Röhrenamp Bausatz min. 40W und klanglich Richtung Engl/Diezel/Mesa?

Richtig, man sollte einen Schaltplan lesen können.
Und nicht nur buchstabieren.
 
...bevor es eskalierte und gefährlich wird, würde ich auf die Expertise von zB @OneStone hören und vertrauen.

Wenn du, wie in deinem Eingangspost erwähnt nicht weißt, wo welche Spannung anliegt und Angst bzw bedenken davor hast, würde ich eh grundsätzlich die Finger davon lassen... :whistle:
Wer ist das und was expertist er? :D

Hmmm...beruflich bin ich inzwischen eher der, der Schaltpläne erstellt...ich denke, das passt dann ;)

Ich hab bei diesem Thema hier auch einiges an sinnvollen Infos zu den Röhrentypen und Bausätzen, sowie Kompatibilitäten bekommen. Ich denke, sobald das Projekt wirklich umgesetzt wird, mach ich nen neues Thema dazu auf :)

Danke an alle Helfer:innen :)
 
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Okay, legen wir los.
 
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Nen reiner Preamp ist für mich aber uninteressant, einerseits kann ich da keine Box dranhängen, andererseite lerne ich mit ner zugekauften Endstufe nichts über Röhren.

Ich will nicht den einfachen Weg gehen, so lerne ich nichts, bzw. nicht das, was ich lernen will.
Ich kennen Deine Vorkenntnisse nicht, aber einen DIY Kit nach Plan, nachzubauen ist erstmal auch nur Löten nach Zahlen. Ich habe zwar bisher nur ein paar Effektpedale selbst gebaut, doch ehrlicher Weise „verstanden“ habe ich dadurch nicht viel. Was/wo die Stromquelle ist oder Ein- und Ausgang ist trivial, was Heizung und was Spannung der Röhren vielleicht auch sogar, aber dann wir es schnell sehr komplex was da wie miteinander funktioniert.
Wenn ich mehr über Verzerrer und Co lernen wollte, würde ich mir lieber so ein Steckboard und eine Hand voll Transistoren, Dioden, Kondensatoren und Widerstände sowie ein Oszilloskop besorgen und die mir einfache Schaltungen aufbauen und modifizieren.

Das man ein Röhren Amp DIY Kit aufbaut versetzt einen IMO nicht in die Lage einen anderen Amp reparieren zu können.
 
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Nein , der Markt hat nur ab und zu ma ein verstecktes Schnäppchen zu bieten, aber eher als Grundlage zu verwenden.
Für 200W mit kt88 140W mit EL34
Ist halt etwas zu groß und die Original Röhre gibt's nicht mehr. Ist halt ein echter 200W Bolide für kt88 vielicht. Noch ein Printtrafo für negative Vorspannung dazu und passt.
Aber eher Bassverstärker und sehr schwer!
Und für kt88 brauchst du ein neues Blech, das muss sowieso versetzt werden, original Schaltung komplett raus. Aber die beiden Transformatoren sind Fett.
Die Anodenspannung beträgt ca 600V
Da ich hier erwähnt wurde, aber bisher nichts beigetragen habe, möchte ich hier meinen Senf dazugeben:

Die EL503 ist eine sehr steile Röhre, die inzwischen sehr selten ist. Wenn man sich sowas kauft und das umbaut, dann muss man genau wissen, was man tut. Es ist aus meiner Sicht nicht zielführend, sowas als Basis zu nehmen und umzubauen, wenn man noch nicht weiß, was man tut. Alleine schon die Gittervorspannung umzubauen, ist eine Aufgabe. Die reicht nämlich bei Weitem nicht. Die Fassungen passen auch nicht usw. Die Vorstufe hat die falsche Schaltung, muss also komplett neu. Dann passt das Chassis auch nicht und die Kiste sieht thermisch auch suboptimal aus, analog Dynacord Eminent usw.

Edit: ich hab gerade mal in das Datenblatt der EL503 geschaut:
1768659182914.png

Wenn dieeser verlinkte Verstärker mit 590 V an den Anoden läuft, war das von Anfang an ein Himmelfahrtskommando und die Entwickler haben mal wieder keine Datenblätter gelesen...
Edit Ende.


Am Ende hat man ein paar Trafos. Und die passen auch nicht, da die EL503 nur 1,2 A Heizstrom zieht, eine KT88 aber 1,6 A. Das ergibt dann mal eben grob, unter der Annahme, dass die Spannung nicht einbricht, ca. 70 % mehr Verlustleistung im Netztrafo.

Also: Insgesamt nicht ideal. Das funktioniert sicher irgendwie, WENN man weiß, was man tut, ist aber als Anfängerprojekt ohne Begleitung vor Ort nicht empfehlenswert.

Daher: Entweder Amp kaufen, der modifikationsfreundlich aufgebaut ist oder eine Replica.
Eine Zeitlang waren Laney AOR oder Marshall Reissues dafür ganz brauchbar. Da bekommt man schon 80 % von dem, was man braucht, muss halt eventuell ein paar Löcher bohren. Heute würde ich in Richtung Bausatz mit großem Chassis gehen, da diese dann auch bei noch nicht so 100 %igem Verständnis durch das Platzangebot weniger Probleme mit Pfeifen / Schwingen usw. machen.

Oder halt gleich einen Bausatz kaufen, der zu 90 % passt.

Wir haben 2026. Es gibt schon fast alles irgendwie fertig. Den Rest regelt das Internet und die Muße zum Lernen. Das war damals, als ich mit diesem Wahnsinn angefangen habe, alles noch deutlich komplizierter :D
Alte Bücher lesen hilft auch.
 
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Stimmt, sogar das Innenleben muß komplett neu gestaltet werden, selbst die eL34 ist zu lang, die kt88 ist zu dick um die Bohrungen zu verwenden. Vorstufe istTransistor
Es bleiben nur noch das Gehäuse und die Transformatoren übrig.
Alles andere ist seltener Müll.
Ein neues Blech für die neuen Röhrenfassungen ist so auch notig
Andererseits gibt es noch funktionierende faylon.
Die Verstärker Schaltung des faylon im Original ist röhrenschützend aufgebaut, wenn die Endstufe zerrt, sind es Zenerdioden.
 
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Sodala, eben ist mein Powerball II bei mir gestrandet. Leider (oder zum Glück :D noch) kein Lernobjekt, weil er top funktioniert. Ich bin mal gespannt, wie der an meinen unterschiedlichen Klampfen klingt :)
 
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Zum lernen tut's auch ein SE Gerät mit 5W
Hier im Forum gibt es einen Anleitungs und lern thead.
Ich find's leider gerade nicht.Ah da ist's.
 
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mit SE-Gerät meinst du noch nen Engl? Neeee, einer reicht mir 😁
Zum lernen wird irgend nen Bausatz, den ich dann vollständig verstehen und evtl. modifizieren will :)
 
Wie wäre Low Budget, Push Pull mit billigen Röhren und ein paar Ringkern Transformatoren umzuwickeln?
Die Schaltung hast du schon.
Fehlt nur noch die Differenz Stufe.
Auf diesem Weg hab ich mir die Röhrentechnik angeschaut, erst mit ausgeschlachteten Tonbandgeräten und Radios.
Den Schaltplan zeichnest und entwirfst Du.
Ich kuck dann mal ob's passt.
Wir sollten dem AMP am besten mit russischen. 6v6 bauen, und auch die Vorstufe mit den Russen bestücken, kommt am billigsten, und kann umgerüstet werden.
Die 6v6 passt sowieso, und für ecc83 schalten wir die Heizung um.
Anfangen würde ich mit Netzteil.
Eine Anodenspannung von 250 bis 300V währe eigentlich ausreichend ab 50W netzravo.
Das ganze geht noch besser mit EL 95, netzravo 35W reicht, Ausgangsleistung 8W
Anodenspannung 250V oder auch weniger ist möglich., über einen regelbaren Powersoak kann man den auch leiser spielen.
Der Verstärker sollte nicht mehr als 4 Röhren haben inklusive Endstufe
Mein 6v6 AMP hatte nur 80€ gekostet.
Aus einem Röhren Radio hab ich einen ac15 gebastelt und dann modifiziert.
Auf diesem Wege habe ich auch verschiedene Differenz Stufen verwendet.
Die mit dem transistor in der Kathoden Schaltung habe ich noch nicht gemacht, ist aber die beste Version.

Dann habe ich einen Vollröhren AMP mit 3 Kanal und fx und den ganzen unnötigen Kram gebastelt , kostete nur die Potis Lochraster,Sockel und Röhren, alles andere hab ich aus dem Müll gezerrt die Endstufe pignose Schaltung 6L6
40W (im kalten Zustand 30min 50W, wegen uralt Trafo 1930)
Die Endstufen Röhren sind aus einem gebrauchten Quartett, hab auch noch neue, die wesentlich schwächer sind.
Nur das Löcher bohren, ist eine Qual.
Es sind insgesamt 4 Trafo verbaut, und deshalb etwas schwerer geworden
Würde nicht nochmal so machen, weil Arbeit ohne Ende, nur für Relais und Potis und Fussschalter.
,


Zum lernen ist es ohne Platine besser, man sollte lötösen oder Lochraster verwenden.
Verschiedene Baugruppen zusammenfassen und für Reperatur freundliche Verkabelung sorgen, (das waren so meine Fehler beim klein halten des Chassis)
Aber ich empfehle dir mit was kleinem und 250 V anzufangen russische Röhre oder 6v6 oder sogar die EL95
EL84 gibt es auch russische.Russische
Die Fassung kann man so verdrahten das beide Röhren passen.
Die russischen Kauf ich auf eBay aus der Ukraine.
Eine EL90 ähnliche russische hab ich noch einige, hat aber eine geringe Steilheit, was der Funktionsweise keinen Abbruch macht.
Im pushpull dürfte die auch so bis15W abgeben können.Oder was ganz exotisches, sehr edel und billig bis 40W!

Aber erstmal Schaltung Zeichen.
Und Transformator wickeln.

Haste Bock?
 
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Das kann man alles so machen.
Allerdings sollte man ein paar Sachen beachten:

- EL90 / EL95 kann man verwenden, aber die Trafos dafür sind selten und die Röhren selbst auch. Klar kann man russische verwenden oder Restbestände aus USA. Da halbwegs sauber 8 W rauszubekommen ist aber auch grenzwertig. Die sind dazu auch noch recht fragil, d.h. man muss das passend auslegen, damit es bei der zu erwartenden Übersteuerung der Endstufe nicht diese kleinen Spielzeugröhren himmelt. Ich würde hier mindestens auf EL84 gehen, aber auch das erfüllt die "Mindestens 40 W" Anforderung nicht. Und wenn ich die Wahl zwischen 4x EL84 mit 30 W oder 2x EL34 oder ähnlich mit 50 W habe, würde ich die 50 W wählen.

- mit vier Röhren bekommt man wahrscheinlich nicht den Sound in Richtung Diezel/Engl hin.

- Auch wenn ich persönlich das Umwickeln von Trafos sinnvoll finde, wenn das Bastelbudget begrenzt ist, würde ich das für Anfänger nicht empfehlen. Insbesondere die korrekte Isolation der Lagen / Wicklungen ist nicht trivial und das Material für die korrekte Ausführung kostet auch Geld. Dann lieber Standardkomponenten benutzen.
Man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass Röhrenradiotrafos aus den 50ern nicht den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Nicht einmal bei Siemens Industriekomponenten aus der Zeit würde ich das einfach so annehmen. Das ist kein Problem, wenn man weiß, was man tut und sich der höheren Gefahr bewusst ist und die Geräte nur unter Aufsicht betreibt, aber als generelle Empfehlung würde ich das nicht aussprechen. Es soll ja Leute geben, die Verstärker mal über das Wochenende im Proberaum auf Standby stehend vergessen...
 
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Trafo? EL95 ? Ganz einfach, El 84 Transformator für 4 Ohm und an 8 Ohm geklemmt.
Vorher 5k nachher 10k raa.

Ich empfehle das El 90 Derivate wegen der Möglichkeit mit 170V zu experimentieren.
Oder sogar nur 100V sind verwendbar allerdings mit sehr wenig Leistung.

Für 40W hätte ich die 6P41S EV genommen.
Hifi Fans nehmen die gerne.
Soll angeblich sehr Geräusch arm sein.

Ein bastel Kollege findet die PL /EL 36 am besten geeignet, besonders für zerre , aber für Anfänger ist die wegen dem speziellen Anodenanschluss nicht so gut.

Und meinen Marshall Valvstade hab ich wegen eingeschaltet lassen, aus dem Müll gezerrt.
Die einzige Vorstufen Röhre war extrem Bassmicrofinisch.
Mutwillig den Lautsprecher zertrampelt und die Poti Knöpfe angesammelt.
 
Interessant, welche Richtung hier eingeschlagen wird.
Ich meine, nichts für ungut...der Ersteller fragte nach einem einfachen ersten Bausatz, der nach dem Malen-nach-Zahlen Prinzip in seine gewünschte Richtung geht.

Nun wird ihm als Anfänger (!) quasi die Entwicklung einer komplett eigenen Schaltung mit Nicht-Standard Komponenten mitsamt Trafo wickeln empfohlen.
Ob er damit in die High Gain Diezel/ENGL Richtung kommt? Zumindest fraglich...

Sorry, nur mein Eindruck. Aber er hat mit dem Powerball ja jetzt sowieso schon einen passenden Amp gefunden.
 
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Als kleine Inspiration:claphands:
 
Angeblich will er lernen.
Da ist es erstmal besser mit weniger Volt und kosten
 
Aber er hat mit dem Powerball ja jetzt sowieso schon einen passenden Amp gefunden.
Klanglich ja. Aber nicht zum Lernen, weil Engl dafür keinen Schaltplan rausrückt :(
Zum ersten Powerball hab ich irgendwo mal nen Schaltplan gefunden und mir was länger angeschaut. Aber der. Schaltplan ist eben nicht von meinem Amp, den ich hier habe.

Und da ich mein Röhren-Klangbedürfnis damit befriedigt habe (und damit dann zum Jammen/Proben nen zweiten Gitarrenamp mit über 40W hier stehen habe) , kann ich zum Basteln klanglich/leistungstechnisch was anderes/einfacheres nehmen :)

Ich hab mal den Entwicklungsthreat zum Anvil angefangen zu lesen - scheint ja (zumindest anfangs) sehr abenteuerlich zugegangen zu sein 😅
 
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@Cysign Ich habe heute ein bisschen Zeit gehabt und im Musikding-Forum geblättert, da habe ich folgendes gefunden:
Es scheint also ein 40W Projekt zum Selbstbau in der Pipeline zu sein, falls Du dochh irgendwann was grösseeres selber bauen möchtest...
 
Ich schaue mich gerade selber nach einem Kit um. Was noch nicht genannt wurde ist Uraltone aus Finnland. Da gibt es einen O))) Model T und einen High-Gain-Amp, bei dem ich spontan nciht weiß, worauf er basiert.
 
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Ja, da gebe ich dir recht. Bei den Preisen (die mögen gerechtfertig sein, aber ein Schnäppchen ist es halt auch nicht) könnte man schon ein passend vorgebortes Gehäuse erwarten.
 
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