generell etwas "ganz wichtiges und großes"
Das Bild des "Künstlers" war noch anders geprägt als heute.

Für mich ist Musik heutzutage eher Handwerk als Kunst - es gibt nur ganz wenige Ausnahmetalente, wo man wirklich ggbf. von Kunst sprechen könnte - das hat aber auch eher mit dem "Händchen" für Songs zu tun. Ansonten ist Musik nichts anderes als jedes Handwerk.
Lange üben und viel Hingabe führen meistens zu einem guten Ergebnis. Ich finde den Begriff Kunst auch eher unglücklich ... aber das ist meine persönliche Meinung

in den 80ern hat das schon stark abgenommen.

Ich stelle meine persönlichen Vorlieben immer vor das, was sich der Künstler / Interpret / Produzent gedacht hat.
Warum ? Weil sein Geschmack nicht mein Geschmack ist.
Entweder es deckt sich und man hört es "durch" oder es deckt sich nicht und man springt.
Oder es sind Stücke dazwischen die mich nerven oder langweilen - dann springe ich auch.

Aber es gibt ganz ehrlich auch nur seeeehr wenige Alben, die mich "durch die Bank" so begeistern, dass ich sie durchgehört hätte ohne Songs zu überspringen.

Nimm z.B. ein "Jahrhundert-Album" wie Thriller. ( ok - keine klassische Gitarrenplatte ) - da sieht es so aus:

1. Wanna Be Startin’ Somethin’ 2. Baby Be Mine 3. The Girl Is Mine 4. Thriller 5. Beat It 6. Billie Jean 7. Human Nature 8. P.Y.T. (Pretty Young Thing) 9. The Lady in My Life

Da kann ich mir vorstellen, dass Seite A deswegen mit "Wanna be startin" anfängt, weil es gut abgeht und mit "Thriller" aufhört, weil es ein starker Abschluss ist.
Song 2 und 3 finde ich furchtbar, wobei Song 3 geraade noch so geht.

Seite B fängt wieder mit "Beat it" an - bestimmt auch nicht ohne Absicht und rockt dann cool durch mit Ausnahme des letzten Tracks, der ( für mich) grottenschlecht, sülzig und langweilig ist.

Nur weil Herr Jackson oder Quincy Jones die Songs cool und die Reihenfolge für richtig halten, muss ich mir Sing 2,3 und 9 nicht antun :)
Aber von 9 Tracks 6 richtige Oberknaller dabei zu haben ist ja schon mal ne gute Ausbeute.

Und so geht es mir bei vielen Alben. Ob Ozzy Osbourne Bark at the moon, Bob Marley Alben, Jamirouquai Alben, alten Mötley Crüe Alben, Doors Alben, Missy Elliot oder Daft Punk Alben.
Es gibt auf fast jeder Platte Zeug, das mich nicht nur nicht begeistert, sondern geradezu nicht anspricht.

Und das ist sowohl heute als auch früher der Fall gewesen - um wieder den Bogen zu bekommen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Musik war immer schon zu 90% Handwerk. Auch in den “goldenen Zeiten“ der 60er bis 80er Jahre waren die ausgefeilten Produktionen die Ausnahme, nicht die Regel.
Und es sei dir unbenommen Alben selektiv zu hören - auch ich finde, dass auf genug Alben eine Menge Lückenfüller drauf sind.
 
Richtig so :) So etwas muss behalten und gespielt werden :D
Irgendwie muss ich gerade an Nigel Tufnel's grünen Fender 6-String Bass denken :D
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Hier, bitte:

http://www.rtve.es/radio/radio3-endirecto/

Böse Zungen (und eine Spanische Satirewebsite) behaupten, fast alle Bands die da aufgelegt werden seien in Wirklichkeit von den Redakteuren des Senders frei erfunden :D

Wer des Spanischen mächtig ist: http://www.elmundotoday.com/2015/09...n-que-los-grupos-de-los-que-habla-no-existen/
 
Musik war immer schon zu 90% Handwerk. Auch in den “goldenen Zeiten“ der 60er bis 80er Jahre waren die ausgefeilten Produktionen die Ausnahme, nicht die Regel.

Danach: Die 90er, auch so ein Früher, das nicht besser war. Meine Teenager-Zeit liegt in den 90ern. Ich habe das Gefühl, dass aus den Jahrzehnten davor mehr interessante Musik kam als aus den 90ern. Und: Die frühen volldigitalen Produktionen der 90er hören sich einfach nicht gut an. OK, die 90er, da waren Nirvana und so und Techno schwappte zu den Massen rüber. Aber das meiste an massentauglichem Techno, wie z.B. Captain Jack oder E-Rotic oder so war einfach nur grausam. Auch DJ Bobo war auf eine eigene Art grausam. Dennoch hinterlässt dieses Jahrzehnt produktive Spuren. Im Bereich Elektro gibt es wahnsinnig tolle, ausgetüftelte Acts, die sicher von dieser Zeit beeinflusst wurden. Zum Beispiel Eivør. Auch ich selbst musiziere in einem Projekt in eine eigene Richtung, die Spuren der 90er, aber auch der 70er trägt (obwohl ich da noch nicht geboren war). Gerade Elektronik live zu machen und mit natürlichen Instrumenten zu verbinden ist eine große Herausforderung… denke ich so ganz akut, wie ich gerade im neuen Domizil den Fuhrpark dazu verkabelt habe.

Dieses Jahr habe ich einen Roland JD-XA Synthesizer gekauft (Es gibt hier im Forum einen Thread dazu). Der steht auf einem Apex Ultimate (Kult-Keyboard-Ständer der 90er, 96 oder so gekauft)… und drunter sitzt ein Roland Juno 106, den mein Vater 1986 neu gekauft hat. Ich vermute, der Juno 106 hat ihn damals, wenn man Inflation und Lohnniveau betrachtet, nur geringfügig weniger gekostet als mich der JD-XA heute (immernoch sauteuer, finde ich). Der JD-XA kann unglaublich viel und ist immer noch fast so gut zu bedienen wie der Juno. (Zu hören auch im oben verlinkten Video.) Eigentlich stecken je nach Zählweise 8 Synthesizer in der Kiste. Oder 4+4*3=16. Und ein ganzes Rack voller Multieffekte. Und ein Sequenzer. Und ein Vocoder (zugegeben, der ist nicht gut). Das ist schon faszinierend. Früher hätte man dafür schon nen VW Bulli vollpacken müssen und die Seele der Oma an den Teufel verkaufen.

Was sich nicht geändert hat: Umgehen können die meisten mit Synthesizern immer noch nicht.

Neu sind auch Loop Stations, die von geübten Musikern so genutzt werden, dass sich neue Welten auftun. Von ungeübten halt als Langweilermaschine. :evil:
 
Das sind auch Alben die als solches stimmig sind.
Zum Beispiel das großartige "Quadrophenia" von The Who, wo wir schon bei Konzeptalben sind. Darf man sich gern mal wieder anhören...:D
 
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Zum Beispiel das großartige "Quadrophenia" von The Who, wo wir schon bei Konzeptalben sind. Darf man sich gern mal wieder anhören...:D
Konzeptalben hab ich ja bewusst ausgeklammert ;) Wobei zb die ersten Springsteen Alben durchaus auch inhaltlich stimmig sind und nicht nur eine beliebige Folge von Liedern.
 
und drunter sitzt ein Roland Juno 106, den mein Vater 1986 neu gekauft hat. Ich vermute, der Juno 106 hat ihn damals, wenn man Inflation und Lohnniveau betrachtet, nur geringfügig weniger gekostet als mich der JD-XA heute (immernoch sauteuer, finde ich). Der JD-XA kann unglaublich viel und ist immer noch fast so gut zu bedienen wie der Juno. (Zu hören auch im oben verlinkten Video.) Eigentlich stecken je nach Zählweise 8 Synthesizer in der Kiste. Oder 4+4*3=16. Und ein ganzes Rack voller Multieffekte. Und ein Sequenzer. Und ein Vocoder (zugegeben, der ist nicht gut). Das ist schon faszinierend. Früher hätte man dafür schon nen VW Bulli vollpacken müssen und die Seele der Oma an den Teufel verkaufen.
Was sich nicht geändert hat: Umgehen können die meisten mit Synthesizern immer noch nicht.

Der Juno 106 ist schon ein geiler Synth - und hat eine coole Optik. Aber auch andere analoge Roland Synths aus der Zeit sind nett, oder Oberheim oder Moog oder oder oder.
Das lustige ist, dass es Zeiten gab, in denen man teile wie den 106 oder eine 303, 808, 909, Arp Odyssey, Korg MS20 für extrem wenig Geld bekommen hat - und später - so ca. zw. 1990 - 2000 ein Heidengeld bezahlen musste. Eine 303 - die bisher absoluter Ladenhüter war ging für 3500 DM weg :)

Im Prinzip ist das heute aber alles Nostalgie - nur Kenner unterscheiden heute einen echten analogen Synth von einem virtuellen. Und wenn ich mir überlege, was die Dinger früher an Strom und Platz verbraucht haben - und bis auf einige Ausnahmen die Sounds auch nicht speicherbar waren ... sind mir Plug ins heute wirklich lieber.

Wobei so ein analoger Synth wirklich gut Druck macht - auch wenn es z.B. welche aus neuerer Zeit sind, wie ein Waldorf Pulse oder Waldorf Micro-Wave.

Irgendwann wurden dann auch die Synths Kult, die man in den 80ern übelst fand, einfach weil sie absolut Plastik klingen und omnipräsent waren - wie der Yamaha DX7 oder Roland Super Jupiter oder Roland JD 800.
Heute sind es gerade die typischen DX7 Sounds oder die "Human Choirs" ( Ahh Ohh ), die man wieder rauskramt ...

Alles kommt wieder :) Aber wie gesagt - es gibt ALLES in sehr guter Qualität in irgendwelchen Plug Ins
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Musik war immer schon zu 90% Handwerk. Auch in den “goldenen Zeiten“ der 60er bis 80er Jahre waren die ausgefeilten Produktionen die Ausnahme, nicht die Regel.

Gut - ist die Frage was man damit meint - die Konzeption des Albums oder die Produktion ?

In den 60ern war ja das links / rechts Legen des Panoramas schon eine Revolution. 4-Spur Recording ? Stereo ? Wahnsinn ! Hendrix und Effekte, Flanger, Stereo Panorama - für damals eine Weltproduktion.

Da kann man den Bogen wieder zum Ursprungsthema spannen - früher war nicht alles besser - heute lacht man über die Möglichkeiten von früher ;-)
 
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Gut - ist die Frage was man damit meint - die Konzeption des Albums oder die Produktion ?

In den 60ern war ja das links / rechts Legen des Panoramas schon eine Revolution. 4-Spur Recording ? Stereo ? Wahnsinn ! Hendrix und Effekte, Flanger, Stereo Panorama - für damals eine Weltproduktion.

Da kann man den Bogen wieder zum Ursprungsthema spannen - früher war nicht alles besser - heute lacht man über die Möglichkeiten von früher ;-)
Ich denke beides, aber vor allem die Auswahl des Materials, das tatsächlich auf dem Album bleibt.

Manchmal denk ich mir es wär für heutige Musiker und Produzenten gar nicht so schlecht, würden sie bei Aufnahmen mal back to the roots gehen. Weil damals eben nicht alles mit Technik erschlagen wurde. Da waren noch mehr Kompromisse nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke beides, aber vor allem die Auswahl des Materials, das tatsächlich auf dem Album bleibt.

Manchmal denk ich mir es wär für heutige Musiker und Produzenten gar nicht so schlecht, würden sie bei Aufnahmen mal back to the roots gehen. Weil damals eben nicht alles mit Technik erschlagen wurde. Da waren noch mehr Kompromisse nötig.

tja, Technik kann verleiten, bzw. man kann sich darin verlieren.
Bei Plug Ins bin ich zB der Meinung dass sich die beschränkung auf eine kleine Auswahl wirklich guter Plug Ins insofern lohnt, als dass man dann beim Musik machen oder mixen weiß was man davon erwarten kann, und sich nicht in stundenlangem rumprobieren verliert. Dann lieber von Zeit zu Zeit neue Plugs testen und wirklich nur das installieren, was weiterhilft.

Das gleiche bei Amps. Wenn ich weiß was mein Amp kann und ihn wirklich kenne, muss ich nicht noch 5 andere Amps probieren um einen bestimmten SOund zu bekommen. Nur wenn man mit den bekannten Amps einen Sound nicht realisieren kann, würde ich zu einem anderen greifen.
z.B. decke ich mit einem Fender Bassman, einem Twin Reverb und einem Roland Jazz Chorus so ziemlich jeden gängigen Cleansound ab. Der Zuhörer wird später sowieso keinen Unterschied bei den Sounds bemerken,
ob ich jetzt einen Solid State von Gallien Krueger oder eben den Jazz Chorus verwende.

grundsätzlich gilt - Technik kann helfen - wenn man weiß was man tut :)

Bevor ich mich also mit dem x-ten FX Gerät beschäftige um den Sound zu verbessern ( beim recording ), würde ich erst mal versuchen die 2 wichtigsten zu beherrschen: Kompressor und EQ - die werden von vielen aber gar nicht als DIE soundformenden Teile empfunden
 
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Wobei so ein analoger Synth wirklich gut Druck macht - auch wenn es z.B. welche aus neuerer Zeit sind, wie ein Waldorf Pulse oder Waldorf Micro-Wave.

Bei Synths gibt es vielleicht noch mehr als bei Gitarren einen Vintage-Hype. Also eigentlich nichts anderes als ein riesengroßes früher war alles besser.

Wie immer ist das pauschal falsch. Es werden heute saugute Gitarren gebaut, und auch saugute Synths. Und früher wurde auch viel Mist gebaut.

Synths müssen auch nicht immer Druck machen. Beim JD-XA greife ich gern mal zum HPF. Nicht alle Synthes müssen immer Bass-Lines liefern, bei denen die Subwoofermembranen zu Monsterfrisbees werden. Das kommt halt immer drauf an, welche musikalische Rolle gefordert ist von dem Sound, den man da gerade beackert.
 
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Manchmal denk ich mir es wär für heutige Musiker und Produzenten gar nicht so schlecht, würden sie bei Aufnahmen mal back to the roots gehen. Weil damals eben nicht alles mit Technik erschlagen wurde. Da waren noch mehr Kompromisse nötig.

Richtig. Viel gute Musik ist auf 4 Spuren und/oder im Multiplayback-Verfahren aufgenommen worden, da sind selbst die bei der Hardware beigelegten DAWs mit 8 oder teilweise 16 Spuren richtiger Luxus, gut, bei manchen komplexen Orchesterarrangements die heutzutage am Computer mit VSTIs und Sample Libraries erstellt werden vielleicht etwas knapp, aber für die meiste U-Musik mehr als ausreichend.
 
Bei Synths gibt es vielleicht noch mehr als bei Gitarren einen Vintage-Hype. Also eigentlich nichts anderes als ein riesengroßes früher war alles besser.Wie immer ist das pauschal falsch. Es werden heute saugute Gitarren gebaut, und auch saugute Synths. Und früher wurde auch viel Mist gebaut.

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würde ich so nicht pauschal sagen.
Zu der Zeit, als der Synth Vintage Hype aufkam ( 1990-2000 - Techno Zeit ) war es einfach so, dass es nur digitale Preset Schleudern gab, oder einfach die Digi Synths nicht den Soundcharakter hatten, der für diese Musikrichtung gebraucht wurde.

Eine richtige 303 knarzt schon extrem geil - so etwas gab es damals nicht von Digi Synths. Auch das manuelle Drehen am Filter gab es so nicht an den Digitalen Bedienoberflächen.
Auch waren die Midi gesteuerten Teile nicht so "tight" wie ein analoger Sequenzer einer 909 die mit anderen Synth gesynced war.

Zur damaligen Zeit hatten diese analogen Geräte also imho auf jeden Fall ihre Berechtigung, sie klangen einfach dreckiger und vor allem nicht so gleichförmig wie digitale.
Analoge Oszillatoren sind immer etwas "out of tune" und der Tune bewegt sich im Laufe der Sequenz auch immer gerne ein bisschen.

Heute kann man so etwas mit Modelling leicht nachbauen.

Aber nimm mal einen 303 Sägezahn und stelle ihn gegen ein 303 Preset eines bei Eurodance und Plastiktechno auch sehr beliebten Roland JV 1080. Die 303 rockt so richtig und das JV 1080 Preset ist gähnend langweilig.

Aber - aus dem JV 1080er Danceboard ( auch irgendwann rarität, weil nicht mehr produziert ) war der "Insomnia Cant get no Sleep" Pizzi Sound - und schon wollte jeder den JV1080 ...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Synths müssen auch nicht immer Druck machen. Beim JD-XA greife ich gern mal zum HPF. Nicht alle Synthes müssen immer Bass-Lines liefern, bei denen die Subwoofermembranen zu Monsterfrisbees werden. Das kommt halt immer drauf an, welche musikalische Rolle gefordert ist von dem Sound, den man da gerade beackert.

ja - das ist richtig - aber selbst bei Nutzung eines HP Filters waren die analogen Filter den zu der Zeit erhältlichen digitalen Filter weit überlegen. Egal ob LP, BP oder HP - es waren ja GERADE die Filter um die es ging
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Richtig. Viel gute Musik ist auf 4 Spuren und/oder im Multiplayback-Verfahren aufgenommen worden, da sind selbst die bei der Hardware beigelegten DAWs mit 8 oder teilweise 16 Spuren richtiger Luxus, gut, bei manchen komplexen Orchesterarrangements die heutzutage am Computer mit VSTIs und Sample Libraries erstellt werden vielleicht etwas knapp, aber für die meiste U-Musik mehr als ausreichend.

Guter Song ist guter Song - egal wie aufgenommen.
Aber es ist kein nachteil wenn er "hörbar" produziert wurde ;-)
 
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