die ganze Diskussion um den richtigen Vertriebsweg von
PRS lässt m.E. einen wesentlichen Aspekt missen - nämlich die Gesamtnachfrage. Wo sind den die vielen Kunden, die bereit und in der Lage sind, mehrere KEur für Gitarren auszugeben? Wer sich in den Shops umsieht und realisiert, wie viele (sehr gute) PRSi zu Sonderpreisen dort noch rumhängen, weil diese noch aus Meinl-Beständen kommen UND wie schlecht sich gebrauchte PRSi zu angemessenen Preisen verkaufen lassen (was sich sicherlich auch gegenseitig bedingt..), wird kaum zum Schluss kommen, dass sich die Abnahmestückzahl zeitnah grossartig steigern ließe.
Zudem habe zumindest ich das Gefühl, das PRS wiederum kein großes Interesse am deutschen Markt hat - mein Eindruck ist unverändert, dass Meinl viel mehr für den hiesigen Markt gemacht hat als nun PRS selbst. Ich wiederhole gerne mein schon letztens gebrachtes Argument - wer es schafft, seine Händler dazu zu motivieren, die Produkte seinem Kunden nahezulegen (dabei gegen andere Produkte zu plazieren) und dazu noch erfolgreich die Brücke zum Endkunden schlägt (Messen, Events, öffentlich wirksames Endorsement etc.), wird vermutlich nachhaltig Erfolg haben. Alles andere läuft m.E. zu sehr Gefahr, als Hype zu starten und bald zu (ver)enden. Oh - und btw. - so sehr ich meine PRSi liebe, aber einen Hype dafür sehe ich auf dem Markt gerade nicht - eher im Gegenteil.
Mal ein einfaches Beispiel - wieviele Händler haben denn einen Archon oder eine P24 oder Pauls Guitar gerade für den gewogenen Kunden vor Ort? Und woran liegt es, dass diese Auswahl gerade so rar ist? (Zumindest in Norddeutschland) Vermutlich haben die Händler kein gesteigertes Interesse daran, oder? Wenn dem so ist - warum nicht?