Ich habe gestern mal wieder über meinen Vintage - Wahn nachgedacht.
Ich will mal drei Bässe vergleichen:
Kontrabass 1920, massive Bauweise, Höfner Bassgitarre 1960, in Kleinserie gebauter Archtop mit geschnitzter, massiver Decke,
Fender* Bass, 1960. Custom Farbe.
Austausch Steg/Brücke:
Kontrabass normal
Höfner Bass akzeptiert
Fender* Bass Wertverlust
Griffbrett abrichten, erneuern (Neubundierung beim EBass):
Kontrabass normal
Höfner Bass Wertsteigerung
Fender* Bass Wertverlust
Neulackierung
Kontrabass selbstverständlich
Höfner Bass akzeptiert
Fender* Bass massiver Wertverlust
Wenn man das Ganze rein logisch betrachtet ist eigentlich gar nicht nachzuvollziehen, warum ein
Fender* Bass, der so erfunden wurde um diese Reparaturarbeiten viel leichter durchzuführen als bei Kontrabass oder Archtop Bass bei gleicher Verbesserung einen massiven Wertverlust erleidet.
Trotz aufwändiger Herstellung und viel höheren Qualitätsstandards bei Material und Fertigung bekommt man alte Kontra- oder Archtopbässe deutlich günstiger als Fender Bässe.
Es wird ja nicht an den Vorteilen des Fender Bass liegen:
Umfallen, anstoßen, in voller Sonne spielen, Bier drüber kippen hält ein alter Fender locker aus, Kontrabass und Höfner haben da kaum eine Chance das ohne Schaden zu überstehen. Zusätzlich ist der Aufwand für Lagerung wie Erhalt des Raumklimas und ständiger Überwachung auf Veränderung des Instruments nervig. Das fällt beim Fender flach.
Aus meiner Sicht ist allein die Popularität von Fender Bässen für den hohen finanziellen Wert verantwortlich.
Wenn man mir nun alle drei Bässe zum gleichen Preis hinlegen würde, sagen wir mal günstige 5000 Euro.
Ich würde den Fender Bass wählen.
Aber verrückt ist das schon, oder?