[Review] Peavey Classic 30 Tweed

von Zoltan_Farkas, 06.10.07.

  1. Zoltan_Farkas

    Zoltan_Farkas Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #1
    [Review] Peavey Classic 30


    Hallo Leute. Ich stelle euch heute in meinem ersten Review meinen Peavey Classic 30 vor. Ich habe den Classic jetzt schon ein gutes Jahr und wollte schon früher ein Review schreiben. Da es jedoch schon 2 tolle Reviews gibt, habe ich mir dafür ein bisschen Zeit gelassen. Jetzt ist es also so weit... Viel Spaß beim lesen =)



    Vorgeschichte:

    Bis vor einem Jahr habe ich einen Marshall MG 100 gespielt. Doch auch mir wurde irgendwann klar, dass dieser Verstärker ein schlichter Fehlkauf war und so schaute ich mich nach einem Röhrenverstärker um. Vorgaben waren: Preis um die 500 euro mindestens 2 kanäle. Einen mit schönem Clean und einen für eine rockige Zerre.
    Also habe ich mich hier im Board informiert was in mein Preissegment passen könnte.
    Und siehe da: Es gab eine große Auswahl...eine zu große -.-
    Man empfahl mir folgende Amps anzuspielen: Engl Screamer/Thunder, Marshall DSL40, Peavey ValveKing, Peavey Classic, Randall RH-50, Fender Hot Rod....

    Also Vater, Freundin und Bruder geschnappt...Überzeugungsarbeit geleistet: "Schatz, du wolltest doch schon lange eine Westerngitarre; Bruder, wie wäre es malwieder mit ner Runde DICKE GITARREN anspielen: Peeeps(mein Vater) sagmal, wolltest du nicht auch mal das Musikhaus T... sehen?? Und ab dafür. Im großen Sharan zum großen T gefahren und 8 Std. Hardcore angespielt.

    Warum ich mich dann schlußendlich für den Peavey Classic 30 entschieden habe möchte ich euch nun erläutern.



    Technische Daten: (aus the_flix Review entnommen)


    Leistung: 30 Watt RMS

    - 12"; Blue Marvel® Speaker
    - Drei 12AX7 Röhren
    - Vier EL 84 Röhren
    - 1/4"; Klinkenbuchse
    - 2 Kanäle (auch im optionalen 2-Tasten Fußschalter umschaltbar)
    - Pre & Post gain
    - Normal volume
    - passiver 3-Band EQ
    - Push Boost Schalter
    - Reverb level
    - Effects loop


    Verarbeitung:

    Mein Peavey Classic 30 Top verarbeitet. Das Tolex sitzt perfekt, die Regler sind leichtgänig und kratzen nicht. Auch die Röhren, die ja scheinbar des öfteren Probleme beim Classic 30, sitzen so wie es sein sollte. Und auch der Tragegriff hält nach wie vor perfekt. Hier gibt es nichts zu meckern!
    Einziges Manko ist, dass der Fußschalter billig ist, und der Midboost nicht per Fußschalter schaltbar ist!


    Kurzer Ampvergleich:

    Ich hatte an diesem Tag Glück und konnte die ersten 3 Std. ganz alleine die verschiedenen Amps antesten.Folgerndermaßen ging ich vor:

    Getest wurde mit einer Fender Ash Lite Telecaster.

    Ich habe zuerst alle Amps für ca 5-10 Minuten angetestet, mit den Reglern auf 12 Uhr.
    Bereits hier war ich teilweise positiv überrascht, aber auch schockiert.
    Nach erstem anspielen gefielen mir der HotRod und der Classic clean, der Dsl und der Classic verzerrt am besten. Schockiert war ich Clean vom Randall und vom Screamer, verzerrt gefielen mir der HotRod und der Valve King am wenigsten gut.
    Daraufhin nahm ich mir den Randall und den Screamer zur Brust, und musste recht bald feststellen dass mir Beide, egal wie ich die Potis drehte, nicht gefielen. Somit waren für mich Beide aus dem Rennen, da mir ein guter Cleansound sehr wichtig war.
    Danach schaute ich mir den HotRod und den ValveKing an. Beide gefielen mir clean recht gut, wobei der HotRod die Nase vorne hatte. Verzerrt gelang es mir dann den HotRod besser einzustellen und so bekam ich mit ihm einen recht schönen Crunchsound hin. Der Peavey gefiel mir verzerrt nach wie vor nicht, und schied damit aus dem rennen.
    Es blieben also nur noch der Peavey Classic 30, der Marshall Dsl40 und der Fender Hot Rod über.

    Ich machte mich dann erstmal daran den Classic und den Dsl so einzustellen, dass sie für meine Ohren den besten Klang erzeugten. Als mir das gelungen war, verglich ich die 3 erstmal Clean. Dabei machte der Hot Rod die beste Figur. Er klang ausgewogen, super Clean...Perfekt. Danach folgte der Classic. Er klang auch schön ausgewogen und ein bisschen bassiger. Fast genauso toll wie der Hot Rod, aber eben nicht ganz so gut, weiß nicht genau wie ich es beschreiben soll. Auf Platz drei lag der Dsl. Er klang lang nicht so ausgewogen wie seine Kontrahenten und war auch nicht so dynamisch. Er belegte ganz klar Platz 3.
    Dann ging ich zu verzerrt über. Und recht schnell wurde mir klar: Der recht brauchbare Crunch des Hot Rod war dem des Classics und des Dsl weit unterlegen. Das war mir bis dahin nicht wircklich aufgefallen, doch der direkte Vergleich zeigte mir: Zwischen Dsl und Classic musst du dich entscheiden!

    Ich schraubte also weiter an den Potis rum und versuchte aus beiden Amps noch mehr raus zu holen, doch zu guter letzt entschied ich mich für den Classic da er günstiger war, und einfach besser klingt.



    Nun, das war erstmal ein kurzer Vergleich mit seinen Kontrahenten und nun möchte ich versuchen den Sound detailierter zu beschreiben.Ich bitte um Nachsicht da das mein erstes Review ist, und meine Beschreibungen wohl des öfteren hölzern klingen werden 


    Cleansound:

    Ich spiele daheim hauptsächlich mit meiner Career Stratocaster und meiner Les Paul Custom mit EMGs auf meinem Classic. Dabei benutze ich meistens die Career, die Les Paul kommt eigentlich nur bei Guns N´Roses und Metal zum Einsatz. Deshalb werde ich das Review nur auf der Basis von Amp und Strat verfassen.

    Ich spiele immer ohne Midboost, da dieser nicht Fußschaltbar ist, und der Amp ohne auch mMn besser klingt. Nur für den Leadsound würde ich ihn mir manchmal wünschen, doch ohne Fußschalter ist es einfach zu umständlich ihn zu betätigen


    Warnung:
    Die Lautstärkeregelung bitte sehr vorsichtig benutzen! Der Classic ist SCHWEINE LAUT



    Ich spiele Clean meistens mit dem Halspickup. Der Cleansound klingt dann richtig schön bassig, rund, warm und dynamisch. So stelle ich mir einen Cleansound vor. Eigentlich spiele ich, abgesehen von Country und Funk , immer in dieser Position Clean. Vielleicht liegt es auch daran, dass mir bis vor kurzem, der Cleansound in der Mittel- oder Stegstellung nicht gefallen hat. Dafür war ich wohl bisher nicht aufgeschlossen genung. Wie dem auch sei. Mit dem Stegpickup bekommt schöne Countrysounds hin, die wesentlich agressiver und spritziger klingen als mit dem Halspickup. Es gibt sicher genügend Leute die auf so einen Sound stehen.
    Was noch zu erwähnen bleibt ist, dass der Classic sehr durchsetzungsstark ist und immer differenziert bleibt. Und auch Headroom hat er meiner Meinung nach mehr als genug.



    Overdrivesound:


    Der Overdrivesound ist meiner Meinung nach das eigentliche Sahnestück des Classic.

    Auch hier gilt. Post- und Preregler nur vorsichtig bedienen....LAUTSTÄRKE...

    Mit dem Stegpickup meiner Strat bekomme ich eine richtig schöne Hard Rock Zerre hin, mit der man von The Darkness, über Van Halen bis hin zu Guns N´Roses alles gut spielen kann. Der Sound bleibt dabei immer differenziert und durchsetzungsstark. Auch PalmMutes bekommt man gut hin. Damit kann man nur zufrieden sein.
    Mit dem Halspickup und dem Reverb hat man dann einen super guten Leadsound. Von dem bin ich ebenfalls sehr begeistert. Klingt einfach voll und kann singen ohne Ende.Fantastisch =) Man sollte den Amp nur vorher gut eingestellt haben, da das Ganze auch schnell sehr muffig klingen kann. Übung macht den Meister!

    In Kombination mit meiner Les Paul Custom lässt sich, dank der Output starken EMGs sogar ein toller Oldschool Metalsound ala Black Sabbath und Ozzy Osbourne kreieren!
    Eine tolle Sache, brauche ich aber relativ selten.

    Wenn man den Volumenpoti der Gitarre auf 4-5 zurück dreht bekommt man einen hervorragenden Crunchsound ala AC DC.Klingt sowohl am Steg- wie auch am Halspickup super, wobei der Halspickup wieder bassiger ist, gefällt mir aber sehr gut.

    Generell bleibt festzuhalten, dass der Overdrive sehr flexibel ist und auch Oldschool Metal machbar ist. So hab ich das gern!

    Für härteren Metal ist der Classic zwar nicht wircklich geeignet, dafür habe ich ihn aber auch nicht gekauft.


    Reverb:


    Der Reverb arbeitet sowohl in Kombination mit dem Clean- als auch mit dem Overdrivechannel sehr dezent. Er ist nicht besonders stark, was mich anfangs störte, ich aber jezt sehr zu schätzen weiß, da er den Sound nur aufpeppt und nicht weich spült!



    Fazit:


    Für diesen Preis kratzt der Peavey Classic 30 für mich nahe an der Perfektion.
    Sowohl die Sounds als auch die Verarbeitung sind meiner Meinung nach Perfekt!
    Abgesehen von dem minderwetigen Fußschalter, mit dem man leider nicht den Midboost steuern kann, gibt es nichts auszusetzen.
    Ich kann den Classic nur weiterempfehlen! Erst recht für den Preis von 600 euro(hatte meinen noch für 500 bekommen)


    Bemerkungen und Kritik sind natürlich erwünscht. Ich hoffe das Review war aufschlußreich, informativ und hat euch gefallen.

    Liebe Grüße

    Max


    Anbei sind noch Bilder und 6 Aufnahmen mitgeliefert


    Die Aufnahmen sind Gitarre->Amp->Mikro->Pc aufgenommen worden.
    Ich habe lange dran gesessen, aber leider klingt das Ganze doch echt bescheiden.
    Ich hoffe ihr habt Nachsicht.


    Die Ampeinstellungen sind: Normal:2 Pre:8,5 Post:3,2 Reverb:9 Bass: 8,2 Mid:4,7 Treb:6,5.. kein Midboost


    Bilder:

    http://img119.imageshack.us/my.php?image=dscn2294qx8.jpg

    http://img232.imageshack.us/my.php?image=dscn2295gk6.jpg

    http://img230.imageshack.us/my.php?image=dscn2296dq2.jpg

    http://img230.imageshack.us/my.php?image=dscn2297ja7.jpg

    http://img526.imageshack.us/my.php?image=dscn2302iq3.jpg

    http://img526.imageshack.us/my.php?image=dscn2303hs3.jpg


    Soundsamples:


    http://rapidshare.com/files/60742243/c30.rar.html
     
  2. Constie

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    Erstellt: 06.10.07   #2
    Herzlichen Dank für ein weiteres Review sag ich da mal:)

    Ich liebe diesen Amp!
    Hast dir da ein super Teil ausgesucht :great:

    Die Soundsamples sind mMn ziemlich gut.

    edit: Das erste Sample :p
     
  3. SkaRnickel

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    Erstellt: 06.10.07   #3
    Schönes Review, habe mich aus oben genannten Gründen auch für den Classic 30 entschieden. Habe ihn allerdings in schwarz, weil der andere nicht mehr da war. (Was ich nicht wusste: in dem Moment in dem ich den Amp rausgetragen hab, hielt ein UPS Laster am Musikladen, beladen mit 4 "blonden" Classic 30)...

    Habe mich aber gegen den billigen Fußschalter des Peavey entschieden, und einen Marshall Treter dazugekauft. Reverb und Kanal sind jetzt zwar vertauscht, ist aber auch egal ;)

    Viel Spaß noch mit deinem Amp :)
     
  4. screamer04

    screamer04 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #4
    Wirklich guter, ausführlicher Review.
    Der Amp ist mMn wirklich spitze, besonders bei dem Preis.
    Leider kenne ich 2-3 Leute, bei denen der Gute schon abgeraucht ist - ich hoffe, dass das nicht die Regel ist und du noch lange Freude am Amp hast :).
     
  5. Patzwald

    Patzwald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #5
    klasse review,

    mein classic 30 ist baujahr 1994 und nix abgeraucht aber veredelt durch rock mod by tonehunter DAS bringt nochmal sprung nach vorne im klang.
     
  6. SkaRnickel

    SkaRnickel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #6
    Rede weiter, ich hänge an deinen Lippen... :D
     
  7. Zoltan_Farkas

    Zoltan_Farkas Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #7


    hehe, jo...die anderen sind fuchtbar...
    hatte ewig gedauert bis das alles funktioniert hat..und hatte dann schlichtweg keine lust mehr und hab einfach drauf los gespielt(ich bin nicht gerade der improvisationsgott :great:)
    außerdem ist das mikro ein recht billiges..naja...anderes gehts halt net =)



    trotzdem danke für eure netten antworten =) freut mich sehr =)
     
  8. Ysuran

    Ysuran Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.07   #8
    Meiner is letzte Woche abgeraucht. Aber wird kostenlos repariert. Vielleicht sinds auch die Röhren, was ich wohl auch vermute, dann kostets mich halt 30 € für die Röhren. Aber sonst gehts ja.

    Der Sound ist jedenfalls mehr als gut, ich freu mich schon ihn wieder in den Händen halten zu können.
     
  9. knybbis

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    Erstellt: 07.10.07   #9
    nettes review :) hatte vor meinem peavey classic 30 auch den marshall mg 100....
    der amp ist echt nicht zu vergleichen mit dem mg, perfekt für 80's hardrock :great:

    ich glaube das solltest du noch ausbessern, sofern ich jetz da kein denkfehler habe :p
     
  10. Adrenochrome

    Adrenochrome Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.07   #10
    Am besten "Peavey" direkt durch "Valveking" ersetzen ;)
     
  11. the flix

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    Erstellt: 07.10.07   #11
    Schönes Review, das sich auch größtenteils mit meinen Erfahrungen mit dem Amp deckt.
    Nur klingt er für mich um einiges höhenreicher, brillanter und etwas "hohler" als es in deinen Samples rüberkommt.
    Aber das kann ja auch an der verwendeten Gitarre usw. liegen.

    Und ich fahre den Amp lieber mit etwas weniger Gain, da er so eine leichte Tendenz zum Matschen vermieden werden kann, zumindest bei meinem StegPU (SH4).
     
  12. Zoltan_Farkas

    Zoltan_Farkas Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.07   #12

    ja ihr habt recht...würde ich auch gerne machen, nur leider kann ich den post nichtmehr editieren...ging gestern aber noch..kA warums jetzt nichtmehr geht...



    @ the_flix:

    du hast recht, die aufnahmen klingen sehr muffig. ich denke das liegt am Mikro.habs leider nicht besser hinbekommen, was mich sehr genervt hat...deshalb auch die spielerisch so hochqualitativen soundsamples..war einfach aggro:o
     
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