@Jürgen Schwörer und auch an alle...
Digital hat schon so seine Vorteile. Siehe digitale und vollintegriertes Mischgeräte. Klein, kompakt und mittlerweile stabil nutzbar. Man braucht keine riesigen und kg schwere Sideracks mehr und bekommt auf eine schnuckelige LAN Leitung (oder gar 2 von wegen redundant) locker 48 und mehr Kanäle. Dazu hat jede digitiale Kleinmischgerät mindestens 4 Band Vollparametrik und ohne Probleme 8 oder mehr Ausspielwege zu bieten. Das ganze ist bei den größeren Kisten auch noch skalierbar. Alles gut. Da bin ich auch mittlerweile voll dafür.
Es soll allerdings auch "alte" Technik geben, welche durchaus sinnvoll und einen Ticken noch die Nase vorne hat. Sicher hat eine digitale Funkstrecke keine Probleme mit Companderzucken, hat die höhere Dynamik und rauscht bisweilen nicht, wenn die Strecke stabil ist. Allerdings hat es auch bekannte Macken, siehe DVB-T und vor allem Mobilfunk. Wie oft habe ich kein Netz, die Verbindung reißt ab oder ma h.ör tttt rooobboooot sti mm eeeee mi e c ho. Da werde ich dann sehr unentspannt weil so etwas nervt. Wir haben 2021 und die Probleme in dieser Hinsicht werden eher mehr als weniger. Anyway.... andere Baustelle.
In der kleinen Insellösung kann das nicht so wild sein. Digitale Divende, Abwrackprämie (die an den kleinen Sang und Klanglos vorbeiging). Gut, das betrittt den HF Träger und nicht die Verpackung.
Wie sieht es denn mit den Kisten aus, wenn der Gesetzgeber wieder mal an den Frequenzen rumspielt? Sind die Next Generation Funkbleche denn dafür gewappt, sprich kann man einfachst per Software gar die Frequenzträger anpassen oder ist das dann doch wieder für die E-Tonne?
Im Hobby und Semibereich gibt es kein HighTec wie Axient,
Sennheiser 9000 oder beyer TG1000.
Sobald "Frequenzmanager" im Spiel sind, ist das für mich ein Zeichen dafür die Finger von zu lassen. Dies zeigt, dass die Technik in dieser Klasse nicht so weit ist und man tricksen muss, damit man ab einer bestimmten Streckenzahl dies nicht mehr so ganz unter Kontrolle hat. Dann lieber ehrliche Analogtechnik (ich halte eine Kiste belegt eine Frequenz und ende für sinnvoller als Frequenzhoping, um die Bandbreite auszureizen. Da bin ich bei AMG: one Man, one Engine - ein Träger, ein Signal), auch wenn es ein paar dB weniger Dynamik hat und zum Aufrauschen neigt. Allerdings halt ich immer noch leises Aufrauschen für besser als harte digitale Artefakte und die Einbuse an Dynamik; Geschenkt. Wenn ich diese Dynamik brauche, dann nehm ich definitiv keine Funke. Der geneigte Hobby- und Semimusiker hört das eh nicht bzw. wird es nicht hören können, weil die Funkstrecke wohl in den wenigstens Fällen das begrenzende Glied in der Signalkette ist.
Zum Schluß noch eine Frage, über die man gerne Nachdenken darf und sollte:
DBA, DBA+... Was ist damit. Wollte man den Hörfunk nicht schon längst digital machen? Hmm... Ich habe in meinem Auto, Baujahr 2019 immer noch ein analoges Radio am Start. Sicher ist es schick das Smartphone zu koppeln und bisweilen glasklaren Hörfunk auch über das Internet zu beziehen, doch leider leider.... Naja ihr ahnt es: Funklöcher.
Und was ist mit Herstellern wie WiSyCom? Die senden und empfangen immer noch analog, oder?