Für mich persönlich steht aber fest, dass PRS seinen Kredit als glaubhafter Gitarrenbauer mittlerweile absolut verspielt hat. Die Geschichte "Santana verwechselt sein Santana-III-Modell mit der Santana-SE" war noch ganz charmant, aber danach wurde es hahnebüchen. (Ich will den Gitarren keineswegs ihre tolle Qualität absprechen, wohl aber ihrem geistigen Vater den Ruf eines geerdeten Gitarrenbauers - der ist nur noch "Business Man" und "Storyteller". Und die halbe Welt hängt an seinen Lippen. :/)
Interessante These/Meinung, die ich persönlich in dieser Form aber überhaupt nicht teilen kann. Klar, Herr Smith baut selbst keine Gitarren mehr, aber ich halte die heutigen PRS-Gitarren für die besten, die sie je gebaut haben. Und wo kommen die Innovationen bzw. Verbesserungen denn her? Doch wohl von Herrn Smith und seinem Entwicklerstab, oder nicht? Ist das kein bodenständiger Gitarrenbau?
Ich war bis vor ca. zehn Jahren ein großer Fan von PRS, bis ich dann aber aufgegeben habe, weil ich dann doch einfach die klassischen Sounds wollte, die PRS-Klampfen damals einfach nicht brachten. Und ich konnte eine ganze Reihe PRS über die Jahre mein eigen nennen. CE24, Artist1, Signature, Limited, CU22soapbar, Metal (!), eine ganz frühe Classic Electric von 1987, McCarty (1994, #18 von 100, warum habe ich die bloss verkauft?), EG2, Archtop 1...... also, sagen wir mal: ich kenne die alten "Pre-Factory"-PRS Gitarren zur Genüge.
Jetzt, einige Jahre später stelle ich mit Freuden fest, wie gut die Dinger inzwischen geworden sind. Die SC 245 ist eine ganz großartige Les Paul, die Nearfields sind großartige Pickups in der SAS und in der NF3, die 408 klingen sehr vielversprechend, die DGT ist klasse, die Brent Mason, welche ich mit Spannung erwarte, die NS15...... da geht einiges (aus meiner Sicht).
Wo ist da Storytelling statt seriösem Gitarrenbau? Verstehe ich nicht. PRS hauen tolle Gitarren raus, auch ohne Private Stock....