Hallo, nach einigen Jahren hin- und herüberlegen, ob ich mir eine E-G. zulegen soll oder nicht, entschloss ich mich nun endlich. Ich spielte bisher nur akkustische Gitarren, Solos kann ich bisher garnicht spielen. Wem das nun beim weiteren Lesen Schmerzen verursacht, ich bitte um Nachsicht 🙃. Ich bin definitiv Laie!
Also netter Versuch bestellte ich zuerst mal auf Verdacht eine Epiphone halbakkustische bei einem sehr bekannten Versandhandel, als B-Ware. Abhaken und daraus gelernt, dass das einfach nur dumm war, ohne Test sowas zu bestellen…
Dann gings aber zielgerichtet(er)
🙂) weiter. Es sollte nicht so viel Geld kosten, aber Klang, Optik und Qualität waren gleichermaßen am wichtigsten. Mit dem Budget von max. 3.000 € fuhr ich Ende Januar nach München zum Geschäft von Mathias Jabbs, und natürlich habe ich mich davor stundenlang vorinformiert, wobei das Augenmerk auf Humbuckern lag und natürlich Optik
🙂 .
Fender zog ich nicht im Betracht. Mit gefielen die Gibson Les Paul so gut, und die Specs laßen sich sehr gut. Doch beim Spielen musste ich leider die Erkenntnis zulassen, dass die Ergonomie für mich nicht wirklich passte.
Dann noch diverse andere Gibson ausprobiert (wobei von Anfang klar war dass ICH für eine so hochwertige Gitarre komplett unwürdig bin), aber auch da nicht das richtige Gefühl gefunden. Ich würd gern wissen welcher der Angestellten und Kunden, die in der Zeit im Laden waren, lustig oder abfällig über mich alten unwürdigen Dilletanten innerliche Lach- oder Weinkrämpfe hatten.
Nachdem ich dann gedanklich schon das Schlimmste akzeptierte, schaute ich rein aus Neugier mal in hinteren Raum wo die ganzen Squier, Fender usw. hingen, die mir alle bis dahin optisch zu aggressiv oder einfach unharmonisch erschienen. Aber ich hatte ja nichts mehr zum Verlieren und suchte mir dann eine Fender Telecaster aus, aber ne andere, weiß nicht mehr welche, gefiel mir aber. Hatte ein Ahorngriffbrett. Dann kam das viel zitierte Aha-Erlebnis: Fühlt sich richtig an für mich, liegt sauber satt und gut balanciert auf dem Schenkel und rutsch nicht weg, wie bei den Les Pauls.
Mir gefiel auch der sattere und trotzdem warme Klang und die Einfachheit + Bandbreite der Klangeinstellungen, das fast ein zweites Aha-Erlebnis nach der Epiphone-Verirrung (ES-335) und den Les Pauls.
Dann hab ich nochmal genau geschaut was mir gefallen würde und bin dann auf diese Telecaster Player HH Serie 1 gestoßen. Laut Seriennummer von 2022 und in Mexiko gebaut. Haben angeblich auch schon die selben Tonabnehmer wie die der Serie 2 HH.
Anfangs war ich tatsächlich gemischter Gefühle weils nicht eine der wunderschönen Les Paul wurde. Und in den Wochen darauf focht ich den ein oder andere innerem Kampf, bis ich dann endlich die Saitenlage und Bundreinheit eingestellt hatte. Dazu hatte ich im Laden keine Geduld mehr, und ich hatte auch etwas Bammel was falsch zu machen. Aber ich mag learning by doing, und der Notnagel nochmal nach München zu fahren, ist ja vorhanden. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an die Angestellten des Ladens
🙂 .
Jetzt beginnt aber die eigentlich Herausforderung - spielen lernen um in den Genuss dieses tollen Instruments zu kommen. Es darf nun wieder gelacht werden: Erstes Stuck wird Smoke On The Water, nachdem ich mir gestern ein Video vom alten Bursch ansah. Gottseidank überwand ich hier meine voreingenommene ablehnende Haltung gegenüber Peter Bursch - und wieder was gelernt. Ein voreingenommener Blick versperrt viele interessanten Dinge..
Danke für
🙂
Michael