[User-Thread] - Harley Benton Bässe

  • Ersteller Journeyman
  • Erstellt am
Von gut oder schlecht kann man da nicht wirklich reden, es ist einfach eine andere Ästhetik, ein anderer Sound. Deshalb auch die Bemerkung mit der Geschmackssache. ;)
Jazzbässe und andere/ähnliche Bässe mit 2 PUs sind dafür halt typischer (quasi "historisch bedingt") und mir persönlich gefällt die Ästhetik besser. Sieh dich einfach mal ein wenig auf YouTube um und hör dir verschiedene Videos an. Das dürfte für dich aufschlussreicher sein als jede Diskussion hier. :D
 
Kennt jemand der JB-40FL SB? Ich hab mir so ein Ding als Notbass bestellt. Mein erster Gedanke war, dass es sowas nicht gibt: die E-Saite hat Schwebungen, dass der Grundton nicht erkennbar ist, die Schrauben der Tonabnehmer fallen ab. Eingestellt hat das Ding niemand. So richtig zum Abgewöhnen. HB baut wohl mehr für die Wand.

So, lohnt es, das Wrack auseinander zu nehmen um es spielbar zu machen? Momentan scheue ich sogar davor, einen Satz billiger Fender-Flats zu opfern...

so, jetzt muss ich auch noch rückmeldung zu meinem harley-benton-exkurs geben: das ding ist tatsächlich mein bass!!!

was ist passiert?

eigentlich wollte ich das ding ja wieder in die kiste stopfen und zurück zu den thomännern senden. aber beim einpacken hat mich doch der ehrgeiz gepackt, wenigstens grundsätzliche spielbarkeit herzustellen.

als erstes hab ich die ollen roundwounds in die tonne gekloppt und hals von korpus getrennt um die halstasche mal zu beschnüffeln. da gabs nichts zu meckern - sauber gefräst, keine späne einlackiert, plan. dann wurden die schrauben der ta's gezogen und durch stabilere ersetzt (die alten waren ziemliche drahtstifte). nachdem ich die kabelwurst unter dem nördlichen pu entwirrt hatte, konnte man diesen auch tiefer legen. am blechwinkel und dessen montage war nichts auszusetzen. das griffbrett hat einen schliff und ölung satt erhalten (das brett hat genuckelt, das hat richtig geschmatzt so trocken wie das holz war). die griffbrettkante hat dabei eine saubere fase erhalten (was benton da der greifhand zumutet ist körperverletzung).

also saiten drauf (9050l) und bier auf. hals gerade, saitenreiter runter, pu runter, hals ein tick in richtung pissbogen. saiten runter, sattel nachfeilen, pissbogen ein wenig zurück, hals-pu ein bisschen höher, oktavreinheit eintüdeln, spielen bis der arzt kommt.

so, das ende vom lied war ne mugge mit dem ding, die wir zum jahresabschluss als ersatz für eisenheinrich kurzfristig übernommen hatten (zeit der besinnung). die mugge war entsetzlich trunkig und schläfrig (morgens als letzte band nach bier und gaaaaaaanz viel blues in allen schattierungen). aber das benton-ding darf seitdem vor meinen ibanez'en, fender's squier und meinem frankanez mit. immer.

pros:
was mir gefällt ist der sound. das ding kann singen. das ding kann charakter. und die benton-pu's bringen je nach spielweise ein angenehmes maß dreck rein. der ton klebt mit den 9050 schön unter den fingerkuppen. probleme der g-saite kennt das ding nicht. der korpus ist sauschwer (spielfertig wiegt die oma knapp über 5 kilo). kopflastigkeit gibt's deshalb nicht und dem ton kommt es zugute. das griffbrett lebt (kein ebonol wie beim squier). der preis ist heiß.

kontras:
was mir nicht gefällt ist das gewicht. nach ner stunde sehne ich mich danach die fette dame in die ecke zu stellen und bier zu trinken. dieser wunsch wiederholt sich regelmäßig (das liegt evtl. nicht ausschließlich an dem fetten arsch der dame). auf der kopfplatte steht nix von fender. das hat das ding auch gar nicht nötig :)

fazit: geiles teil mit starttücken, die benton mit ein bisschen sorgfalt und den richtigen saiten von beginn an umgehen könnte.
 
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Coole Story, wie du den fit gemacht hast! :great:
Wenn du den Bass eh schon auseinander hattest, hätteste auch selber Fender oben drauf schreiben können. Hätte ich zumindest gemacht. :D

die benton mit ein bisschen sorgfalt und den richtigen saiten von beginn an umgehen könnte
Hätten sie, das kostet aber Arbeitszeit und das geht auf Kosten der Masse und vor allem auch auf Kosten des Preises. So läuft das da nunmal. ;)
 
ne, die kopfplattenform sagt eindeutig: NICHTFENDER!
 
Also laut den Kommentaren ist der Bass wohl ganz in Ordnung, aber auch verbesserungswürdig.
Neue Brücke, PUs, evtl. neuer Sattel könnten man schon aufrüsten, aber dann gibt man für die Ersatzteile mehr aus, als man für den Bass selbst ausgegeben hat...
 
Also laut den Kommentaren ist der Bass wohl ganz in Ordnung, aber auch verbesserungswürdig.
Neue Brücke, PUs, evtl. neuer Sattel könnten man schon aufrüsten, aber dann gibt man für die Ersatzteile mehr aus, als man für den Bass selbst ausgegeben hat...
Jo das ist es halt. Da kann man gleich zum Squier 5 Saiter greifen. Finde spontan aber auch keine PUs die reinpassen würden.
Finde an sich hatl nur das Design ziemlich geil
 
scheiß auf den preis. wenn das ding vom holz her dein stein der weisen ist und du damit schon zufrieden bist, warum nicht investieren und den rest auf reihe bringen?

ich hab auch hb am start, hätte mal nie gedacht, dass ich bei solch einem billigding hängen bleibe. aber wenn's so ist :)
 
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Ich hatte den letzte Woche in der Hand.
Für das Geld ist find ich den Bass richtig gut.
Hängt gut am Gurt, meiner war auch sehr gut verarbeitet.
Die Farbe ist auch in Natura sehr schön.
Klanglich war er auch in Ordnung (ich hatte den nur kurz gespielt), am besten hat er mir mit beiden PU`s aufgedreht gefallen.
Mir ist er leider zu schwer, komme auch mit 5 Saitern nicht wirklich klar.

Gruß Rookie
 
Lohnt es sich das Teil hier aufzurüsten? Oder ist der schon so gut?
Zusätzlich zu den bereist genannten Teilen würde ich auf jeden Fall noch die Mechaniken tauschen, da wird bei solchen Instrumenten immer sehr gespart, dafür könnte man die Brücke drauf lassen, wenn man nicht unbedingt was viel massiveres haben möchte.
Aber wie schon vom Kollegen erwähnt, steigt durch die Austausch-Teile und die aufgebrachten Arbeitsstunden der Preis weit über den Neuwert. Wenns dir ums Basteln geht und du dran Spaß hast, kein Problem, würde ich auch machen. ;)
Aber wenns dir nur um nen günstigen guten 5er Preci in dieser Optik geht, würde ich dir doch ganz klar den Squier ans Herz legen.
Für die Optik des HB müsstest du sogar nur entweder das Pickguard des roten Squier gegen eins vom weißen Squir tauschen, oder alternativ den weißen Squier umlackieren. :)
 
Lohnt es sich das Teil hier aufzurüsten? Oder ist der schon so gut? Hat da jemand Erfahrung im Forum?


Hab den 5-Saiter, aber keine Erfahrung mit aufrüsten. Hab ich auch noch nicht vor. Ich nehme so selten einen 5-Saiter in die Hand, dass sich das für mich wahrscheinlich nicht lohnen würde. Wobei ich meinen für nen 50er geschossen habe. :D Mit der Folie aufm Pickguard kann ich nicht bestätigen. Bei mir löst sich nichts. Ich mag den Bass. Für mich genau richtig.

Ich schließe mich Cymon an. Wenn du den Harley Benton aufrüsten willst, wäre es vllt. besser gleich nen Squier zu kaufen (gebraucht?).
DSC00715a.jpg
 
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Hm, ich glaube ich würde dahh ehezu nen Squier Jagur greifen. Die kosten nur ein wenig mehr und auf Bastelarbeiten habe ich einfach keine Lust (oder Zeit oder Geschick)
 
Ich bin ja eigentlich hauptsächlich Gitarrist, spiele aber gelegentlich auch Bass, vor allem auf meinen Aufnahmen.
Seit gestern habe ich den Harley Benton Hot Rod Bass.

DSCF24.JPG



Es ist ja in Mode selbst billigste Instrumente in den Himmel zu loben, aber an diesem Bass gibt es wirklich
kaum etwas auszusetzen.
Ich habe ihn für 98€ als B-Stock bekommen, mit einer leichten Macke auf der Rückseite, aber ich
bin wirklich begeistert von dem Instrument.
Das einzige, was auf Anhieb "billig" wirkt sind die Keramik PUs und eventuell die sehr dünne und blasse
Lackierung des Halses.
Ansonsten ist es wirklich ein super Bass für's Geld, der relativ authentisches Preci-Feeling versprüht.
Keine scharfen Bundstäbchen, der Hals ist sauber verarbeitet, die Mechaniken halten die Stimmung, die Potis laufen gleichmäßig und
auch die Bridge wirkt nicht trashig, sie ist meiner Meinung nach identisch mit den Brücken der Squiers aus Fernost.
Beim trockenen Anspielen des HBs hat man auch nicht das Gefühl hier einen toten Klotz in der Hand zu haben.
Das Gewicht hält sich mit 3,6 kg auch in Grenzen.
Eigentlich wollte ich ja einen der aktuellen HB 70s Jazz Bässe bestellen, aber am Ende hat mich doch deren Gewicht von
über 5 kg abgeschreckt.
Insgesamt ist der Hot Rod der vierte und auch gleichzeitig auch der billigste Bass, den ich in den letzten zwanzig Jahren hatte,
aber er ist eindeutig nicht der schlechteste.
Da fragt man sich wirklich, wie das geht bzw. ob Thomann den Chinesen so gigantische Mengen abnimmt,
dass solche Endpreise möglich sind.

In Sachen Upgrades überlege ich, eventuell Alnico-PUs zu kaufen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich nötig ist.
Die Bridge, die Mechaniken und die Potis sehe ich nicht als Schwachpunkte, die unbedingt ausgetauscht werden müssten.

Der Bass ist ja schon seit einigen Jahren bei Thomann im Programm, wenn man sich ältere Reviews durchliest, merkt man jedoch, dass sich die Specs im Laufe der Jahre geändert haben.
Früher hatte der Hot Rod Bass z.B. geschlossene Mechaniken und einen Linde- Korpus anstatt Erle - nicht weltbewegend, aber immerhin zwei Schritte mehr in Richtung Original.
 
Hier mal mein HB B-400 TBK war damals wohl einer der Letzten die verkauft wurden.
Hat mir doch recht lange als erster Bass gedient aber werd wohl doch irgendwann mal die gesamte Hardware tauschen.
1.jpg
2.jpg
 
Hallo, der HB B-400 TBK der andere Basser spielt den, hab ich auch mal versucht.
Her Hals ist totale Horrorshow der Lack klebt irgendwie, der Body ist winzig und sehr leicht.
Hab selbst einen Harley Benton JB-75 der hingegen ist sehr geil, Haptik & Klang.

greets
 
Gut das mit dem "klebrigen" Hals stimmt shon ein wenig, ich hab dem meinen aber mit Nasschleifpapier bearbeitet, grad bei schnellen lagewechseln wars etwas störend aber nach der behandlung konnte ich in dem bezug nicht mehr Meckern.
Der Bass hat natürlich seine macken grade was die Hardware angeht die mich persönlich mittlerweile ein wenig stören aber ich hab damals als ich ihn gekauft hatte definitiv keine high end technik erwartet.
 
ich habe über ebay Kleinanzeigen gerade nen HB Vintage Jazz (1. Generation, Ahorn-Body, nicht so sackschwer wie die aktuellen, noch mit F-Style Kopfplatte) geschossen, leider ist ein Bundstab zu hoch und der Hals nicht so Ultra flach einzustellen, daher kommt ein Hals vom PB50s drauf der eh noch rumfliegt, mal sehen, vllt. gleich noch Squier Mechaniken und ne bessere Brücke (die ist auch typisch HB versetzt verschraubt, ich fürchte das lernen die auch nicht mehr....)
 
Au ja !!! Am liebsten mit schwarzem Korpus, Ahorn-Griffbrett und schwarzen Block-Inlays
Für mich bitte Korpus in Candy Apple Red mit Palisander-Griffbrett und Block-Inlays (wenn die auch in CAR wären, fände ich das nur noch geil). Ich muss einfach ein Star werden und meine eigenen Signatures designen.

Gruß
Ted
 

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